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    Archived pages: 102 . Archive date: 2014-01.

  • Title: Fluehorn - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Unterrothorn, Oberrothorn und Fluehorn in Zermatt.. Besteigung vom Bahnhof Brig aus vom 07.. Fluehorn_07_08_2010.. pdf.. Adobe Acrobat Dokument [482.. 2 KB].. Download.. Obergabelhorn.. Matterhorn.. Weisshorn.. Zinalrothorn.. Unter anderen das Mettelhorn.. Links Dent Blanche.. Liskamm.. Täschhorn (vorne) - Dom (hinten).. Castor, Pollux von links.. Adlerhorn.. Nordend und Dufourspitze..

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  • Title: Gspon - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Fotos aus der Gegend von Gspon.. früher.. Meine Zeit als Hausmann ist (vorläufig) vorbei.. Weiter unten findest du ein paar Bilder, die den Zustand meines Haushaltes dokumentieren.. Ein klein wenig Unordnung hat sich schon hier und dort eingeschlichen - aber so schlimm ist es nun auch wieder nicht.. Immerhin war ich sechs Wochen für die häuslichen Angelegenheiten alleine verantwortlich.. Umso weniger konnte ich das Naserümpfen meiner frisch von Afrika zurückgekehrten Frau verstehen.. Erst als ich ihr beim Aufhängen all der zurückgebrachten Jagdtrophäen geholfen hatte, war sie mit ihrem Haushalt wieder versöhnt.. Zur Besänftigung liess ich sie noch wissen, dass ich da eine Bernadette und eine Klara kenne, die in die abgebildete Wohnung jederzeit gerne einziehen würden, denn sie wüssten, was es für ein Privileg sei, hier im Wallis leben zu dürfen.. Gspon mit der St.. Anna Kapelle.. Gspon.. Gspon mit Bietschhorn.. In der Nähe von Gspon.. Wohnzimmer.. Stubenofen - wie blöd! - ich hatte vergessen, die drei Dosen wegzuräumen.. Küchenbereich.. Was ist denn da in meinem Eckschrank los?.. Berufsfachschule Visp, Block C.. Viel teures Geld kostet moderne Architektur.. Und doch wirken die Wände kahl, kalt und schmutzig.. Die Häuser unserer Ahnen wirken irgendwie heimeliger.. Furchtbar, diese ständigen Panikattacken wegen meines Haushaltes! Ständig zucke ich - wie ein aufgeschrecktes Reh im Wald - zusammen, weil ich meine, schon wieder etwas falsch gemacht zu haben.. Vorher habe ich beispielsweise lange einen Teebeutel gesucht, den ich schon morgens um sechs Uhr einmal gebraucht hatte, und den ich jetzt, gegen elf Uhr, unbedingt wieder brauchen wollte, weil bei uns alle Teebeutel mehrmals gebraucht werden, weil alles andere nichts als Verschwendung ist.. Und ich fand ihn lange nicht, fand ihn dann aber schlussendlich doch - war das eine Erleichterung.. Als alleinerledigender Hausmann hat man es wirklich nicht leicht.. Oft komme ich mir so vor wie Globi allein in der Sahara.. Dabei könnte ich für die nächste Zeit doch zuversichtlich sein, denn fünf Wochen sind jetzt geschafft, und alles funktioniert wie zu Beginn meiner Einsamkeit.. Zumindest glaube ich, das zu meinen.. Wie dann andere urteilen werden, ist eine andere Frage.. Ist wirklich noch alles wie zu Beginn? Oh Gott, ich weiss nicht einmal mehr, wie der Haushalt am Anfang aussah! Und schon wieder mache ich mir grosse Sorgen.. Ich meine, bei dem sehr schönen Wetter heute hier im Wallis wäre Ottonormalmensch doch irgendwo draussen in der Natur, würde durch tiefverschneite Wälder gehen, oder sogar tiefe Pulverschneehänge hinunterwedeln.. Das alles habe ich vor nicht allzu langer Zeit auch noch gemacht.. Mein Gott, habe ich mich in diesen fünf Wochen verändert! Statt die Freizeit zu geniessen, hetze ich jetzt ständig von einem Raum in den anderen, puste hier etwas Staub weg, oder poliere dort irgendeine Garnitur mit einem (weissen) Taschentuch.. Und nie bin ich zufrieden.. Wie wenn ich einen Händewasch- oder Putzzwang hätte, muss ich immer wieder die gleichen Stellen fegen.. Das meiste sieht schon einigermassen blank aus.. Oder täusche ich mich schon wieder? Ist vielleicht alles total schmutzig? Wenn ich doch noch wüsste, wie es am Anfang aussah, und was normal ist! Es gibt Stellen, die habe ich schon so oft geputzt, dass jetzt der Verputz abzubröckeln beginnt.. Sind das ekelhafte Wörter, die ich da schon wieder in den Mund nehme: Putzen und Verputzen.. Für mich Zweitwohnungsbesitzer ist die Not doppelt so gross.. Ich muss ja auch noch in Gspon nach dem Rechten sehen.. Wie gut, dass die Zweitwohnungsinitiative vor nicht allzu langer Zeit angenommen wurde! Mit dem Verbieten einer zweiten Wohnung kann in der Tat viele Not und Elend verhindert werden.. Kannst du dir überhaupt vorstellen, wie mühsam es ist, immer wieder nach Gspon fahren zu müssen, um dort zu schauen, ob vielleicht ein Hahn tropft, ob beim letzten Besuch ein Fenster offen gelassen wurde, oder ob die Heizung ordentlich funktioniert? Sei du froh, wenn du keine solche Wohnung irgendwo in den Walliser Bergen hast.. Stell dir vor, du müsstest immer von Rothenburg anreisen! - Nur schon die wertvolle Zeit, die du mit der Reise verlieren würdest.. Ich habe gestern aus der Not eine Tugend gemacht und habe gleich sämtliche schmutzige Wäsche, die sich in den letzten Wochen in meinem Haushalt hier in Naters angesammelt hatte, mit hoch geschleppt.. Es sollte ein Versuch sein.. Ich meine - Wasser kocht in der Höhe ja schon bei niedriger Temperatur als hier im Flachland - Kartoffeln brauchen dort länger bis sie durch sind als hier - wieso sollte das also nicht auch mit der Wäsche genau gleich gut funktionieren.. Du verstehst den Zusammenhang nicht! - Eh, wo hast du denn Physik und Haushaltführung gelernt? - Ich empfehle dir, dem Problem NICHT mehr länger nachzustudieren.. In Gspon war das Wetter dann wunderbar.. Endlich konnte ich meinen vor langem angefangenen Tisch fertigstellen.. Ich habe die Sonne genossen wie ein Murmeltier.. Später bin ich noch ein wenig durch den Schnee gestampft und habe die nachfolgenden Bilder geschossen.. Viel ist in Gspon noch nicht los.. Es wird zwar schon eifrig Schnee produziert, die Saison fängt aber erst so in drei Wochen an.. Wie schön, schon bald ist wieder Weihnachten.. Wenn du meine Bilder anschaust, wirst du vielleicht meinen: sein Haushalt sieht ja ganz ordentlich aus, jedenfalls ordentlicher als meiner! Irrtum, Baby.. Es gibt heute keine fotografischen Tatsachen mehr.. Tatsächlich habe ich jetzt eine neue (revolutionäre) Art der Haushaltführung entdeckt.. Die Methode wird in Zukunft sicher Schule machen und sich bald weltweit verbreiten.. Es geht so: Ich schiesse ein Bild der Location (zum Beispiel von der Küche) und öffne dieses dann in Photoshop.. Dort gibt es ein paar coole Tools, beispielsweise die „Spot Healing Brush“.. Wenn du auf einem Bild irgendwo einen Flecken hast, der nicht dahin gehört, fährst du mit dieser „Heilungs“-Bürste über den Flecken, und „schwupp“ ist er weg.. Dreckiges Geschirr in der Küche, herumliegende, schmutzige Socken im Wohnbereich können auf dem Foto einfach weggebürstet werden, und schon sieht alles ordentlich aus.. Dann gibt es das „inhaltbasierte Ausfüllen“.. Du wählst einen Bildbereich aus (zum Beispiel auf der Küchenkombination herumliegendes faules Obst), markierst es und klickst auf das Werkzeug.. Faules Obst und Gemüse verschwindet im Nu.. Der fragliche Bildbereich wird mit Farben und Formen der Umgebung ausgefüllt.. So einfach, wie das jetzt alles tönt, ist es aber nicht - was meinst du denn! Als Anfänger würdest du bestimmt hin und wieder den falschen Bereich markieren - und schon hättest du die ganze Kombination voller faules Gemüse.. Schwierig ist es auch, Objekte (zum Beispiel Tassen und Teller) die sich irgendwo spiegeln, mit Photoshop zu entfernen.. Der Gegenstand ist vielleicht rasch weggepinselt, doch es bleibt das Spiegelbild, das du auf keinen Fall vergessen darfst.. Sonst ist der Schwindel rasch aufgedeckt.. Damit dieser Irrtum nie eintreffen kann, ist es präventiv ratsam, schmutziges Zeug nie vor oder auf irgendwelchen spiegelnden Flächen aufzustellen.. Glanz in der Küche ist in der Tat der Horror eines jeden Photoshopplers.. Das weiss aber heute sicher jede Hausfrau.. In dem einen oder anderen Fall habe ich auch schon festgestellt, dass es einfacher ist, die schmutzige Tasse vor dem Fotografieren im Spülautomaten zu versorgen.. Das erspart dir nachher Stunden mühseligen Retouchierens.. Ich achte auch stets auf schmutzige Bereiche im Küchenbereich, so dass sich ja nirgends etwas wiederspiegelt.. Ich kann dir versichern, dass die Methode funktioniert.. Meine Frau in Afrika, die sich die Bilder auf irgendeinem Buschcomputer jeden Tag ganz genau anschaut, meint jedenfalls stets, hier in ihrem Haushalt sei alles so, wie es immer war, und wie es sein soll.. Auch hat sich die Schwiegermutter noch nie zu Wort gemeldet.. So, damit ist der Bericht fertig.. Und ich muss jetzt nach dem sonntäglichen Mittagessen noch schnell ein paar Bilder nachbearbeiten, sonst taucht hier plötzlich noch die Schwiegermutter auf.. Interessantes Wohnquartier in Gspon.. Ein kleines Detail: rechts neben der Treppe sieht man noch einen unserer damaligen Schulbänke.. Wird wohl einer der letzten sein, den es noch gibt.. Erinnerungen!.. Gebäude im alten Dorfteil von Gspon.. Hier geht es nach Staldenried hinunter.. Gspon vom "Alpenblick" aus - ein wunderbarer Novembertag!.. Die St.. Anna Kapelle von Gspon - rechts Chalet "Sunnuschy".. Sonnenuntergang - erste Spuren des Pistenfahrzeugs.. Gspon - was denn sonst!.. Kapelle etwas anders.. Kapelle von unserem Chalet aus.. "Küche" im alten Dorfteil.. Ankunft der Seilbahn.. Sonnenuntergang am Weisshorn.. "Ze Hischinu".. Mein Wohnzimmer in Gspon.. Die Küche.. Mein Reich in Naters.. Speicher in Gspon.. Eingangsbereich meiner Wohnung mit dem heimeligen Feuer.. Draussen schneit es.. Unglaublich - Selbstporträt.. Esel in Gspon.. Der Besitzer müsste seine Tiere wohl langsam versorgen.. Das Chalet "Sunnuschy" - Unglaublich: wohl mein liebster Ort auf dieser Erde.. Die Nacht in Gspon war sehr ruhig verlaufen.. Ich war abends gegen sechs Uhr dort angekommen.. Nur einige wenige Lichter brannten im oberen Dorfteil.. Gspon ist zu dieser Zeit des Jahres sehr ruhig.. Natürlich war die Wohnung seit meiner letzten Anwesenheit vor sechs Tagen  ...   lasse ich mir nun auch nicht gerne bieten, und so gehe ich zum Zaun zurück, wo sie mir wie Schafe folgen.. Bald bin ich darüber hinweg und ausserhalb ihrer Reichweite.. Jetzt meine ich, aus ihren Augen lesen zu können: „Lass uns doch nicht alleine!“ Da ich wegen des Vorfalls und wegen dem „du Esel“ immer noch beleidigt bin, denke ich halblaut: „Schaut doch nicht so wie blöde Kühe, ich will jetzt heim, ich bin nicht so belämmert wie ihr und verbringe den ganzen Tag in diesem Schneegestöbert.. “ Von weiter weg meine ich noch vernehmen zu können, wie der eine Esel dem anderen sagt: „Was hat denn der Affe hier überhaupt gewollt?“ Der andere scheint bestätigend zu nicken: „Ja, das war ein richtiges (Alpen-)kalb.. “ Bald bin ich wieder oben bei der St.. Der Sturm hat jetzt sogar aufgefrischt.. „Moment mal, sind das nicht frische Reh- oder Fuchsspuren, die da fast schnurstracks zum grossen Baum bei unserem Haus führen?“ - Die Fährte führt rechts an unserem Haus vorbei.. Ich lasse die Fährte Fährte sein und gehe links zur Treppe hoch, die in meine Wohnung führt.. Dort setze ich während Stunden das Studium meines neuen Kamerablitzes fort.. Mein Gott, ist der kompliziert! Hätte ich nur ein Modell, an dem ich ein wenig üben könnte.. Und da mir ein solches fehlt, denn in Gspon gibt es weit und breit keinen Menschen, übe ich halt an mir selber.. Doch die Übung hat einen Hacken, denn in meinem Gesicht gibt es leider kaum eine Falte, die ich durch geschicktes Blitzen verdecken könnte.. Und so ist diese Übung nur eine Scheinübung.. Ich schliesse den Aufenthalt in Gspon mit einem Marsch nach Staldenried hinunter ab.. Weiter heftiges Schneegestöber.. Und da stosse ich tatsächlich auf die Spur von jemandem, der im ersten Schnee mit den Tourenski hochgestiegen ist.. So unwahrscheinlich das mit dem wenigen Schnee auch ist, es ist wahr.. Und ich täusche mich bestimmt nicht.. Jedenfalls bin ich mir ganz sicher, dass es so ist.. Moderne Architektur in Gspon.. Ein Baum in Gspon.. Baum mit Hütte in Gspon.. Grossartiger Baum beim "Keller".. Chalet "Sunnuschy" - my place.. Gspon im Schneesturm.. Gspoflüe.. Eine Hütte in Gspon.. Kapelle in Gspon mit der schwarzen Gottesmutter Maria.. Kleeboden von Gspon aus.. Kreuz Häüschbiele.. Waldegga.. Lamm in einem Stall in Gspon.. Seilbahn nach Gspon.. Stafol.. Hütte im Stafol - vor kurzem noch bewohnt.. Blick ins Tal von Häüschbiele aus.. In Gspon.. Windstadol.. Findeln.. Gärsthorn vom Riedji aus.. Im Riedji.. Gibidum vom Riedji aus.. Hütte vor dem Bietschhorn im Riedji.. BFO - meine Schule in Visp.. Ich bin Tierliebhaber.. Vor allem fotografiere ich Tiere sehr gerne.. Ich habe mich auf die langsameren unter ihnen spezialisiert - die schnelleren laufen mir immer weg.. Am Ende meiner Weissgrattour bin ich in Gspon an einer grossen Schafherde vorbeigekommen.. Die vielen Lämmer haben direkt meine ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen.. Und so habe ich mehr als eine Stunde in ihrer Mitte verbracht, um einige von ihnen auf meinen Chip zu bannen.. Ein paar Bilder sind mir gar nicht so schlecht gelungen.. Als ich aber die Bilder am Abend auf meinem Computer anschaute, war die Enttäuschung riesengross.. Erst am PC stellte ich mit Trauer, Unverständnis und Ärger fest, dass den niedlichen Tieren die Schwänze abgebunden worden waren, so dass sie, von der Blutversorgung abgeschnitten, langsam absterben, verfaulen und abfallen.. Die Tiere taten mir unendlich leid.. Wie blöd der Mensch nur sein kann! Aus einem falschen Schönheitsideal heraus dürfen die weissen Schafe keine Schwänze haben.. Als ob der Schwanz nur zur Dekoration da sei.. Ich glaube die Schäfer brauchen dringend eine Nachhilfestunde in Tieranatomie.. Muss mir doch niemand sagen, dass die ihre Schafe gerne haben.. Der Mensch kann mit seinen Schönheitsidealen sowieso total dumm und unmenschlich sein.. Wie viele Menschen müssen in Japan leiden, weil da kleine Füsse als schön gelten.. Im Westen müssen heute Frauenbrüste gross und Lippen möglichst voll sein.. Jemand hat mir gesagt, dass es doch einfacher wäre, wenn die Männer ihre Finger künstlich verkleinern liessen.. Auch in Afrika und auf den anderen Kontinenten muss der Körper aus falschen Schönheitsidealen heraus leiden.. Und wir beschlagen unsere Körper mit Eisen, wie man Pferde beschlägt.. ….. Am Sonntag bin ich gleich zweimal nass geworden.. Nicht umsonst hatte der Wetterbericht Niederschläge und Stürme angekündigt.. Am Nachmittag sollte es besser werden.. Ich war morgens sehr optimistisch gestimmt und hatte das Ziel „Weissgrat“ im Auge.. Nach einem deftigen Frühstück mit Spaghetti und Ton nach Hausmannsart zog es mich schon gegen acht Uhr hinaus in die Wildnis.. Bald war ich auf der „Waldegga“ und damit in dem Walde, in dem ich schon so viele schöne Stunden verbracht hatte.. Und bald begann es mit grossen Flocken zu schneien.. Lange harrte ich unter einem Baume aus und liess die schöne Stimmung auf mich wirken.. Die Ruhe durchdrang Mark und Bein und erfasste meine Seele.. Ein paar Meter weiter drüben huschte ein Eichhörnchen von Ast zu Ast.. Dann war es lange am Boden - emsig damit beschäftigt, letzte Vorräte zu überprüfen oder in Sicherheit zu bringen.. Leise fielen die grossen Flocken herab.. Viele schmolzen auf dem nassen Boden gleich wieder weg.. Die welche die ersten Schreckenssekunden auf dieser Erde überlebt hatten, taten sich gleich mit anderen Flocken zusammen und bildeten bald einen zarten Schleier, der den ganzen Waldboden bedeckte.. Gspon ist zu dieser Jahreszeit ein einsamer Ort.. Die Melancholie ergreift einen immer wieder.. Oft habe ich diese Stimmung an diesem Ort auch in früheren Jahren erfahren.. Später stapfe ich langsam in mein Häuschen zurück.. Auf dem Heimweg komme ich wieder an den lieblichen Lämmern mit den toten Schwänzen vorbei.. Bei denen, die ein paar Tage älter sind, hängt schon nur noch eine Knochenkette zu Boden.. Fleisch und Haar sind verfault.. Ich fluche über die Schäfer und über diese Welt.. Wenn man sieht, was Menschen Menschen und Tieren antun können, möchte man gar nicht mehr Mensch sein.. Im Chalet gelingt es mir, mit einem der letzten Zündhölzern ein Feuer zu entfachen.. Bald wird es wohlig warm im Raum.. Die Schuhe lege ich zum Trocken auf den Ofen.. Dann arbeite ich an meinem Projekt weiter.. Im Wohnzimmer soll eine Art hängender Tisch entstehen, quasi ein Tisch ohne Füsse.. Im Prinzip wird es schlussendlich nichts anderes als ein Brett sein, das von Wand zu Wand führt und als Ablagefläche für Computer, Fernsehen und Radio dienen wird.. Stell dir die Vorteile beim Putzen vor – ein Tisch ohne Beine.. Du kommst ins Schwärmen.. Mein Projekt kommt nur langsam voran.. Jedes Mal, wenn ich wieder in Gspon bin, merke ich schon nach zwei-drei handwerklichen Griffen, dass mir noch dieses Stück Holz oder jene Schraube aus dem Bastelgeschäft fehlt.. Die Säge habe ich schon zweimal im Tal vergessen, doch diesmal habe ich sie mit.. Die Schnitte geraten ärgerlich schief.. Ein nochmaliges Durchsuchen des Kellers fördert eine Säge zu Tage, mit der ich die Schnitte viel besser machen kann.. Nach langem Sägen, Hämmern und Schrauben ruft alles in mir nach einem stärkenden Getränk.. Ich komme am warmen Ofen vorbei und stelle mit Verwunderung fest, wie meine teuren Laufschuhe gerade im Begriffe sind, ein Raub der Flammen zu werden.. Nicht, dass sie brennen, aber wie von einem unsichtbaren Feuer verzehrt schmilzt die Sohle vor meinen Augen dahin.. Bald ist fast nichts anderes mehr als ein Loch vorhanden.. Was soll’s – der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen … pf.. legte mein Grossvater jeweils zu sagen.. Mir bleibt zum Trost, dass ich vor Jahren am gleichen Ofen schon eine viel teurere Jacke ruiniert hatte.. Das geschah aber unter ganz anderen Umständen, nämlich beim Nachfüttern von Holz.. Ich habe heute also den Fehler von damals in keinster Weise wiederholt.. So dumm ist der Mensch nun auch wieder nicht.. Gegen Mittag geht es nochmals hinaus in die schöne Natur.. Das Wetter ist etwas besser, aber nur ein ganz klein wenig besser.. Auf dieser zweiten Wanderung werde ich mir oft Gedanken darüber machen, welches die Vorteile des grossen Loches in meiner Schuhsohle sind.. Ja, tatsächlich, das ganze fühlt sich beim Laufen jetzt ziemlich anders an.. Ist doch gut, wenn der Schuh nicht bei jedem Schritt nach innen abknickt! Nach einer Weile finde ich, dass das neue Gehgefühl so toll nun auch wieder nicht ist.. Doch, was soll’s - ich gehe doch nicht der Schuhe wegen wandern, sondern mir selber zu Liebe.. Schlussendlich finde ich es egoistisch, wenn der Mensch immer nach Vorteilen für sich selber sucht.. Das Loch ist halt jetzt da, und nützt es mir nichts, und nützt es auch sonst niemandem etwas, so ist das doch auch gut.. Später, oben auf den Häüschbiele, gibt es ein Schneegestöber wie mitten im Winter.. Und es gefällt mir.. Gspon von Kleeboden aus (18.. 05.. Ankunft mit der LSSG in Gspon (20.. 04..

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  • Title: Alpjuhorn - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Schilthorn, Alpjuhorn, Rothorn im Baltschiedertal.. Besteigung vom 21.. 2008 vom Bahnhof Brig aus.. My goats are back on the net - meine Ziegen sind zurück auf dem Netz! Im folgenden findest du ein paar Bilder von meiner Tour auf das Schilt-, Alpju- und Rothorn im Baltschiedertal.. Ich habe die Tour vor fünf Jahren unternommen.. Einen richtigen Bericht wirst du aber nicht finden, denn ich mag mein Blabla nicht  ...   Selbstgespräche mehr, oder nur noch selten - eigentlich nur noch dann, wenn ich eine zweite Meinung hören möchte, oder wenn ich die Meinung eines Experten brauche.. Die Ziegen sind im Aufstieg auf das Schilhorn aufgenommen worden.. Sie gehören zu meinem persönlichen Erfahrungsschatz, und ich möchte sie nicht mehr missen.. Hier jetzt doch noch der Bericht von damals:.. Alpjuhorn_21_07_2008.. Adobe Acrobat Dokument [1.. 2 MB].. Weisshorn und Matterhorn.. Bietschhorn..

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  • Title: Brig - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Fotos von Brig.. Verschiedene.. Der schöne Tannenbaum im Zentrum von Brig.. Burgschaft Brig mit der Kollegiumskirche.. Stockalperschloss.. Mach endlich vorwärts - es ist schon fast zehn vor zehn! (05.. Bahnhof Brig - mein Bahnhof (05.. Auf den Balkon gestanden und ein Foto von Brig gemacht.. Nicht ganz echt.. Das Hochhaus wurde um einige Stockwerke ergänzt.. Gute PHOTOSHOP Übung.. (23.. 201).. Brig mit dem Sebastiansplatz, hinten das Glishorn (25.. Brig mit der Kollegiumskirche (25.. Brig mit dem Stockalperschloss (24.. Brig mit der Saltina (23.. Stockalperschloss (2012_01_20).. Brig mit dem Stockalperschloss (16.. Im Zentrum von Brig (19.. Advent 2012 (19.. 2012)..

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  • Title: Schafe - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Meine Schafe.. Inhalt.. In Brigerbad 26.. /27.. Am Mundbach bei Gamsen 21.. Schafe gibt es auch hier:.. Bergtour Weissgrat.. Fotoshooting Visperterminen.. Wanderung Sättle - Äbnet.. In Brigerbad (26.. Ein paar Tage vorher hatten wir daheim noch darüber gerätselt, wie ein Lamm überhaupt das Euter seiner Mutter finden könne.. Dass es das kann, ist nämlich alles andere als selbstverständlich.. Ach, wir haben uns an so vieles in der Natur gewöhnt! - und dabei begegnet man doch so vielen Wundern.. Man müsste viel mehr staunen.. Und dann fahre ich wieder einmal mit meinem Fahrrad von Brig nach Visp.. Bei Brigerbad sehe ich weit draussen im Feld ein paar Schafe.. Beschliesse dann, die wolligen Tiere gleich zu besuchen.. Im feuchten Gras liegt ein zerbrechlich wirkendes Lamm, das noch ganz frisch ist und erst vor kurzer Zeit geboren sein muss.. Beim Anblick des neuen Erdenbürgers bin ich tief ergriffen, und das scheinen auch die anderen Schafe zu sein.. Eine gewisse Feierlichkeit breitet sich über der Szene aus, und es herrscht grosse Ruhe.. Niemand blökt.. Welch ein Wunder der Natur, und welch grossartige Sache!.. Mehr als eine Stunde verbringe ich bei der Schaf-Familie.. Nähere mich nur sehr behutsam.. Möchte den Seelenfrieden der Tiere auf keinen Fall stören.. Bald macht das Lamm seine ersten Gehversuche.. Knickt immer wieder ein und fällt auch mal um.. Es ist tatsächlich nicht leicht, das Euter der Mutter zu finden.. Da muss aber auch an der richtigen Stelle gesucht werden.. Wie kann das Lamm zwischen vorne und hinten unterscheiden? - Sieht doch recht ähnlich aus.. Immer wieder macht es Versuche, während es von der Mutter mit den Beinen weggestossen wird.. Scheint sie zu schmerzen.. Später legt sie sich ins Gras und sieht sehr müde aus.. Irgendwann kommt dann auch noch der Bauer vorbei.. Er springt mit den Tieren viel weniger zimperlich um.. Ein paarmal versucht er das Muttertier an den  ...   hat derjenige, der mich besitzt, zu demjenigen, der mich fotografiert hat, gesagt, dass ich nächste Woche geschlachtet werden soll.. Nicht einmal hinter vorgehaltener Hand hat er das gesagt, nein, ganz normal, wie wenn ich gar nicht da wäre.. Jetzt habe ich grosse Angst und mir ist so bang ums Herz.. Derjenige, der mich fotografiert hat, hat zwar später, als der andere wieder gegangen war, noch versucht, mich zu trösten.. So hat er gesagt, dass ein weiser Mann einmal irgendwo niedergeschrieben habe, dass es dem Menschen erst dann gut gehen werde, wenn er aufgehört hätte, uns Tiere zu töten und unser Fleisch zu essen (fressen).. Wem kann ich in dieser Not noch vertrauen? Demjenigen, der uns besitzt? - nein, der tut so, als ob er uns gerne hätte, und kurz später reisst er uns in seinem Zorn an unseren Hörnern herum und sperrt uns in einen finsteren, stinkenden Stall.. Schau, alle meine Freunde hat er geschoren und schön gewaschen, und mich lässt er die letzten paar Tage meines Lebens in meiner zottigen Wolle.. Unehrenhaft muss ich nächste Woche sterben.. Traurig denke ich an den letzten Sommer auf der Alp zurück.. Hätte ich mich doch versteckt, und wäre ich doch da geblieben.. Stattdessen bin ich dummes Schaf meinen Freunden nachgelaufen, eben so, wie ein Schaf immer ohne zu überlegen dem anderen nachläuft.. Kann ich demjenigen, der mich fotografiert hat vertrauen? - Er hat mir zwar versprochen, uns morgen wieder zu besuchen, um mich zu trösten.. Mal abwarten.. Aber, wenn ich mir jetzt vorstelle, wie der die ganze Zeit geblöckt hat - wohl um uns zu besänftigen - und so ganz anders, als wir es tun, und bei Umständen, unter denen es widder gar nicht tut, habe ich wenig Hoffnung.. Und zudem hat er uns ständig durch eine Art grosses Glasauge angeschaut und hat komische Stellungen eingenommen.. ".. Mundbach bei Gamsen (21..

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  • Title: Visp - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Fotos von Visp.. Bilder vom 27.. Hütte oberhalb von Visp.. In den Reben oberhalb von Visp.. Blick auf Visp.. Spätherbstebhüttenromantik.. Trauben.. Trauben im Detail.. Ausgangs Visp.. Blick auf Visp mit Lonza.. Visp und das Rhonetal nach Osten.. Eggerberg am Berghang und dahinter das Stockhorn.. Visp Bahnhof.. Grosses Dorf = Städtchen.. Visp - nice.. Kirche.. Visp - Herbst.. Weinberg.. In den Reben.. Reben.. Bilder vom 05.. Hochhaus in Visp.. Unser Schulhaus - Block C.. Altersheim St.. Martin in Visp - momentan bin ich vor allem dort anzutreffen..

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  • Title: Jaeger-1 - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Delgiertenversammlung der Jäger in Staldenried.. Bilder vom Sonntag, 24.. Die Ortsgruppe Staldenried.. Fähnrich, Patin und Pate.. Stolz auf die neue Fahne.. Die Jagdhorngruppe.. Ein Jungbläser.. Bilderbuchjäger.. Einsegnung der neuen Fahne durch den Ortspfarrer.. Leitete die Einweihung der neuen Fahne souverän.. Alte Fahne hat ausgedient.. Einsegnung der Fahne durch den Ortspfarrer.. Trommler und Pfeifer von Staldenried.. Küchenchef.. Ich liebe VERDAUERCHENS - am liebsten am Morgen, bevor der lange Arbeits- und Verdauungstag anfängt (bin Lehrer und mache den ganzen Tag nichts anderes als verdauen).. Mittags nach dem Essen ist keine Diskussion - man kann doch nicht mit leerem Magen arbeiten gehen - und wie sonst den langen Nachmittag überstehen? Und dann natürlich abends vor dem Schlafengehen.. Schliesslich hat ja jeder im Leben viel zu verdauen.. Der Koch hat super gekocht - viel mehr als die drei Sterne auf seiner Karte.. Offizieller Teil der Generalversammlung.. Der Präsident führte  ...   die Lesung bereit.. Für lebende Tiere klicke auf das Bild.. Falls du noch einen Kommentar zu irgendetwas abgeben möchtest - scheue dich nicht! - GRUSS Eugen Brigger.. Kommentar schreiben.. Kommentare: 4.. #1.. Anton Nellen.. (.. Dienstag, 26 November 2013 15:48.. ).. Sehr schöne Bilder - Gratulation! Wir haben einen Link zu unserer Homapage www.. diana-visp.. ch gemacht.. Hast du evt.. noch zusätzliche Bilder vom Fähnrich, Fahnenpatin und -pate für den WB?.. #2.. Furrer Marinus.. Dienstag, 26 November 2013 15:53.. Hallo Eugen,.. hast sehr gute Fotos gemacht, kann nur gratulieren, auch hier braucht es Kondition und Ausdauer.. LG Marinus.. #3.. Furrer Heinz.. Freitag, 29 November 2013 02:58.. auch ich finde, dass du sehr schöne Fotos "geschossen" hast und danke dir nochmal recht herzlich im Namen der Staldenrieder Jäger.. Liebe Grüsse.. Heinz.. #4.. Gruber Sepp.. Mittwoch, 18 Dezember 2013 15:47.. Super Bilder ,Gruß aus Niederbayern, Gruber Sepp..

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  • Title: Jaeger - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Bilder vom Samstag, 23.. 2013 - Ausstellung - Vorträge für Schulkinder.. Die Schutzpatronin der Jäger.. Das einzige lebende Tier an der Versammlung.. Eingang Mehrzweckhalle Staldenried.. Ein ausgestopftes Tier.. Interessante Erklärungen.. Erklärungen zu Fuchs und Hase.. Wer weiss, wie dieser hier heisst?.. Also, das Alter wird so bestimmt.. Vor interessiertem Publikum.. Bei den Flugsauriern damals war es so.. Aufgepasst mit dem Wolf!.. Engagierter Referent.. Ich hätte da noch eine kleine Frage.. Am 23.. und 24.. November 2013 hat die "Diana Visp" ihre Generalversammlung in Staldenried abgehalten.. Der Anlass ist von der Jäger Ortsgruppe organisiert worden - vorbildlich und tadellos, würde ich mal sagen.. Mein Vetter hat mich angefragt, ob ich inoffiziell für die Orstguppe ein paar Erinnerungsfotos machen würde.. Obwohl ich eher der Landschafts- und Bergknipser bin, habe ich spontan zugesagt.. Und so habe  ...   ich habe jede Minute genossen.. Auch wurde einiges für die Schulkinder und die Dorfbevölkerung geboten.. Man konnte staunen, wie gut in einem Dorf noch zusammengearbeitet wird - Chapeau!.. Am Rande ergaben sich auch noch ein paar interessante Diskussionen über die vielfältigen Aspekte der Jagd.. Als "Naturfreund" habe ich daran immer Interesse gehabt.. Mit etwas Wehmut denke ich auch noch heute an die schönen Tage und Stunden zurück, die ich mit meinem lieben Onkel Otto und seinen drei Söhnen auf der Jagd verbringen konnte.. Die auf meiner Internet Site geäusserten Meinungen, Gedanken und Ideen wiederspiegeln nicht das Gedankengut irgeneines Vereins, einer religiösen Sekte oder politischen Partei - sie sind auf meinem eigenen Mist gewachsen.. Mehrheitlich sind es reine Hirngespinste, Phantasien, Träumereien und Gedankenspiele, die oft nur sehr wenig mit mir selbst zu tun haben..

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  • Title: Gspon-Staldenried - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Gspon - Staldenried.. Auf geheimem Weg (17.. Das Aletschhorn von Gspon aus.. Einmal mehr das Bietschhorn.. Vom Damm aus in Staldenried.. Hinter dem Fenster rechts bin ich mitte des letzten Jahrhunderts geboren.. Ich in Gspon im roten Milieu, wau!.. Wau, wau, wau,.. Gspon bei Nacht (Langzeitbelichtung).. Im Wohnzimmer in meinem Chalet - mein Kinderspielzeug.. Noch heute, wenn es mir in Gspon langweilig wird, spiele ich gerne damit - am liebsten mit der Ente.. Die Kirche in Staldenried - über dem Nebelmeer.. Spiel mit Formen und Farben - wieso nicht?.. Das Nebelmeer an diesem Tag.. Gersthorn und Nesthorn.. Panorama.. Welche Kabine fährt hoch? - Man kann es nicht wissen.. Vielleicht fahren sie überhaupt nicht.. Staldenried.. Ich habe diesen Aufenthalt in Gspon damit abgeschlossen, dass ich in der St.. Anna Kapelle zwei Kerzen angezündet habe – eine für meine Frau, die momentan im fernen Kenia auf Löwen- und Tigerjagd ist, dort mit den Massai gegen Malaria ankämpft und mit den legendären Marathonläufern um die Wette rennt.. Die andere Kerze war für meine Cousine – sie hatte mich darum gebeten.. Sag mal, hast du auch eine Lieblingscousine? – Ich habe einige nette Cousinen; einige sind ganz nett, und eine ist mir die liebste.. Eine ist im fernen Paraguay und schaut von dort aus regelmässig meine Bilder an.. Die andere wohnt in „Judäa“ (Visperterminen) und liest alle meine Berichte.. Sie hat schon sieben „Sternstunden“ gekauft und Hinterbliebenen und armen, alten Leuten zum Trost geschenkt.. Manch einer kann sich nun dank des Buches einen sinnvollen Lebensabend gestalten ….. Sicher kennst du das bekannte Kunstwerk „der Denker“ vom Bildhauer Auguste Rodin.. Es stellt einen Mann dar, der, vorübergebeugt sitzend, seinen Kopf am Kinn mit der Hand abstützt, und der offensichtlich konzentriert nachdenkt.. Genau in dieser Pose würdest du mich jetzt oft mit grosser Wahrscheinlichkeit antreffen.. „Der philosophiert schon wieder und denkt über Grosses und Wichtiges nach“, würdest du sicher sagen.. Und in der Tat: in letzter Zeit mache ich mir in dieser Stellung oft Gedanken über meinen Haushalt.. Was muss ich einkaufen, was ist als nächstes zu tun, wie muss ich dieses oder jenes zubereiten, und wann muss ich wieder putzen und abwaschen? – Das sind die fünf grossen Fragen – The Big Five – so wie es in Afrika die fünf grossen Tiere gibt.. Vor diesem Trip nach Gspon habe ich in Staldenried noch kurz eingekauft – fünf Eier, vier Hauswürste, drei Bratwürste, zwei Büchsen Sardinen, ein Kilogramm Brot - dies alles für einen fast zwanzigstündigen Aufenthalt in meinem geliebten Chalet.. Da ich in dieser Zeit nicht Hungers sterben wollte, vergewisserte ich mich noch bei der Eliane, der Verkäuferin, ob die Lebensmittel für einen Mann wie mich wohl reichen würden.. Sie musterte mich von Kopf bis Fuss, nahm dann auch die oben beschriebene Denkerpose ein und bejahte die Frage nach rund zehn Minuten wohlwollend mit einem Ja.. Die Nahrungsmittelvorräte haben genügt - weiss ich jetzt selber auch.. Auch diesmal habe ich mich in Gspon intensiv der Fotografie gewidmet.. Habe mehr als einmal bedauert, dass mir kein faltenloses Modell zur Verfügung stand.. Denn ich hätte unbedingt noch für einen Event üben sollen, an dem ich als Fotograf wirken werde.. So entschied ich mich für das einzige Modell, das im ganzen Haushalt herumlief, und das war ich.. Blitzen ist keine leichte Angelegenheit.. Anfänger machen den Fehler, dass sie nur mit dem in den meisten Kameras integrierten Blitzgerät blitzen.. Und das heisst, dass der Blitz frontal auf das Modell zuschiesst – das kann nicht gut herauskommen.. Mit dieser Methode wirken die Gesichter ausgewaschen und oft überbelichtet.. Die Lösung ist indirektes Blitzen (den Blitz gegen die weisse Zimmerwand oder –decke) richten und abdrücken.. Das habe ich schon vor dreissig Jahren so gemacht.. Die Schatten im Gesicht wirken weicher, das Modell schöner, und der Fotograf zufriedener.. Man kann auch „entfesselt“ blitzen.. Der Blitz wird von der Kamera genommen und sonst irgendwo geschickt positioniert.. Baby, es ist alles viel komplizierter und anspruchsvoller, als du dir das vorstellst.. Nikon spricht von CLS – creative lighing system, auch von TTL – through the lense.. Man muss das Licht modellieren.. Das Licht ist wie ein Rohstoff, mit dem man arbeiten muss.. Schlussendlich war ich richtig froh, dass kein Modell auffindbar war, denn sonst hätte ich ihr das auch noch alles erklären müssen.. Und vor allem wäre ich mit meinen Nahrungsvorräten arg ins Stottern gekommen.. Kannst du dir überhaupt ein Modell vorstellen – so wie ich es mir vorstelle – das mit einer Bratwurst in der Hand posiert, oder diese nach getaner Arbeit mit Genuss  ...   banal klingen, die sich in der Summe aber schlussendlich zu einem beträchtlichen Arbeitsvolumen aufaddieren.. Wozu zum Beispiel den Staubsauger jedes Mal wieder versorgen, wenn man ihn ein paar Tage oder Wochen später schon wieder braucht? Ich habe ihn gerne jederzeit griffbereit, sollte ich ihn mal benötigen.. Und habe ich einmal genug gesaugt, lasse ich ihn am liebsten wie eine heisse Kartoffel so schnell wie möglich wieder fallen.. Wahrscheinlich hat sich mein Geist in diesem Moment schon einem ganz anderen Thema zugewandt, und wenn ich da noch den Sauger versorgen muss, ist es durchaus möglich, dass ich schon nicht mehr weiss, was ich anstelle des Staub Saugens tun wollte.. Gegen das Versorgen spricht auch die Tatsache, dass man in meinem Alter allzu gerne vergisst, wo man etwas versorgt hat.. Dies gilt für die Schokolade, den Staubsauger, die Brille und vieles mehr.. Apropos Staubsaugen: es besteht in unserem Kulturkreis weitverbreitet die irrige Meinung, man müsse es jede Woche mal tun.. Stell dir die Energieverschwendung, die unnütze Abnutzung des Bodens und die Lärmverschmutzung vor.. Ja, Putzen kann tatsächlich zu einer Verschmutzung führen.. Eigentlich machen es uns die Männer von der Strassenräumung vor.. Niemand würde bei einer Neuschneeschicht von einem Zentimeter mit der Reinigung der Strassen anfangen.. Dieser Grenzwert hat sich auch in meinem Haushalt bewährt.. Eigentlich haben es uns die afrikanischen Urvölker, von denen wir alle abstammen, und von denen wir uns kulturell leider viel zu weit entfernt haben, vorgezeigt: Es ist ein Schwachsinn, beim Essen Messer und Gabel zur Hand zu nehmen, wenn man genauso gut auch mit den Händen essen kann.. Unsere Essmethode führt zu einem Berg unsauberen Bestecks, das irgendwann auch wieder gewaschen werden muss (Energie- und Zeitverschwendung!) – ihre Art, mit den Händen zu essen, fördert die sensorischen Fähigkeiten und führt zu einem viel authentischeren Essvergnügen.. Zudem kann man sich nicht die Zunge verbrennen, wenn man vorher mit den Fingern spürt, wie heiss die Kartoffeln wirklich sind.. Es ist übrigens auch ein Blödsinn, wenn bei uns jeder meint, aus einem eigenen Teller essen zu müssen – im Grunde ist dies nichts anderes als ein weiteres Zeichen unserer Individualisierung und demzufolge Vereinsamung.. Dann war da natürlich im Wohnzimmer unsere einzige Zimmerpflanze.. Ganz logisch überlegend, stellte ich mir die Frage, ob es während der Abwesenheit meiner Frau überhaupt Sinn macht, diese Pflanze zu giessen – denn meine Frau war ja nicht da, und die Pflanze gehört ja ihr.. War dann ganz überrascht, dass die Blätter nach einer Woche nur noch so lappig hinab hingen.. Diese Tatsache weckte mein biologisches Interesse und liess meinen rechten Daumen leuchtend hell ergrünen.. Goss die Pflanze aus vollen Kübeln, und auch den Kaktus daneben, der bisher ein sehr ich-bezogenes Leben geführt hatte.. Letzterer begann des vielen Wassers wegen heftig zu quietschen – eben so, wie nur ein Kaktus quietschen kann.. Seither weiss ich, dass der Kaktus im Prinzip eine sehr nutzlose Pflanze ist, denn er darf nicht gegossen werden, und zudem produziert er nur nutzlosen Sauerstoff, den man heute ganz einfach auch in jedem Sauerstoff-Geschäft kaufen kann.. Ein heikles Thema ist die Abfallentsorgung.. Jeder kennt ja das Beispiel des Teebeutels, der den gewissenhaften Hausmann vor arge Probleme stellt, wenn er die Abfalltrennung konsequent durchführen will (die Klammer in die Metallsammlung, die Etikette in die Altpapiersammlung, den Tee auf den Komposthaufen, das übriggebliebene Coffein in den Sondermüll, das später wieder ausgeschiedene Wasser in die Abwasserreinigungsanlage).. Bei all dem habe ich mir angewöhnt, alle biologischen Abfälle vor deren endgültigen Entsorgung an unserem grossen Küchenfenster von der Sonne entsaften und trocknen zu lassen.. So muss ich viel weniger Gewicht zum grossen Abfallkübel hinuntertragen.. Hin und wieder schaut auch eine Fliege vorbei, oder ein Schmetterling, oder ein Käfer und tut sich am Küchenabfall gütlich.. Damit trage ich auf einfache Art zur Biodiversität in der Küche bei (mein Gott, was sich da jetzt bei uns alles für Tierlein tummeln!), und der Abfallberg nimmt weiter ab.. Dies alles hat sich bewährt, und trotzdem wird man fast jeden Tag vor neue Probleme gestellt, wie kürzlich, als ich in einer der Baumnüsse einen fetten Wurm entdeckte.. Wir schauten uns beide lange in die Augen, und keiner wusste, was in diesem Falle zu tun sei.. Bestimmt wird aber auch dieses Problem in absehbarer Zeit einer Lösung zugeführt werden können.. Habe dann kürzlich noch eine gute Flasche Walliser Weins in der Vorratskammer entdeckt, fand es aber nach kurzem Überlegen auch gleich total sinnlos, meine Geister mit dem köstlichen Saft zu erheitern, denn wem hätte ich im Zuge wiedergewonnener Fröhlichkeit ein Lied vorsingen oder Grimassen schneiden sollen?..

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  • Title: Weissgrat - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Weissgrat.. Ein Ast in Gspon.. Häuschbiele.. Häüschbiele mit Bietschhorn.. Häuschbiele mit Galehorn.. Auf dem Weissgrat mit Bietschhorn im Hintergrund.. Ich im Abstieg vom Weissgrat.. Felssicherung.. On top.. Gärsthorn, Mälchgrat und andere.. Beim grossen Stein.. Der grosse Stein von oben.. Gspon von den Häüschbiele aus.. Häüschbiele von oben.. Auf dem Weg nach Ze Wierlinu.. Kapelle in Gspon.. Kapelle in Gspon mit Weisshorn.. Kreuz auf Häüschbiele.. Schafe.. Lämmer.. Noch feucht hinter den Ohren und schaut schon so frech.. Wer nicht hört und zuhört, verpasst viel im Leben.. Schafe in Gspon.. Schäfchenwolken über Gspon.. Schafe in der Bilderausstellung.. Du Lümmel da hinten, hör auf mit dem dummen Gebläre - ich möchte vielleicht noch etwas schlafen!.. Mutter und Kind.. Muttertier.. Schafbilder, für die man keine Verwendung hat, speichert man am besten irgendwo in der CLOUD ab.. Mein Lieblingsbaum.. Oberwallis mit Gibidum.. Sädolti.. Blick vom Weissgrat zum Simeli.. Weg Richtung Ze Wierlinu.. In Gspon beim Weiher.. Weiher mit Mischabelgruppe.. Kuh.. Eine Kuh im Riedji.. Seit Menschengedenken wird der Weissgrat sommers und winters bestiegen – auf alle Fälle seit dem es mich gibt.. Seit ich mit Statistiken im letzten Jahrhundert begonnen habe, habe ich ihn 67-mal bestiegen.. Diesmal war ich wieder wie eine Schnecke unterwegs.. Meine Ausrüstung bestand aus Turnschuhen und Fotoapparat.. Will heissen, dass ich mich stark auf das Fotografieren konzentriert habe.. Wie immer bot die Gegend viele Sinneseindrücke, und der Kopf war voller Gedanken.. So denkt man oft an Vergangenheit und Zukunft, oder auch an beides, und seltener an die Gegenwart.. Bis auf den Weissgrat sind 993 Höhenmeter zu überwinden (von 1893 bis 2886 m ü.. M.. ).. Der Weg führt über Stock und Stein.. Moment mal, jetzt muss ich mal meine bisherigen Zeiten anschauen.. Also: ich habe bei meinen Besteigungen zwischen 57 Minuten und 3 Stunden 26 Minuten benötigt.. Die durchschnittliche Zeit beträgt 2 Stunden und 4 Minuten.. Der Grund, wieso man nicht immer gleich lang braucht, liegt in der unterschiedlichen Geschwindigkeit.. Hin und wieder geht man halt schneller, und dann ein anderes Mal wieder langsamer.. Auch sind die Verhältnisse nicht immer gleich, und die Kollegen variieren auch.. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich in sinnlose Gedanken versunken irgendwo stehen geblieben und nicht mehr weitergekommen bin.. Und so nahm nur die Länge des Gedankenganges nicht aber diejenige der zurückgelegten Wegstrecke zu.. Wieso ich diesmal nur durchschnittlich schnell unterwegs war? – Weil ich in der letzten Zeit fast ausschliesslich von meinen eigenen Kochkünsten lebe.. Das hatte zur Folge, dass jetzt praktisch alle meine Tourenhosen viel zu weit sind.. Und somit verliere ich ständig Zeit mit dem Hochziehen der Hosen.. Meine Köchin weilt halt vorübergehend, aber für längere Zeit in Afrika, ist dort auf Leoparden- und Löwenjagd und hat momentan sicher andere Sorgen als ich (meine momentane Hauptsorge ist die Verfassung dieses Tourenberichtes).. Meine Frau ist natürlich nicht der Jagd wegen nach Afrika geflogen, denn einerseits ist diese verboten, und andrerseits gibt es da auch nicht mehr so viele Tiere, und zudem sind wir Tierliebhaber.. Während meiner langen Zeit auf dem Schwarzen Kontinent habe ich jedenfalls weder einen Löwen noch einen Tiger gesehen.. Warum meine Liebste so weit weg ist, müsstest du als Besucher meiner Homepage eigentlich wissen.. Auf meiner Site gibt es ja diesen Flagcounter, jedoch fehlte darauf, wie dir sicher aufgefallen ist, bis jetzt die Fahne von Kenia.. Dem ist nun aber nicht mehr so, denn meine Frau wurde extra ins ferne Land geschickt, um dort den fehlenden Klick auszuführen.. Es wäre somit anzunehmen, dass sie nach dieser getanen Arbeit bald zurückkommen würde.. Dem ist aber nicht so, denn ich möchte möglichst viele Klicks von da unten haben.. Du magst das alles etwas übertrieben finden - aber wie hätte ich das Problem sonst lösen können? Anfangs fand ich diese Reise ganz lustig, denn für mich bedeutete dies für eine gewisse Zeit hemmungsloses Bergsteigen und Klettern, endloses Surfen im Internet und Bearbeiten von Bildern mit Photoshop bis tief in die Nacht hinein und zudem tägliches ja fast halbtägliches und auch wieder hemmungsloses Staubsaugen unserer Wohnung.. Diese Tätigkeiten liebe ich allesamt.. Anfangs machte mir noch der Haushalt grosse Sorgen.. Jetzt weiss ich aber, dass das so schlimm nicht ist.. Gut, ich habe ein paar Kilos verloren, aber sonst gewöhnt man sich rasch an das Hausmann-Dasein.. Es ist schön, mal selber Küchenchef zu sein.. Du kennst doch die Geschichte mit dem Frosch im Wasserglas, das langsam erhitzt wird.. Das Wasser wird jeden Tag wärmer und wärmer.. Der Frosch gewöhnt sich daran und merkt kaum etwas.. Würde man ihn aber ohne Vorbereitung ins heisse Wasser werfen, würde er geschockt sein und tot umfallen.. Wobei ich mich jetzt gerad ernsthaft frage, ob ein Frosch überhaupt umfallen kann – die sind vom Körperbau her betrachtet ja schon so total bodennah.. Wie es  ...   allem die Bankinstitute machen sich grosse Sorgen um meine finanziellen Reserven.. Bei mir scheinen tatsächlich grosse Vermögenswerte total brach zu liegen.. Nun mache ich mir deswegen leider viel weniger Sorgen als die Banken.. Ich wende lieber das System „Fruchtwechsel“ an, will heissen: am Morgen esse ich oft einen Apfel und am Abend, wenn ich heimkomme, ein paar Trauben.. Leider war aber die Weinlese bei uns in Naters in diesem Jahr nicht so ergiebig.. Vieles war faul, einiges fiel ab, den Rest frassen die Vögel und ich.. Perspektiven - zehn Jahre später:.. Bei uns läutet der Wecker jetzt gewöhnlich schon morgens gegen neun Uhr.. Ein zögernder Blick unter der warmen Decke hervor und zum Fenster hinaus zeigt mir, dass es Zeit zum Aufstehen ist.. Bis es soweit ist, geht es aber noch lange.. Wie damals, als man noch im Schwimmbad schwimmen ging und nur zögernd eine erste Zehe ins kalte Wasser steckte, ergeht es mir auch jetzt.. Vorsichtig kriecht meine grosse Zehe unter der Bettdecke hervor ins Freie, und ich zucke zusammen.. Beim Eintreten ins Wasser ist der Nabel einer der sensiblen Punkte, als wie wenn er dafür gemacht wäre, den Menschen vor dem Nasswerden und schlussendlichen Ertrinken zu verschonen.. Und auch beim morgendlichen Aufstehen ist es genau gleich.. Kaum schaut der Nabel aus der Bettdecke hervor, zuckt der ganze Körper zusammen, und wie ein Murmeltier, das von einem Wanderer überrascht wurde, zieht er sich froschmässig in die behagliche Betthöhle zurück.. Viele Minuten vergehen, bis endlich wieder zwei verschlafene Augen aus dem Bett gucken.. Es ist der duftende Geschmack frischen Kaffees und knuspriger Gipfelis, der mit arger List die Trägheit meines Körpers zu überlisten versucht und ihn hinaus in die Gefahren der Welt lockt.. Gefühlte Ewigkeiten später und in Bademantel, warmen Stubenfinken und Schlafmütze gekleidet lässt er sich in einen weichen Stuben-Sessel fallen.. Die von der immer noch rüstigen Partnerin dargereichten Köstlichkeiten bringen neues Leben in die zum Teil erschlafften und zum Teil erstarrten Glieder.. Für den Rest des Vormittags versteckt sich der noch immer schlaftrunkene Kopf hinter der Morgenzeitung.. Nur hin und wieder raschelt und knistert es von hinter dem warmen Ofenecke hervor.. Dies sind die Momente, wo die Schlafmütze noch tiefer über die Ohren gezogen wird.. Zwei Stunden später ist jeder Satz der Zeitung gelesen, die Sonne steht hoch am Mittag, und was auf der ersten Seite stand, ist schon lange wieder vergessen.. Zu diesem Zeitpunkt lässt der vormalige Herr des Hauses seine ersten Worte des Tages verlauten: Guten Tag Liebling, hast du gut geschlafen, was für ein Datum haben wir denn heute, morgen ist doch schon wieder Sonntag? – Der Morgen ist vorbei, und ein schöner Teil des Tageswerkes ist vollbracht.. Gütliches Zureden meiner Frau überzeugt mich, dass es doch gut ist, im Freien noch ein wenig frische Luft schnuppern zu gehen.. „Du musst aber noch den Bademantel ausziehen!“ – Und so „stürze“ ich mich nicht ganz überzeugt in meine Bermudashorts.. Irgendwie und irgendwann erreiche ich unseren Garten.. Eine herbstliche Brise streicht um meine Nase.. Bunte Blätter fallen von den Bäumen.. Es werden bald die letzten sein.. Zärtlich flattern die Falten meiner zu weiten Hose um die vormals starken Knie.. Von der „unendlichen Mühe ermattet“ (Schiller) lasse ich mich ins erstbeste Gemüsebett fallen.. Lange geniesse ich den herbstlichen Geruch des Bohnenkrauts.. Und da hängt auch noch eine halbrote Tomate an welkem Strauch.. Sie wird nie mehr ganz rot werden.. Und doch lassen sie die letzten Sonnenstrahlen in schönstem Licht erstrahlen.. Wehmütig erinnere ich mich an manch einen Sonnenuntergang, den ich oben in unserem Chalet in Gspon erlebt habe.. Bald kriechen auch schon die ersten Schnecken von unter dem Laub hervor.. Die dreistesten unter ihnen wuchten sich schon kopfüber meine schlaffen Waden hoch.. Wie nach Fliegen schlagend versuche ich sie zu erhaschen, doch ich bin jeweils um Ewigkeiten zu spät.. „Ein süsser Trost ist mir geblieben“ (Schiller): irgendwann werden sie meinen nackten Schädel erreicht haben und sich dort zum Sonnen niederlassen.. Ich Depp! – Schnecken sonnen sich doch nicht! Das sind ja Weichtiere (Mollusken) und die hassen den Strahl der Sonne und lieben die feuchten Gegenden.. Ich bin stolz darauf, das Wort „Mollusken“ ohne es zu googeln noch gewusst zu haben, gleichzeitig erbleiche ich ob dem Gedanken, dass diese Tiere die feuchten Niederungen lieben ….. Eigentlich sollte das ein lustiger Text werden, und jetzt hat er mich beim Schreiben selber traurig gemacht.. Der Weissgrat ist aber keine Gegend, um traurig zu sein.. Ich liebe ihn noch wie früher.. Der Weg ist im Sommer zwar etwas beschwerlich, denn er führt über viele Steine.. Die dünne Schneeschicht hat das Laufen auch nicht erleichtert.. Das Wetter war leider nicht vom Besten.. Trotzdem konnte ich ein paar flotte Bilder schiessen.. Und was soll’s: Weissgrat, ich komme wieder!..

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  • Title: Blog - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Schafe zählen mit der Schlafuhr (12.. Schlafuhr.. Heute bringe ich ein neues Produkt auf den Markt – meine erste Schlafuhr.. Das obige Foto zeigt den Prototyp davon.. Wieso ich auf die Idee einer solchen Uhr gekommen bin? – Weil ich selber schon oft Einschlafprobleme hatte, und weil eine Internetbekannte von mir morgens schon vor aller Zeit aufwacht und nicht mehr einschlafen kann.. Ich weiss das, weil sie mir oft schon in aller Hergottsfrühe LIKES oder DISLIKES zu meinen Facebook Beiträgen zustellt.. Es wird allen bekannt sein, dass man Schlafstörungen schon seit alters her durch Schafe Zählen therapiert.. Nun ist die Sache so einfach aber nicht, denn es gibt einen grossen Unterschied zwischen „Schafe Zählen“ und „richtigem Schafe Zählen“.. Was auch bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, dass der Mensch ein quasi natürliches Bedürfnis dazu hat, seine Herde abzuzählen.. Die Technik ist schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte entstanden.. Höhlenmalereien in Südfrankreich belegen zweifelsfrei, dass unsere Urahnen nachts und im Halbschlaf oft damit beschäftigt waren, ihre wolligen Mitgeschöpfe zu zählen.. Es ändert wenig an der Sache, wenn ihre Schafe noch sehr wenig an unsere heutigen Schwarznasenschafe erinnerten.. Findige Forscher wollen kürzlich den Nachweis dafür erbracht haben, dass unser Zahlenbegriff aus dem damaligen Schafe Zählen hervorgegangen ist.. Insofern kann ohne Übertreibung gesagt werden, dass wir dem Schafe Zählen die Entwicklung der Mathematik und letztendlich den unglaublich hohen Stand unserer Kultur verdanken.. Soweit zum geschichtlichen Rückblick.. Dank unzähliger Gespräche mit von der Insomnie betroffenen Leuten weiss ich, dass viele Patienten den Fehler machen, mit dem Zählen unmittelbar nach dem Einschlafen aufzuhören.. Dass dies falsch ist, sollte eigentlich schon jedem Primarschüler bekannt sein.. Man lernt doch schon in der ersten, zweiten Klasse, dass unsere Zahlenreihe nicht mit zehn aufhört, sondern nach oben unbegrenzt ist.. Aufgrund des bisher Gesagten mag es erstaunen, dass unser Lehrplan für Erstklässler lediglich die Zahlen von eins bis hundert vorsieht.. Da man in diesem Alter aber noch sehr kleine Schlafprobleme hat, genügt der bescheidene Zahlenbereich durchaus.. Jedes Kind ist auch froh und stolz, wenn es diesen Bereich beherrscht.. Indes erfordert der Umgang mit dem Zählen vom Lehrer viel pädagogisches Geschick.. Ich empfehle, beim Erlernen des Zählens strickte auf jedes Schafbild zu verzichten.. Stell dir vor, ein Kind schläft beim Aufzählen urplötzlich ein und fällt um.. Der Lehrer würde bei der minimsten Verletzung zur Verantwortung gezogen.. Wir (Mathe-)Lehrer haben wirklich einen sehr schwierigen Job - stets muss ich beim Unterrichten hoch konzentriert sein und richtig reagieren, wenn irgendwo ein Schüler einzunicken droht.. Das tönt jetzt alles sehr nachvollziehbar und logisch, ist es aber nicht.. Viele Anfänger - und es ist tatsächlich so, dass man die Technik des korrekten Schafe Zählens nicht von heute auf morgen lernt - machen den Fehler, dass sie viel zu schnell anfangen zu zählen - so in der irrigen Meinung: je schneller ich bis hundert gezählt habe, desto schneller schlafe ich ein.. Merke dir: es ist in keinster Weise eine Frage des Wie-schnell sondern des Wie.. Schau mal einem Schaf auf der Wiese beim Wiederkauen zu, dann merkst du, dass Regelmässigkeit und Ebenmass bei dieser Technik das Mass aller Dinge ist.. Die Augen seien ausdrucklos, verträumt und in irgendeine Ecke des Zimmers gerichtet.. Wiederkauen hat nichts, aber auch gar nichts, mit dem nervösen Kaugummikauen, wie es einige Zeitgenossen gerne praktizieren, zu tun.. Um ein gutes Gleichmass zu erreichen, empfehle ich, beim Einatmen die  ...   sind, strecke ich einen ersten Finger der linken Hand, und ich fange rechts von vorne an.. Jetzt kannst du selber ausrechnen, wie viele Meter ich zurückgelegt habe, wenn links alle Finger gestreckt sind.. Diese Zahl lege ich dann irgendwo im Hirn ab und fange von vorne an.. So vergeht die Zeit schnell, du bist rasch wieder einen Kilometer weiter, und vor allem denkst du nicht an die Länge des noch vor dir liegenden Weges.. Du glaubst es nicht, aber so ist es.. Am Schluss noch eine Warnung: du glaubst es nicht, aber es ist schon wieder so: Schafe Zählen birgt eine recht grosse Suchtgefahr in sich.. Wer eine ganze Nacht (unbewusst konzentriert) durchgezählt hat, kann am Morgen fast nicht mehr aufhören.. Kommt er auf dem Arbeitsweg an einer Schafherde vorbei, muss er zwanghaft mit Zählen anfangen.. Und mangelt es ihm an Schafen, zeigt er Entzugserscheinungen und beginnt ein paar Tage darauf mit dem tagträumerischen Zählen von irgendetwas (Autos, Bäume, Fussgänger, …).. In diesem Stadium muss dringend ein Spezialist der Methode aufgesucht werden, ansonsten das Risiko besteht, dass er, der Süchtige, von seinen Kollegen als schräg angesehen wird (du findest meine Adresse übrigens unter „Kontakt“).. Noch dies: Die abgebildete Uhr, von der ich dir gerne einen sauberen Ausdruck zustelle, funktioniert so: Befestige sie an der Zimmerdecke, falls du auf dem Rücken schläfst.. Bauchschläfer legen sie am besten unter die Matratze.. Pro Minute ist eine Runde auf der Uhr zu absolvieren (also sind vier Schafe zu zählen).. Das heisst: wenn du einen gesunden Schlaf hast, solltest du nach zehn Stunden Schlaf auf - warte mal - vier mal sechzig mal zehn, das sind immerhin zweitausendvierhundert Schafe kommen.. Eine flotte Zahl würde ich mal sagen.. Ziel ist immer, die Zahl schrittweise zu senken - entweder, indem du weniger lang schläfst, oder indem du ruhiger atmest.. Beides ist ab einem gewissen Alter gesund.. Abschliessend kommt mir jetzt gerade noch in den Sinn, dass mir unsere Lehrtochter beim Staat Wallis in Sitten damals vor genau dreissig Jahren mal erzählt hat, dass sie von einem Mann gehört habe, der vor eine grössere Schafherde hätte treten können und sogleich gewusst habe, wie viele Schafe die Herde zähle - dies erstaunlicherweise ohne zu zählen.. Diese Tatsache kann ich jetzt auch nicht in meine Theorie einfügen.. Die Lehrtochter hiess übrigens Isabelle und war mir sehr lieb.. Wandern im Val Maira (06.. Wir haben eine einwöchige Wanderwoche im Val Maira, in der Region Piemont, in Italien hinter uns.. Ich hatte keinen Fotoapparat mit, was ich bald einmal bedauerte, denn es hätten sich viele einmalige Sujets geboten.. So sagte ich mir oft: "Hier musst du bald einmal zurückkehren, und all die schönen Landschaften, Tiere und Blumen fotografieren!" Die Jahreszeit ist ideal gewesen.. Wir waren mit der Ortsgruppe Sion der Sektion Monte Rosa unterwegs.. Stein auf Beifahrersitz (29.. Gestern waren wir bei Freunden eingeladen.. Wir haben das Auto auf relativ schiefer Wiese abgestellt.. Gewöhnlich legt man in diesem Fall einen Stein unter das Rad, damit das Auto nicht wegrollt.. Niemand konnte mir die Frage beantworten, wieso ich einen etwa faustgrossen Stein (ohne Sammlerwert) auf den Beifahrersitz und nicht unter das Rad gelegt hatte.. Kommentare: 1.. André.. Samstag, 06 Juli 2013 22:01.. "was hesch blos mit diner alt Sita gmacht?? die isch inhaltlich eifach genial gsi, di Beschribigä sind sehr unerhaltsam gsi" bi stundulang am mi inspirieru gsi.. :-(..

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