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    Archived pages: 102 . Archive date: 2014-01.

  • Title: Naters - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Fotos von Naters.. Nachbars Haus in Naters.. Naters (21..

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  • Title: Saas-Balen - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Fotos von Saas-Balen.. Der bekannte Wasserfall (18..

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  • Title: Simplon - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Simplonpass (17.. Kennst du.. Ich stehe zu meinen Kompositionen - dies ist eine Komposition.. Der Grössere ist eine Kopie des Kleineren, der gespiegelt und zentrisch gestreckt wurde.. Ich habe mich erst mit dem 10:20-Uhr-Postauto auf den Weg zum Simplon hoch gemacht.. Mein Ziel war es, zum Chaltwasserpass zu wandern, um dort ein paar nette Bilder zu schiessen.. Doch schon nach zehn Schritten gemütlichen Wanderns hiess es von Seiten eines Schweizer Soldaten "no go".. Der Grund war bald hörbar: aus vollen Rohren  ...   unten zu bleiben.. Die Alternative, nach Brig oder Simplon-Dorf hinunter zu wandern, gelüstete mich wenig, und so hing ich halt während ein paar Stunden auf dem Pass herum.. War ja auch schön, denn der Simplon ist seit jeher mein Lieblingspass.. Ich zog zum Hopschusee hinüber und genoss dort das wunderbare Herbstwetter.. Jetzt schaue ich die Bilder auf einem fremden PC hier in Visp an - ich staune, wie kitschig blau alles aussieht.. Auf dem eigenen PC Daheim gefallen die Bilder viel besser..

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  • Title: Visp-Baggersee - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Visp, Baggersee (25.. Vor dem Altersheim "St.. Martin" in Visp.. Bäume beim Baggersee.. Abendstimmung am Baggersee.. Bortelhorn im Hintergrund.. Rechts das Glishorn.. Fischer am See..

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  • Title: Buch - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Buch.. Buch zu meinen Touren (erschienen Oktober 2013).. Unser neustes Buch (07.. Die Geschichte eines vorher bescheidenen, aber damit auch nutzlosen Mannes, der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in einem einsamen Ort im vorderen Vispertals geboren wurde, und der eines guten Tages beschloss, aus seinem von niemandem wahrgenommenen Schatten auszutreten und sich anschickte, alle Berge in der Umgebung von Brig in einem Zug aber nicht mit dem Zug sondern zu Fuss zu besteigen, der aber schlussendlich mit dem erlangten Ruhm und dem angeschwemmten Reichtum nicht fertig wurde und sich da wiederfand, wo er schon immer gewesen war.. Auf dem "Lötschberger" (06.. 2013) -  ...   das rockt und schockt - jeeeh!.. William Shakespeare.. amazingly crazy, indeed!.. Vatikan liess verlauten:.. Seit Gutenbergs Druck der Bibel sind die Buchstaben unseres Alphabets nie mehr auf diese Art und Weise aneinandergereiht worden.. New York Times.. Stern-Stunden - the book! ("se book").. NZZ.. Z'Beschta, wa's je het's git's.. Tutto Sport.. Ein Buch, das in jeden Rucksack passt und gehört.. Tagesanzeiger.. Das Buch hält mehr, als es verspricht.. Blick.. Noch nie hat jemand seine Hüfte so über die Berge bewegt.. Die Alpen.. Bei allem Respekt: mit diesem Buch wird alles, das bisher über BERG und TAL geschrieben wurde, zur Makulatur.. Nebelspalter.. Für Leseratten und Lattenresel..

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  • Title: Riederbärg - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Restaurant "Riederbärg", Zur Kirche, Staldenried.. Besuch vom Bahnhof Brig aus vom 12.. Wasserlache mit Berg.. Wasserlache mit Berg, gespiegelt.. Augstbordhorn und March und Stand.. Visp.. Unsere ehemaligen Reben.. Kirche Staldenried.. Essen mit den Tieren, die wir gegessen haben.. Ich habe das „Riederbärg“ vom Bahnhof Brig aus bestiegen.. Blödsinn! - Das „Riederbärg“ besteigt man nicht, man besucht es.. Es ist nämlich ein Restaurant, das sich im vorderen Vispertal, genauer in Staldenried, meinem Geburtsort, befindet.. Dort isst man gut, und trinkt man gut.. Diese „Tour“ war schon lange geplant gewesen.. Und eigentlich war sie als Abschlusstour zu meinem Projekt gedacht - so als letzte Tour mit einer Handvoll Kollegen von Brig nach Staldenried wandern und dort gediegen essen.. Nun hatte aber das ganze einen Haken, denn einerseits habe ich keine Kollegen, und andrerseits will mein Projekt einfach kein Ende nehmen.. Du musst jetzt nicht glauben, dass ich endgültig die Bodenhaftung verloren hätte, und dass ich inskünftig nur noch Gaststätten vom Bahnhof Brig aus besuchen würde, sozusagen in einem Zug, aber nicht mit dem Zug, sondern mit dem einzigen Fortbewegungsmittel, das mir der liebe Gott gegeben hat, nämlich mit meinen Füssen.. Ich werde im Gegenteil fortfahren, weiterhin alles, das sich in meiner Umgebung erhebt aber nicht bewegt zu besteigen, also Berge, Felswände, Eisfälle, seltener Hochhäuser - vielleicht auch mal ein sich bewegendes Pferd oder ein Kamel, aber sicher nicht einen Esel oder eine Kuh.. Es liegen Jahre zurück, dass ich ein Pferd bestiegen habe.. Das gleiche gilt für Kamele.. Ich bin von Brig nach Staldenried gewandert, um an einem Treffen meiner Jahrgänger teilzunehmen.. Für Leute aus anderen Erdteilen: Jahrgänger sind Personen, die im gleichen Dorf geboren und aufgewachsen, und die gleich alt sind.. Ich muss nachzählen: B, A, Ch, A, E - die Knaben unter uns -und C, Z, A, B, L, H - die Mädchen.. Wir sind demnach 11 Jahrgänger - die Zahl ist variabel, weil hin und wieder welche wegziehen und andere herziehen.. Jahrgänger sind auch schon gestorben - geboren sind seit 1954 leider keine mehr.. Der Sinn des Treffens war, ein noch viel grösseres Treffen, das nächstes Jahr stattfinden soll, zu organisieren.. Im Jahre 2014 werden nämlich alle Jahrgänger ausnahmslos sechzig jährig.. Beim Anlass ging es auch darum, eine fröhliche Miene zum bösen Spiel zu machen, weil sich nur die wenigsten auf hohe Geburtstage freuen.. Der Organisator Jahrgänger hatte mit der Bestellung eines Viergangsmenüs vorgängig dafür gesorgt, dass sich auch auf meinem Gesicht an diesem Nachmittag zweimal so etwas wie ein schwaches Lächeln zeigte.. In der Regel erstarrte mein Lächeln auch bei den lustigsten Witzen noch ehe es die Gesichtsoberfläche erreicht hatte.. Meine Schritte bis nach Staldenried waren an diesem Morgen also so etwas wie schwer - über weite Strecken war mir ungefähr so zumute wie einem, der zum eigenen Begräbnis schreitet.. In der Nacht hatte es bis ins Tal hinunter geschneit - der schöne Schnee liess die Landschaft in sanftem Zauber erscheinen.. Und so empfand auch meine Seele hier und dort einen leichten Trost.. Der Weg nach Visp und ins Vispertal hinein und nach Staldenried hinauf war so, wie er immer war.. Schlussendlich kam ich mit einer Verspätung von sechs Minuten am vereinbarten Ort an (nach Abzug der üblichen Toleranzgrenze von einer knappen halben Stunde).. Im Alter wird man hemmungsloser, denn alle begrüssten mich mit einem klatschenden Kuss.. Die Frauen dufteten wie immer zart und verführerisch – einige nach Lavendel und Jasmin, andere nach frischen Apfelblühten, nur wenige nach Zwieblen, Schnittlauch und Bohnenkraut.. In meinen Augen sind die letzteren die echten Frauen.. Man kann sie auf dem Feld und im Stall gut brauchen.. Natürlich küssen sich die Männer bei uns (noch) nicht – vielleicht dann mit 99, wenn man nicht mehr zwischen Mann und Frau unterscheiden kann.. Bei meinen männlichen Jahrgängern und Artgenossen herrschte der herbe Duft von „Russisch Leder“ vor.. Nur bei wenigen überwog ein süsser Duft von Kuhmist, Rohöl und Saaser Wurst.. Ich selber roch nach Schweiss und frischem Rehkot.. Was von den Frauen gesagt wurde, gilt auch für die Männer: die richtigen Männer sind die, welche nach echten Dingen riechen.. Zudem kommen echte Männer bei Frauen viel besser an.. Ich kam also schweissgebadet und nicht mehr ganz ofenfrisch im „Riederbärg“ an.. Jedoch machte ich einen recht abenteuerlichen, sogar leicht verwegenen, Eindruck auf meine Schulkollegen.. Schweiss und Dreck sind der Preis, den man für ein nicht ganz langweiliges Leben bezahlen muss.. Schweissgebadet war ich darum, weil ich schon in Visp realisiert hatte, dass ich zu spät am vereinbarten Ort ankommen würde.. Nicht dass mich dies geärgert hätte, ich begann mir jedoch Sorgen um die verpassten Getränke und Speisen zu machen.. Unterwegs hatte ich nur gerade zwei Jäger getroffen und jemanden von Staldenried, der natürlich schon genau wusste, wohin ich warum wollte.. Es ist halt das Buschtelefon, das hier im Wallis wie überall auf der Welt in den kleinen Orten funktioniert.. Die wollten jetzt natürlich alle wissen, ob ich tatsächlich von Brig bis Staldenried gelaufen sei.. Da ich selber an dieser gigantischen Leistung langsam zu zweifeln begann, nickte ich ständig und nur noch heftiger mit meinem Schädel.. Wo ich denn genau durchgelaufen sei, und ob man sich denn da nicht verlaufen könne, und überhaupt, ob so etwas nicht gefährlich und zudem schlecht für die Gesundheit sei? Am liebsten hätte ich die Frage mit einem alles erklärenden Man-läuft-immer-schön-der-Nase-nach abgetan.. Da ich aber grundanständig bin, habe ich mindestens jedem einmal und dem einen oder anderen zwei- oder dreimal erklärt: „Man berührt wie immer in Brig-Glis mit einer Hand das Bahnhofsgebäude, als Zeichen, dass man tatsächlich am Bahnhof gestartet ist.. Dann geht es über die dortige Rhonebrücke nach Naters hinüber.. Gleich nach der Brücke biegt man scharf nach links, also nach Osten ab, schaut, dass man dort nicht überfahren wird, und ist dann im Prinzip schon richtig eingespurt.. Recht monotonen Schrittes geht es anschliessend rund sieben Kilometer über eine schön geteerte Nebenstrasse bis zur Brücke von Lalden.. Diese überquert man elegant von Nord nach Süd und befindet sich dann auf der Kantonsstrasse, die nach Visp hineinführt.. In Visp lässt man einige Strassen links, die anderen rechts liegen, biegt in Strassen ein, die man später wieder verlässt.. Wie in Dörfern üblich gibt es in Visp recht viele Häuser.. Einige davon sind recht klein, zwei drei sehr gross, die meisten sind von einer durchschnittlichen Höhe.. Erst bei den letzten Häusern kann man das Dorf verlassen, und langsam verschwindet es hinter einem wieder.. Zu diesem Zeitpunkt befindet man sich im vorderen Vispertal.. Im Vergleich zu den hinteren Vispertälern ist das Tal hier recht weit - auf alle Fälle ist es gerade breit genug, dass man sich zwischen Talstrasse und MGB-Geleise nach Ackersand hineinzwängen kann.. Man folgt zuerst über einen guten Kilometer der orographisch rechten Talseite, wechselt dann über eine schmale Brücke auf die orographisch linke Seite.. Zum Verständnis: Wenn du in ein Tal hineinschaust, und das Wasser dir entgegenfliesst, so ist die orographisch linke Seite auf der rechten Seite und die rechte auf der linken.. Damit du dir das gut vorstellen kannst, nimmst du am besten einen Spiegel mit und schaust dir das Tal mit dem Spiegel an.. Der Spiegel verkehrt links und rechts, und alles hat wieder seine Ordnung.. Im Rhonetal habe ich den Test mit dem Spiegel nie gemacht, denn dort  ...   um einen tollen Abend zu erleben.. Als sie 40 wurden, trafen sie sich und rätselten, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.. Sie wurden sich erst nicht einig, aber dann sagte einer: "Lasst uns doch in den Gasthof „Zum Löwen“ gehen, die Kellnerin ist scharf und trägt immer eine tief ausgeschnittene Bluse".. Gesagt, getan.. Zehn Jahre später, als sie 50 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.. Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer: "Lasst uns doch in den Gasthof „Zum Löwen“ gehen, da isst man sehr gut und die Weinkarte hat ein paar edle Tröpfchen zu bieten!" Gesagt, getan.. Zehn Jahre später, als sie 60 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.. Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer: "Lasst uns doch in den Gasthof „Zum Löwen“ gehen, da ist es ruhig und es wird nicht geraucht!" Gesagt getan.. Zehn Jahre später, als sie 70 wurden, trafen sie sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.. Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer: "Lasst uns doch in den Gasthof „Zum Löwen“ gehen, da ist alles rollstuhlgängig und es gibt einen Lift!" Gesagt getan.. Kürzlich sind sie 80 geworden, trafen sich wieder und rätselten erneut, was sie an diesem Abend unternehmen sollten.. Sie wurden sich zuerst wieder nicht einig, aber dann sagte einer: "Lasst uns doch in den Gasthof „Zum Löwen“ gehen".. Da sagte ein anderer: "Gute Idee, da waren wir noch nie!".. (in dieser Form aus.. http://lustich.. de.. übernommen).. Sehr traurig, dieser Witz, aber so ist halt das Leben.. An unseren Treffen war es so, dass jahrelang immer über die Kinder geredet wurde.. Es gab wahre Wortgefechte, wer nun die besseren, intelligenteren oder schöneren hatte.. Einige prahlten auch mit der Kinderzahl.. Für mich waren die Diskussionen immer etwas peinlich, da ich selber keine Kinder hatte.. In den letzten Jahren wird nicht mehr über Kinder geredet.. Einige werden wohl schon bald nicht mehr wissen, dass sie welche haben.. Die Kinder sind von den Handys abgelöst worden.. Etwas peinlich für mich wieder, da ich mein Handy schon seit Jahren nur als Wecker oder dann auf einsamen Touren verwende.. Einer oder eine berichtete diesmal darüber, dass er oder sie schon einen Ruhestandsvorbereitungskurs gemacht habe.. Dort sei ihnen eingetrichtert worden, dass man ab einem gewissen Alter darauf aufpassen müsse, noch genug Vitamin D zu bilden.. Es sei darum empfohlen, möglichst den ganzen Körper während mindestens zwanzig Minuten jeden Tag von der prallen Sonne bescheinen zu lassen.. Den Rat beherzigend, haben sich einige schon fast sämtliche Kopf- und Körperhaare entfernen lassen.. Und jetzt noch die versprochene Anekdote, die schon jahre- und jahrzehntelang in immer wieder neuen Varianten weitererzählt wird.. Ich bin der einzige, der die wahre Geschichte kennt, weil ich am direktesten betroffen war.. Es war vor ein paar Jahrzehnten.. Wir waren in Deutschland, im Raum Koblenz-Rüdesheim unterwegs.. Süss schmeckte dort der Wein, und auch die Speisen waren süss.. Die meiste Zeit verbrachten wir im Privatbus mit bezahltem Fahrer, den die besuchten Länder sind von Staldenried weit abgelegen.. Wir waren noch jung und unerfahren.. An einem Abend wagte es der Chauffeur, uns in der Stadt frei herumlaufen zu lassen.. Die Gewecktesten und Schlausten unter uns hatten die Örtlichkeit schnell ausgemacht, und so verschwanden wir einer Ameisenkolonne gleich in einem Lokal, in dem Filme dargeboten wurden, wie sie die meisten von uns noch nie gesehen hatten.. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, waren die Filme irgendwie monoton.. Die Szene war praktisch immer die gleiche.. Stell dir einen Tennismatch vor, dann weisst du, was ich meine.. Der Ball wird hin geschossen, dann wieder zurück, hin und wieder zurück, hin und wieder zurück, … Dies mit grosser Ausdauer und Hingabe – stundenlang, kam mir vor.. Es war nicht einmal ein richtiger Tennismatch, denn keiner wollte den anderen bezwingen.. Sie spielten so, wie wir damals vor dem „Brigger-Stock“ in Staldenried Federball gespielt hatten.. Wir wollten es möglichst lange können, ohne dass der Federball zu Boden fiel.. Rekord war, glaube ich, so 234 Schläge.. Der Film war so ähnlich langweilig wie Fussball: der Ball dringt ins Tor ein und wird gleich wieder herausgeholt, er fällt wieder ins Tor und wird wieder herausgeholt, und dies x-mal, immer rein, raus.. Am Schluss ist der Zuschauer gleich weit wie am Anfang.. Die Spieler sind schweissgebadet und gehen duschen.. Nach ungefähr fünfundvierzig Minuten hatte ich genug vom Spiel.. Irgendwie verspürte ich jetzt Lust auf eine braungebrannte Kalbsbratwurst mit möglichst viel Senf drauf.. Und so begab ich mich in der Stadt auf die Suche nach einer ebensolchen Wurst.. Leider verlor ich mich im Strassengewirr der Grossstadt bald einmal.. Dies war meinen Jahrgangskollegen in keinster Weise aufgefallen, weil sie nach wie vor derart vom monotonen Sport und Spiel gefesselt waren, dass sie nicht einmal den Weltuntergang hätten kommen sehen.. Ich weiss nicht, wie viele Runden sie dem Spiel noch beiwohnten, jedenfalls verprassten sie das ganze Geld, das ihnen ihre Eltern für solche und ähnliche Unterhaltungen mitgegeben hatten.. Am Schluss der Vorführung erbleichten nicht nur die Schauspieler sondern auch meine Kollegen, weil ich in der grossen Stadt nicht wiederzufinden war.. Ich wurde sogar recht intensiv gesucht.. Hätten sie ein wenig überlegt, hätten sie mich sicher eher gefunden, denn bei freiem Ausgang halte ich mich gewöhnlich am liebsten in irgendeiner Kirche auf.. Der Schock nach diesem Erlebnis, sass uns allen noch lange in den Knochen, so dass wir auf der Heimfahrt und in den folgenden Jahren des beginnenden Erwachsenseins nur noch Lieder sangen, wie sie uns damals von unserer Lehrerin Luzia beigebracht worden war.. Hier ein paar Lieder zum gemeinsamen Singen für fröhliche Stunden:.. Hänschen klein.. Ging allein.. In die weite Welt hinein.. Stock und Hut.. Steht ihm gut,.. Ist gar wohlgemut.. Doch die Mutter weinet sehr,.. Hat ja nun kein Hänschen mehr!.. „Wünsch dir Glück!“.. Sagt ihr Blick,.. „Kehr’ nur bald zurück!“.. Sieben Jahr.. Trüb und klar.. Hänschen in der Fremde war.. Da besinnt.. Sich das Kind,.. Eilt nach Haus geschwind.. Doch nun ist’s kein Hänschen mehr.. Nein, ein großer Hans ist er.. Braun gebrannt.. Stirn und Hand.. Wird er wohl erkannt?.. Eins, zwei, drei.. Geh’n vorbei,.. Wissen nicht, wer das wohl sei.. Schwester spricht:.. „Welch Gesicht?“.. Kennt den Bruder nicht.. Kommt daher sein Mütterlein,.. Schaut ihm kaum ins Aug hinein,.. Ruft sie schon:.. „Hans, mein Sohn!.. Grüss dich Gott, mein Sohn!“.. Weisst du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt ?.. Weisst du, wieviel Wolken gehen weit hinüber alle Welt ?.. Gott, der Herr, hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet.. an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.. Weisst du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut,.. wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut ?.. Gott, der Herr, rief sie beim Namen, dass sie all ins Leben kamen,.. dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.. Weisst du, wieviel Kindlein frühe stehn aus ihren Betten auf,.. dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf ?.. Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen,.. kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb..

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  • Title: Ausserberg - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Brig - Naters - Eggerberg - Ausserberg.. Wanderung vom Bahnhof Brig aus vom 06.. Der neue Weg oberhalb der Taleebene mit Blick auf Brig.. Die Lonza in Visp.. Das Städtchen Visp mit dem Vispertal.. Kapelle in Ausserberg.. Unterwegs getroffen.. Ich habe Eggerberg und Ausserberg vom Bahnhof Brig aus bestiegen.. Entschuldigung! – schon falsch.. Eggerberg und Ausserberg kann man nicht besteigen, weil es keine Berge sind.. Ich habe die beiden Dörfer von Brig aus besucht – muss es richtig heissen.. Das gibt es halt, wenn man „Berge“ vom Bahnhof Brig aus besteigen will.. Nicht überall, wo „Berg“ drauf steht, ist auch Berg drin.. Und trotzdem strecke ich seit Jahren immer wieder alle Fühler aus, wenn ich das Wort „Berg“ in irgendeinem Zusammenhang höre – die Bergung der „Costa Concordia“ – Ingmar Bergmann ist wie ich am 14.. Juli geboren ….. Darum ist es so, dass ich hin und wieder, wenn ich nicht schlafen kann, beispielsweise alle Wörter mit sechzehn Buchstaben aufzähle, die mit „Berg“ beginnen.. Du kennst sie sicher: Bergarbeiterdorf, Bergbauanwendung, Bergbauforschung, Bergbauingenieur, Bergbaukomponent, Bergbaunachwuchs, Bergbautechnisch, Berggewerkschaft, Bergmannssprache, Bergreichenstein, Bergsteigerdrama, Bergungsfahrzeug, Bergungskommando, Bergwerksbetrieb, Bergwerksgerecht, Bergwerksleitung, Bergwerksunglück.. Es stellte sich mir die brenzlige Frage, ob ich diese Tour, Wanderung, Unternehmung, … überhaupt in meine Statistik der vom Bahnhof Brig aus in einem Zug aber nicht mit dem Zug bestiegenen Berge aufnehmen sollte.. Die recht mickrige Leistungskilometer-, Laufkilometer- und Höhenmeterzahl würde sich negativ, fast schon dramatisch, wenn nicht gar destruktiv auf meine geliebte, gehätschelte und recht lange Projektstatistik auswirken.. Ich entschied mich schlussendlich für eine Aufnahme, denn ich hatte vor drei Jahren auch den Besuch unseres Rebberges, des Dorfes Goppisberg und Martisberg statistisch erfasst – natürlich aber ohne irgendwelche Gipfel zu zählen.. Und so war auch diesmal der Entscheid schlussendlich schnell gefällt.. Dies auch darum, weil ich heuer recht wenige echte Touren gemacht hatte.. Der „Lötschberger“ ist vor ein-zwei Monaten als neuer Wanderweg zwischen Naters und Brigerbad eröffnet worden.. Er bildet die Fortsetzung der weitbekannten „Südrampe“.. Wege in diesem Gebiet haben schon vorher bestanden, nur waren sie irgendwie nicht offiziell.. Man sprach von der „Geheimen Südrampe“.. Doch, der neue Weg ist schön.. Dem einen oder anderen mag es am Anfang etwas weit über Steintreppen nach oben gehen.. Ist man aber einmal richtig eingefädelt, kommt durchaus Wanderfeude auf.. Ständig geniesst man einen schönen Blick ins Rhonetal, kann sich somit einen guten Überblick über die dortigen Anlagen machen.. Ein klein wenig störend mag der Verkehrslärm vom Tal hoch sein.. Wie man Tinituspatienten am besten mit leiser Musik beriselt, empfiehlt sich auch hier das zarte Vor-sich-hin-Singen  ...   Wegrand weidende Kühe und Ziegen mit Tränen in den Augen beobachten konnte - quasi mit Krokodilstränen.. Dies kommt aber eher selten vor.. Es waren also viele Leute unterwegs.. „Eine typische Modewanderung“ sagte ich mir.. Wanderungen in tieferen Höhenlagen bergen die Gefahr der Langweile in sich.. Um ihr vorzubeugen, begann ich nach einer gewissen Zeit, mich anderen Dingen zuzuwenden.. Nach zehn Minuten engagierten Wanderns mit sehr ernstem und konzentriertem Gesicht fing ich an zu zählen, wieviele der mir entgegenkommenden Wanderer oder der von mir überholten Wanderer ich kannte.. Da ich den ersten Kilometer der Wanderung nicht mit dieser Beschäftigung unterwegs gewesen war, musste ich mich vorerst heftig darauf konzentrieren, um mich an all die Leute zu erinnern, die ich bereits überholt oder die ich gekreuzt hatte.. Bei diesem Nachzählen kamen mir ironischerweise auch Leute in den Sinn, die sich von mir nicht überholen liessen - teils aus falscher Scham, teils aus dem simplen Grund, dass sie schneller unterwegs waren als ich.. Jedenfalls begann ich grossen Spass am Zählen zu finden, so dass die Wanderung viel schneller vorüber ging, als ich noch zu Beginn erwarten durfte.. Die Ergebnisse: 16 (SECHZEHN) Leute kannte ich, fünf davon (mich mitgezählt) waren nichts anderes als Lehrer, die an der gleichen Schule wie ich unterrichten.. Die kurzen Gespräche mit den mir bekannten Leuten hatten zur Folge, dass die Informationen zum Teil schneller unterwegs waren als die Leute.. Will zum Beispiel heissen, dass ich von der Anwesenheit von Leuten erfuhr lange bevor ich diese kreuzte oder überholte.. Einige meinten, ich hätte wohl einen sechsten Sinn oder ein drittes Auge, die anderen vermuteten einen faulen Trick.. Es werden eventuell noch mehr als fünf Lehrer gewesen sein, denn bestimmt gab es welche, die sich bei meinem Kommen irgendwo hinter einem Baum versteckten, um jedes unnütze Gespräch zu vermeiden.. Auch ich rettete mich, und nicht nur einmal, mit einem kühnen Hechtsprung ins dicke Unterholz, weil ich meinte, eine mir nicht wohlgesinnte Person aus dem Bekanntenkreis sei im direkten Anmarsch auf mich begriffen.. Bei jedem solchen Event konnte ich beim Passieren der entsprechenden Person mit Erleichterung feststellen, dass ich ein Opfer meiner Kurzsichtigkeit geworden war.. Und so blieb mir jeweils nichts anderes übrig, als mich aus dem Distel- und Dornengewirr zu befreien.. Kurz die Blutschrammen getrocknet und ich setzte die Wanderung fröhlicher fort als zuvor.. Die Wanderung fand in Ausserberg ein starkes Ende.. Keine Minute musste ich warten, und schon kam das gelbe Postauto, das mich nach Visp mitnahm.. Und so ging schon wieder eine schöne Tour zu Ende.. Wanderweg, wir kommen wieder..

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  • Title: Piodelle - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Cima delle Piodelle (3081).. Besteigung vom Bahnhof Brig aus vom 26.. 09.. Wanderfreuden über der Alpe Veglia.. Steinmann mit dem Pizzo Moro.. Wolken über dem Rosswald mit Folluhorn.. Alpe Veglia.. Herbststimmung am Lago Bianco.. Hillehorn (nicht einfach zu besteigen) vom Ritterpass aus.. Junger Muni auf der Alpe Veglia.. Am Lago Blanco mit dem Pizzo Moro.. Lago Bianco.. Herbststimmung.. Wo man an seinen Wanderungen so überall vorbeikommt.. Die C.. A.. I.. Hütte auf der Alpe Veglia.. Blick von der CAI Hütte auf der Veglia zum Wasenhorn hoch.. Mehr Details.. Abendstimmung über dem Rosswald.. Typisches Exemplar einer italienischen Kuh (hinten Pizzo und Punta Valgrande).. Ente, Sphinx oder Fels am Helsenhorn?.. Das Hillehorn (rechts) vom Ritterpass aus gesehen.. Am Ritterpass.. Stausee oberhalb von Heiligkreuz und unterhalb des Ritterpasses.. Zwischenverpflegung für einen müden Wanderer auf der Alpe Veglia.. Blick über den Lago Bianco zum Chaltwasserpass hoch.. Vordere Helse vom Ritterpass aus.. Talkessel von Chummibort - der Ritterpass ist links oben.. chummibortsee.. Cima delle Piodelle, nichts Spezielles, zum Glück auch nichts Besonderes - einfach zu besteigen.. Rechts Cima delle Piodelle, links geht es zum Ritterpass.. Blick in Richtung Punta di Boccareccio.. Der Sinn der heutigen Tour lag in der Überprüfung lebenswichtiger Systeme - also in der Beantwortung der Frage: Wie steht es um Herz, Niere, Lunge und Leber? Während der ganzen Unternehmung sollte das GABI angewandt werden:.. -.. Gibt er Antwort?.. Atmet er?.. Blutet er?.. Ist Puls normal?.. Entwarnung: trotz der etwas längeren Tour konnten alle Fragen mit Ja oder Nein beantwortet werden - weder sprang das Herz zum Hals heraus, noch fiel es in die Hosen.. Die Tour war lang und zählte fast so viele Abstiegs- wie Aufstiegshöhenmeter.. Sie gipfelte auf der 3081 Meter hoch gelegenen Cima delle Piodelle, streifte das Helsenhorn und überstieg die Furggubäumlicke - wie die letzte Tour - und den Ritterpass.. Letzterer war auch für mich neu.. Ich kann ihn dem Normalwanderer fast nicht weiterempfehlen, weil auf der Veglia Seite ewig lang aufgestiegen werden muss, während der Abstieg auf der Heiligkreuzseite kein Ende nehmen will.. Der Weg über den Pass ist recht steil und zudem mit Steinen gespickt.. Glaube nicht, dass da je ein Ritter darübergeritten ist.. Darum passt die italienische Bezeichnung viel besser: Passo di Boccareccio – keine Ahnung, was das heisst.. Der Besuch des Talkessels von Chumibort oberhalb von Heiligkreuz kann aber durchaus empfohlen werden.. Auf 2097 Meter über Meer gibt es da einen schmucken.. Stausee.. Vielleicht empfand ich den Ritterpass auch nur deshalb etwas mühsam, weil ich vorher schon die Furggubäumlicke überstiegen hatte, und weil ich in der Hütte des italienischen Alpenclubs auf der Alpe Veglia etwas viel Käse, Trockenfleisch und Wurst gegessen hatte.. Die Tour fand nicht unter den Wetterumständen statt, die angekündigt worden waren.. Es hätte einigermassen sonnig und warm sein sollen.. Stattdessen stürmte es fast ständig, und ich wurde an diesem Tag mehr als einmal nass.. Schon ausgangs Brig fielen die ersten Regentropfen.. Somit konnte denn auch mein Hauptwunsch nicht erfüllt werden - mein Ziel war nämlich gewesen, ein paar wunderbare Herbstfotos zu schiessen.. Die Farben der Natur wären noch immer grandios..  ...   zwei Hunden gebissen worden bin, und ich, der von einer seiner treuen Tourenbegleiterinnen auf den höchsten Gipfeln nach ansehnlicher Leistung keinen Gipfelkuss bekommt, während sie ihren Hund schon nach zwei Stunden Abwesenheit auf beide Wangen küsst! Das ginge ja noch - nicht jedoch die Umstände, unter denen ich den Hund tragen musste.. Die Besitzerin war sehr besorgt um ihren Allerliebsten.. Nach jedem meiner Schritte fragte sie ihn, wie es ihm gehe und bot ihm Schokolade und andere Süssigkeiten an, während ich quasi inexistent war und unter der schweren Last pustete und schwitzte.. Nicht, dass ich es nicht bis in die Lücke geschafft, und dass ich Lust auf Schokolade gehabt hätte, doch trocknete mir die Kehle ganz gehörig aus, so dass mich stark nach Bier und Wein dürstete.. Doch wie gesagt, in einer Art Tunnelblick sah die fragliche Hundebesitzerin nur ihren Vierbeiner jedoch nicht mich erbärmlichen Zweibeiner.. Dieser erbärmliche Zustand sollte mir also inskünftig erspart werden, und somit suchte ich diesmal einen leichteren Aufstieg weiter links - also einen Aufstieg, auf dem ich Hunde wie Lugo (*) instkünftig nur so vor mir herjagen konnte.. (* alle Namen wie immer von der Redaktion geändert, so dass sich kein Hund in seinen Persönlichkeitrechten verletzt fühlen muss.. Alle Namensübereinstimmungen und -ähnlichkeiten sind zufälliger Art).. Ich folgte einer Rampe einer stattlichen Anzahl Meter, dann wurde das Gelände wieder unübersichtlich und steil.. Oh weh! auch hier müsste ein künftiger Hund wieder getragen werden.. Schlimmer noch: mit meinen aktuellen Kletterfähigkeiten und einem zusätzlichen Hund auf den Schultern käme auch ich hier bald an meine Grenzen.. Somit würde mir selber nichts anderes mehr übrig bleiben, als selber nach einem geübten Kletterer zu schreien, bei dem ich quasi wie ein Hund aufsitzen könnte.. Das ergäbe dann das aus den Fabeln bekannte Bild: zuunterst der Kletterer, dann ich und dann der Hund - gemeinsam arbeiten sie sich die steile Wand hoch.. Ich muss das mal als Fotoshopmontage zusammenbasteln, so dass du dir die Situation gut vorstellen kannst.. Brauche nur noch einen Hund als Modell.. Die Tour war sonst durchaus okay.. Wieder kam ich an „meiner“ Steinbockkolonie vorbei.. In der Zwischenzeit haben wir uns aber schon so sehr aneinander gewöhnt, dass wir uns kaum mit einem Blick würdigten.. Später schritt ich auch wie vor fünf Tagen durch die Rinderherde.. Viele interessante Felsformationen haben auf dieser Tour meine Aufmerksamkeit erheischt.. Auch gefiel mir der Lago Blanco sehr gut.. Am Schluss war meine Sorge wie immer, wenn ich abends noch im Binntal bin, die Frage, wie gelange ich wieder nach Hause.. Der letzte Bus verliess das Tal nämlich gegen halb sieben, das heisst eine gute Stunde vor meiner Ankunft.. Wie gut dass mich eine junge Autofahrerin bis nach Lax mitnahm! Zum Dank werde ich ihr noch Schokolade ins Binntal schicken.. Sie ist daselbst Rezeptionistin in einm Hotel und liess wissen, dass ihr Haus jetzt immer von Wanderern vollbesetz sei.. Das Binntal ist in der Tat ein wunderbares Wanderland.. Ich werde dieses Jahr bestimmt noch den einen oder anderen Gipfel im Talkessel der Alpe Veglia besteigen.. Bist du auch dabei, dann melde dich..

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  • Title: Maror - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Punta Maror (2323).. Besteigung vom Bahnhof Brig aus vom 21.. Steinbock vor Horn.. Steinbock mit Pizzo Moro.. Ein Steinbock geht von dannen.. Steinbock auf Schnee vom letzten Winter.. Steinbock.. Steinbock blickt nach unten.. Schönes Wallis.. Meine bessere Hälfte im Aufstieg zur Furggubäulicka - sie klettert bedeutend besser als meine geringere Hälfte.. Wasehorn.. Bortelhorn aus Schweizer Sicht.. Moräne.. Der neulich bestiegene Taramona.. Wasenhorn.. Unglaublich die Halluzinationen, die man in den Bergen manchmal hat - da glaubte ich das Gesicht eines Mannes, sogar eines bekannten Politikers, zu sehen, der mich ermahnte!.. Der Blick geht so Richtung Ritterpass hoch.. Wasenhorn oder Punta Terrarossa.. Und ewig grüsst das Bortelhorn.. Fusshörner.. Andere meinen, die Bilder seien unecht - nein, wir leben hier halt in einer schönen Gegend.. Der Monte Leone.. Blick zum Chaltwasserpass hoch.. Aletschhorn mit Rosswald im Vordergrund.. Das Grosse Aletschhorn hinten und der Grosse Huwetz vorne rechts.. "Im Wallis ist es wunder-, plunderschön!" sang mal ein bekannter Sänger.. Bortelhorn aus Italiener Sicht.. Bietschhorn mit Steinmann.. Bietschhorn.. Bietschhorn links, Nesthorn rechts.. Auch wenn du ein Kalb bist, musst du noch lange nicht unsympathisch sein.. Kurz vor dem Zeil meiner Tour.. War das wieder eine schöne Wanderung! Sie ähnelt in etwa derjenigen von vor einer Woche.. Wieder hatte ich mit meiner Frau im Berisal abgemacht.. Diesmal ging es aber nicht zur Bortellicke sondern zur Furggubäumlicke hoch.. Von da hinunter zur Alpe Veglia, und dann habe ich noch die Punta Maror bestiegen und bin auf schönem Wanderweg bis San Domenico weitergezogen.. Von meiner Frau habe ich mich auf der Veglia verabschiedet.. Das Wetter an diesem Tag war fein.. Langsam beginnt sich die Natur in wunderbaren Herbstfarben zu präsentieren.. Man kann sich fast nicht sattsehen.. Der Fotosujets gibt es tatsächlich viele.. Jetzt kommt hin und wieder etwas Wehmut und Bedauern auf, weil man weiss, dass die schöne Jahreszeit bald vorbei sein wird.. Dann wird man die Kamera wieder für viele Monate in die Ecke stellen müssen.. Der ganze Track kann erwandert werden.. Zwei drei Bemerkungen sind aber trotzdem nötig.. Über die Ganterbrücke würde ich tagsüber, wenn mich jemand sieht, nicht gehen.. Tagsüber ist der Verkehr dort auch viel zu heftig.. Nachts, wenn kaum jemand über den Pass fährt, darf man es aber wohl wagen.. Jedenfalls gibt es nirgends ein Fussgängerverbot.. Und was man mit dem Fahrrad tun darf, darf man wohl auch als Laufender tun.. Als solcher ist man ja viel beweglicher und kann etwelchen Eventualitäten besser ausweichen.. Ottonormalwanderer hätte auf der Schweizer Seite der Furggubäumlicke wohl seine Viere von sich gestreckt und die Wanderung aufgegeben – jedenfalls zur frühen Morgenstunde, als wir dort unterwegs waren.. Ein längeres Eis-Schnee-Feld, das es zu erklimmen galt, war heimtückisch glatt gefroren und lud zu einer gefährlichen Rutschpartie ein, die am unteren Ende mit fatalen Schürfungen im Blockfeld geendet hätte.. Und so schlug ich für meine Annanormalfrau, die seinerzeit im flachen Deutschland und nicht auf Eis geboren war, und auch für mich Eugennormalwanderer, viele Stufen.. Da ich im Alltag nicht als Stufenhacker tätig bin, ging die Arbeit stark in die Glieder.. Noch eine Bemerkung zum Track: Um den anvisierten Gipfel zu besteigen, geht man von der Veglia nach La Balma hoch.. Dann am besten dem Wanderweg nach San Domenico folgen, bis man den Grat erreicht.. Über diesen leicht bis zum Gipfel hoch.. Beim Abstieg nach San Domenico wäre es wohl besser, dem schräg verlaufenden Weg ins Dorf hinunter zu folgen, anstatt flach bis ins Skigebiet (Alpe Ciamporino) weiterzuziehen.. Dies weiss man aber leider alles erst nach der Tour, wenn man daheim in der warmen Stube die schön ausgebreitete Karte studiert.. Denn auch diese Tour ist nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip durchgeführt worden.. Und dies liebe ich sehr.. Eben, so unterwegs sein wie damals Özi, der vermutlich auch weder Karte noch Kompass dabei hatte  ...   dass es im ganzen Alpenraum scheinbar eine einheitliche Ziegensprache gibt.. Auch trifft man überall auf das gleiche Verhalten.. Und so begannen halt auch hier in Italien bald einige Tiere an meinen Rucksackriemen zu saugen, während mir die anderen Hals, Rücken und Zehenspitzen ableckten.. Besondere Aufmerksamkeit erheischte mein Rucksack, den einige von ihnen mit ihren Mäulern zu öffnen versuchten.. Die Ziegengleichung, die praktisch überall gilt lautet:.. Mensch + Sitzen auf Stein + Rucksack Öffnen + Plastik Sack = Salz viel Salz.. Leider gab es diesmal kein Salz, ausser demjenigen auf meinen Gliedern.. Frisch abgeleckt und gereinigt verlief für mich der zweite Teil der Reise dann viel leichter.. Und noch dies: mein Herz macht ja in letzter Zeit so mehr oder weniger, was es und nicht was ich will.. Manchmal schlägt es und manchmal nicht, hin und wieder zu schnell und dann wieder zu langsam.. Langsam vermute ich, dass die Störungen auf irgendeinen Zecken- oder sogar Ziegenbiss zurückzuführen sind.. Wobei mir die Probleme so unwillkommen nicht sind, denn endlich kann ich mit meiner besseren Hälfte wieder Bergtouren unternehmen und gemütlich wandern gehen.. Und jetzt muss keiner mehr auf den anderen warten, es sei denn zwischendurch mal der eine auf den anderen.. Zu zweit in der Natur unterwegs sein ist halt viel amüsanter als ganz alleine.. Du brichst um drei Uhr früh auf dem Bahnhof Brig auf und schreitest alleine durch die kalte, einsame Nacht.. Wie du dich da auf das bevorstehende Rendez-vous im Berisal freust! Voller Erwartung beginnt das Herz schon ein paar Kilometer vor dem Treffpunkt ganz heftig zu schlagen (ob das aber gut für das Herz ist?).. Und dann trifft deine Liebste mit einem Karren voller Esswaren ein, und du kannst Joghourt, Käse, Wurst, Schinken und Braten essen und dazu Kaffee, Tee, Schnaps und Wein trinken, soviel du willst.. Ob das aber gut für dein Herz ist? Und Stunden später auf dem Abstieg zur Alpe Veglia bei der schon erwähnten Rinderherde legt man sich zusammen ins weiche, hohe Gras und geniesst die wunderbare Herbststimmung.. Ob das aber gut für dein Herz ist? Weil die Ziele im Leben nicht immer die gleichen sind, heisst es Stunden später Abschied nehmen.. Man wird langsam schweigsam und traurig, Tränen brechen aus den Augen, kollern über deine Wangen, netzen deine bis anhin trockenen Kleider bis auf die Haut und versetzen den ganzen Körper in eine Art Schockzustand.. Ob das wieder gut für dein Herz ist? – Dies alles bleibe dahingestellt.. Jedenfalls ist wahr, dass das Herz ein so wichtiges Organ auch wieder nicht ist.. Es gibt ja ganz herzlose Mitmenschen.. Und auch unter den Einzellern und Spulwürmern, glaube ich, gibt es viele Arten ohne Herz.. Viel wichtiger bei diesen, wie bei uns auch, sind die Sinnesorgane.. Jedenfalls ging an diesem Tag eine wunderschöne Tour zu Ende, und wieder einmal war man sich einig: Berge wir kommen wieder!.. Da muss ich noch etwas beichten.. Wegen dieser Tour haben wir die letzte eidgenössische Abstimmung leider verpasst, weil etwas mit der brieflichen Stimmabgabe nicht klappte.. Meine Frau meinte, dass dies ja nicht so schlimm gewesen sei, weil ich dafür und sie dagegen, oder umgekehrt, gewesen sei.. Am Gesamtergebnis würde unsere Stimmabstinenz also nichts ändern.. Will das verallgemeinert heissen, dass Ehepaare an Abstimmungen und Wahlen ohne schlechtes Gewissen nie teilnehmen müssen?.. Und noch etwas.. Die Walliser werden ja immer wieder wegen des manglenden Wolfschutzes schlecht gemacht.. Die Tessiner, Italiener oder Serbokroaten würden ihre Herden viel besser schützen.. Zu sagen ist, dass ich an diesem Tag in Italien an verschiedenen Ziegen-, Schaf-, Steinbock- und Rinderherden vorbeigekommen bin, und nirgends gab es ein Ziegen-, Schaf-, Steinbock- oder Rinderherdenschutzkonzept, und dies nicht einmal ansatzweise.. Zum Schutz der italienischen Hirten muss ich beifügen: es gab aber auch nirgends einen Wolf, nicht einmal ansatzweise..

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  • Title: Taramona - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Pizzo Taramona.. Besteigung vom Bahnhof Brig aus vom 14.. Bild in der Kapelle in Berisal.. Bortelhorn spiegelt sich im Bortelsee.. Bortelhorn links und Ganterhorn rechts.. Blick von der Militärbaracke in den Bortelsee hinab.. Bortelhorn von unterhalb des Sees aus gesehen.. Blick hinauf zum Passo die Vallaperta.. Nochmals das Bortelhorn.. Am Bortelseestrand.. Das Kraftwerkkreuz.. Der See wurde 1989 gebaut.. Packeis.. Das Furggubäumhorn mit dem vorgelagerten Spitzhörnli (nicht leicht zu besteigen!).. Die elgante Ganterbrücke.. Kreuz am See.. Monte Leone im Hintergrund.. Kanonenfutter zu Kriegszeiten - Wolfsfutter zu Friedenszeiten.. Das alte Restaurant am Schallberg.. Schnee im See.. Gipfel im Süden = Objekte der Begierde.. Hinten das Wasehorn, vorne die anderen.. In letzter Zeit habe ich nur noch alte Tourenberichte überarbeitet aber keine neuen Touren mehr unternommen.. War das eine strenge Arbeit! Heute gibt es nun endlich wieder einmal einen klickfrischen neuen Bericht.. Er handelt von einer Tour, die wir gestern unternommen haben.. Da ich aber schon so lange nicht mehr unterwegs gewesen war, bin ich jetzt so müde wie ein Waschlappen, und meine Beine schmerzen vom Muskelkater wie alter Kaugummi.. Die Tour in Stichworten: vom Bahnhof Brig zu Fuss hinauf zum Schallberg (dort gibt es ein schmuckes altes Restaurant, das nicht mehr offen ist); dann weiter Richtung imposanter Ganterbrücke; unter dieser hindurch und über grüne Matten bis Berisal; dann einem flotten Wanderweg folgend bis zur Bortelhütte; diese hinter sich lassend und hinauf zum Bortelsee; dann durch die Bortellücke hindurch und hinüber zum Pizzo Taramona; dort kurz verweilen und wieder alles zurück.. Gewöhnlich wird von Berisal hinauf zur Bortelhütte gewandert.. Einige übernachten dann dort, andere gehen mehr oder weniger flach auf den Rosswald hinüber oder zum Rotwald.. Wir schlossen bald zu einer fröhlichen Wandergruppe aus Zürich auf.. Es handelte sich um einen Frauenturnverein, der auf seinem alljährlichen Wanderwochenende unterwegs war.. Die buntgekleideten Frauen wurden von einem, und nur einem, etwas jüngeren Wanderleiter angeführt, der an diesem Tag wohl alle Hände voll zu tun hatte.. Jedenfalls verbreiteten die Frauen eine fröhliche Stimmung, die bald auch auf uns überschwappte.. So dass unsere Wanderlaune nach abgeschlossenem Überholmanöver noch bedeutend besser wurde, als sie schon war.. Für Leute aus der Deutschschweiz ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis, auf echte Eingeborene wie unsereins zu stossen.. Ist nachvollziehbar und ging mir damals im afrikanischen Busch genau gleich.. In der Bortelhütte kehrten wir nicht ein, da wir nicht aus dem Rhythmus fallen wollten, und zogen daher gleich weiter hinauf zum Stausee.. Der See macht um diese Jahreszeit einen recht kühlen Eindruck.. Das Empfinden rührt vielleicht auch daher, weil immer noch ein paar Altschneezungen bis ins Wasser hinunterragen.. Das Wasser ist von einer tiefblauen Farbe - vielleicht ist die Farbe aber auch ultramarin - jedenfalls machte sie auf mich einen eher smaragdgrünen Eindruck.. Ich kenne mich mit den feinen Farbnamen nicht so gut aus, aber du kannst dir sicher vorstellen, was ich meine.. Vom See kann man noch eine gute Dreiviertelstunde auf gutem Weg bis zu einer alten, gut erhaltenen Militärhütte weiterwandern.. Dann wird das mit Steinsbrocken übersäte Gelände recht unübersichtlich.. Man folgt den zahlreichen Markierungen, muss aber gern von Stein zu Stein hüpfen.. Und dann erreicht man die Bortellücke, auf der sogar ein Kreuz angebracht ist.. Der Abstieg auf der anderen Seite wird weniger einfach sein.. Ich kann nicht sagen, wie er wirklich ist, weil ich auf ausgesetzten Bändern nach links hinüber traverisert habe, um so mein Tagesziel auf direktestem Weg erreichen zu können.. Später musste ich auch noch das eine oder andere Schnee- oder Restgletscherfeld traversieren.. Den Fuss des Pizzo Taramona konnte ich aber relativ leicht erreichen.. Es stellte sich mir aber schon lange vor Ankunft am Fusse des Berges die Frage, ob ich links oder rechts hoch steigen sollte.. Rechts schien der Aufstieg ohne Probleme möglich zu sein.. Links war wohl etwas Klettern in abschüssigem Gelände gefragt.. Wenn man im Gebirge und auch sonst im Leben nicht mehr weiss, wo es genau weitergeht, tut man immer  ...   rechte Zehe.. Nicht auszudenken, was mit dem Stein passiert wäre, wenn er von zuoberst auf meine Lieblingszehe gefallen wäre.. Nachdem ich diese Grenz-Erfahrung gemacht hatte, kletterte ich das eben hochgekletterte Wegstück wieder äusserst vorsichtig ab, und suchte einen Aufstieg ganz links hoch.. Dieser war dann möglich, auch wenn noch zwei-drei Kletterstellen zu überwinden waren.. Der Aufenthalt auf dem nicht sehr attracktiven Gipfel war von eher kurzer Dauer.. Mein Blick ging hinauf und hinunter zu Bergen, die ich schon bestiegen hatte, und auch zu solchen, die ich noch besteigen könnte.. In diesem Augenblick tronte ich hoch über der Alpe Veglia.. Vom nahen Bortelhorn rollten ständig grössere und kleinere Steine ins Tal hinunter.. „Alles eine Folge des schwindenden Permafrosts“ erklärte ich mir.. Auf dem Gipfel habe ich dann noch einen Tiefpreisschwur geleistet.. Ich nahm mir vor, meinen geliebten Bergen weiterhin treu zu bleiben und sagte mir: „Jetzt besteigst du bis zu deiner Pensionierung jede Woche (durchschnittlich) einen Berg vom Briger Bahnhof aus zu Tiefstpreisen, das heisst zu Fuss und damit gratis, und zwar Gipfel, die du bis anhin von dort aus noch nicht bestiegen hast!“ - Das würde doch etwas Schwung in mein an Lähmungserscheinungen leidendes Gipfelprojekt bringen.. Tat den Schwur und bereute ihn schon, weil ich nicht wusste, ob ich ihn überhaupt würde einhalten können.. War dann froh, dass ich ihn wenigstens diese Woche würde eingehalten haben.. Weiss auch nicht, wann ich schlussendlich in Pension gehe, und ob ein solches Ansinnen überhaupt sehr sinnvoll ist.. Für den Abstieg vom Pizzo Taramona wählte ich die einfachste Variante, obwohl mir die innere Stimme unablässig sagte: „Klettere doch die sicher noch nie von einem Menschen begangene und ganz bestimmt nicht begehbare Ostkante hinunter!“ Auf dem Rückweg konnte ich auch noch manch einen Steinbock beobachten.. Dort sagte mir die innere Stimme: „Fang doch einen dieser Steinböcke, nimm ihn heim und brate ihn in einer deiner Bratpfannen!“ Auch das tat ich nicht, wurde mir aber einmal mehr bewusst, dass mir die innere Stimme immer wieder recht komische Dinge sagt.. Ab der Bortellücke hatte ich wieder Handykontakt mit der Schweiz und besonders auch mit meiner Frau, die nur bis zum See hochgestiegen war, und die jetzt in der Bortelhütte bei Kuchen und Kecksen sass.. Ich würde sie anderthalb Stunden später wieder einholen.. Schon am Morgen war mir die Wolf begegnet.. Sie macht auch öfters Touren.. Das letzte Mal traf ich sie auf dem Gornergletscher, als sie gerade von einer Liskammüberschreitung zurückkam.. Heute war die Wolf auf dem Weg zum Schwarzhorn.. Interessant ist, dass die Wolf Brigitte sehr für den Wolf in der Schweiz einsteht.. Und doch irgendwie verständlich, denn sie ist eine bekannte Biologin, die auch schon ein Buch über schützenswerte Pflanzen im Wallis geschrieben hat.. Und sie war auch schon Weltmeisterin im Orientierungslauf.. Bin natürlich stolz, wenn mich so bekannte Leute wie sie schon von weitem kennen und grüssen.. Mit meiner Frau hatte ich am Morgen im Berisal abgemacht.. Nach meinem Aufstieg von Brig war nichts anders zu erwarten, als dass ich da noch etwas auf sie würde warten müssen.. Und dann fuhr sie an mit unserem Auto vollgepackt mit Joghourt, Käse, heissem Tee und vielem mehr.. Das alles hat mir dann enorm viel Kraft für den Rest der Tour gegeben.. Unglaublich der Verkehr, der zu morgendlicher Stunde auf der Simplonpassstrasse schon herrschte! Ich hatte den Eindruck, dass alle irgendwohin wollten, oder von irgendwo zurück kamen.. Ich sage dir: der reinste Osterrückreiseverkehr an einem ganz gewöhnlichen Samstag! In der dortigen Kapelle wurde später an diesem Tag auch noch geheiratet, jedenfalls war schon alles für einen farbenfrohen Start in ein romantisches Leben vorgekehrt, denn überall hingen fröhliche Ballone.. Bis am Abend war noch keiner dieser Ballone geplatzt - alle hingen sie noch wie frischer Kaugummi an den Bäumen, an den Verkehrszeichen und an den Wolken, die in der Zwischenzeit aufgekommen waren.. Andere hüpften wie Baletttänzerinnen die Strasse hinunter, wieder andere klebten irgendwo im frischen Kuhmist fest..

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  • Title: Visp - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Besteigung vom Bahnhof Brig aus (17.. Die folgenden Bilder sind sonst mal zwischen Naters und Visp entstanden.. Mundbach (07.. Schmetterling zwischen Brig und Visp (14.. Wolken über Brig und meinem Projekt (13.. Bericht.. Gewöhnlich fangen meine Berichte so an: „Heute haben wir bestiegen … das Matterhorn.. “ Also fange ich den Bericht zu meiner letzten Mega-Tour auch so an.. Heute habe ich bestiegen … Visp.. Mein Apotheker wollte es wieder einmal besser wissen als ich.. Da mich seit unserer Liskamm-Tour am letzten Wochenende das Schienbein schmerzte (wahrscheinlich eine Entzündung des bei Arthropoden typischen Cephalothorax) rannte ich vor ein paar Tagen schnell zum Apotheker und bat ihn um ein Mittel, das all meine Schmerzen innerhalb von zwei Tagen beseitigen würde.. Er gab mir nach langem Wühlen in seinen Schubladen ein solches Mittel, das aber, wie ich in der Folge bald feststellen musste, nur wenig Wirkung zeigte.. Schlimmer war sein Ratschlag, der in den Ohren eines Möchte-gern-Sportlers fast wie ein Schlag und gar nicht sexy tönte: Sie müssen sich ein paar Tage SCHONEN! - am besten gehen sie nur waagerecht und nicht hinauf oder hinunter.. Und das tat ich in der Folge dann auch und ging überhaupt nicht mehr, fuhr höchstens dreimal mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Visp.. Leider fiel der Ratschlag des Apothekers mit den letzten freien Tagen, die es noch irgendwie zu nutzen galt, und mit dem schönsten Wetter, das man sich vorstellen konnte, zusammen.. Jeden Tag das Wundermittel mindestens doppelt so häufig und in dreifacher Menge als auf dem Beipackzettel angegeben anwendend, konzentrierte ich mich voll auf meine Arbeit und bereitete das kommende Schuljahr vor.. Die Arbeit beruhigte mein Gewissen und gab mir ein gutes Gefühl für die Zukunft.. Eine ganze Woche habe ich nur ausnahmsweise von meinem Schreibtisch aufgeblickt und mir gedacht, dass die Medizin seit den Zeiten von Jesus Christus nur noch Rückschritte macht, und dies sozusagen im freien Fall.. Dieser (Jesus) hätte bestimmt gesagt: „Nimm dein Bett und gehe nach Hause!“ Und statt mir nutzlose Ratschläge zu erteilen, hätte er mir ermunternd auf die Schultern geklopft und mich aufgefordert: „Nimm dein Seil und ziehe in die Berge!“ Recht hatte er, dieser Jesus, und so begann ich den Versuchungen des Satans, die da sind: stumpfsinniges Arbeiten bei schönstem Wetter  ...   ich mir, verbiss mich noch stärker in meinen Vorbereitungsarbeiten, klopfte zwischendurch mit dem Bleistift an die Stirne und begann an Alternativen zu denken.. „Dann besteige ich halt ein paar Gipfel im Saastal, und zwar dort in der Nähe des Ofentals, und zwar alleine, wie ich es fast das ganze Jahr tue - das Schicksal meint es halt nicht mit allen sehr gut - stell dir vor: die einzige Touren-Partnerin ist mir abgesprungen!“.. Dachte es und ging gleich an die Ausführung des Plans.. Der recht schwere Rucksack musste am Vortag nach Saas-Grund transportiert werden.. Für mich eigentlich kein zusätzlicher Aufwand, denn ich konnte die Ausfahrt mit einem Besuch meiner Mutter im Altersheim verbinden.. Blöderweise hatte ich die schweren, steigeisenfesten Schuhe eingepackt und nicht die leichteren.. Das merkte ich aber erst, als ich wieder daheim war.. War nicht so schlimm! Umso glücklicher war ich aber, dass es mir in den fünf Minuten vor Ladenschluss noch gelungen war, ein Paar flotte Joggingschuhe zu erstehen.. Sie passten sofort wie angegossen an meine Füsse.. Morgens kurz vor ein Uhr ging es dann los.. Um den Ratschlag des Apothekers zu befolgen, hatte ich mir von allem Anfang an vorgenommen, möglichst waagerecht auf die zu besteigenden Hörner zu laufen.. Bis Visp gelang mir das auch sehr gut.. Zudem hatte ich, wie er mir empfohlen hatte, den rechten Fuss und Unterschenkel gut eingebunden.. Dass dies nicht das Ei des Kolumbus war, merkte ich schon nach einem Kilometer, denn das Schienbein begann ganz gehörig zu schmerzen, und so befreite ich mich aus der Binde.. Und auch dies nützte nichts.. Bald wurde mir bewusst, dass heute nichts aus den hehren Zielen werden würde, begann an allerlei Alternativen zu denken und war schlussendlich froh, dass ich überhaupt Visp erreichte.. Dort wimmelte es von heimkehrenden Open-Air-Besuchern.. Mehr als zweieinhalb Stunden musste ich auf den Zug zurück nach Brig warten.. Ich legte mich irgendwo in eine Ecke vor unserem Schulhaus, versuchte zu schlafen und bedauerte mich selber.. Punkt fünf Uhr ging daselbst die Rasenberieselung automatisch an, ich begab mich wieder auf den Bahnhof, wartete eine weitere Stunde und bedauerte all die heimkehrenden Party-Leute.. Und jetzt Daheim beneide ich mich fast, dass ich wegen der verunglückten Tour so viel Zeit für anderes habe.. Die Tour in Zahlen..

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