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    Archived pages: 102 . Archive date: 2014-01.

  • Title: Visp - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Visp.. Besteigung vom Bahnhof Brig aus (17.. Die folgenden Bilder sind sonst mal zwischen Naters und Visp entstanden.. Mundbach (07.. Schmetterling zwischen Brig und Visp (14.. Wolken über Brig und meinem Projekt (13.. Bericht.. Gewöhnlich fangen meine Berichte so an: „Heute haben wir bestiegen … das Matterhorn.. “ Also fange ich den Bericht zu meiner letzten Mega-Tour auch so an.. Heute habe ich bestiegen … Visp.. Mein Apotheker wollte es wieder einmal besser wissen als ich.. Da mich seit unserer Liskamm-Tour am letzten Wochenende das Schienbein schmerzte (wahrscheinlich eine Entzündung des bei Arthropoden typischen Cephalothorax) rannte ich vor ein paar Tagen schnell zum Apotheker und bat ihn um ein Mittel, das all meine Schmerzen innerhalb von zwei Tagen beseitigen würde.. Er gab mir nach langem Wühlen in seinen Schubladen ein solches Mittel, das aber, wie ich in der Folge bald feststellen musste, nur wenig Wirkung zeigte.. Schlimmer war sein Ratschlag, der in den Ohren eines Möchte-gern-Sportlers fast wie ein Schlag und gar nicht sexy tönte: Sie müssen sich ein paar Tage SCHONEN! - am besten gehen sie nur waagerecht und nicht hinauf oder hinunter.. Und das tat ich in der Folge dann auch und ging überhaupt nicht mehr, fuhr höchstens dreimal mit dem Fahrrad zur Arbeit nach Visp.. Leider fiel der Ratschlag des Apothekers mit den letzten freien Tagen, die es noch irgendwie zu nutzen galt, und mit dem schönsten Wetter, das man sich vorstellen konnte, zusammen.. Jeden Tag das Wundermittel mindestens doppelt so häufig und in dreifacher Menge als auf dem Beipackzettel angegeben anwendend, konzentrierte ich mich voll auf meine Arbeit und bereitete das kommende Schuljahr vor.. Die Arbeit beruhigte mein Gewissen und gab mir ein gutes Gefühl für die Zukunft.. Eine ganze Woche habe ich nur ausnahmsweise von meinem Schreibtisch aufgeblickt und mir gedacht, dass die Medizin seit den Zeiten von Jesus Christus nur noch Rückschritte macht, und dies sozusagen im freien Fall.. Dieser (Jesus) hätte bestimmt gesagt: „Nimm dein Bett und gehe nach Hause!“ Und statt mir nutzlose Ratschläge zu erteilen, hätte er mir ermunternd auf die Schultern geklopft und mich aufgefordert: „Nimm dein Seil und ziehe in die Berge!“ Recht hatte er, dieser Jesus, und so begann ich den Versuchungen des Satans, die da sind: stumpfsinniges Arbeiten bei schönstem  ...   sagte ich mir, verbiss mich noch stärker in meinen Vorbereitungsarbeiten, klopfte zwischendurch mit dem Bleistift an die Stirne und begann an Alternativen zu denken.. „Dann besteige ich halt ein paar Gipfel im Saastal, und zwar dort in der Nähe des Ofentals, und zwar alleine, wie ich es fast das ganze Jahr tue - das Schicksal meint es halt nicht mit allen sehr gut - stell dir vor: die einzige Touren-Partnerin ist mir abgesprungen!“.. Dachte es und ging gleich an die Ausführung des Plans.. Der recht schwere Rucksack musste am Vortag nach Saas-Grund transportiert werden.. Für mich eigentlich kein zusätzlicher Aufwand, denn ich konnte die Ausfahrt mit einem Besuch meiner Mutter im Altersheim verbinden.. Blöderweise hatte ich die schweren, steigeisenfesten Schuhe eingepackt und nicht die leichteren.. Das merkte ich aber erst, als ich wieder daheim war.. War nicht so schlimm! Umso glücklicher war ich aber, dass es mir in den fünf Minuten vor Ladenschluss noch gelungen war, ein Paar flotte Joggingschuhe zu erstehen.. Sie passten sofort wie angegossen an meine Füsse.. Morgens kurz vor ein Uhr ging es dann los.. Um den Ratschlag des Apothekers zu befolgen, hatte ich mir von allem Anfang an vorgenommen, möglichst waagerecht auf die zu besteigenden Hörner zu laufen.. Bis Visp gelang mir das auch sehr gut.. Zudem hatte ich, wie er mir empfohlen hatte, den rechten Fuss und Unterschenkel gut eingebunden.. Dass dies nicht das Ei des Kolumbus war, merkte ich schon nach einem Kilometer, denn das Schienbein begann ganz gehörig zu schmerzen, und so befreite ich mich aus der Binde.. Und auch dies nützte nichts.. Bald wurde mir bewusst, dass heute nichts aus den hehren Zielen werden würde, begann an allerlei Alternativen zu denken und war schlussendlich froh, dass ich überhaupt Visp erreichte.. Dort wimmelte es von heimkehrenden Open-Air-Besuchern.. Mehr als zweieinhalb Stunden musste ich auf den Zug zurück nach Brig warten.. Ich legte mich irgendwo in eine Ecke vor unserem Schulhaus, versuchte zu schlafen und bedauerte mich selber.. Punkt fünf Uhr ging daselbst die Rasenberieselung automatisch an, ich begab mich wieder auf den Bahnhof, wartete eine weitere Stunde und bedauerte all die heimkehrenden Party-Leute.. Und jetzt Daheim beneide ich mich fast, dass ich wegen der verunglückten Tour so viel Zeit für anderes habe.. Die Tour in Zahlen..

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  • Title: Alphubel - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Alphubel (4206).. Vom Mittelallalin aus (20.. Typische Wetterlage an diesem Tag am Alphubel.. Leider sind auch Täschhorn und Dom nicht ganz wolkenfrei.. Blick Richtung Feechopf.. Unter dem Allalin durch.. Allalin - Einstiegsdroge und Modeberg.. Alle kennen nur ein Ziel.. Jemand steigt vom Feechopf ab.. Hinten Strahl- und Rimpfischhorn.. Strahlhorn.. Strahlhorn und Rimpfischhorn.. Alphubel vom Feechopf aus.. Gut sieht man "die Nase".. Ich hasse auf meiner Site Kleidung, die nicht zum blauen Walliser Himmel passt.. Mir blieb nichts anderes übrig, als den Himmel anzupassen.. Allalin - im Himmel ist einiges los.. Typische Wetterlage in diesem Sommer.. Nochmals der Alphubel mit dem Feechopf vorne.. Ich, nachdem ich Photoshop's Gaussscher Weichzeichnungsfilter zehnmal über mein Gesicht laufen liess.. Gut sichtbar das neue, blaue Pulli, das ich zum Geburtstag erhielt.. Tourenbeschrieb.. Verschiedene Wege führen auf den Alphubel.. In der Regel wird er wohl von der Täschhütte aus begangen.. Eine gute Variante ist auch die von der Station „Mittelallalin“ der Bergbahnen Saas-Fee aus.. Nimmt man die erste Bahn um 07:30 Uhr, kann gegen acht Uhr auf 3457 m ü.. M.. abmarschiert werden.. Bis ins Feejoch folgt man der „Autobahn“, die aufs Allalin führt.. Hier wird man sich in aller Regel nicht einsam fühlen.. Dann zweigt man nach rechts ab.. Einige leichtere Kletterstellen sind bis auf den Feechopf (3888) zu überwinden.. Jetzt kommt man um einen Abstieg von 116 Meter ins Alphubeljoch (3772) leider nicht herum.. Der „Gipfelsturm“ zieht sich etwas in die Länge.. Zuerst geht es lange über die  ...   schnell mit der Bahn vom Tal (641 m ü.. ) auf den Berg hoch (3457 m ü.. ) fährt, muss der empfindliche Zeitgenosse mit Kopfschmerzen rechnen.. Diese schmälerten meinen Genuss etwas.. Und da ich jetzt in einem Alter bin, wo man nur noch von seinen Krankheiten redet: der recht lockeren Verdauung wegen, unter der ich seit einiger Zeit leide - genauer: seit unserer Wanderwoche in Italien - war ich kürzlich beim Hausarzt.. Dieser griff sogleich nach der Sterbeurkunde, doch ich sagte: „Nein, so noch nicht!“.. Und so ging ich von dannen, und er liess mich wissen, dass er mich kontaktieren würde, falls etwas Schlimmeres mit meinen Proben sein sollte.. Umso interessierter war ich, als ich ein-zwei Tage später prompt seinen Anruf erhielt.. Noch während „Praxis Dr.. …“ aus der Hörmuschel drang und in meinem Ohr noch lange wiederklang - „Praxis Dr.. Dr.. …“, fiel mir eine Strophe von Schiller’s „Bürgschaft“ ein:.. „Ich bin“, spricht jener, „zu sterben bereit.. und bitte nicht um mein Leben;.. doch willst du Gnade mir geben,.. ich flehe dich um drei Tage Zeit,.. bis ich bin auf dem Alphubel so breit …“.. Die Lage entspannte sich, als sich herausstellte, dass sich der Arzt nur nach meinem Befinden erkunden wollte.. Das nennt man Patientenbetreuung!.. Das Billet von Saas-Fee zur Station Mittelallalin hoch kostet retour Fr.. 36.. --.. Ferien in Italien sind viel billiger.. Noch nie hat jemand aber wegen der Besteigung des Alphubels Magenprobleme bekommen.. Alles hat eben seinen Preis..

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  • Title: Ernergale - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Ernergale.. Tour vom 21.. In der Gaststätte "Chäserstatt" ein Buch geöffnet, vier Perlen davor angeordnet und ein Bild geschossen, während meine Frau ihre Käseschnitte fertig ass.. Bei Chäserstatt.. Abfahrt nach Mühlebach.. Ende der Tour.. Heute haben wir zum ersten Mal in diesem „Winter“ Stubenpantoffel gegen Skitourenschuhe vertauscht.. Es war so, wie wenn man nach stundenlangem Baden die Badewanne verlässt: man kommt sich tausendmal schwerer vor, als man sowieso schon ist.. Da man als moderner Zeitgenosse mehr drinnen als draussen ist, und die Welt nur noch vom Bildschirm her kennt, hatte ich keine Ahnung von dem, was draussen abgeht.. Auf meinem Bildschirm hatte ich unten rechts gelesen „21.. 2013“, und sogleich kamen Bilder von jungfräulichen Pulverschneehängen, von tief verschneiten Wäldern mit weitherabhängenden Ästen und von frischen Hasenspuren im Märchenwald auf.. Also musste ich unbedingt hinaus.. Gleich nach der Ankunft in Mühlebach stellte sich eine einigermassen grosse Enttäuschung ein.. Wohl war auf der Schattenseite des Tales alles einigermassen weiss, doch war von den erträumten Pulverschneehängen nichts zu sehen.. Es präsentierte sich ein äusserst armer Winter.. Dort, wo vor Wochen jemand heruntergewedelt war, zeigte sich jetzt die Grasnarbe, und die Bäume waren statt schneebedeckt trocken wie Dörrobst.. Unser Aufstieg nach Chäserstatt war daher alles andere als elegant.. Wir wählten als Aufstiegsvariante den Wanderweg, mussten die Ski aber immer wieder tragen.. Auf der Suche nach Schnee verloren wir uns auch immer wieder im  ...   auch weil grosse Neuinvestitionen nötig gewesen wären.. Und darum sind die Anlagen schon vor Jahren zurückgebaut worden.. Das Restaurant blieb, glaube ich, noch eine Saison offen.. Dann wurde es definitiv geschlossen.. Bald kam das Restaurant in unseren Blickwinkel, und ich stellte mit grosser Zuversicht fest, dass davor eine Walliser Fahne wehte.. Und tatsächlich wurden wir auf der Terrasse, auf der wir uns kurz später einfanden, von der neuen Wirtin freundlich begrüsst.. Der Betrieb sei von Deutschen gekauft worden, würde im Sommer noch etwas renoviert und sei auch jetzt offen.. Die Sache musste natürlich unterstützt werden, und so liessen wir uns zum Verzehr einer guten Käseschnitte in der heimeligen Gaststube nieder.. Wir können den Ort nur empfehlen.. Von Chäserstatt aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Berner Alpen und das schöne Wallis hinauf und hinab.. In der Regel hat es im Gebiet auch sehr guten Pulverschnee.. Um davon aber wirklich profitieren zu können, hätten wir noch eine gute Stunde weiter aufsteigen müssen.. Dazu hatten wir im Moment aber viel zu viel Käse im Bauch und zuwenig Motivation im Kopf - wir waren ja auch schon 542 Höhenmeter aufgestiegen.. Und so gingen wir wieder fröhlich nach Hause.. Das Gebiet ist auch für Schneeschuhsportler ideal - auch jetzt, denn Schneeschuhläufer brauchen ja nicht unbedingt Schnee.. Weiter oben kommt man auf ein ausgedehntes Plateau, auf dem man noch stundenlang sanft aufsteigen kann..

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  • Title: Jegigrat - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Jegigrat.. Besteigung vom 26.. Allalin und Feekopf lassen grüssen.. Links Monte Rosa Gebiet, dann das Strahlhorn, diesem vorgelagert das Fluchthorn, gegen rechts Rimpfischhorn und Allalin.. Strahlhorn strahlt mit uns.. Allalin mit Skigebiet - wer möchte nicht gerade jetzt dort Ski fahren?.. Rechts ist jetzt der Alphubel - wohl etwas zu breit für deinen Geschmack.. Alphubel.. Täschhorn, Dom, Lenzspitze, Nadelhorn, Stecknadelhorn.. Wändli von der Lenzspitze und Nadelhorn - vorne im linken Drittel das von mir kürzlich bestiegene Schwarzhorn.. Oben links der Nadelgrat, vorne das Ulrichshorn, weiter recht Dirruhorn und rechts der Balfrin.. Jägigrat.. Der Aufstieg durch die Wand erfolgt links vom Schneefeld (dort wo ich jetzt gerade mit dem Finger auf den Bildschirm zeige).. Das Jegihorn (3206).. Rechts vom Couloir geht der Klettersteig hoch.. Meine Kletter Partnerin.. Wer den Einstieg findet, muss den Aufstieg nicht fürchten.. Motto des Tages: Lieber früh am falschen Ort als spät am richtigen.. Wer den Weg liebt, wird den Umweg nicht scheuen.. Nochmals auf die Gegenseite geschielt.. Der zu bezwingende Grat mit dem Jegiturm in der Mitte (3368).. An Wegweisern kann man nicht falsch gehen: man kommt immer irgendwo an.. Die beiden Tälligletschermoränen.. Im Vordergrund natürlich Birgit.. Bild wäre perfekt wenn auch "Hugo", Birgit's Hund dabei wäre.. Heimweh nach Hugo.. Birgit hat zum Geburtstag einen Kamelritt geschenkt bekommen.. Hier träumt sie schon davon.. "Der Weg ist das Ziel", sagte er sich, und ging nach rechts statt links.. Ich liebe Moränen - das Couloir Pussieux.. Rechte Tälligletscherseitenmoräne mit Saas-Fee.. Blick zurück.. Und Blick nach vorne.. Von der linken zur rechten Moräne.. Reste des Tälligletschers.. Eisenhaltiges Gestein.. Wo Kompassnadeln verrückt spielen.. Wer oft zurück schaut, verliert sich in der Vergangenheit.. Spielwiese für Erwachsene - rechts das Fletschhorn.. Spielwiese für erwachsene Kinder.. Auf halbem Weg - rechts Birgit, links eine Bandschlingensicherung.. Auf dem Grat.. Das Fletschhorn.. Weissmies.. Aufstieg zum Modegipfel Weissmies mit Triftgletscher.. Dieser Berg  ...   unterschiedlichen Varianten.. Auch die erste von mir geleitete SAC-Tour führte uns an den Jägigrat.. Alle Besteigungen liegen aber vierzehn und mehr Jahre zurück.. Nun, die Gletscher schmelzen, der Permafrost verschwindet, Erdbeben führen zu grossen Geländeverschiebungen, und Bagger wühlen jeden Tag weltweit viel Erdreich um - zudem wird das eigene Hirn schwächer, die Vergesslichkeit nimmt zu, die Muskeln schwinden, und die Selbstüberschätzung wächst.. Dies alles hatte zur Folge, dass ich den Verlauf der Route nicht ideal fand.. Ganz allgemein bin ich nach der ersten Seillänge zu weit nach rechts geklettert.. Dies führte zu einigen Suchaktionen, und mehrmals konnte ich mich nur noch an einem Grashalm sichern, so dass der Pulsschlag ganz hörbar zunahm.. Zudem begannen die Knie zu zittern, und die Lippen sandten flehende Stossgebete zum Himmel.. Immerhin konnte man sich am Schluss rühmen, wohl eine dieser seltenen Erstbegehungen geschafft zu haben, auch wenn wir die letzten zwei Seillängen wieder in der offiziellen Route zurücklegten.. Genau gleich, wie ich damals mit meiner Frau auf den Grat verzichtet hatte, verzichteten wir auch diesmal darauf.. Ich schoss noch ein paar schöne Bilder von der eindrücklichen Gegend, und dann flogen wir mit dem Heli der „Air Zermatt“ zurück nach Visp.. Fantastisch war der Flug.. Man ist geneigt zu sagen: „Nur Fliegen ist schöner als Bergsteigen.. “ In horrendem Tempo ging es das Saas-Tal hinaus, und ich erkannte jede Ecke.. Da ging es hoch über den Geburtsweiler meines Vaters hinaus, und dann donnerten wir über mein Elternhaus in Staldenried hinweg.. Ich konnte mich nicht satt sehen.. Vernahm dann später, dass Staldenried am Tage zuvor von einem seit Menschengedenken nie erlebten Gewitter heimgesucht wurde.. Innerhalb weniger Minuten seien 26 Liter Wasser pro Quadratmeter herabgefallen.. Auch mein Elternhaus, aber nur das Holzlokal, ist ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden.. Irgendwann muss ich da hoch fahren und aufräumen gehen.. Die Berge werden warten müssen..

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  • Title: Pollux - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Pollux (4092).. Besteigung vom Klein Matterhorn aus (06.. Matterhorn bei der Bergfahrt.. Wir fahren in die Berge, nach Furi.. Theodulhorn mit Testa Grigia.. Theodulhorn, rechts der Furggsattel.. Monte Cervino rechts, Dent d'Hérens links.. Auf dem Gletscher.. Breithornpass.. Roccia Nera und Rest des Breithorns.. Aufstieg Pollux mit Liskamm.. Castor (4223) mit vielen Seilschaften.. Etwas heiklere Stelle am Pollux.. Die letzten Meter zum Gipfel.. Breithorn vom Pollux aus.. Woman on top.. Fragte eine Blondine den Bergführer: Wie weit ist es denn bis zum Pollux? - Bergführer: Das hängt vom Tempo ab.. - Bondine: Nein, der Tempo kommt heute wieder mit! Der ist ja immer so langsam.. Und zudem redet er ständig.. Ich schon ganz schön - und in freier Wildbahn bin ich noch extrem attraktiver.. Tiefblick zur Monte Rosa Hütte.. Castor.. Liskamm.. Klein Pollux mit Leuten an der Schalbetterflue.. Gemütlich auf dem Gipfel.. Schöne Handschuhe.. Gutes Schuhwerk.. Links der Liskamm, der Menschenfresser.. Petit Glacier de Véraz.. Nochmals der Castor.. Abstieg vom Pollux zur Madonna hinunter.. Bei der Madonna.. Abklettern.. Breithorn Südflanke.. Wir haben den Pollux bestiegen, und zwar an einem recht schönen Tag.. Obwohl das Wetter etwas weniger gut war als angekündigt.. Am Morgen auf dem Kleinen Matterhorn blies einem der Wind ganz gehörig um die Ohren, und die Hände begannen ob der Kälte zu quietschen.. Ich fand es nachlässig, dass ich sowohl den Faserpelz als auch die ganz dicken Handschuhe daheim gelassen hatte.. Doch dann ging es zügigen Schrittes Richtung Breithornpass, und uns wurde immer wärmer ums Herz.. Später hatte man richtig warm, und auch auf dem Gipfel hätte man lange verweilen können.. Leider zeigten sich Liskamm und Castor nicht ständig, sondern waren hinter sich schnell bewegenden Nebelschwaden verborgen.. Man kann diesen  ...   einen schönen Firngrat.. Die schwierigeren Passagen sind durch dicke Taue gesichert.. Zudem hat meine Begleiterin alle heiklen Stellen im Vorstieg mit Bravour gemeistert, wohl wissend, dass ich weder physisch, noch psychisch noch seelisch gegenwärtig in der Lage bin, auch nur eine Null plus sicher zu meistern.. Man hat auf der gesamten Tour, hin und zurück, rund 500 Höhenmeter zu schaffen.. So nach zweieinhalb Stunden erreicht man gut den Gipfel.. Viele Leute waren unterwegs - auch drüben am Castor, auf den man vom Pollux aus einen vorzüglichen Blick geniessen kann.. Plötzlich hatte jemand von uns die Idee, man könnte auch noch auf den Castor hoch steigen.. Wir machten einen kurzen Versuch, verloren uns aber im Nebel und zogen daher wieder heim.. Erstaunlich, wie viele Leute immer noch Viertausender sammeln.. Und dass dies auch jüngere Leute im besten Alter tun, ist ja noch erstaunlicher.. Wir meinten damals immer, das sei doch etwas für senilere Männer im fortgeschrittenen Alter, und wandten uns daher hehreren Zielen zu - wie meinetwegen dem Gross Huwetz.. Und dann schreiben sie jeden Viertausender, den sie bestiegen haben, in irgendeinem Heft auf.. Wie kann man doch nur? Wenigstens würde ich dann nicht damit prahlen.. Ich jedenfalls würde sowas nie tun, weiss aber, dass ich.. 95 % der Walliser Viertausender einmal.. 76 % der Walliser Viertausender zweimal.. 34 % der Walliser Viertausender dreimal.. 29% der Walliser Viertausender viermal.. 20% der Walliser Viertausender fünfmal.. 10% der Walliser Viertausender sechsmal.. 2% der Walliser Viertausender siebenmal.. 2% der Walliser Viertausender achtmal.. bestiegen habe.. Welch extrem doofe Statistik in der Tat!.. Walliser Viertausender, wir kommen wieder, denn es hat uns sehr gut gefallen.. In Zermatt sahen wir noch Sepp Blatter, den höchsten Fussballer dieser Erde..

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  • Title: Rosswald - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Rosswald.. Skitour Richtung Folluhorn (19.. 03.. Ankunft auf dem Rosswald.. Folluhorn (2657).. Winterfreuden.. Herrliches Bortelhorn (3194).. Links auch noch das Hillehorn (3170).. Zum Saflischpass hinauf geblickt mit "Runds Horli".. Da auch noch das Furggubäumhorn links (2985) und rechts das Wasenhorn (3246).. In der Mitte Monte Leone.. Mit Ski hinunter nach Ried-Brig..

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  • Title: Schilthorn 3122 - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Schilthorn, Baltschiedertal.. Von Mund, Eschilgrabe (16.. Mit dem Auto bis Eschilgrabe (1817), dann zu Fuss auf gutem Weg über Honegga und Honalpa bis ins Rämi (2072).. Von dort den breiten Rücken hinauf zum Gipfel.. Eine leichte Tour auf einen selten begangenen Gipfel mit grandioser Aussicht.. Links Tiregghorn (3075), rechts das prächtige Bietschhorn (3934).. Weit im Süden erblickt man das Weisshorn.. Brunegghorn mit der interessanten Wand.. Dom mit dem Nadelgrat (Lenzspitze, Nadelhorn und Stecknadelhon), vorne das Gross Bigerhorn.. Alter Schnee.. Imposante Bietschhorn Südwand.. Blick auf das Stockhorn (3212).. Traumgipfel Bietschhorn.. Bietschhorn, Stockhorn, Älwe Rigg.. Breithorn (3785) in der Mitte.. Gredetschhorli (3646), Nesthorn (3821).. Bietschhorn.. Am Samstag fand die Alpbestossung in Gspon statt.. Es war dies für mich ein sehr eindrückliches Erlebnis – wohl auch darum, weil ich noch kaum je einen Ringkuhkampf erlebt hatte.. Ich habe viele Bilder aus vorteilhafter Position heraus geschossen.. Werde meine Eindrücke mal schriftlich festhalten müssen.. Am Tag zuvor war ich abends von Saas Grund nach Gspon gelaufen.. Der Höhenweg ist wegen eines Felssturzes leider immer noch geschlossen.. Wenn man aber nicht gerade von dieser Welt ist, kann man die schadhafte Stelle sicher passieren.. Auf der Mattwaldalp konnte ich einige grosse Steinböcke beobachten, und zwar wirklich grosse und nicht nur so mickrige, wie ich sie kürzlich in Gspon fotografiert habe.. Regen verhinderte eine Fotosession.. Meinen Armbruch-Unfall habe ich jetzt formell abgeschlossen.. Bin ich froh, dass ich nun nicht mehr so extrem aufpassen muss, ihn nicht ein zweites Mal zu brechen! Ich bin wieder frei wie ein Steinbock.. Schon kürzlich habe ich ganz beschwingt den Staubsauger durch unsere Wohnung geführt und dabei gejauchzt und vor Freude gejohlt.. Jetzt kann ich endlich wieder frei und nach Lust und Laune Staub saugen.. Ich glaube man hat noch nie einen so glücklichten Putzmann auf dieser Welt gesehen – zumindest nicht in unserem Zwei-Personen-Haushalt.. Auch meine Mutter erholt sich langsam von ihrem blöden Schenkel-Hals-Bruch.. Sie kann das Bein aber leider nur mit zehn Kilogramm belasten.. Aufgrund unseres Altersunterschiedes und der Tatsache, dass ich den Arm und nicht das Bein, und diesen schon vor vielen Tagen, gebrochen habe, meinte ich spontan, dass für mich jetzt locker eine Belastung von 100 Kilogramm möglich sein sollte.. Ich würde also wieder klettern können.. Doch dann ergab eine Mischrechnung aus einfachem Dreisatz, Bodymassindex und Lebensstil, dass sich für mich eine Belastungsschwelle von mickrigen 17.. 5 Kilogramm ergibt – viel zu wenig, um im Sommer klettern zu gehen.. Wie traurig! Will heissen, dass ich mich nur noch mit der intakten Speiche, und nicht mit der gebrochenen Elle werde vertikal fortbewegen können.. Auf dem Rückweg vom Schilthorn habe ich auf der Hohnalpa einen älteren Herrn getroffen, der auch im Begriffe war, ins Tal abzusteigen.. Das Alter bringt es mit sich, dass man fast nur noch von sich selber erzählt und von dem, was man in seinem Leben alles getan hat.. Mein Gott, bin ich schon alt, denn ich schreibe hier immer nur von mir! Aber dieser Mann war wirklich sehr erstaunlich.. Rüstig, beweglich, braungebrannt und im Kopf total klar.. Er meinte, dass er nur wegen der leicht grauen Schläfen nicht mehr ganz jung aussehe und fragte mich, wie alt ich ihn denn schätze.. Sagte: „84“.. Er meinte: „So genau hat mich noch nie jemand geschätzt“.. Er war 85 Jahre alt.. Für mich war es schon oft enttäuschend gewesen, wenn mein Alter  ...   paar schönen blauen oder gelben Blumen im Vordergrund.. Genau so wie es die Nicole vor ein paar Tagen getan hat.. Welche Nicole? – Ich meine die vom Internet, die du sicher auch schon gesehen hast.. Es hatte viele prächtige Blumen, aber leider alle auf der Sonnenseite, und damit auf der dem Bietschhorn abgewandten Seite.. Und somit wurde auch aus der Blumenidee nichts.. Fand sie übrigens nach einer Weile genauso doof wie die mit den Steinböcken.. Und so war ich endlich frei, mich ganz auf den Traumberg zu konzentrieren.. Und weil er so schön war, zog es mich immer höher und höher, bis ich auf dem selten bestiegenen Schilthorn stand.. Zweieinhalb Stunden verbrachte ich auf dem Gipfel und.. genoss die paradiesische Aussicht.. Bis ich dann einen Plastiksack unter meinen Wertesten nahm und rasante Schussfahrten bis weit ins Tal hinunter geniessen konnte.. Der Zufall will es heuer, dass ich fast in jeder Gegend eine Schäferin kenne.. Und so kenne ich auch eine im Baltschiedertal.. Da ich hoffte, sie irgendwo an einer Bergflanke anzutreffen, überlegte ich mir lange, was ich ihr mitbringen sollte.. Konnte mich lange nicht zwischen Zementrohr (30 Zentimeter Durchmesser) oder Zementsack (50 Kilogramm schwer) entscheiden.. Zu wissen, dass die Maria, die Schäferin, zu schaflosen Zeiten und auch, wenn sie nicht schlafen kann, gerne Murmeltiergänge ausbessert - das heisst, mit Zementrohren verstärkt und schön auspflastert.. Sie ist nämlich der Meinung, dass die Wohnverhältnisse der kuscheligen Tiere da oben nicht mehr dem Stand der heutigen Technik entsprechen und Erdenbürgern des einundzwanzigsten Jahrhunderts nicht mehr würdig seien.. Triffst du die Maria nicht beim Pflastern, rennt sie bestimmt Schafen und Lämmern hinter her, oder sie strickt bunte Wolldecken für ihre Murmeltiere.. Es empfiehlt sich sehr, Alppersonal jeder Gattung stets zu Beginn der Alpsaison zu besuchen.. Zumindest auf der schönen Gsponeralp war es vor dreissig, vierzig Jahren noch so, dass sich die urchigen Gesellen selten waschen konnten, weil die sanitären Verhältnisse so schlecht waren.. Auch bestand damals im Wallis noch weitverbreitet Wassermangel.. So musste es einen nicht verwundern, wenn die Älpler beim Herannahen eines Touristen scheu in ihren Höhlen verschwanden und sich oft erst nach Stunden wieder blicken liessen.. Wie sich doch die Zeiten ändern! – Besagte Marie schätzt es, wenn man ihr als Geschenk gelegentlich kältebeständigen Badezusatz mitbringt.. Auch geht sie alle zwei Wochen nach Brig zum Friseur oder in die Pedicure.. So meinte meine Frau schlussendlich weise: „Nimm ihr doch wieder Haarshampoo mit, aber nicht den mit dem Apfelblütenaroma sondern denjenigen mit der Geschmackrichtung „Ziegenbockjia“, damit nicht wieder alle ihre Tiere vor ihr weglaufen!“ Nach langem Hin und Her nahm ich schlussendlich ein paar flotte Packungen Trockensuppe mit.. Realisierte leider erst auf dem Gipfel des bestiegenen Berges, dass ich das Wasser zur Zubereitung der Suppe daheim vergessen hatte.. Und so machte ich diesmal beim Abstieg einen grossen Bogen um ihre friedliche Hütte, die in den letzten Sonnenstrahlen ganz lieblich ins tiefe Tal hinunterblickte.. Und vor der Hütte war die zauberhafte Maria gerade damit beschäftigt, die vom Wiederkauen grün gewordenen Zähne ihrer drei Lieblingsschafe zu putzen.. Dies konnte ich durch das Zoomobjektiv (AF-S NIKKOR 70-200 mm f/2.. 8G ED VR II – nebenbei: sündhaft teuer) meiner fantastischen Kamera ganz deutlich beobachten.. Dies war meine fünfte Besteigung des Schilthorns.. Gehe bestimmt wieder hin.. Nächstes Mal wird es mit den Steinböcken bestimmt klappen.. Bist du auch mit dabei?..

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  • Title: Staldhorn - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Staldhorn auf dem Simplon.. Auf dem Simplonpass.. Gemütlich auf dem Simplonpass unterwegs.. Aufstieg Staldhorn.. Blick zurück auf den Simplonpass.. Hopsche.. Hospiz.. Im Walliser Deutschen haben wir das Sprichwort „Size does not matter!“, was auf gut Deutsch heisst: „Die Grösse spielt keine Rolle!“ Jedes Sprichwort beinhaltet ein Quentchen Wahrheit.. Natürlich kommt es nicht auf die GRÖSSE der Tour an, um ein schönes Bergerlebnis zu haben.. Das einzige, das zählt, ist die LÄNGE der Tour.. Und das weiss doch ein jedes Kind, das mit Touren anfängt.. In der Tat haben wir in der bisherigen Skitourensaison keine grossen Touren gemacht.. Durchschnittlich kamen wir gerade auf mikrige 507 Höhenmeter.. Die Touren waren also in keiner Weise gross, aber lang schon, denn wir waren immer sehr langsam unterwegs.. Und, wenn man extrem langsam tourt, zieht das die Touren ganz extrem in die Länge.. Daraus kann aber auch abgeleitet werden, dass wir unsere bisherigen Skitouren sehr genossen haben.. Das Staldhorn ist das auf dem Simplopass am weitesten rechts liegende Horn.. Es kann auch bei recht grosser Lawinengefahr relativ sicher bestiegen werden.. Man muss aber schon auch darauf achten, dass einem nicht plötzlich vom Tochuhorn herunter eine Lawine  ...   bei weitem nicht erreicht haben.. Um den Gipfel zu erreichen, müsste man vom Pass aus 457 Höhenmeter zurücklegen.. Das Gipfelerlebnis hätte aber wohl nur wenig zu zusätzlichem Glück beigetragen, denn wir wollten ursprünglich sowieso nur so ein bisschen auf dem Pass herumlümmeln.. Wir haben es genossen, denn der tief eingeschneite Pass kam uns märchenhaft schön vor.. Heftige Winde hatten kürzlich auch viel von dem kostbaren Weiss weggeblasen und die Bergrücken quasi blank gefegt.. Die beiliegenden Bilder verschaffen dir einen Eindruck davon, wie es auf dem Pass jetzt aussieht.. Wir sind auf den Simplon gefahren, um eine Familie zu treffen, die ich vom Internet her kenne.. Man kann das Internet ja verteufeln, wie man will, es bietet aber auch sehr interessante Möglichkeiten.. So kann man Menschen kennenlernen, die man gar nicht kennt.. Und wenn man diese Menschen dann das erste Mal in der realen Welt trifft, ist das recht ineressant.. Es ist so, wie wenn man Menschen wieder einmal begegnet, die man schon lange kennt.. Es ist eine gute Idee, nicht nur die Bilder zu veröffentlichen, die mir gefallen, denn oft gefallen den anderen die Bilder, die mir gar nicht gefallen und umgekehrt..

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  • Title: Weissgrat - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Weissgrat.. Ein Ast in Gspon.. Häuschbiele.. Häüschbiele mit Bietschhorn.. Häuschbiele mit Galehorn.. Auf dem Weissgrat mit Bietschhorn im Hintergrund.. Ich im Abstieg vom Weissgrat.. Felssicherung.. On top.. Gärsthorn, Mälchgrat und andere.. Beim grossen Stein.. Der grosse Stein von oben.. Gspon von den Häüschbiele aus.. Häüschbiele von oben.. Auf dem Weg nach Ze Wierlinu.. In Gspon.. Kapelle in Gspon.. Kapelle in Gspon mit Weisshorn.. Kreuz auf Häüschbiele.. Schafe.. Lämmer.. Noch feucht hinter den Ohren und schaut schon so frech.. Wer nicht hört und zuhört, verpasst viel im Leben.. Schafe in Gspon.. Schäfchenwolken über Gspon.. Schafe in der Bilderausstellung.. Du Lümmel da hinten, hör auf mit dem dummen Gebläre - ich möchte vielleicht noch etwas schlafen!.. Mutter und Kind.. Muttertier.. Schafbilder, für die man keine Verwendung hat, speichert man am besten irgendwo in der CLOUD ab.. Mein Lieblingsbaum.. Oberwallis mit Gibidum.. Sädolti.. Blick vom Weissgrat zum Simeli.. Weg Richtung Ze Wierlinu.. In Gspon beim Weiher.. Weiher mit Mischabelgruppe.. Weisshorn.. Kuh.. Eine Kuh im Riedji.. Seit Menschengedenken wird der Weissgrat sommers und winters bestiegen – auf alle Fälle seit dem es mich gibt.. Seit ich mit Statistiken im letzten Jahrhundert begonnen habe, habe ich ihn 67-mal bestiegen.. Diesmal war ich wieder wie eine Schnecke unterwegs.. Meine Ausrüstung bestand aus Turnschuhen und Fotoapparat.. Will heissen, dass ich mich stark auf das Fotografieren konzentriert habe.. Wie immer bot die Gegend viele Sinneseindrücke, und der Kopf war voller Gedanken.. So denkt man oft an Vergangenheit und Zukunft, oder auch an beides, und seltener an die Gegenwart.. Bis auf den Weissgrat sind 993 Höhenmeter zu überwinden (von 1893 bis 2886 m ü.. ).. Der Weg führt über Stock und Stein.. Moment mal, jetzt muss ich mal meine bisherigen Zeiten anschauen.. Also: ich habe bei meinen Besteigungen zwischen 57 Minuten und 3 Stunden 26 Minuten benötigt.. Die durchschnittliche Zeit beträgt 2 Stunden und 4 Minuten.. Der Grund, wieso man nicht immer gleich lang braucht, liegt in der unterschiedlichen Geschwindigkeit.. Hin und wieder geht man halt schneller, und dann ein anderes Mal wieder langsamer.. Auch sind die Verhältnisse nicht immer gleich, und die Kollegen variieren auch.. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich in sinnlose Gedanken versunken irgendwo stehen geblieben und nicht mehr weitergekommen bin.. Und so nahm nur die Länge des Gedankenganges nicht aber diejenige der zurückgelegten Wegstrecke zu.. Wieso ich diesmal nur durchschnittlich schnell unterwegs war? – Weil ich in der letzten Zeit fast ausschliesslich von meinen eigenen Kochkünsten lebe.. Das hatte zur Folge, dass jetzt praktisch alle meine Tourenhosen viel zu weit sind.. Und somit verliere ich ständig Zeit mit dem Hochziehen der Hosen.. Meine Köchin weilt halt vorübergehend, aber für längere Zeit in Afrika, ist dort auf Leoparden- und Löwenjagd und hat momentan sicher andere Sorgen als ich (meine momentane Hauptsorge ist die Verfassung dieses Tourenberichtes).. Meine Frau ist natürlich nicht der Jagd wegen nach Afrika geflogen, denn einerseits ist diese verboten, und andrerseits gibt es da auch nicht mehr so viele Tiere, und zudem sind wir Tierliebhaber.. Während meiner langen Zeit auf dem Schwarzen Kontinent habe ich jedenfalls weder einen Löwen noch einen Tiger gesehen.. Warum meine Liebste so weit weg ist, müsstest du als Besucher meiner Homepage eigentlich wissen.. Auf meiner Site gibt es ja diesen Flagcounter, jedoch fehlte darauf, wie dir sicher aufgefallen ist, bis jetzt die Fahne von Kenia.. Dem ist nun aber nicht mehr so, denn meine Frau wurde extra ins ferne Land geschickt, um dort den fehlenden Klick auszuführen.. Es wäre somit anzunehmen, dass sie nach dieser getanen Arbeit bald zurückkommen würde.. Dem ist aber nicht so, denn ich möchte möglichst viele Klicks von da unten haben.. Du magst das alles etwas übertrieben finden - aber wie hätte ich das Problem sonst lösen können? Anfangs fand ich diese Reise ganz lustig, denn für mich bedeutete dies für eine gewisse Zeit hemmungsloses Bergsteigen und Klettern, endloses Surfen im Internet und Bearbeiten von Bildern mit Photoshop bis tief in die Nacht hinein und zudem tägliches ja fast halbtägliches und auch wieder hemmungsloses Staubsaugen unserer Wohnung.. Diese Tätigkeiten liebe ich allesamt.. Anfangs machte mir noch der Haushalt grosse Sorgen.. Jetzt weiss ich aber, dass das so schlimm nicht ist.. Gut, ich habe ein paar Kilos verloren, aber sonst gewöhnt man sich rasch an das Hausmann-Dasein.. Es ist schön, mal selber Küchenchef zu sein.. Du kennst doch die Geschichte mit dem Frosch im Wasserglas, das langsam erhitzt wird.. Das Wasser wird jeden Tag wärmer und wärmer.. Der Frosch gewöhnt sich daran und merkt kaum etwas.. Würde man ihn aber ohne Vorbereitung ins heisse Wasser werfen, würde er geschockt sein und tot umfallen.. Wobei ich mich jetzt gerad ernsthaft frage, ob ein Frosch überhaupt umfallen kann – die sind vom Körperbau her betrachtet ja schon so total bodennah.. Wie  ...   Vor allem die Bankinstitute machen sich grosse Sorgen um meine finanziellen Reserven.. Bei mir scheinen tatsächlich grosse Vermögenswerte total brach zu liegen.. Nun mache ich mir deswegen leider viel weniger Sorgen als die Banken.. Ich wende lieber das System „Fruchtwechsel“ an, will heissen: am Morgen esse ich oft einen Apfel und am Abend, wenn ich heimkomme, ein paar Trauben.. Leider war aber die Weinlese bei uns in Naters in diesem Jahr nicht so ergiebig.. Vieles war faul, einiges fiel ab, den Rest frassen die Vögel und ich.. Perspektiven - zehn Jahre später:.. Bei uns läutet der Wecker jetzt gewöhnlich schon morgens gegen neun Uhr.. Ein zögernder Blick unter der warmen Decke hervor und zum Fenster hinaus zeigt mir, dass es Zeit zum Aufstehen ist.. Bis es soweit ist, geht es aber noch lange.. Wie damals, als man noch im Schwimmbad schwimmen ging und nur zögernd eine erste Zehe ins kalte Wasser steckte, ergeht es mir auch jetzt.. Vorsichtig kriecht meine grosse Zehe unter der Bettdecke hervor ins Freie, und ich zucke zusammen.. Beim Eintreten ins Wasser ist der Nabel einer der sensiblen Punkte, als wie wenn er dafür gemacht wäre, den Menschen vor dem Nasswerden und schlussendlichen Ertrinken zu verschonen.. Und auch beim morgendlichen Aufstehen ist es genau gleich.. Kaum schaut der Nabel aus der Bettdecke hervor, zuckt der ganze Körper zusammen, und wie ein Murmeltier, das von einem Wanderer überrascht wurde, zieht er sich froschmässig in die behagliche Betthöhle zurück.. Viele Minuten vergehen, bis endlich wieder zwei verschlafene Augen aus dem Bett gucken.. Es ist der duftende Geschmack frischen Kaffees und knuspriger Gipfelis, der mit arger List die Trägheit meines Körpers zu überlisten versucht und ihn hinaus in die Gefahren der Welt lockt.. Gefühlte Ewigkeiten später und in Bademantel, warmen Stubenfinken und Schlafmütze gekleidet lässt er sich in einen weichen Stuben-Sessel fallen.. Die von der immer noch rüstigen Partnerin dargereichten Köstlichkeiten bringen neues Leben in die zum Teil erschlafften und zum Teil erstarrten Glieder.. Für den Rest des Vormittags versteckt sich der noch immer schlaftrunkene Kopf hinter der Morgenzeitung.. Nur hin und wieder raschelt und knistert es von hinter dem warmen Ofenecke hervor.. Dies sind die Momente, wo die Schlafmütze noch tiefer über die Ohren gezogen wird.. Zwei Stunden später ist jeder Satz der Zeitung gelesen, die Sonne steht hoch am Mittag, und was auf der ersten Seite stand, ist schon lange wieder vergessen.. Zu diesem Zeitpunkt lässt der vormalige Herr des Hauses seine ersten Worte des Tages verlauten: Guten Tag Liebling, hast du gut geschlafen, was für ein Datum haben wir denn heute, morgen ist doch schon wieder Sonntag? – Der Morgen ist vorbei, und ein schöner Teil des Tageswerkes ist vollbracht.. Gütliches Zureden meiner Frau überzeugt mich, dass es doch gut ist, im Freien noch ein wenig frische Luft schnuppern zu gehen.. „Du musst aber noch den Bademantel ausziehen!“ – Und so „stürze“ ich mich nicht ganz überzeugt in meine Bermudashorts.. Irgendwie und irgendwann erreiche ich unseren Garten.. Eine herbstliche Brise streicht um meine Nase.. Bunte Blätter fallen von den Bäumen.. Es werden bald die letzten sein.. Zärtlich flattern die Falten meiner zu weiten Hose um die vormals starken Knie.. Von der „unendlichen Mühe ermattet“ (Schiller) lasse ich mich ins erstbeste Gemüsebett fallen.. Lange geniesse ich den herbstlichen Geruch des Bohnenkrauts.. Und da hängt auch noch eine halbrote Tomate an welkem Strauch.. Sie wird nie mehr ganz rot werden.. Und doch lassen sie die letzten Sonnenstrahlen in schönstem Licht erstrahlen.. Wehmütig erinnere ich mich an manch einen Sonnenuntergang, den ich oben in unserem Chalet in Gspon erlebt habe.. Bald kriechen auch schon die ersten Schnecken von unter dem Laub hervor.. Die dreistesten unter ihnen wuchten sich schon kopfüber meine schlaffen Waden hoch.. Wie nach Fliegen schlagend versuche ich sie zu erhaschen, doch ich bin jeweils um Ewigkeiten zu spät.. „Ein süsser Trost ist mir geblieben“ (Schiller): irgendwann werden sie meinen nackten Schädel erreicht haben und sich dort zum Sonnen niederlassen.. Ich Depp! – Schnecken sonnen sich doch nicht! Das sind ja Weichtiere (Mollusken) und die hassen den Strahl der Sonne und lieben die feuchten Gegenden.. Ich bin stolz darauf, das Wort „Mollusken“ ohne es zu googeln noch gewusst zu haben, gleichzeitig erbleiche ich ob dem Gedanken, dass diese Tiere die feuchten Niederungen lieben ….. Eigentlich sollte das ein lustiger Text werden, und jetzt hat er mich beim Schreiben selber traurig gemacht.. Der Weissgrat ist aber keine Gegend, um traurig zu sein.. Ich liebe ihn noch wie früher.. Der Weg ist im Sommer zwar etwas beschwerlich, denn er führt über viele Steine.. Die dünne Schneeschicht hat das Laufen auch nicht erleichtert.. Das Wetter war leider nicht vom Besten.. Trotzdem konnte ich ein paar flotte Bilder schiessen.. Und was soll’s: Weissgrat, ich komme wieder!..

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  • Title: Gspon-Saas-Grund - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Gspon - Saas-Grund.. Gspon - Saas-Grund über die Gsponer Suone (25.. Ein klassischer Höhenweg, der in beiden Richtungen oft begangen wird.. Wer die ersten drei-vier Kilometer der Gsponer Suone folgt, muss am Anfang nicht nach "Ze Hischinu" absteigen.. Dieser Weg ist aber schmaler, so dass man nicht plaudernd nebeneinander laufen kann.. Bei "Färiga" muss erneut etwas  ...   herumkommt.. Am Orte genannt "Linde Bode" (2230) muss man sich entscheiden, ob man mehr oder weniger waagerecht nach Kreuzboden (Seilbahn) weiter gehen will, oder ob man den gemächlichen Abstieg nach Saas-Grund unter die Füsse nehmen will.. Das Ziel (Saas-Grund) liegt auf einer Höhe von 1559 m ü.. Typisches Kreuz beim Weiler "Bodme" (1806).. In Saas-Grund.. SEITENANFANG..

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  • Title: Gspon-Siwibode - Bergtouren von Brigger Eugen
    Descriptive info: Gspon - Siwibode.. Gspon-Siwibode und zurück (06.. Der Höhenweg von Gspon nach Saas-Grund gehört zu den grossen Walliser Klassikern des Bergwanderns.. Auf gutem Weg erreicht man bei Mattwald den Kuliminationspunkt (2271 m ü.. ), ohne grosse Auf- und Abstiege bewältigen zu müssen.. Die zweite Streckenhälfte führt vom Siwibode gemächlich nach Saas-Grund hinunter.. Man kann stets eine wunderschöne Aussicht auf ein paar bekannt Viertausender geniessen.. Wer gerne nach dem einmalig gelegenen Gspon zurückkehrt, kann irgendwo umkehren und genussvoll der langsam untergehenden Sonne entgegen laufen.. Gspon mit der St.. Anna Kapelle.. Ein schöner Ort - die Kapelle.. In Gspon scheint oft die Sonne, und nur selten fällt Regen.. Ein Blick nach "Obere Kleeboden" hinunter..  ...   ist aber das Schilthorn (3402).. Die Kapelle bei Findeln passiert man nach einer halben Stunde.. Ein Blick zurück zeigt immer wieder das Bietschhorn.. Auf dem Siwibode kann man zum Skigebiet von Saas-Fee hinüber blicken.. Bekannte Berge herangezoomt.. Das Stellihorn lässt sich auch immer sehen (3436).. Jetzt blicken wir weit nach NW, mit Rinderhorn, Altels und Balmhorn.. Wieder in Gspon lassen sich die ersten Gämsen blicken.. Die Berge werden dunkler.. Markt und Strassen werden stiller.. Abendstimmung am Steitalhorn (3164).. Ein wenig wie es damals war.. Die Kapelle gehört einfach zu Gspon.. Der Himmel im NW verfärbt sich langsam.. Langsam wird es Zeit zu träumen.. Nirgends bin ich so Daheim wie hier - Chalet Sunnuschy..

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