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    Archived pages: 15 . Archive date: 2014-08.

  • Title: Kunst, Gesundheit, Bildung - Hauptseite
    Descriptive info: .. K.. unst.. G.. esundheit.. B.. ildung.. KGB - Kontakt..

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  • Title: Wir über uns
    Descriptive info: unst,.. esundheit,.. KGB home.. Impressum.. Kontakt.. 1990 startete unsere Initiative als Von Wien nach Wladiwostok e.. V.. mit dem Projekt "Rollende Zukunftswerkstätten".. Wir organisierten insgesamt 3 Sonderzüge in Rußland und eine Rundreise in Westeuropa mit West- und Osteuropäischen Teilnehmern zu den Themen Nachhaltige Entwicklung, Konkrete Utopie und Demokratieentwicklung.. Siehe unten!.. Im Februar des Jahres 1999 wurde der Verein Von Wien nach Wladiwostok e.. mit Sitz im.. Künstlerdorf Langenzell.. in Kunst, Gesundheit, Bildung , kurz KGB, umbenannt.. Er verfolgt wie sein Vorgänger ausschließlich gemeinnützige Zwecke.. Der Name ist Programm.. Die Mitglieder sind selbst Ausstellungsmacher und Künstler oder kommen aus Handwerks-, Heil- und Lehrberufen.. Unsere Ausstellungen, Aufführungen, Festivals, Tagungen, Workshops und Seminare sind so vielfältig wie das breite Spektrum der Mitglieder, die im ganzen Bundesgebiet verstreut sind.. Der Verein ist gemeinnützig anerkannnt.. Es gibt keine fest angestellten Mitarbeiter und keine Zweckbetriebe.. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.. Seit 2007 gibt es einen gleichnamigen Partnerverein in Ihlienworth bei Cuxhaven.. Seit 01.. 11.. 2011 ist der Verein mit dem Vorstand nach Wiesenbach gezogen.. Dort finden auf dem Maistumpf in einer kleinen Galerie regelmäßig Ausstellungen, in der ausgewählte Künstler Ihre Positionen zeigen und in der auch schwerpunktmäßig unser Bildungs- und Vortragsprogramm stattfinden soll.. Vom 24.. 2011 - 10.. 02.. 2011 gab es dort eine Werkschau des Arte Povera und Recycling-Künstlers Puccio Pucci zu sehen.. Vom 12.. -22.. 04.. zeigten wir "Vorboten des Frühlings" von.. Katrin Peper.. Aktuell läuft noch bis zum 29.. 07.. 12 eine Ausstellung mit Kartonradierungen von.. Susanne von Bülow.. aus Münster.. Mit dem Partnerverein in Ihlienworth haben wir 2011 ein gemeinsames Projekt realisiert.. Die Ausstellung "ARTandVielfalt" zeigt Kunst und Künstler aus insgesamt 10 Nationen, die sich mit den Themen Naturschutz, Artenschutz und Biologische Vielfalt beschäftigen.. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Tatjana Gräfin Dönhoff und bis zum 30.. 10.. 2011 in der RE-ART Halle Ihlienworth zu sehen, Ausstellungsdesign.. Mitsch Thomas.. Siehe auch.. www.. art-meets.. de.. "ARTandVielfalt" ist offizielles Projekt in der.. UN-Dekade für Biodiversität.. und außerdem das einzige Kulturprojekt nördlich von Stade, dass sich offizielles Green Capital Project bei Hamburg, Umwelthauptstadt Europas nennen darf.. Die Ausstellung verstand sich außerdem als Flaggschiff der.. Aktionstage "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2011.. 22 Schulklassen von Stade bis Oldenburg nahmen an unserem Kunst- und Umweltpädagogischen Begleitprogramm teil.. Die Ausstellung ist seit 2004 die nunmehr vierte Ausstellung in der RE-ART Halle.. Damit ist es uns gelungen eine Sustainable Arts Bienale , eine Bienale nachhaltiger Kunst zu etablieren.. Das nächste und damit 5.. Projekt "RE-ART T(w)oo" ist für 2013 geplant.. Es wird, wie die Vorgängerausstellungen, wieder von Samuel J.. Fleiner kuratiert.. Für ARTandVIELFALT suchen wir weitere Veranstaltungsorte.. Immer noch in Betrieb ist außerdem die "Arte Sustenibile UNO" - Kunst und Design im Kontext von Klimawandel und Nachhaltigkeit.. Die Ausstellung stand von 2008 - 2010 unter der Schirmherrschaft von Tanja Gönner, Umweltministerin in Baden Württemberg.. 2009 übernahmen zudem die Deutsche UNESCO Kommission und Hans-Heinrich Sander, Umweltminister in Niedersachsen weitere Schirmherrschaften.. arte-sustenibile.. org.. Zwischenzeitlich ist die Ausstellung von ursprünglich 60 Künstlern, Designern und Initiativen aus 16 Ländern auf über 70 aus 17 Ländern angewachsen.. Diese Ausstellung, die den Nachhaltigkeitsbegriff konkret erlebbar macht, wurde 2009 in München als "Offizielles Projekt in der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet (siehe auch.. bne-portal.. ).. Die Ausstellung startete 2008 in Bad Urach bei Stuttgart im Artquadrom, war dann im Umweltbundesamt Dessau und Berlin zu Gast und im Jahr 2009 in der Bundeskunsthalle Bonn und der RE-ART Halle bei Cuxhaven zu sehen.. 2010 wurde die Ausstellung in "Kunst trifft Nachhaltigkeit" umbenannt und in der Menzer Villa Neckargemünd sowie bei der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 im Kunstmuseum Gelsenkirchen gezeigt.. Die Einführungsrede hielt Frau Dr.. Angelika Zahrndt, Ehrenvorsitzende des BUND und Trägerin des Deutschen Umweltpreises.. 2011 war sie vom 15.. 4.. - 30.. 09.. 11 im internationalen Schulungszentrum der SAP ausgestellt.. Während der Präsentation in Bonn war die Ausstellung außerdem offizielles Kulturprogramm der.. UNESCO Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung.. Bis 25.. lief die Ausstellung unter dem Titel "Arte Sustenibile Kunst und Rio +20" in zwei Kirchen und dem Park des  ...   und die leitende Direktorin der UN-Habitat Dr.. Anna Kajumulo Tibaijuka das Band der Ausstellung.. Dabei war fast das gesamte diplomatische Chor Nairobis anwesend.. Auch der Deutsche Botschafter in Nairobi Walter Lindner ließ sich von unserem Kurator durch die Ausstellung führen.. Alle Ausstellungen sind noch aktiv und können bei Interesse übernommen werden.. Am ehemaligen Sitz des Vereins veranstalteten wir im Jahr 2003 unter dem Titel.. "Wachgeküsst".. ein großes Festival mit Theater, Tanz, Musik und bildender Kunst.. Bespielt wurden u.. a.. der Schlosspark, der Ballsaal des Neuen Langenzeller Schlosses, das Kellergewölbe des alten Langenzeller Schlosses, der Gutshof, die alte Schlossgärtnerei und die ehemalige Sattelkammer.. Dieses Projekt ließ das gewaltige Potenzial des Künstlerdorfs sichtbar werden.. Die mit dem immensen Organisationsaufwand verbundenen Kosten verhinderten bislang ein entsprechendes Folgeprojekt.. Unter dem Titel "E-Werk auf Draht" führten wir u.. eine Drahtkunstausstellung mit Arbeiten von.. Stefanie Welk.. im alten Wasserkraftwerk Meckesheim durch, das uns unser regionaler Energieversorger SÜWAG für Ausstellungs- und Lagerzwecke kostenfrei zur Verfügung stellt.. Die Ausstellung "Aus-ge-Buch-t und Neu entbunden" des Konzeptkünstlers.. Samuel J.. Fleiner.. wurde ebenfalls im alten Wasserkraftwerk gefertigt und von unserem Verein präsentiert.. Diese Ausstellung wurde u.. auch im Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen, im Kleist-Museum Frankfurt (Oder), in der Bundeskunsthalle Bonn, im Fremdsprachenzentrum des Europarats in Graz und vielen Bibliotheken gezeigt.. Unseren Mitgliedern stellen wir umfangreichen Webspace zur Verfügung, der z.. B.. von der Internet-Autorin.. Odile Endres.. für ihre aufwändigen Projekte genutzt wird.. Im Gesundheitsbereich führen wir regelmäßig Entspannungs- und Bewegungsseminare durch.. Dafür konnten wir die Gesundheitspsychologin.. Angela Wagner.. aus Wiesloch, die Heilpraktikerin Ursula Rimbach aus Meckesheim und den Gesundheitssporttrainer.. Dirk Pinnig.. aus Heidelberg gewinnen.. Frau Wagner lehrte Entspannungsverfahren an der Uni Mannheim.. Sie entwickelt und leitet gesundheitsfördernde Programme für Betriebe und Krankenkassen.. Ursula Rimbach hat eine Ausbildung in chinesischer Medizin und Akupunktur und leitet unsere Qi Gong Seminare.. Dirk Pinnig arbeitet freiberuflich in unterschiedlichen Gesundheitsprogrammen von Krankenkassen und Unternehmen mit.. Aber auch die Bildung im engeren Sinne kommt bei Kunst, Gesundheit, Bildung nicht zu kurz.. Im Begleitprogramm der RE-ART ONe fanden über 100 Workshops mit Schulklassen statt, bei denen Künstler mit Schülern große und kleine Kunstwerke aus Abfällen herstellten.. Fast 5000 Schüler profitierten von diesem innovativen Projekt.. Spannend in diesem Zusammenhang: Selbst Problemjugendliche (sog.. "Schulverweigerer" und "schwer Erziehbare") haben über die Begegnung mit Künstlern zur kreativen Betätigung gefunden und bemerkenswerte Ergebnisse erarbeitet.. Unter der Leitung des Musikers und Tonkünstlers.. Johannes Schmidt.. veranstalteten wir die Workshops Ton und Töne.. Im Kurs werden Klangkörper aus Ton hergestellt und anschließend bespielt.. Auch die Kleinen kommen auf ihre Kosten.. Die Keramikdesignerin Dagmar Griewisch bietet beim Töpfern für Kinder die Möglichkeit der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.. Besonders beliebt sind kreative Kindergeburtstage: Termine auf Anfrage, Ort.. Kunstwerkstube Langenzell.. Unter der Überschrift.. Fernweh.. gab es eine lose Reihe von Vorträgen über ungewöhnliche Reiseprojekte.. Es gab einen Vortrag über die.. Baikal-Amur-Magistrale.. Ein 7-facher Teilnehmer des.. Ironman Hawaii.. berichtet über das Archipel und einer der Organisatoren von.. Brats meets Barbecue.. erzählte von seinen Erlebnissen während der Olympiade in Atlanta.. Für weitere Vorschläge über ungewöhnliche Reiseberichte sind wir stets offen.. Unter dem Dach des Vereins fanden die ersten zwei Mal der mittlerweile zur festen Einrichtung gewordenen.. Gaia - Tagung: Globales Bewußtsein - Lokal gelebt.. statt.. Die Aktiven, die diese Tagung organisiert haben, gründeten mittlerweile einen eigenen Verein.. Zwischen 1991 - 1994.. realisierten wir zudem 4 internationale und interdisziplinäre Rollende Zukunftswerkstätten im Rahmen des Aktionskunstprojekts.. Von Wien nach Wladiwostok - Eine Geste der Versöhnung.. Künstler, Wissenschaftler und Experten aus Ost und West reisten zwei bis drei Wochen zusammen.. Sie hielten Vorträge, besuchten Projekte, diskutierten und entwickelten Ideen.. Es gab Ausstellungen und Performances.. Dabei entstanden Joint Ventures, gemeinsame Forschungsvorhaben und langjährige Freundschaften.. Unsere Aktionsräume waren der.. Goldene Ring.. , die.. Strecke Berlin - Ulan Bator.. zwischen Novosibirsk und Wladiwostok und.. eine Route von Dänemark nach Italien.. Bei den Finanzierungen der Reisen halfen die EU, der Stiftungsverband Regenbogen, das russische Kulturministerium und viele Privatleute.. Impressum:.. Kunst, Gesundheit, Bildung e.. Vorstand Dipl.. -Ing.. Maistumpf 10.. 69257 Wiesenbach/Baden.. Tel.. : ++49-06223-970051.. Fax: ++49-06223-970052.. eMail.. Satzung des Vereins.. home..

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  • Title: Künstlerdorf Langenzell bei Heidelberg
    Descriptive info: |.. ehem.. ünstlerdorf.. L.. angenzell.. Das Dorf Langenzell besteht aus zwei Schlössern, dem Gutshof, der Schloßgärtnerei und einigen Nebengebäuden.. Das sog.. "Neue Langenzeller Schloß" gilt als Deutschlands jüngster Schloßneubau.. Der Gutshof gilt als Industriedenkmal, weil hier einmal die erste Industriebrennerei in Baden war (Herstellung von Industriealkohol).. Langenzell liegt in einem Landschaftsschutzgebiet am Rande des Kraichgaus im kleinen Odenwald, unweit von Heidelberg.. Es gehört zur Gemeinde Wiesenbach/Baden und war von 1993 - 2011 ein Künstlerdorf entwickelt, in dem insgesamt.. sieben überregional bekannte Künstler.. gearbeitet haben.. Aus familären Gründen, wegen Hochwasser und durch Kündigung wg.. des Verkaufs des Dorfes an einen Heidelberger Immobilienunternehmer wurden es immer weniger Kollegen.. Aktuell finden sich nur noch vier Künstler am Ort.. Da, wie man immer wieder hört, durch den neuen Eigentümer die kreativen Freiräume der verbliebenen Bewohner zusehends beschnitten werden und sich damit die Stimmung im Ort immer mehr verschlechtert, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch die noch verbliebenen Kollegen sich eine Alternative suchen.. Bereits wegezogen ist Concept Nouveau mit Samuel J.. Fleiner und Sophia A.. Wagner, die jetzt in Wiesenbach aktiv sind.. concept-nouveau.. Der weltbekannte Maler in altmeisterlicher Technik Wolfgang Ohlhäuser lebt und arbeitet jetzt in Weinheim, der Musiker Ivan (Johannes) Schmidt von den Amurkosaken und die Keramikkünstlerin Dagmar Platte-Griewisch (Gutshof und altes Schloß) haben ebenfalls das Dorf verlassen.. Durch den Verkauf der Liegenschaft musste auch die überregional bekannte Firma für Blindenelektronik die..  ...   der Langenzeller Geschichte zu Ende ging.. Künstler und Künstlergruppen in bislang in Langenzell aktiv waren oder noch sind.. Angela Kriegelstein.. Mitglied bei.. Michelangela.. Concept Nouveau.. ist ein freies Kunstbüro, das Ereignisse entwickelt, komponiert und organisiert.. Es wurde 1990 von Samuel J.. Fleiner und Sophia Angela Wagner ins Leben gerufen und befindet sich seit 1991 in Langenzell.. Dagmar Platte-Griewisch.. Töpfermeisterin und Keramikkünstlerin.. In der.. Kunstwerkstube Langenzell.. findet man in geschmackvoll gestalteten Ausstellungsräumen Kunst- und Gebrauchskeramik verschiedener Künstler.. Hier kann man nicht nur in einem weit gefächerten Angebot freigedrehter Keramik wählen, sondern auch Sonderanfertigungen nach eigenen Wünschen herstellen lassen.. Unter der Leitung der Töpfermeisterin Dagmar Platte-Griewisch, die seit 1995 hier ihr Atelier hat, finden regelmäßig Kurse zur Herstellung von Keramik statt.. Michael Thomas.. ist Begründer der Kunstrichtung.. Realer Relativismus.. und Mitglied bei.. Fleiner.. Dipl.. Ing.. (FH) Landschaftsplaner und Dipl.. (Uni) Städtebau: Mitglied bei.. Sophia Angela Wagner.. -Psych.. und Trainerin.. : Mitglied bei.. Künstlergruppe mit mehreren Malern, die bevorzugt Wände und Kulissen gestaltet.. Wolfgang Ohlhäuser.. malt in altmeisterlicher Technik.. Er hat mehrere Lehraufträge in Südostasien und in seiner Eigenschaft als Dozent bereits zahlreiche interessante Ausstellungen mit namhaften südostasiatischen Künstlern in die Region gebracht.. Hier geht es zu seiner.. homepage.. Bettina Bätz.. Künstlerin und Diplom Gestalterin findet man hier.. http://www.. bettina-baetz.. Rainer Kleinstück.. Schauspieler, Regisseur und Sprechtrainer firmiert unter.. Rainer Kleinstueck's KörperSpracheRedeKunst.. Volker Glatz,.. Arzt und Maler veranstaltet auch Malkurse in seinem.. Langenzeller Atelier.. home.. |..

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  • Title: Johannes Schmidt und die Amur Kosaken
    Descriptive info: Johannes Schmidt (Ivan Kusnezoff).. Nach seinem Musikstudium in Wuppertal und Köln, gründete er 1974 in Remscheid Lennep die Freie Musik und Werkkunstschule, deren Leiter er bis 1996 war.. 1975 Gründung und Leitung des Balalaika Ensembles Druschba.. 1982-85 Begleitensemble von Ivan Rebroff.. Gleichfalls langjähriges Mitglied im Ensemble Manfred Lemm.. Seit 1987 singt und spielt Johannes Schmidt bei  ...   1996 baut er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Dagmar Platte Griewisch in der gemeinsamen Töpferei im Schloss Langenzell Instrumente aus Ton.. Diese werden bei Ausstellungen, Vernissagen, und Kunsthandwerker Märkten vorgestellt.. Die Amur Kosaken:.. Begegnung mit Michail Gorbatschow.. April 1995, Ost-West-Haus, Düsseldorf.. Johannes Schmidt mit seiner Balalaika.. Kontakt:.. Telefon: 06223/47645 oder 40996.. Adresse: Kunstwerkstube Langenzell 69257 Wiesenbach.. eMail:.. kunstwerk@kgbnet..

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  • Title: Dagmar Platte-Griewisch, Kunstwerkstube Langenzell
    Descriptive info: Dagmar Platte-Griewisch.. Die Kunstwerkstube Langenzell wurde von Dagmar Platte-Griewisch 1995 gegründet.. Mit ihren tunisblauen Glasuren hat sie einen eigenen unverwechselbaren Stil geschaffen.. Neben Tassen, Krügen, Schalen und Tellern schafft sie Skulpturen und Musikinstrumente aus Ton.. In viele Ihrer Gebrauchsgestände plastiziert sie Gesichter und Körper von Teddybären: Tassen mit Identität, die gleichermaßen von Kindern, wie von Erwachsenen heiß geliebt werden.. Nebenbei gibt  ...   Gaiberg, Bammental, Wiesenbach und Ziegelhausen.. Ihre Erzeugnisse verkauft sie auf Künstler- und Handwerkermärkten und in ihrer liebevoll renovierten Kunstwerkstube Langenzell, die in einem historischen Langenzeller Gewölbe untergebracht ist.. Dagmar Platte-Griewisch ist auf vielen Handwerkermärkten in ganz Deutschland zu Hause.. Regelmäßig ist Sie auf dem Wochenmarkt in Heidelberg und auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt zu finden.. Besonders beliebt Sie kreative Kindergeburtstage in Ihrem Atelier..

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  • Title: Fernweh - ungewöhnliche Reisebeschreibungen
    Descriptive info: "Fernweh".. Unsere Reihe "Fernweh" eröffnen wir mit einem multisensualen Diavortrag über das hawaiianische Archipel.. Aus der Sicht eines Triathleten präsentiert Matthias Klummp, der 7-fache Teilnehmer des legendären.. "Ironman", die vielfältige und faszinierende Landschaft Hawaiis.. Im Mittelpunkt stehen dabei die Impressionen und Eindrücke des härtesten und bedeutendsten Triathlon der Welt, der jährlich auf Big Island, der größten der sieben Hauptinseln Hawaiis, ausgetragen wird.. Matthias Klumpp erzählt von den Strapazen, der bis an die körperlichen Grenzen gehenden "Eisen männer" sowie die Besonderheiten und unberechenbaren Launen der Insel.. Zu einem weiteren Vortrag aus unserer Reihe "Fernweh" haben wir Dirk Pinnig - einen der Organisatoren  ...   aufregende Geschichten.. Der Höhepunkt des Vortrags werden seine Erlebnisse bei den olympischen Spielen sein.. Dirk Pinnig, der die Licht- und Schattenseiten der sportlichen Veranstaltung haut nah miterlebt hat, bietet dem Publikum die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen der Olympiade zu werfen.. Die.. Baikal-Amur-Magistrale, die von der Nordspitze des Baikalsees nach Komsomolsk und über Irkutsk zur chinesischen Grenze führt, war die Reiseroute der.. Rollenden Zukunftswerkstätten.. Künstler, Architekten, Wissenschafter, Ingenieure, Journalisten und Lehrer verschiedener Nationalitäten waren auf der Suche nach einer neue Perspektive für eine gemeinsame Zukunft.. Die Organisatoren Samuel J.. Fleiner und Angela S.. Wagner werden von ihrer abenteuerlichen Reisen berichten..

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  • Title: 1. Rollende Zukunftswerkstatt auf dem Goldenen Ring
    Descriptive info: 1.. R.. ollende.. Z.. ukunftswerkstatt in.. ußland.. Teilnehmer aus sieben Nationen in einem Zug.. Am 27.. 12.. 91 fiel der Startschuß für ein ungewöhnliches internationales Projekt, das in Langenzell bei Heidelberg seinen Anfang hatte.. Die Psychologin und Philosophin Sophia A.. Wagner und der Konzeptkünstler und Landschaftsplaner Dipl.. Samuel Fleiner, beide Gründer des Vereins "Wladiwostok e.. " brachten zwischen Weihnachten und Neujahr erstmals eine rollende Zukunftswerkstatt auf den Weg in die ehemalige Sowjetunion.. Sieben Nationen, insgesamt 50 Teilnehmer, bereisten zusammen in einem Sonderzug 10 Tage lang verschiedene russische Städte.. Novgorod, St.. Petersburg, Wologda, Jaroslawl, Iwanowo, Wladimir, Susdal und Moskau gehören zum sog.. "Goldenen Ring".. Dieser Begriff steht für die architektonischen Perlen des alten Rußlands.. Trotz ihrer historischen Stadtkerne und ihrer jahrhundertealten Geschichte sind diese Städte heute von den gleichen Strukturproblemen betroffen, die das ganze Land kennt.. Die Teilnehmer, Künstler, Wissenschaftler und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft, hatten die Absicht, mit Vorträgen, Diskussionen und Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung der Länder der ehemaligen Sowjetunion zu leisten.. Aus Italien reisten unter der Leitung des Politologen Dr.. Claudio Cesari vier Referenten zu den Themen Alkoholismustherapie, Biolandwirtschaft und Gartenbau, Genossenschaftswesen sowie zu Fragen der Gestaltung einer umwelt- und sozialverträglichen Wirtschaftsordung an.. Der Kehler Professor Roland Geitmann beschäftigte sich in seinen Vorträgen ebenfalls vornehmlich mit diesem Thema.. Fragen des Bodenrechts und der Währungspolitik waren sein Anliegen.. Auf eine besonders interessierte Zuhörerschaft stießen die mitreisenden Pädagogen.. Seit dem Verbot, kommunistische Ideologie an russischen Schulen zu lehren, haben diese nun große Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Lehrpläne.. Statt der kollektiven Erziehung steht nun der Schüler selbst mit seinen individuellen Neigungen und Fähigkeiten im Vordergrund.. Die Vorträge zu den Themen Freinet-Pädagogik, Walldorf-Pädagogik und Projektstudium boten daher reichlich Anregungen zur eigenen Gestaltung des Unterrichts.. Ein wichtiges Thema in Rußland ist derzeit die Umweltsituation.. Zahlreiche Industriestandorte und die sie umgebenden Gewässer sind mit Chemikalien und Schwermetallen verseucht.. Intensive Landwirtschaft verursachte durch die Nitratbelastung des Grundwassers große Probleme.. Die russischen Städte ersticken fast ganzjährig unter einer schwer belasteten Abgasglocke.. Staub, Ruß und Schwefeldioxide führen besonders bei Kindern zu Haut- und Atemwegserkrankungen.. Mitreisende Fachleute konnten hier wichtige Fragen erörtern, wie mit diesen Problemen umgegangen werden kann.. Dabei ging es nicht nur um rechtliche Fragen, wie z.. der Umweltgesetzgebung und dem Verursacherprinzip, sondern auch um ganz praktische wie beispielsweise der Energieversorgung.. Kaum ein Gebäude in Rußland besitzt regelbare Heizungen oder Wärmemengenzähler.. Das bestehende Fernwärmenetz ist marode und weist besonders bei der Wärmedämmung zahlreiche Mängel auf.. Auch die Bauten jüngeren Datums sind nur sehr schlecht wärmegedämmt.. Der Nürtinger Ingenieur Norbert Eisenberger konnte zu diesen Fragen wichtiges Praxiswissen beisteuern.. Als Fachmann für Solar- und Wärmetechnik fand er in den von russischer Seite mitreisenden Architekten und Energieingenieuren kompetente und interessierte Gesprächspartner.. Mit großem Interesse wurden auch die Vorträge der Mitarbeiter der Lörracher Firma Bohmin Solar gehört.. Michael Mitzel  ...   Lage autoritäre Fixierungen in Menschen aufzulösen.. Gearbeitet werden kann in Gruppen von bis zu fünfzig Menschen.. Die Rolle der Frau in der Russischen Gesellschaft, Jugendstrafrecht und Jugendarbeit, der Umgang mit historischer Bausubstanz, Wohnungsbau in Selbsthilfe, Biologischer Obstbau mit Sortenwahl und Nützlingsbegünstigung, Betriebs- und Praxisorganisation, das Wettbewerbswesen im Bereich der Planung und die kommunikativen Möglichkeiten von Computernetzwerken waren weitere wichtige Themen, die in Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden besprochen wurden.. Große Versorgungsmängel gibt es in Russland auch bei Medikamenten.. Manche Kliniken, die früher zentral versorgt wurden, bekommen nun gar nichts mehr oder werden nur gegen Devisen beliefert.. Ärzte aus Speyer, Ludwigshafen, Karlsruhe, Ettlingen und Hockenheim halfen hier mit einer großzügigen Medikamentenspende im Wert von ca.. 50.. 000 DM.. Diese Medikamente wurden als humanitäre Hilfe Polykliniken in Iwanowo und Moskau übergeben.. Als besonders wichtig bezeichneten es die Veranstalter, daß diese Präparate nicht auf dem Schwarzmarkt gelangen können.. Einzige Gewähr bieten hier nur bereits bestehende persönliche Vertrauensverhältnisse zum dortigen leitenden Personal.. Mit bei der Reise dabei waren auch zahlreiche Künstler.. Die Folkgruppe "Seidelbast" aus Hannover,.. Babsi Pfeifer, Referentin für biologischen Obstbau und eine sehr begabte Hornspielerin aus Heilbronn,.. der Mannheimer Theatermacher und Pianist Karl Kraus,.. die Hannoveraner Kabarettistin "Lila Luder",.. und zwei russische Liedermacher traten mehrfach in den besuchten Städten aber auch im Konferenzwagen und im Barwagen des Zuges auf.. Selbst die mitreisende Moskauer Psychiaterin und die Übersetzerin für Russisch und Italienisch entpuppten sich während der Fahrt als echte Gesangstalente.. Am Neujahrsabend gestalteten Sophia Wagner und Samuel Fleiner in einer Halle bei Wologda ein großes Deckenobjekt mit Tüchern.. Titel der Installation: "Wenn die roten Fahnen gehn.. " Musik und Kabarett boten zusammen mit dem sehr reichhaltigen Kulturprogramm in den Haltestädten nicht nur einen Ausgleich zu den Fachgesprächen und politischen Diskussionen, sondern waren echte Eisbrecher.. Zusammen mit den Inhalten der Veranstaltungen, den intensiven Kontakten und Freundschaften, die während dieser Fahrt entstanden sind, wurde die Reise zum Gesamtkunstwerk.. Einen etwas schalen Beigeschmack hinterließ bei den westlichen Teilnehmern die Bewirtschaftung der Bar im Sonderzug.. Hier bildete sich die soziale Situation Europas im kleinen ab: Der, übrigens russische, Barkeeper weigerte sich hartnäckig den russischen Teilnehmern der Fahrt Getränke gegen Rubel auszuschenken.. Er begründete dies mit der Tatsache, daß er selbst einheimische Getränke nur gegen Devisen einkaufen könne und sie deshalb nicht gegen Rubel abgeben wolle.. Als einziger Ausweg aus dieser Zweiklassengesellschaft blieb den westlichen Teilnehmern nur, die russischen Mitreisenden entsprechend großzügig einzuladen oder die Bar zu meiden.. Für die sehr gastfreundlichen Russen sicherlich eine Kränkung, die sie mit der Bemerkung wegsteckten, daß die Begegnungen, Kontakte und Bildungschancen dieser Reise, das mehr als wettmachen würden.. Auch für sie habe sich diese Reise im höchsten Maße gelohnt.. Wer die Arbeit des gemeinnützigen "Wladiwostok e.. " durch seine Spende unterstützen möchte, kann dies über das Konto Nr.. 36609 bei der Bezirkssparkasse Heidelberg BLZ 672 500 20 tun..

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  • Title: kulturkarawane
    Descriptive info: 2.. Rollenden Zukunftswerkstatt 1992.. Kulturkarawane e.. Ein Sonderzug von Berlin durch Osteuropa und Asien in die Mongolei, der Kulturschaffenden und jungen Menschen aus Ost und West zur Verfügung steht: Das ist die Kulturkarawane.. Wir verstehen sie als Antwort auf den Umbruch in unseren östlichen Nachbarstaaten.. Kann der dortigen Situation durch unser Interesse, unsere Verantwortungsbereitschaft und durch unsere Kultur begegnet werden?.. Partner und Veranstalter dieser Karawane war der eigens für dieses Projekt gegründete gemeinnützige Berliner "Kulturkarwanen e.. " Im Sommer 1992 nahmen 340 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 52 Ländern an diesem Projekt teil.. Die Reise fand diesmal auf der Achse Berlin - Ulan Bator statt.. Der Ziel war, daß jeder Mitreisende aus dem individuellen Lebens-, Arbeits und Studienbereich heraus seine Interessen mit der Karawane und ihren Aktivitäten verbindet.. Dies geschieht durch eine persönlichen Beschäftigung mit den verschiedenen Kulturen,  ...   eine Stärkung des eigenen Selbstbewußtseins mit einer Anerkennung des Fremden vereinbar.. "Auf der Kulturkarawane lernten sich viele Menschen kennen, die in der Folge eine Reihe ökologischer, sozialer und kultureller Projekte realisierten", so.. Falk Zientz.. , einer der Initiatoren des Projekts.. Das Projekt hatte großen Symbolwert, blieb aber wegen seiner Größe zu schwerfällig und unbeweglich.. Wertvolle Zeit, die.. man für Gespräche, Vorträge, Aufführungen, Ausstellungen etc.. hätte besser und intensiver nutzen können, ging durch Probleme.. in Logistik, Versorgung und Beherbergung der großen Gruppe verloren.. Die Veranstaltungspartner in Rußland und der.. Mongolei waren den Problemen, die sich aus der großen Zahl der Reisenden ergaben, außerdem nicht immer gewachsen.. Ein.. Stromausfall in Ulan Bator führte zudem zu einem vollen Tag Verspätung beim Rückflug über Moskau nach Berlin.. Daraus.. haben wir viel gelernt.. Zukünftige eigene Projekte sollten auf jeden Fall kleiner ausfallen..

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  • Title: 3. Rollende Zukunftswerkstatt von Novosibirsk nach Wladiwostok
    Descriptive info: ericht 3.. ollenden.. ukunftswerkstatt 1993.. Auch 1993 organisierte der Verein Wladiwostok e.. wieder eigenständig eine "Rollende Zukunftswerkstatt".. Diesmal fand das Projekt in kleinerem Rahmen auf der Baikal-Amur-Magistrale zwischen Novosibirsk und Wladiwostok statt.. Die Anreise war wegen Treibstoffmangel im Inlandsverkehr der Aeroflot nervenaufreibend und beschwerlich.. Der Ablauf ab Novosibirsk klappte dagegen recht gut.. Die Geschichte dieser Bahnlinie ist eng mit stalinistischen Straflagern, mit Deportation, Vertreibung und Kriegsgefangenschaft verknüpft.. Sie wurde aus strategischen Gründen erbaut, da Teile der Transsibirischen Eisenbahn über ehemals chinesisches Territorium führen.. Der Grenzverlauf mit China ist bis dato vertraglich noch nicht fixiert.. Die Baikal-Amur-Magistrale wurde als mögliche Ausweichroute nach Fernost gebaut.. Sie galt als militärisches Sperrgebiet und durfte bis 1993 nicht von Ausländern befahren werden.. Die 3.. Rollende Zukunftswerkstatt war die erste Reisegruppe mit westlichen Teinehmern, die diese Route befahren durfte.. Die Teilnehmergruppe bestand aus Deutschen, Schweizern und Russen.. Unser Anliegen praktischer Versöhnungsarbeit konnte hier besonders gut betrieben werden.. Ein deutscher Teilnehmer unserer Reise, der selbst Kriegsteilnehmer war, konnte zum erstenmal in seinem Leben über seine Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit russischen Zwangsarbeitern und mit der Auflösung des Konzentrationslagers Oranienburg sprechen.. Ebenfalls zum  ...   gegenseitigen Mißtrauens durch jahrzehntelang von östlicher wie von westlicher Seite genährte Feindbilder.. Interessant waren aber auch die Vorträge und Exkursionen zu Zukunftsfragen.. In Novosibirsk war der Veranstaltungspartner die Hochschulinitiative Ecodom, die seit einigen Jahren Forschungen im Bereich passive Solarenergienutzung und ökologischer Hausbau betreibt.. Am Baikalsee ging es um Tourismusentwicklung, um Probleme der medizinischen Versorgung und um Fragen der Ökologie.. Im weiteren Verlauf der Reise, speziell in Tynda behandelten wir Fragen von Demokratieentwicklung und der Umgestaltung des militärisch-industriellen Komplexes.. In Juktalie ging es um das Problem ethnischer Minderheiten, speziell um die Rolle der Evenken in einem demokratischen Rußland.. In Wladiwostok selbst waren unsere Veranstaltungspartner Rußlanddeutsche, die sich angenehm von den Verbandsfunktionären (z.. der "Wiedergeburt") in Moskau unterschieden.. Hier konnte man zum ersten Mal eindrucksvoll erleben, daß Rußlanddeutsche eine kulturelle Brückenfunktion einnehmen können.. Auch in Wladiwostok wurden unsere Themen wie Selbsthilfe, Know How Transfer, Tourismusentwicklung, Selbsthilfe im Wohnungsbau etc.. mit großem Interesse aufgenommen.. Allerdings war die Zeit für vertiefende Gespräche, so die Meinung vieler Teilnehmer, viel zu kurz, wenngleich man auch nach der langen und beschwerlichen Reise froh war, bald wieder nach Hause zu kommen.. Die Reise im Überblick..

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  • Title: Bericht 4. Rollende Zukunftswerkstatt
    Descriptive info: Abschlußbericht.. Sozio-kinetische Plastik.. EXPEDITION ZUKUNFT.. 4.. Rollende Zukunftswerkstatt.. Travelling Workshop of the Future.. Ein Projekt von.. - Fleiner Wagner.. Kulturkonzepte, Klangdesign, Konzeptkunst.. und dem.. Wladiwostok e.. Beim Amtsgericht Heidelberg gemeinnützig anerkannter und eingetragener Verein.. Postal adress:.. Schlossgaertnerei Langenzell.. D-69257 Wiesenbach/Baden.. ph.. **49 (0) 62 23/970051.. fax.. **49 (0) 62 23/970052.. e-mail :.. fleiner@kgbnet.. zur homepage von.. Address tags are inserted.. Gefördert aus dem.. THERMIE-PROGRAMM.. der Europäischen Gemeinschaft.. Inserts an HR tag and a horizontal rule across the width of the page.. Im Gedenken an.. Ernst Bloch.. Robert Jungk.. Joseph Beuys.. Concept Nouveau hat es sich zur Aufgabe gemacht an der von Joseph Beuys begonnenen sozialen Plastik weiterzuarbeiten.. Jeder Mensch ist ein Künstler: Das heisst, jeder Mensch trägt die Fähigkeit und den Auftrag in sich, diese Welt im Geiste eines libertären Humanismus würdig zu gestalten.. Die Rollenden Zukunftswerkstätten besuchen und vernetzen Menschen, die persönliche oder gesellschaftliche Utopien in ihren konkreten Lebensentwürfen realisieren.. Übersicht:.. Einleitung: "Rollenden Zukunftswerkstätten" seit 1990.. Die "Europäische Vierte":.. Tag, 9.. 9.. 94:.. Marktktredwitz-Kiel-Glücksburg, Begegnungen zwischen Ost und West.. THERMIE-relevante Themen: Ökosiedlung mit Energieoptimierten Wohn- und Arbeitsgebäuden und Block-Heiz-Kraftwerk.. Tag, 10.. 94:.. "artefact e.. ", Glücksburg.. Kolding Hoischoole.. THERMIE-relevante Themen: Stirlingantrieb, low-energy Architektur besonders bei Baumaterialien (Lehm Recyclingbaustoffe), Solarunterstützte Klärtechnik, Biogas, Energielehrpfad.. Internationale Bildungseinrichtungen.. 3.. Tag, 11.. Hjulby Hegu in Spoerring/Trige bei Aarhus, Hjortshoi Samfund und Snedstedt Gaia Foundation.. THERMIE-relevante Themen: Solararchitektur im sozialen Wohnungsbau, Energiemanagement im Gebäude, engergiesparende Baukonzepte.. Tag, 12.. Nordvestjysk Folkecenter for vedvarende Energi, Tvindseminarium.. THERMIE-relevante Themen: Windenergie, Solarenergie, EG gefördertes EnergiePlus Haus, Wärmepumpen, Entwicklung regionaler Energiequellen, europäische Forschungseinrichtung.. 5.. Tag, 13.. Windpark "Friedrich-Wilhelm-Lübcke Koog" und Stadtwerke Husum.. ,.. THERMIE-relevante Themen: Bürgerbeteiligung im Planungsverfahren bei Windanlagen, Produktionschancen im Werftbau durch alternative Energien.. EG-geförderter Windpark.. 6.. Tag.. ,.. 14.. 94.. : Permakultur, integrierte Konzepte für Stadt und Land.. THERMIE-relevante Themen: Energiesparende Landwirtschaftskonzepte und Sied- lungsstrukturen.. 7.. Tag, 15.. Umweltstation am Deister.. THERMIE-relevante Themen: Niedrigenergie Gästehaus, Selbstversorgungslandwirt- schaft.. 8.. -10.. Tag, 16.. -18.. Lehmbau, Leichtbau, Fahrzeugbau und M.. U.. T.. , Gesamthochschule Kassel.. THERMIE-relevante Themen: Umweltsystemanalyse, Computersimulation und Modellbildung in Bezug auf Energieszenarien, Fahrzeugleichtbau und Solarfahrzeugbau, Energieumwandlungsprozesse und Stadtklima, Energieoptimiertes Bauen, Brennwerttechologie.. 11.. 12.. Tag, 19.. -20.. Berlin, Heizkraftwerk Reutter und die "Thermie"- Ausstellung, Ökoprojekt Ufa-Fabrik,.. THERMIE-relevante Themen: Eröffnung der Thermie-Ausstellung im Martin Gropius Bau, modernes innerstädtisches Heizkraftwerk der BEWAG mit Modellcharakter, Schadstoffemissionsminderung bei Energienutzung und -erzeugung.. 13.. 21.. : Technologie- und Ökologiebetriebe Ebertsheim/Pfalz, Bildungswerk Rheinlandpfälzischer Initiativen (Forum BRI), Buntstift-Stiftung, Chor für neue Musik, Grünstadt.. THERMIE-relevante Themen: Gasgefeuertes Blockheizkraftwerk, Umnutzung von Industriebrachen, biologischer Landbau und regionale Direktvermarktung, europäische Bildungsarbeit beim Forum BRI.. Tag, 22.. Stuttgart, Solar e.. Thermierelevante Themen: Solar- und Elektrofahrzeugbau unter unterschiedlichen Aspekten, Solarluftschiff, Wasserstofftechnologie, Spiegeltechnologie, Stirlingantrieb,.. 15.. Tag, 23.. Sonnenarchitektur, Vernetzung und Marktwirtschaft, Tübingen LogId und Stadtsanierungsamt:.. THERMIE-relevante Themen: Energieoptimierung bei Gebäuden, passive Solarenergie, Solarenergie und Altbausubstanz.. 16.. 24.. : Karlsruhe, Fachinformationszentrum (FIZ) und Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM).. THERMIE-relevante Themen: Nutzung von Datenbanken im Energiebereich, Vorstellung von einem THERMIE-Opet, Einsatzmöglichkeiten von virtuell reality.. 17.. Tag, 25.. "Haus Sonne" in Aitern-Multen, HTC-Solar in Lörrach, Vitra Design Zentrum in Weil am Rhein.. THERMIE-relevante Themen: Solar- und Tageslichttechnologie, energieoptimiertes Tagungungshaus, Energiesparstrategien in der Möbelindustrie.. 18.. Tag, 26.. Fahrt nach Pesina di Caprino am Gardasee:.. THERMIE-relevante Themen: Brauchwasserheizung mit Flachkollektoren, deutsch- italienische Bildungs- und Kulturinitiative.. 19.. Tag, 27.. Bologna und sein Verkehrskonzept.. THERMIE-relevantes Thema: Schadstoffminimierung bei Verkehr.. 20.. -21.. Tag, 28.. -29.. Biolandbau und Selbstverwaltung in der Toskana, Geothermales Kraftwerk in Larderello.. THERMIE-relevante Themen: Nutzung von geothermaler Energie.. Sonstiges.. Fazit.. Inhaltsangabe.. Dokumentanfang.. Dokumentende.. Die "Rollenden Zukunftswerkstätten" sind "Think Tanks" auf Rädern, sind gute Ideen unterwegs, sind ein interdisziplinäres und internationales Forum in Bewegung.. Das Ziel: Einen sinnvollen Beitrag zu leisten zur Überwindung der globalen Krise, gute Ideen und Initiativen sichtbar zu machen, Wege zum eigenen Handeln zu finden, Menschen zu treffen und kennenzulernen, die schon ein Stück weit unterwegs sind, ihre persönlichen Utopien zu verwirklichen.. Mit Fachleuten, Journalisten und Künstlern besuchten wir bislang innovative Projekte von Berlin bis Wladiwostok, hatten Workshops und Streitgespräche von Nordwestrußland bis Ulan Bator, bewegten Ideen und Konzepte und brachten fach- und länderübergreifend Menschen mit guten Ideen, Wünschen und Konzepten zueinander.. Die ersten drei Aktionen fanden als Resultat von Glastnost und Perestroika in Rußland und der Mongolei statt:.. Die "1.. Rollenden Zukunftswerkstatt zwischen den Jahren" besuchte vom 27.. 91 bis 07.. 1.. 93 mit 50 Teilnehmern aus sieben Ländern sieben Städte in Nordrußland.. An Bord des Sonderzuges waren Künstler, Journalisten, Wissenschaftler, Ingenieure, Verwaltungsexperten, Sozialarbeiter, Verkehrsspezialisten, ein feministisches Kabarett, eine Hannoveraner Folkband, Ärzte, Psychologen, Sonnenenergiespezialisten, Architekten, Planer, Pädagogen, Landwirte und Computerfachleute.. Die "2.. Rollende Zukunftswerkstatt" bewegte sich im Juli/August 1992 mit der "Kulturkarawane" von Berlin nach Ulan Bator.. An Bord dieses Sonderzuges: 340 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 52 Ländern in ähnlicher Zusammensetzung.. Die "3.. Rollende Zukunftswerkstatt" blieb aus organisatorischen und technischen Gründen mit 40 Teilnehmern klein und handlich.. Sie führte uns im August 1993 als erste ausländische Reisegruppe von Novosibirsk über die "Baikal-Amur-Magistrale" nach Wladiwostok.. Die "4.. Rollende Zukunftswerkstatt" fand, dank der Förderung durch das THERMIE- Programm der Europäischen Gemeinschaft, vom 9.. 94 erstmalig in Westeuropa statt.. Das THERMIE-Programm fördert, kurz gesagt, Techniken im Bereich Energie, die einerseits helfen fossile Brennstoffe zu reduzieren und die anderseits eine Nutzung regenerativer Energien ermöglichen.. Um Inspiration, Erfindergeist und zukunftsweisendes Engagement ging es auch bei der von THERMIE geförderten "4.. Rollenden Zukunftswerkstatt".. Zusammen mit ost- und westeuropäischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Künstler, Journalisten, Ingenieure, Abgeordneten, Ministerialbeamten und anderen Multiplikatoren) unternahmen wir eine Reise in die Zukunft Europas.. THERMIE förderte die osteuropäischen Teilnehmer dieser Reise mit Zuschüssen zu den Reisekosten, Tagegeldern und Übernahme des Teilnehmerbeitrages.. Insgesamt waren Teilnehmer aus 10 Nationen in unser Reisegruppe.. Der Grund für das Engagement von THERMIE war der Schwerpunkt dieser "tour de futur".. Er lag dieses Jahr bei der.. Energie.. , dem Schlüssel zu Fortschritt, Mobilität und Produktivität.. Energiegewinnungs- und Energieumwandlungsprozesse sind maßgeblich beteiligt an der momentan ablaufenden globalen und regionalen Kathastrophe, von der Waldsterben und Klimaveränderungen nur die Spitze des Eisberges sind.. Ob Uranbergbau, Stein- und Braunkohletagebau oder Erdölverarbeitung: Überall entstehen z.. irreparable Altlasten und Grundwasserverschmutzungen.. Gleichzeitig stellt dieser Themenkomplex, da er gedanklich und konzeptuell noch eingrenzbar ist, einen sehr guten Einstieg in das weite Feld der notwendigen Veränderungen und des Umdenkens dar.. Wir besuchten deshalb mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Fahrt Projekte, Unternehmen und Menschen, bei denen die Weichen anders gestellt sind.. Es ging aber nicht nur um Energieumwandlungs- und Energiegewinnungsprozesse, sondern auch um Konzepte der Sparsamkeit und der Einsatzoptimierung von Energie.. Darüber hinaus waren auch Themen wie Demokratieentwicklung, Erwachsenenbildung, Umnutzung von Industrie- und Militärbrachen, extensive Landwirtschaft, Stadtklimaforschung, Verkehrsplanung, Selbsthilfe im Wohnungsbau, Kunst, Medien und Kommunikation, Themen dieser Reise.. Während wir uns im Norden Europas schwerpunktmäßig mit Windenergie beschäftigten, war der Süden stärker von Solartechnologien geprägt.. Ein Höhepunkt der Reise war sicher der Besuch der THERMIE-Ausstellung im Berliner Gro- piusbau, die in der Mitte der Reise angesiedelt war.. Die einzelnen besuchten Projekte sind mit ihren Referenten im folgenden dargestellt.. Martktredwitz-Kiel-Glücksburg, Begegnungen zwischen Ost und West, Ökologisches Siedlungszentrum, Hassee Kiel.. THERMIE-relevante Programmpunkte: Gasblockheizkraftwerk, Solararchitektur, Energiesparende dezentrale Abwasserbehandlung, Referenten von Nordsolar und Energiestiftung Schleswig-Holstein.. Ars Baltika: Länderübergreifendes Kulturprojekt im Ostseeraum.. Der Tag beginnt für uns früh.. Bereits um 4.. 20 Uhr treffen die ersten Teilnehmer in Marktredwitz an der bayrisch-tschechischen Grenze ein.. Ein lettischer und zwei russische Teilnehmer fehlen zunächst, sonst haben es alle geschafft.. Da nur ein geringer Reise- kostenzuschuß gewährt werden konnte, mußte die Anreise möglichst kostengünstig gestaltet werden.. Einige der Teilnehmer aus dem Baltikum, alle Teilnehmer aus Rußland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn reisten deshalb mit dem Nachtzug aus Prag an den Grenzbahnhof an, wo wir mit unserem Reisebus auf sie warten.. In Kiel treffen wir uns mit den westlichen Teilnehmern und mit weiteren Teilnehmern aus dem Baltikum, die mit der Fähre gekommen waren.. Unser Gastgeber sind zu gleichen Teilen das Umweltamt und das Kulturamt der Stadt Kiel.. Die "Rollende Zukunftswerkstatt" wird damit zum Kathalysator einer ersten Zusammenarbeit dieser beider Ämter.. Zunächst treffen wir uns in der Stadtgalerie, die an das Kulturamt angegliedert ist.. Als wir vollzählig sind, fahren wir gegen 18.. 00 Uhr in das "Ökologische Siedlungszentrum Hassee".. Hier entstand in achtjähriger Arbeit des "Vereins für ökologisches Bauen und Leben" eine Siedlung für 37 Erwachsene und 44 Kinder in der Arbeiten und Wohnen eng miteinander verknüpft sind.. Neben einem gasbetriebenen Block-Heizkraftwerk sind hier Solararchitektur, Grasdächer, ein eigener Kindergarten, der auch von Kindern aus der Nachbarschaft genutzt wird, Carsharing und eine, derzeit noch im Bau befindliche, Schilf-Binsen-Kläranlage zu sehen.. Komposttoiletten, Regenwassernutzung und ein unter baubiologischen Gesichtspunkten entstandenes Gemeinschaftshaus runden das Bild ab.. Die Siedlung paßt sich, trotz nachbarschaftlicher Gewerbeflächen, gut in das Stadtgebiet ein.. Es bildet mit seinen Graßdächern und Fassadenbegrünungen gewissermaßen eine humanökologische Pufferzone zwischen dem Gewerbegebiet und einem Feuchtgebiet.. Einmal wöchentlich findet sogar ein kleiner Lebensmittelmarkt statt.. Die Stadt Kiel gewährt uns hier im Gemeinschaftshaus einen offiziellen Empfang.. Rollende Zukunftwerkstatt" wird von Herrn Stadtrat Erich Schirmer und von dem Initiator der "Rollenden Zukunftswerkstätten" Dipl.. Fleiner eröffnet.. Als Referentinnen und Referenten sind geladen: Heidger Brand, BUND, Gerald Körfer, Nordsolar e.. , Dr.. Krahwinkel, Energiestiftung Schleswig-Holstein, Wolfgang Wettengel, Umweltagentur e.. Friedemann Prose, Referent für Autosubstitution und energiesparende Beleuchtungstechniken, Monika Römer-Jacobs, Kulturbüro Nord (Initiatorin des "längsten abfallarmen Picknicktisches der Welt"), Dr.. Andreas von Randow, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur der Landesregierung und dort Mitarbeiter in "Ars Baltika", einer länderübergreifenden Kulturinitiative im Ostseeraum.. Für den Moorwiesenhaus e.. übernahmen die Führungen durch das ökologische Siedlungszentrum Hassee die Architekten Falk Münchbach, Heidrun Buhse und Barbara Roesner-Wersig.. Die Stadt Kiel servierte ein vorzügliches, vollständig aus landestypischen Bioprodukten bestehendes Vollwertbuffet nebst Sekt und Selters.. Gegen 22.. 00 Uhr ist Abfahrt nach Glücksburg.. Gegen 24.. 00 Uhr fallen wir alle nach einem langen und sehr intensiven Tag müde in die Betten von Artefakt e.. THERMIE-relevante Themen: Stirlingantrieb, low-energy architektur besonders bei Baumaterialien (Lehm Recyclingbaustoffe), Solarunterstützte Klärtechnik, Biogas, Energielehrpfad.. Nach der Übernachtung in dem Ostseebad Glücksburg besichtigen wir das Gelände von "artefact e.. " Das Glücksburger Zentrum ist mit seiner breiten Palette von Beispielen für erneuerbare Energien und ökologischem Bauen bislang einzigartig in Deutschland.. Sehen kann man hier eine breite Palette von Gebäuden aus Lehm und Recyclingmaterialien, einen Energielehr- und Demonstrationspark und nicht zuletzt die "Arte Farm" bei der Forstwirtschaft, Aqua- und Permakulturen in einem Gesamtrahmen integriert sind.. Ein Teil der Gruppe hatte das Glück, bereits in den neu fertiggestellten nubischen Lehmgewölben des "artefact e.. " übernachten zu können.. Hinter dem Namen "artefact" verbirgt sich ein "Zentrum für Angepaßte Technologie und internationale Zusammenarbeit", das eng mit der Universität Flensburg und zahlreichen anderen Nicht- Regierungsorganisationen (NGO) im In- und Ausland zusammenarbeitet.. Unser Referent Werner Kiwitt erklärt bei einer zweistündigen Geländeführung das Planungs- und Ausbildungskonzept von "artefact".. Hier werden Fachleute, die im Rahmen von Entwicklungshilfevorhaben von der Uni Flensburg eingeladen sind, in Technikfolgenabschätzung ausgebildet.. Jeweils mehrere Nationen nehmen an einem Kurs gemeinsam teil.. Dabei lernen die Studenten voneinander traditionelle Kulturtechniken anderer Länder, die sich in einem ähnlichen Entwicklungsstadium wie ihr eigenes befinden.. Ein Schwerpunkt ist in diesem Zusammenhang Bewässerungstechnik, Energiewirtschaft und vorallem holzarmes Bauen mit freitragenden Lehmkonstruktionen.. Gleichzeitig leistet der "artefact e.. " Pionierarbeit bei baulichen Genehmigungsverfahren von selbstragenden Lehmbauten und bei der Verwendung von Baumaterialien aus Recyclingstoffen wie z.. Blähglas aus Altglas, welche wiederum ähnlichen Bau- vorhaben zu gute kommt.. Ein weiterer und verschollen geblaubter Teilnehmer, ein Wirtschaftsjournalist aus Moskau, stößt hier zu uns.. Er war einen Tag zu spät in Prag angekommen und hatte deshalb unseren Bus verpaßt.. Er kann aber nicht mit nach Dänemark einreisen, da ihm das Visum fehlt.. So bleibt er über das Wochenende bei Artefakt und stößt erst wieder in Husum zur Gruppe.. Der Aufenthalt tut ihm gut: Er lernt den Bau von Komposttoiletten und kehrt ausgeruht und fröhlich zur Gruppe zurück.. Für das wunderschöne Wasserschloß von Glücksburg haben wir leider keine Zeit, denn schon nach dem Mittagessen geht es weiter nach Dänemark.. Wir werfen nur einen kurzen Blick von außen auf die historische Anlage.. Die nächste Station, in Jütland, ist Kolding.. Dort gibt es eine interessante Stätte der Erwachsenenbildung mit einem land- wirtschaftlichen Versuchsprojekt.. Jesper Saxgreen von der "Kolding Hoischool" führt uns ein in seine integrierten und energiesparenden Nutzpflanzen-, Klär- und Aquakultursysteme.. Darüber hinaus lernen wir auch die Schule selbst kennen.. Sie entspricht in etwa den bundesdeutschen Heimvolkshochschulen und hat sich auf die Ausbildung junger Erwachsener spezialisiert.. Der Unterschied hier ist, daß die Schule von ihren Schülern selbst erbaut worden ist.. Bei Baukursen auf dem Schulgelände entstand Bau um Bau in Selbsthilfe und Eigenarbeit.. Die Schule hat sich aber zwischenzeitlich auf die Schwerpunktthemen Umwelterziehung und Kunst festgelegt.. Junge Erwachsene lernen hier praktische Ökologie und werden in verschiedenen künstlerischen Disziplinen ausgebildet.. Lehmbau rangiert hier gleichberechtigt neben Computeranimation und Videoausbildung.. Gegegessen wird überwiegend das, was die Schule in Ihren eigenen Gärten und Ställen produziert.. Darüber hinaus finden Qualifizierungskurse für Arbeitslose statt.. Wir übernachten in zwei großzügig dimensionierten Internatsgebäuden.. Die Schule hat ein Regenwassersam- melsystem, eine eigene kleine Schweine- und Geflügelzucht und eine Biogasanlage, die aber wegen der zu geringen Fäkalienmenge derzeit nicht in Betrieb ist.. Dies hat aber den Vorteil, daß man die Anlage dadurch um so besser in ihrem Aufbau sehen kann.. Das "Abendprogramm" findet mit Schülern und Lehrkräften der Schule in der Schulbar statt.. Unser türkischer Busfahrer entpuppt sich als ehemaliger Tanzlehrer aus Istanbul und macht den Eintänzer.. Der Abend wird aber nicht allzu lange: Fahrt, Vorträge und die letzten Tage waren doch recht anstrengend und schließlich besiegt die Müdigkeit auch die hartnäckigsten Tänzer.. Die einzige, die an diesem Abend noch arbeiten muß, ist Frau Simane.. Sie ist Beraterin des Ministers für Staatsreform in Riga.. Am Tag vorher hat sie telefonisch erfahren, daß eine eventuelle Kabinettsumbildung stattfinden wird.. Sie schreibt deshalb noch im Bus die Antrittsrede für den zukünftigen Ministerpräsidenten, die in der gleichen Nacht noch per Fax nach Riga gekabelt wird.. Hjulby Hegu in Spoerring/Trige bei Aarhus, Hjorthoi Samfund und Snedstedt Gaia Foundation.. THERMIE-relevante Themen: Solararchitektur im sozialen Wohnungsbau, Enenergiemanagement im Gebäude, engergiesparende Baukonzepte, gemischt nationales Siedlungsprojekt.. Nach weiteren Vorträgen und Rundgängen und dem Mittagessen in Kolding reisen wir weiter nach Aarhus.. Auch hier mußte das Wasserschloß in Kolding, die Altstadt und die sehr sehenswerte Kunsthalle aus Zeitgründen außen vor bleiben.. In zwei Vororten von Aarhus findet man interessante Projekte im sozialen Wohnungsbau.. Die Initiative "Hjulby Gruppen" regte den Bau einer Wohnanlage an, die sich deutlich von herkömmlichen Vorhaben dieser Art unterscheidet.. Zwar sind die einzelnen Wohnheiten recht klein und kompakt geraten, vor der Anlage befindet sich aber ein teilverglaster, etwa fünf Meter breiter Erschließungsgang die sog.. "Piazza".. Die Kraft der Sonne genügt an den meisten Tagen des Jahres, um hier ein mediterranes Klima zu schaffen.. Ein Großteil des sozialen Lebens spielt sich hier ab.. Die Bewohner sitzen gerne lesend oder arbeitend vor ihrer Haustür, spielen Tischtennis oder treffen sich auf ein nachbarschaftliches Gespräch.. Es wachsen hier selbst in der rauen Küstenregion noch Palmen und andere subtropische Gewächse.. Gleichzeitig bietet ein kleiner Hügel in der Hauptwindrichtung der Anlage Windschutz.. Heizung, Klima und Wartung der Anlage liegen in erfahrenen Händen und auch sonst läuft einiges anders in diesem ungewöhnlichen "Wohnblock".. Wäschewaschen und - trocknen findet in einer Gemeinschaftsanlage statt, deren Benutzung per Magnetkarte direkt vom Mietkonto abgezogen wird.. Man kann sagen, die Hjulby Gruppe hat eine für Skandinavien neue Form des Wohnungsbaus initiert.. Unsere Referenten sind hier die Bewohner selbst: Die Begrüßungsansprache halten Bent Windelov und Susanne Engberg, bei Kaffee und selbstgebacken Kuchen werden alle Fragen bereitwillig beantwortet.. Anschließend fährt die Gruppe noch zu einem Rundgang mit Vortrag beim Hjorthoi Samfund in den Nachbarort.. Unter Federführung von Andelsam Fundet in Aarhus entstand hier eine Lehmbausiedlung in Selbsthilfe.. Alle zukünftigen Bewohner der Siedlung errichten Haus für Haus in gemeinsamer Arbeit bis zur Fertigstellung des Rohbaus.. Innenausbau und Verschönerungsarbeiten werden dann individuell selbst gemacht.. Es werden verschiedene Lehmbau- und Bedachungstechniken angewandt; die Häuser sind baubiologisch und unter Energiegesichtspunkten optimal.. Die Selbsthilfe auf Gegenseitigkeit trägt deutlich zur Preissenkung bei.. Das Besondere an dieser Siedlung sind aber nicht nur die verschiedenen Bautechniken, die zum Einsatz kommen, sondern auch die Tatsache, daß sich hier Menschen unterschiedlichster Nationalitäten gemeinsam einen Lebensraum von ganz besonderer Qualität schaffen: Europa findet in dieser kleinen Siedlung am Stadtrand von Aarhus also schon statt.. Unser nächster Gastgeber ist Hamish Stewart von der Gaia Foundation von fjordvang A/S, einer internationalen Stiftung, die sich die Förderung von Ökodörfern zum Ziel gesetzt hat.. Die Stiftung betreibt direkt am Skibsted Fjord in Snedstedt ein wunderschönes Tagungshaus zwischen Weiden und Wikingergräbern.. Wir lernen die Stiftung kennen und verbringen hier die Nacht.. Schon nach dem Frühstück geht es weiter.. Ein THERMIE-Opet Mitarbeiter von Kobi-Consult, Peter Johansen, besucht uns in Snedstedt und begleitet uns zum Folkecenter.. Hier, am Nordzipfel von Jütland hat sich ein Zentrum für die Erforschung von erneuer- baren Energien, mit dem Schwerpunkt Windenergie und Windkraftanlagen, gebildet: das "Danish Folkecenter" für erneuerbare Energien in Ydby bei Hurop.. Dort besichtigen wir das Thermie-Projekt "Energie Plus Haus", den Windversuchspark und zwei sog.. Ökodome: Gewächshäuser und Fischbecken unter gläsernen Kuppeln.. Hier wird mit Abwasserreinigung experimentiert, mit neuartigen Verschattungssystemen und, vielleicht das interessanteste Detail an diesem Projekt, mit der Wärmerückgewin- nung aus Kondensationsdampf im "EnergiePlus Haus".. Eine Wärmepumpe sorgt für eine kühle Kondensationsleitung an der Wasserdampf unter Abgabe der Kondensationswärme wieder zu Wasser wird: Ein Problem, das in diesem Bioshelter zur Energiequelle mutiert.. Thorkild Jakobsen, Künstler, Jurist und einer der Gründer des Projekts, führt uns als be'sonderen Höhepunkt, seine selbst entwickelten Windharfen vor.. Gegen Nachmittag besuchen wir "TVIND".. Hier steht Dänemarks erste und gleichzeitig größtes Windkraftanlage, die von Schülern und Lehrern der TVIND-Schule in Selbsthilfe und Eigenarbeit entwickelt und gebaut worden ist.. Die Anlage entstand als konkreter Gegenentwurf zum Dänischen Atomenergieprogramm und gilt in Skandinavien als das Musterbeispiel für konstruktive außerparlamentarische Opposition.. "TVIND" selbst steht für eine Vielzahl von Alternativen im Bereich der Ausbildung und Entwicklungshilfe und gibt uns zusammen mit der Hojschool in Kolding einen guten Ein- druck von der liberalen dänischen Bildungspolitik, deren Übernahme derzeit auch in der Schweiz diskutiert wird: In Dänemark besteht grundsätzliche Wahlfreiheit der Schulform, die sich darin äußert, daß der Besuch von Privatschulen vom Staat gleichberechtig zu den staatlichen Schulen gefördert wird.. Übernachtet haben wir nach diesem langen Tag in reedgedeckten Fachwerkhäusern auf der Insel Römö.. EU-geförderter Windpark.. Von Römö ist es nicht weit zum Friedrich-Wilhelm-Lübcke Koog und nach Husum.. Hier finden wir zwei ganz unterschiedliche Konzepte von Windparks mit einer eigenen und unseres Erachtens sehr reizvollen Ästhetik.. Welche Potentiale in diesen Anlagen stecken und unter welchen Voraussetzungen hier Europas größter Windpark entsteht, soll ein Schwerpunkt dieses Tages sein.. In Husum wurde Windenergie eine Produktionsalternative für den stagnierenden Schiffsbau der Husumer Werften.. Beim Friedrich- Wilhelm-Lübcke Koog ist die Akzeptanz der Windanlage größer als anderswo, weil hier ein Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt wurde.. Allerdings kommen wir wegen einer Panne unseres Busses an diesem Tag erst spät von Römö fort.. Wir belassen es bei einem Blick auf die Windanlagen und sagen kurzfristig die Vorträge mit Herrn Matthiessen, Stadtwerke Husum und mit Herrn Bürgermeister Feddersen vom Friedrich- Wilhelm-Lübcke Koog wieder ab.. Der Gruppe scheint das sehr recht zu sein: Gerade das Thema Windenergie wurde in den letzten Tagen erschöpfend bei Tvind und im Folkecenter behandelt.. Unser Hauptanliegen, die ästhetische Komponente von Windanlagen zu diskutieren, erreichen wir aber dennoch.. Am Abend treffen wir im Lebensgarten Steyerberg ein.. THERMIE-relevante Themen: Energiesparende Landwirtschaftskonzepte und Siedlungsstrukturen.. Zwischen Bremen und Hannover liegt unweit vom Steinhuder Meer die kleine Stadt Steyerberg.. Dort war bis 1993 das Europäische Permakultur Institut ansässig, in dem alte und neue Methoden der nachhaltigen Landbewirtschaftung erforscht und entwickelt werden.. Diese sehr arbeitssparenden und energieeffizienten Ansätze beziehen Gebäude- und Geländestrukturen in ein ganzheitliches Design ein, bei dem Wasser, Wind, Nutzpflanzen und Nutztiere komplexe, vielfältige und nebenbei auch sehr ästhetische Systeme bilden.. In Steyerberg leben und arbeiten die Architekten und Hochschullehrer Declan und Margret Kennedy, die hier wichtige Grundlagenforschung betreiben.. Margret Kennedy hat die internationale Bauausstellung in Berlin maßgeblich beeinflussen können und hat den derzeit einzigen Lehrstuhl für ökologisches Bauen in der Bundesrepublik an der Uni Hannover inne.. Steyerberg ist aber nicht nur Ökodorf der technisch-landwirtschaftlichen Art, sondern auch eine selbstbestimmte Lebensgemeinschaft mit eigenen Gemeinschaftseinrichtungen.. Referent in Steyerberg ist K.. H.. Meyer, vom ebenfalls dort ansässigen "Ökodorfinstitut".. Manche unserer Teilnehmer haben Schwierigkeiten bei der Umstellung ihrer Verdauung auf das in Steyerberg übliche Vollwertessen, das aber vorzüglich schmeckt.. An der sehr renommierten Evangelischen Akademie steht das Thema "Zukunft" ebenfalls hoch im Kurs und wir haben deshalb auch um eine kurze Übersicht über die diesbezüglichen Aktivitäten an der Akademie gebeten.. Referenten sind Dr.. Burmeister und der Leiter der Akademie.. Der Besuch in Loccum kann als Schlüsselpunkt der Reise bezeichnet werden.. Besonders die osteuropäischen Teilnehmer sind nach Loccum wir ausgewechselt.. Das äußert sich in einer stärkeren Diskussionsbereitschaft und einer intensivierten Fragehaltung.. Nach einem ebenfalls vorzüglichen Abendessen, zu dem uns die Akademieleitung freundlicherweise eingeladen hat, fahren wir zurück nach Steyerberg.. Dort werden wir, da angekündigt, von der Dorfgemeinschaft in der "Kneipe" des Lebensgartens zum informellen Teil erwartet und lassen den Abend ausklingen.. THERMIE-relevante Themen: Niedrigenergie Gästehaus, Selbstversorgungslandwirtschaft.. In Eldagsen-Springe unweit von Hannover besuchen wir eine weitere Zukunftsschmiede, die sich "Umweltstation am Deister" nennt.. Wir wohnen im "Niedrig-Energie-Gästehaus" und lernen bei einer umfassenden Führung über das Gelände und die vielseitigen Projekte, die hier in Selbstverwaltung realisiert werden, kennen.. Gartenbau, Bodenschutz, Wasser, Energie und ökologisches Bauen werden hier im Zusammenspiel mit allen Problemen und Lichtblicken eines selbstverwalteten und freigegründeten Projekts beleuchtet.. THERMIE-relevante Themen: Umweltsystemanalyse, Computersimulation und Modelbildung in Bezug auf Energieszenarien, Fahrzeugleichtbau und Solarfahrzeugbau, Energieumwandlungsprozesse und Stadtklima, Energieoptimiertes Bauen, Brennwerttechologie.. Unsere nächste Etappe ist die Dokumenta-Stadt Kassel..  ...   Meerwasserentsalzung eingesetzt werden kann.. Unter ästhetischen und arbeitsphysiologischen Gesichtspunkten sind die bei HTC entwickelten Tageslichsysteme von Bedeutung: Tageslicht wird über der Sonne nachgeführte Spiegel eingefangen, konzentriert und über Prismen und Glasfaserleitungen verteilt.. Damit können auch Räume, die bislang nicht über Fenster mit Tageslicht versorgt werden konnten, tagsüber jetzt ohne elektrische Beleuchtung auskommen.. Das hat neben der Energieeinsparung den Vorteil, daß die Menschen, die an solchen Orten ar- beiten, somit die damit zwangsläufig einem spektral falsch zusammengesetzten Kunstlicht ausgesetzt waren, nun die richtige Lichtmischung bekommen, was zu mehr Wohlbefinden und damit Gesundheit am Arbeitsplatz beiträgt.. Bei der Verteilung von Tageslicht durch Prismen, kommt es am Rand der ausgeleuchteten Flächen auch noch zu ästhetisch sehr reizvollen Lichtbrechungen, gleich Farbspielen.. Auch Dipl.. Michael Mitzel, leitender Ingenieur bei HTC, opferte nicht nur einen Sonntag, sondern unterbrach eigens seinen Urlaub, um unsere Gruppe in Lörrach zu empfangen.. Am Nachmittag besuchten wir die Möbelfabrik "Vitra" mit dem "Vitra-Design-Zentrum" in Weil am Rhein.. Das Werk begann mit der Herstellung von Ladeneinrichtungen und ist heute einer der profiliertesten Hersteller von Büromöbeln, speziell von ergonomischen Bürostühlen.. Außerdem hält Vitra eine große Zahl von Lizenzen für Designerstühle.. Von Vitra wurden nicht nur die internationalen Flughäfen von Dubai oder Moskau bestuhlt, sondern auch z.. die Gesamteinrichtung des neuen deutschen Bundestages und der EG-Kommission in Brüssel realisiert.. Was das Werk aber besonders bekannt gemacht hat, ist seine ungewöhnliche Architek- tur und das Vitra Stuhlmuseum.. Das Ensemble bestehend aus zwei neuen Werken, der Feuerwehrstation, dem Konferenzzentrum und dem Museum wurde von international bekannten Architekten gestaltet.. Besonders hervorstechend sind die "Fire Station" von Zaha Hadid, die monumentalen Werkzeuge (Balancing Tools) von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen und das Museumsgebäude selbst von Frank Gehry.. Der Konferenz-Pavilion von Tadao Ando besticht durch seine Schlichtheit und Weltabgewandtheit.. Die ungeheure Ruhe und Sammlung, die der Bau ausstrahlt, hat seine Wurzeln in der japanischen Zentradition.. Bleibt zu bemerken, daß Umweltschutz, Arbeitsschutz und eine sinnvolle Stoff- und Energiewirtschaft eine lange Tradition bei Vitra haben.. Der Stuhl "Louis 20" von Philippe Starck beispielsweise besteht aus leichtem Aluminium und Recycling-Kunststoff.. Nichts an diesem Stuhl ist geschweißt oder geklebt.. Der Stuhl ist reparierbar und, falls er irgendwann einmal ausgedient haben sollte, auch leicht demontierbar und damit einer stofflichen Verwertung problemlos zuführbar.. Das enorm belastbare und stapelbare Modell ist besonders für temporäre Bestuhlung ein echter "Renner".. Vitra präsentiert seine Produkte auf chlorfrei gebleichten Umweltschutzpapier, versucht Betriebsabläufe wo es geht energetisch zu optimieren und verzichtet auf giftige Kleb- und Polsterstoffe.. Die Produkte sind langlebig und auf minimalen Materialaufwand hin entworfen.. Die Führung durch das Designzentrum leitete Frau Brauner.. Übernachtet haben wir in einer urigen Schwarzwaldhütte mitten im Südschwarzwald.. Noch vor dem Frühstück fahren wir auf den Belchen und bewunderten die überragende Aussicht.. Bei der Fahrt talwärts stellen wir fest, daß die Bremsenprobleme unseres Reisebusses noch nicht zu unserer Zufriedenheit behoben sind.. Wir beschliessen daher, die Reise in zwei Kleinbussen (Mietwagen) fortzusetzen und den Bus zurückzuschicken.. Diese Entscheidung führt dazu, daß wir erst gegen Mittag die Weiterfahrt über Pesina di Caprino nach Bologna antreten können und hat den Vorteil, daß wir von jetzt an wesentlich schneller und flexibler reisen können.. Wir hatten den "Giardino Futoro" als Übernachtungsort gewählt, da es zum einen wegen einer internationalen Kermamikmesse in Bologna unmöglich war ein Hotel zu buchen und weil zum anderen der Ort an sich sehr gut in das Konzept der "Rollenden Zukunftswerkstatt" paßte: Eine schwäbisch-italienische Initiative renovierte hier unter baubiologischen Gesichtspunkten einen alten Gutshof.. Bemerkenswert heiß strömt das ausschließlich solar beheizte Wasser aus den Duschen.. Das Tagungshaus liegt ruhig am Ortsrand von Pesina.. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß das Projekt in überwiegend freiwilliger Arbeit realisiert worden ist.. Ein Mitglied der Initiative verbrachte gerade seinen Jahresurlaub im Giardino und erzählt formlos über das Projekt.. Er legt für sich großen Wert auf die Möglichkeit hier Italienern in Arbeitszusammenhängen begegnen zu können und nennt als herausragendes Motiv ebenfalls den Eigenarbeitsaspekt.. Er habe als Bewohner einer Mietwohnung und als Büroangestellter wenig Möglichkeiten sich handwerklich zu betätigen und verborgene Talente zu entwickeln.. Hier habe er erstmalig selbst einen Fußboden verlegt, Möbel gebaut und an der Schilf-Binsen-Kläranlage mitgearbeitet.. Sein persönliches Selbstvertrauen sei dadurch gewachsen und er habe durch die gemeinsame Arbeit auch eine andere Beziehung zu Italien bekommen.. Jetzt lerne er sogar Italienisch, um seine neuen Kontakte intensivieren zu können.. Bologna ist eine wunderbare alte Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten.. Wir beschäftigen uns hier mit einem Konzept der Verkehrsentwicklung, das in den letzten Jahren für viel Aufsehen gesorgt hat.. Die dortige Innenstadt sollte komplett für den Individualverkehr gesperrt werden und nur noch Liefer- und Anwohnerverkehr in die City lassen.. Welche Erfahrungen man dort seither gemacht hat und wie man den öffentlichen Verkehr dort entwickelt hat, war hier unser Thema.. Unser Referent ist der Städtebauingenieur Paolo Galanti, den man mit der Realisierung des Konzepts betraut hat.. Er arbeitet unter der Zuständigkeit der Assesorin Anna Donati.. Das Problem der Zerstörung historischer Gebäude, bei gleichzeitiger Verschlechterung der innerstädtischen Lebensqualität durch den motorisierten Individualverkehr, teilt Bolo- gna mit vielen anderen europäischen Städten mit historischen Stadtkernen.. 1984 gab es in Bologna ein Referendum bei der sich eine überwältigende Mehrheit von 75% der Bologneser Gesamtbevölkerung für eine Sperrung der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr aussprach.. Die Trambahn war bereits 1963 demontiert worden, was heute bedauert wird.. Das bestehende Bussystem konnte das ursprünglich 75 km umfassende Gleisnetz aber nie wirklich ersetzten.. Die Folge war ein sprunghafter Anstieg des Individualverkehrs in den folgenden zwanzig Jahren.. Obwohl das Referendum durch die Bevölkerung die Stadtverwaltung zum Handeln ermächtigte, konnte das Gesamtkonzept, wie ursprünglich geplant, nicht realisiert werden.. Eine Vollsperrung der Innenstadt ließ sich nicht durchsetzen.. Lediglich einige kleine Fußgängerzonen wurden erfolgreich umgesetzt.. Der Ausbau eines "Park and Ride Systems" mit Parkhäusern in den inneren Vorstädten scheiterte am Widerstand der Anwohner.. Die statt dessen gebauten Anlagen vor der der Stadt werden kaum von den Autofahrern genutzt, weil es keine schnelle Innenstadtverbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt.. Von den ursprünglich geplanten 40 km Radwegen konnte nur ein kleiner Teil realisiert werden, weil es massive Proteste durch die Autofahrer bei gleichzeitigen Finanzierungsproblemen gab.. Eine ursprünglich geplante U-Bahn scheiterte ebenfalls an Geldmangel.. Der Ausbau der Vorstadtzuglinien scheiterte bislang an der trägen Bürokratie, die jede Art öffentlicher Bauarbeiten in Italien begleitet.. Eine vernünftige Parkraumbewirtschaftung war ebenfalls wegen administrativer Probleme bislang nicht möglich.. Bemerkenswert ist aber, was dennoch geschafft wurde:.. Mit Hilfe der Firmen "Santerro", Bologna und "Marconi", Genua wurde ein "telematisches" Überwachungssystem für die Einfahrt in die Innenstadt zu realisiert.. Das System erkennt an 40 stark frequentierten Zufahrtsstraßen zur Innenstadt automatisch die Fahrzeugnummer und vergleicht diese mit dem Zentralrechner.. Ist ein Fahrzeug nicht für die Einfahrt in die Innenstadt lizensiert, ergeht automatisch ein Strafmandat in Höhe von ca.. 50 ECU.. Über das Aufkommen an Bußgeldern wurde das System refinanziert.. Der Innenstadtverkehr konnte seit Einführung des Systems von 120.. 000 Autos/Tag auf 60.. 000 Autos/Tag reduziert werden.. Insgesamt wurden 40.. 000 Autos linzensiert, was das maximal erträgliche Maß ist, um die geschäftlichen Aktivitäten in der Innenstadt nicht zu behindern.. Mittelfristig soll der Ausbau eines Sammeltaxisystems und der Radwege weiter gefördert werden, langfristig ist an eine Förderung emissionsarmer Fahrzeuge gedacht.. Polizei und Kommune werden im Innenstadtverkehr auf ein Elektroauto nahmens "Boxel" umsteigen.. Das gilt auch für den Transport von Senioren und Behinderten sowie für den innerstädtischen Lieferverkehr.. Darüber hinaus sollen weitere sieben Fußgängerzonen in der Innenstadt geschaffen werden.. THERMIE-relevantes Thema: Nutzung von geothermaler Energie.. Energie, Landwirtschaft und Selbstverwaltung sind unsere Themen in der Toskana.. Gastgeber ist die Cooperative "La Ginestra" bei San Pangracio/Bargino unweit von Florenz, wo man seit einigen Jahren Pionierarbeit bei den Alternativen in der Landbewirtschaftung geht.. Trotz Stau auf der engen Autobahn zwischen Florenz und Bologna kommen wir rechtzeitig am Abend zum Gäste- und Tagungshaus der Cooperativa wo uns die Mitglieder der Genossenschaft mit einem üppigen Abendessen und ausgezeichneten Rotwein aus biologischem Anbau erwarten.. Am nächsten Morgen fahren wir zum geothermalen Kraftwerk in Larderello.. Was viele nicht wußten: Italien spielt in Europa eine führende Rolle bei der geothermalen Nutzung von Energie.. In Larderello ist dies in zwei Dauerausstellung eindrucksvoll dokumentiert.. Besonders für die tschechischen Teilnehmer war der Kontakt hier sehr nützlich, da Geothermie auch dort eine bislang kaum genutzte Ressource darstellt.. Wesentlich beeindruckender als die Ausstellung selbst sind aber die beiden Demonstrationen von geothermaler Energie, denen wir beiwohnen können.. Zum einen gibt es auf dem Gelände selbst eine Austrittsstelle, ein aggressiv blubberndes Wasserloch mit Mauerfragmenten, an der schon im Römerreich Dampf für die Borsalzgewinnung gesammelt wurde.. Zum anderen wurde einige Kilometer vom Kraftwerk entfernt eine Zapf- bzw.. Bohrstelle kurzzeitig für uns geöffnet.. Mehrere hundert Grad heißer Dampf entwich plötzlich minutenlang mit einem ohrenbetäubenden Pfeifen.. Der Nachmittag wurde in zwei getrennten Gruppen verbracht: Ein Teil wollte ins historische Zentrum von Siena, die anderen verbrachten einige Stunden an den heißen Quellen von Petriolo.. Dort plätschert an drei Stellen schwefliges Thermalwasser direkt in einen kleinen Fluß.. In einfachen Steinbecken kann man im Thermalwasser baden oder unter einem heißen Wasserfall duschen.. Wem es zu heiß wird, kann sich im klaren Fluß, der direkt vorbei fließt, Kühlung verschaffen.. Wechselbäder bringen den Kreislauf wieder auf Touren.. Zum Abendessen besuchen uns dann Mitglieder der beiden Kooperativen "Terre di Toskana" und "Paterna".. In informellen Gesprächen, die dank zahlreicher von "La Gi- nestra" organisierter Übersetzer problemlos sind, können sich die Teilnehmer über das italienische Genossenschaftswesen, über Biolandbau und Vertriebssysteme informieren.. Einige Teilnehmer bleiben in Italien, die anderen fahren entweder mit dem einen Bus über Marktredwitz, dem deutsch-tschechischen Grenzbahnhof, nach Hause oder mit dem anderen bis Lörrach zurück in die Bundesrepublik.. Sonstiges:.. Realisation.. Die von uns ursprünglich projektierte Reise konnten wir mit kleinen Veränderungen, die auf Anregung des FIZ in Karlsruhe und durch die Einladung nach Berlin zustande kamen, aber ohne Abstriche, mit Hilfe von THERMIE erfolgreich realisieren.. Reisemittel.. Die Wahl des Transportmittels Reisebus ergab sich aus Kosten und aus Organisationsgründen.. Das Prüfverfahren der Deutschen Bahn AG bezüglich eines Sponsorings gestaltete sich denkbar langwierig, da die DB das Gutachten an ein Bonner Büro abgab.. Als dieses schließlich unser Projekt für eine Förderung empfahl, war kein Budget mehr vorhanden.. Die Wahl der Bamberger Firma Eggmaier als Busunternehmen war, rückwirkend betrachtet, ein Fehler.. Zunächst hatte es den Anschein, als ob es sich dabei um ein seriöses, alteingesessenes Familienunternehmen handeln würde.. Bevor wir uns für dieses Unternehmen entschieden, fuhren wir eigens nach Bamberg, um den Bus in Augenschein zu nehmen, der äußerlich einen tadellosen Eindruck machte.. Als es aber dann während der Fahrt Probleme mit dem Fahrzeug gab, verhielt sich das Unternehmen wenig kulant.. Zunächst wollte man das Fahrzeug nicht reparieren lassen, dann nur auf kleinstem Niveau und als wir es schließlich doch in Karlsruhe in die Werkstatt bringen mußten, stellte sich heraus, daß es ein schlecht gewartetes Fahrzeug mit vielen beunuhigenden Mängeln war.. Dazu kam, daß Herr Hyna, der Geschäftsführer der Firma nach erfolgter Minimalreparatur versuchte, einen höheren als den ursprünglich veranschlagten Kilometerpreis von uns zu verlangen.. Er schreckte nicht davor zurück uns über seinen Fahrer etwa eine dreiviertel Stunde auf einem Autobahnparkplatz ohne sanitäre Einrichtungen und dgl.. festzuhalten.. Kulant wäre gewesen, das schadhafte Fahrzeug zurück zu nehmen und uns statt dessen ein vernünftiges Ersatzfahrzeug anzubieten.. Wir entschieden uns deshalb für ein fränkisches Busunternehmen, da wir den osteuropäischen Teilnehmern eine preiswerte Möglichkeit der An- und Rückreise ermöglichen wollten.. Der Betrag für Reisekostenzuschüsse und Tagegeldern war in der Fördersumme denkbar niedrig ausgefallen.. Durch den Abfahrtsort Marktredwitz ergab sich für die Teilnehmer aus Rußland und Osteuropa die Möglichkeit das kostengünstigere osteuropäische Schienennetz zu nutzen.. Persönliche Eindrücke.. Die Reise war ein großer Erfolg.. Die direkte Besichtigung der einzelnen Projekte gewährte bessere Einblicke und Fragemöglichkeiten, als ein Seminar mit entsprechenden Referenten vor Ort.. Zahlreiche Projekte, die wir besucht haben, standen vor ähnlichen Problemen wie sie heute die Menschen in Osteuropa haben:.. Es gab viel Altbausubstanz und gute Ideen, aber nur wenig Finanzmittel.. Heute sind die ehemaligen Utopien weitgehend verwirklicht: Ein anderer Umgang mit Energie, Abfall, Wasser und Abwasser ist bereits ganz selbstverständlich geworden.. Eine andere Kategorie von Projekten steckt noch im Stadium der Realisierung: Hier wur- den Kontakte hergestellt auf denen aufgebaut werden kann.. Eine weitere Gruppe von Projekten diente einer positiven Selbstdarstellung der einzelnen Nationen bzw.. der Eu- ropäischen Union als Ganzes.. Alle Teilnehmer waren tief beeindruckt von dieser Reise und den mit ihr verbundenen Eindrücken.. Es wäre für die Osteuropäer weder möglich gewesen diese Reise selbst zu organisieren, noch sie zu finanzieren.. Aber nicht nur die äußeren Eindrücke werden unvergessen bleiben; die Gruppe selbst ist wärend der Reise zu einer freundschaftlich verbundenen Arbeitsgruppe verschmolzen, die die ärgerlichen Pannen mit viel Humor und Geduld bewältigt hat.. Einzig mit den Teilnehmern aus Rußland waren wir nicht ganz glücklich.. Aus St.. Petersburg hatten wir fünf Teilnehmer eingeladen.. Das angebliche Kamerateam von "Tele 5", bestehend aus zwei Personen, kam ohne Kamera, was höchst fadenscheinig begründet wurde.. Ein Teilnehmer fehlte ohne ab- gesagt zu haben und auch die restlichen beiden Teilnehmerinnen machten einen sehr unprofessionellen Eindruck.. Wir sind überzeugt, daß es sich um keine Journalisten handelte.. Zwischenzeitlich haben wir herausgefunden, daß unsere Vertrauensperson in St.. Petersburg, der wir die Auswahl der russischen Teilnehmer anvertrauen wollten, unser Anschreiben nie erhalten hat.. Unser Fax wurde vermutlich abgefangen und umgeleitet.. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, daß unsere russischen Teilnehmer versuchten auf Kosten der EG an eine günstige Westreise zu kommen und weniger an unserem inhaltlichen Programm interessiert waren, was sich durch ihr auffällig geringes Interesse an unseren Programmpunkten sehr schnell zeigte.. Auch aus Riga kam ein Teilnehmer ohne abzusagen nicht, so daß wir nicht die Möglichkeit hatten, uns um einen Ersatzteilnehmer zu bemühen.. Eine weitere Teilnehmerin aus Lettland, die sich in fehlerfreiem Deutsch schriftlich bei uns vorgestellt hatte, konnte tatsächlich kaum Deutsch und auch kein Englisch, nahm aber auch unseren Dolmetscher für Russisch nicht Anspruch.. Die Vorbereitungszeit für diese Reise hat über ein Jahr in Anspruch genommen.. Sie konnte nur durch sehr viel persönliches Engagement realisiert werden.. Um so mehr bedauern wir, daß oben erwähnte Teilnehmer weder die qualifizierten Vorträge, noch die ihnen angebotenen Kontakte wahrnahmen und zu schätzen wußten.. Erwartungsgemäß entwickelte sich aber mit den restlichen Teilnehmern eine sehr gute Gruppe, die gegen Ende der Reise, ganz im Sinne der Werkstatt, sehr viel Eigeninitiative und Selbstverantwortung übernahm.. Hervorheben möchte ich Michael Seelig: Er übernahm die Aufgabe des Fahrers für den zweiten Kleinbus in Italien und war ein wichtiger Kommunikator in der Gruppe.. Frau Strpkova aus Bratislava leistete unglaubliche journaliste Schwerstarbeit: Sie berichtete für das slovakische Radio "live" von der Reise.. Tagsüber sammelte sie Interviews und O-Töne.. Während der Fahrten schrieb sie ihren Bericht und sichtete das Material.. Am Abend sprach sie ihren Bericht auf Band und alle zwei bis drei Tage übermittelte sie ihre fertigen Textbeiträge an die Sendezentrale, die sie dann unmittelbar darauf ausstrahlte.. Sowa entwickelte eine ganze Artikelserie, die er nun in mehreren Ausgaben in "Techniky Tydenik" jeweils in einer Doppelseite publiziert.. Das erste Belegexemplar hat er uns bereits zugeschickt.. Auch von Gundega Repse haben wir bereits einen mehrseitigen Artikel aus Lettland zugeschickt bekommen.. Sie ist Autorin und wird die Reise in einer Serie von Kurzprosa verarbeiten.. Frau Fuks, eine Malerin aus Tallin hat uns geschrieben, daß sie inspiriert durch die Reise, an einem Kinderbuch über die "Stadt der Zukunft" arbeite.. Sie möchte gerne die Zeichnungen und Aquarelle nach Fertigstellung in Brüssel ausstellen.. Auch die anderen Teilnehmer haben zugesagt, uns ihre produzierten Beiträge zukommen zu lassen.. Pressestimmen zur Reise werden wir, soweit sie dem Bericht jetzt nicht beiliegen, noch nachreichen.. Wir haben leider bislang nicht alle angeforderten Belegexemplare der örtlichen Tagespresse erhalten.. Presseresonanz gab es überdies in Form von Ankündigungen im Vorfeld.. Der Süddeutsche Rundfunk (SDR 3) berichtete zweimal.. Die Zeitungen "atelier", "kunst et kultur", "Ökologische Briefe", "Esotera", "Connection", "Bauwelt" und die "Süddeutsche Zeitung" kündigten das Projekt an.. Während der Reise gab es zwei umfangreiche Berichte im Deutschlandfunk und bei Radio Bremen.. Wir erwarten noch Berichte in der britischen Magazin "European Brief" und in der Berliner Wochenzeitung "Wochenpost".. Angebot, Nachfrage, unerwartete Probleme.. Eingeladen hatten wir per Rundschreiben an 3.. 500 Adressaten im In- und Ausland.. Wir waren über die spärliche Resonanz sehr enttäuscht und vermuten, daß die Hauptursachen für das fehlende Interesse zum einen die rezessive Grundstimmung im Frühjahr '94 und die fehlende Attraktivität der Reiseroute waren: Bei den Reisen "Berlin-Ulan Bator" und nach Wladiwostok auf der Baikal-Amur-Magistrale (Rollende Zukunftswerkstatt 2 + 3) war sicherlich die.. Exotik.. der Projekte ein wesentlicher Faktor.. Die erste "Rollende Zukunftswerkstatt" in Nordrußland war zudem durch einen günstigen Umtauschkurs und durch Zuschüsse durch das Russische Kulturministerium konkurrenzlos billig.. Außerdem vermuten wir, daß das Projekt insgesamt für Westeuropäer zu lange angelegt war.. Sollte es eine Wiederholung des Projekts in dieser oder einer anderen Form geben, dann müßte man es, um erfolgreicher zu sein, sicher kürzer und billiger anlegen.. Optimal scheint eine Dauer von 9-10 Tagen zu sein (Zwei Wochenenden plus fünf Arbeitstage).. Allerdings wird der Gruppenprozeß dann nicht so intensiv sein.. Der unerwartet hohe Arbeitsaufwand bei der Beantragung der Fördermittel, der (leider erfolglosen) Sponsorensuche und der Abwicklung der Visaformalitäten für die osteuropäischen Teilnehmer, absorbierte zudem viel Arbeitskraft, die man stattdessen hätte in die Pressearbeit investieren können.. Die Teilnehmer aus Rußland und dem Baltikum benötigten Visa für insgesamt fünf Länder: Dänemark, Schweiz, Österreich, Italien und die Bundesrepublik.. Die Visaerteilung für Italien war am problematischsten, da man uns in Bonn nicht die richtigen Informationen gab.. Dort hieß es zunächst nur, es genüge Datum und Ort des Grenzübertritts und unsere Einladung in englischer Sprache.. Dann aber wollten die Konsularbeamten vor Ort Einladungen aus Italien direkt und in italienischer Sprache, die Anschriften der Hotels und ein detailiertes Programm.. Das Programm in Bologna bekamen wir aber selbst erst sehr spät bestätigt, als nämlich die Reise schon lief.. Die russischen Teilnehmer brauchten zudem eine Einladung aus Tschechien um eine Fahrkarte dorthin kaufen zu können.. Solange kein Visum für Italien vorlag konnten keine Transitvisa für Österreich und die Schweiz beantragt werden.. Beim dänischen Visum bestand die Besonderheit, daß dieses nicht vom Konsularbeamten selbst ausgestellt wurde, sondern nur von diesem in Dänemark selbst beantragt werden konnte.. Die Prozedur für die Beantragung des dänischen Visums war uns von der Botschaft in Bonn nicht mitgeteilt worden.. Man kann sagen, daß es sich bei einer gemischtnationalen Reisegruppe mit insgesamt 10 Nationen um ein echtes Novum zu handeln schien.. Die Konsulate schienen ernsthaft darüber irritiert zu sein, daß eine deutsche Initiative zu einer Reise von Dänemark nach Italien einlädt.. Erwähnen möchte ich noch die Tatsache, daß wir bei den meisten Projekten keine Vortragshonorare bezahlen mußten und daß wir durch die Einladungen beim FIZ, bei der Stadt Kiel und bei der Evangelischen Akademie in Loccum Kosten für einen vollen Verpflegungstag einsparen konnten.. Darüberhinaus kamen uns einige Projekte bei den Übernachtungspreisen sehr entgegen.. Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Ruland-Mollien, die uns ihr Tagungshaus "Forum Friedenshöhe" in Bad Herrenalb für zwei Nächte kostenfrei überlassen hat.. Durch das Engagement der Buntstift-Stiftung waren die Programmkosten und Übernachtungskosten in Rheinland-Pfalz kurzfristig übernommen worden.. Wir verdanken dies dem Engagement von Guido Dahm vom BRI.. Durch das Engagement von Manfred Eberle, Regula Pfeiffer und Esther Weinz, Kassel, Sigmar Groeneveld, Eichenberg und Richard Meyfahrt und Heike Schaumlöffel, Vellmar, sowie der Arbeitsgruppe bäuerliche Landwirtschaft (AbL) an der Gesamthochschule Kassel war es uns möglich in Kassel in Privatquartieren kostenlos zu übernachten, was ebenfalls in der Gesamtbilanz positiv zu Buche schlägt.. Das Anliegen von THERMIE sinnvolle Innovationen im Umgang mit Energie sichtbar zu machen, wurde durch das Projekt in den meisten Aspekten erfüllt.. Über die Teilnehmer aus 10 europäischen Ländern und den Besuch von drei Mitgliedsländern der EU konnte dem europäischen Aspekt der Unternehmung voll Rechnung getragen werden.. Die Unterbringung in Privatquartieren ermöglichte außerdem intensive persönliche Begegnungen und Kontakte außerhalb der Reisegruppe.. Die Presseresonanz (West) der Reise hätte bei besserem Zeitbudget und bei zusätzlicher Förderung der Teilnahme von Journalisten (West) ergiebiger ausfallen können.. Bei den Teilnehmern Ost gibt es kurzfristige Reaktionen (Presse), mittelfristige (Künstler) und voraussichtlich längerfristige Resultate (Ministeriale und Parlamentarier).. Über den ästhetischen Aspekt gelebter Utopien ist eine konstruktive, anti dogmatische Wirkung bei Umweltaktivisten spürbar gewesen.. Praktische Ökologie wurde als Resultat sozial-ästhetischer Prozesse wahrgenommen.. Zum Ende der Reise war eine Wende einer anfangs vorherrschenden konsumptiven, zu einer später vorhandenen, konstruktiven Haltung bei einigen Teilnehmern feststellbar.. Sicher hätte manche Initiative auch kritisch betrachtet werden können.. Wichtig war uns jedoch stets das im Sinne einer libertär-humanistischen Ethik Förderliche und Innovative hervorzustellen.. Dies schließt Projekte, die zu einer sinnvollen Energieversorgung und zu einer deutlichen Gesamtverbesserung der ökologischen und sozialen Situation beitragen, ausdrücklich mit ein.. Eine ideale Gesellschaft gibt es nicht und selbst die beste Gesellschaft ist ständig verbesserungsbedürftig.. In diesem Sinne steckt unseres Erachtens die effizienteste Kritik in der Sichtbarmachung möglicher Handlungsspielräume und lebbarer Alternativen.. Diese können und wollen durch ihr gelebtes Beispiel überzeugen.. Sie überzeugen vorallem durch eine andere und oftmals auch attraktivere Lebensqualität.. Im Sinne eines Kunstprojekts "erfahren" die Teilnehmer neue Perspektiven persönlichen und politschen Handelns.. Sie sind teil eines ästhetischen Prozesses, der unter intensiver Gruppendynamik erlebt wird.. Jeder Reisende ist selbst Teil einer sozialen Plastik: Er (oder sie) erfährt es an sich, wirkt aber auch auf dritte und darüber hinaus.. Die Erfahrungen selbst werden Wirklichkeit über einen neu gewonnen oder bereits vorhandenen erweiterten Handlungsspielraum.. Grenzprobleme und Grenzkonflikte gehören in einer multinationalen Gruppe zum Alltag und müssen bewältigt werden: Die Teilnahme von Politkern (hier leider nur Ost) trägt hier wesentlich dazu bei, Grenzen zukünftig flexibler und damit humaner zu gestalten.. Stand des Berichts Oktober 1994, Letzte Überarbeitung November 1997..

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  • Title: satzung
    Descriptive info: KGB home.. SATZUNG DES VEREINS.. 1) Name,Sitz, Geschäftsjahr.. Der Verein führt den Namen "Kunst, Gesundheit, Bildung e.. " und hat seinen Sitz in Wiesenbach/Langenzell.. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.. Der Verein soll als Nachfolger des Vereins Von Wien nach Wladiwostok in das Vereinsregister eingetragen werden und übernimmt dessen Konten und Vermögen.. Mit der Eintragung erhält er den Zusatz: "eingetragener Verein".. 2) Zweck.. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Völkerverständigung, der Kunst und Kultur, der Volksgesundheit, der Volksbildung und die praktische humanitäre Hilfe für Menschen in Not.. 3) Gemeinnützigkeit.. a) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.. b) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.. c) Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zweck verwendet werden.. Beim Ausscheiden von Mitgliedern aus dem Verein oder bei Auflösung des Vereins erhalten die Mitglieder weder die eingezahlten Beträge zurück, noch haben sie irgendeinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.. d) Alle Inhaber von Vereinsämtern sind grundsätzlich ehrenamtlich tätig.. e) Wenn die durch Mitglieder oder Nichtmitglieder für den Verein wahrgenommenen Aufgaben im Sinne der Erfüllung der Satzungszwecke des Vereins das ehrenamtliche Engagement übersteigen oder wenn Mitglieder für den Verein tätig werden, können angemessene Aufwandsentschädigungen, Übungsleiterentgelte oder Honorare entrichtet werden.. 4) Erwerb der Mitgliedschaft.. Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden.. Über das Beitrittsgesuch entscheidet der Vorstand.. Gegen eine ablehnende Entscheidung kann innerhalb eines Monats, ab Zugang der schriftlichen Ablehnung, Berufung zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung eingelegt werden.. 5) Beendigung der Mitgliedschaft.. a) Die Mitgliedschaft endet.. durch freiwilligen Austritt zum Monatsende.. durch Streichung von der Mitgliederliste.. durch Ausschluß aus dem Verein.. mit dem Tod des Mitglieds.. b) Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstandes.. c) Ein Mitglied kann durch Beschluß des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz Mahnung und Nachfristsetzung mit der Zahlung des Monatsbeitrages im Rückstand ist.. Bei der Setzung der Nachfrist ist das Mitglied auf die Folgen der Nichtzahlung hinzuweisen.. d) Ein Mitglied kann, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat, durch Beschluß des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen werden.. Vor der Beschlußfassung ist dem Mitglied, unter Setzung einer angemessenen Frist, Gelegenheit zu geben, sich persönlich vor dem Vorstand oder schriftlich zu rechtfertigen.. Der Beschluß über den Ausschluß ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied mittels Brief bekannt zu geben.. Das betroffene Mitglied kann einen Beschluß der Mitgliederversammlung über seinen Ausschluß verlangen.. e) Bei Tod eines Mitglieds erlöschen dessen satzungsmäßigen Rechte sofort.. 6) Mitgliederbeiträge.. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben.. Die Höhe des  ...   seiner Mitglieder anwesend sind.. h) Beschlüsse über Aufnahme von Anleihen, Gewährung von Darlehen, Erwerb, Belastung und Veräußerung des Eigentums oder sonstiger Rechte an Grundstücken müssen einstimmig, sonstige Beschlüsse mehrheitlich gefaßt werden.. i) Ein Vorstandsbeschluß kann in Abweichung von Abs.. f) auf schriftlichem Wege gefaßt werden, wenn alle Vorstandsmitglieder diesem Abstimmungsverfahren zustimmen.. 9) Amtszeit.. Die Amtszeit des Vorstands beträgt ein Jahr vom Tag der Wahl an gerechnet.. Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so kann die Mitgliederversammlung ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen wählen.. Auch ist es zulässig, daß freigewordene Ämter mit anderen (höchstens 2) zusammengelegt werden.. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt.. 10) Einberufung der Mitgliederversammlung (MV).. a) Eine MV wird mindestens einmal im Jahr als Jahreshauptversammlung, durch den ersten oder zweiten Vorsitzenden mit einer Frist von mindestens 2 Wochen schriftlich unter Angabe einer vorläufigen Tagesordnung, einberufen.. Über eine Änderung der vorläufigen Tagesordnung ist ein Beschluß der MV herbeizuführen.. Vorstandswahlen und Satzungsänderungen sind stets in dem Einladungsschreiben in endgültiger Weise anzukündigen und können nicht im Wege nachträglicher Antragsstellung eingebracht werden.. Bei Satzungsänderungen ist im Einladungsschreiben anzugeben, welche Paragraphen geändert werden sollen.. Soll neben einer Änderung, eine weitergehende Überarbeitung mit Neufassung der Satzung erfolgen, genügt die Ankündigung "Änderung und Neufassung der Satzung".. b) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muß einberufen werden, wenn ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.. Kommt das Einberufungsorgan dem Antrag auf Einberufung einer Mitgliederversammlung innerhalb von 14 Tagen nicht nach, so haben die beantragenden Mitglieder das Recht aus 37 Abs.. 2, BGB (Ermächtigung zur Berufung der Versammlung durch das Amtsgericht).. 11) Beschlußfassung der Mitgliederversammlung.. a) Die MV entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit, sofern in Satzung nichts anderes vorgesehen ist.. Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.. Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins bedürfen der Zustimmung von 2/3 der anwesenden Vereinsmitglieder und müssen den Mitgliedern schriftlich mitgeteilt werden.. b) Über die Beschlüse der MV ist ein schriftliches Protokoll anzufertigen, welches der Unterschrift durch mindestens zwei Vorstandsmitglieder bedarf.. 12) Aufgaben der Jahreshauptversammlung.. Die Jahreshauptversammlung hat folgende unübertragbare Aufgaben:.. a) Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes, Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes, Entlastung des Vorstandes.. b) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit des Monatsbeitrages.. c) Wahl der Vorstandsmitglieder gemäß 8 der Satzung.. 13) Auflösung und Anfallberechtigung.. a) Bei der Auflösung des Vereins sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter die gemeinsam berechtigten Liquidatoren, sofern die MV nichts anderes beschließt.. b) Das nach Beendigung der Liquidation vorhandenene Vereinsvermögen darf nur zu steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne der Abgabenordnung verwendet werden.. Hierzu bedarf es der Zustimmung des Finanzamtes.. 14) Inkrafttreten.. Die vorstehende Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.. Langenzell, 04.. 03.. 99..

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