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    Archived pages: 15 . Archive date: 2014-09.

  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: .. Wachstumsrücknahme.. Startseite.. Präsentation.. Aktualität.. Grundlagen.. Ökologische Katastrophe.. Wachstumskritik.. WR und Süd.. WR und Arbeit.. WR und Geschlechter.. Und die Kunst darin?.. Im täglichen Leben.. Ansicht Politiker.. Literatur.. Links.. Kontakt.. Freiheit, Freiheit.. Anders als das, was die Dominanten und anderen (Ultra)Liberalen im modernen wirtschafltischen Sinne (die wir von der ursprünglichen philosophischen Idee des Liberalismus unterscheiden, NB) unter Freiheit verstehen und wie Hammerschläge am 20.. Feiertag der Mauerfall vor jetzt schon drei Jahre unverschämt bis zum Gehtnichtmehr wiederholten, denken wir hier die Freiheit als ideal der Solidarität und des Zusammenlebens.. Zuerst wegen der Solidarität wollen wir verlangen, dass alle frei und gleich leben dürfen.. Freiheit kann unterschiedlich konzipiert werden.. Als Notwendigkeit des Respekts vor dem Anderen, mit dem mensch zusammen leben möchte und für den mensch bereit ist, bewusst Kompromisse zusammen zu entwickeln.. Oder als unberührbare Eingenschaft, die das perfekte Gleichgewicht zwischen absolutem Egoismus und absolutem Respekt des Anderen erfüllt.. Das Zweite bedeutet perfekte persönliche und politische Emanzipation, die Fähigkeit, freie Liebe ohne Schmerz zu erleben, Unabhängigkeit.. es - bedeutet aber auch theoretische Einsamkeit.. Dies lehnen wir ab.. Paradox, ja, wir sind uns dessen bewusst.. Als Libertäre bedeutet es schon wieder Kompromiss.. Bedeutet es auch, noch weiter beinflusst und dominiert werden, nämlich durch (soziale) Konstrukte, die mensch ablehnen sollte? Vielleicht.. Das akzeptieren wir.. Vielleicht auch nicht ganz.. Kommt auch darauf an, welche Idee des Antiautoritarismus mensch eben hat.. Wir lieben Menschen und möchten mitleben, mit Empathie statt Gleichgültigkeit, mit Kompromiss statt absoluter Freiheit.. Vielleicht weil wir Menschen sind, die unfähig sind, absolut unabhängig von den Andern das Leben zu geniessen.. Libertär ist mensch  ...   als eine Idee, ist Wachstumsrücknahme - unsere Überseztung für die französische "Décroissance" ("ent-Wachstum", Gesundschrumpfen, Degrowth.. ), eine Perspektive.. Die Idee muss trotzdem definiert, vorgestellt und entwickelt werden.. Durch die Perspektive können alle Bereiche des Lebens nicht nur gedacht, sondern auch verändert werden.. Sie müssen es.. Zahlreiche Menschen und eine Vielzahl von Organisationen haben bereits gezeigt, wie notwendig es ist, dass wir möglichst schnell unseren Lebensstil verändern: der Erde geht es schlecht und die Gesellschaften sind an der Grenze zur Implosion.. Heute wird in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, aber auch in vielen Ländern Südamerikas oder in anderen Teilen der Erde über.. (also.. Décroissance.. ,.. decrescita.. decrecimiento.. degrowth.. ) gedacht, gesprochen und geschrieben.. Das Ganze hat ein Ziel: Die Demokratie und das Überleben auf unserem Planeten zu retten.. Mehr: das Gute Leben (Buen Vivir) vielleicht endlich erreichen.. In dieser Debatte sehen wir etwas mehr, und zwar die Gelegenheit uralte Frage, die immer wieder weggedrängt wurden, wieder neu zu stellen: Was ist uns wert? Was bedeutet das Wort Freiheit? Soll der Autoritarismus akzeptiert werden, bis welchen Grenzen? Welche Gesichter hat er in der neuen Geschichte genommen?.. Und welche Beziehung hat er jetzt zum Wachstumsparadigma?.. Wir versuchen auf dieser Internetseite einen Überblick über verschiedene Aspekte der Idee einer Wachstumsrücknahme, wie sie sich bisher entwickelt haben und wie wir sie verstehen, nämlich als solidarischer und antiautoritärer Übergang zu einer nicht auf Wachstum und Profitakkumulation durch Ausbeutung basierenden Gesellschaft, also zu einer Gesellschaft der Freiheit und der Solidarität, zu geben.. Anmerkungen, Vorschläge, Texten und Nachrichten sind alle willkommen.. Und wer mitmachen möchte, auch!.. wachstumsruecknahme.. qsdf.. org Copy.. left.. 2010..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Wachstumsrücknahme: Eine Präsentation.. Als kleine Einleitung,.. Was heißt Decroissance ?.. , ein Artikel von Streifzüge (Streifzuege.. org).. Unsere.. Die Suche nach einer demokratischen Alternative definiert die Wachstumsrücknahme noch stärker als die ökologische Dimension.. Darüber ein Beitrag von Valérie Fournier :.. Putting the economy in its place.. (Momentan auf Englisch).. Was heißt decroissance?.. Ein nüchterner Blick auf einen interessanten Vorschlag.. Streifzüge 48/2010.. von Massimo Maggini (aus dem Italienischen übersetzt und bearbeitet von Lorenz Glatz).. Es ist eine üble Sitte, die sich auch in der radikalen Linken immer weiter ausbreitet (nicht nur in der etablierten, die aus dieser Praxis schon einen Lebensstil gemacht hat), über Fragen und Probleme zu streiten, ohne zu wissen, worüber man eigentlich redet.. Für diese Mentalität ist es oft ausreichend, den Verdacht zu hegen, dass der Verlag, der gewisse Texte herausbringt, politisch nicht korrekt ist oder dass der Autor verdächtigen Umgang pflegt, um drakonische und irreversible Urteile zu stanzen.. Diese Urteile beruhen zum Großteil auf dem Hörensagen, das einer oberflächlichen und vorurteilsgeladenen Lektüre vorausgeht, um dann die Frage mit einem Hieb durch den gordischen Knoten abzuschließen, ohne sich je wirklich auf die Sache einzulassen und ohne sich mit dem Streitobjekt gründlich vertraut zu machen.. Was ich hier machen möchte, ist das umgekehrte Vorgehen, d.. h.. zu verstehen trachten, was jene These uns sagen, auf welche Weise sie zu einem emanzipatorischen Diskurs beitragen und welche Richtungen der Ausarbeitung, ob theoretisch oder praktisch, sie anregen kann.. Eine antikapitalistische Betrachtungsweise.. Serge Latouche wird mit gutem Recht als Ziehvater der decroissance betrachtet, die im Italienischen mit decrescita und im Englischen mit degrowth sehr eng ans Original angelehnt übersetzt, im Deutschen aber mit Wachstumsrücknahme nicht sehr glücklich wiedergegeben wird, sodass für diesen Text das französische Wort beibehalten wurde.. Latouche hat zuletzt einen Traktat zum Thema publiziert , der für eine Darstellung und Auseinandersetzung gut geeignet ist.. Auch wenn man stellenweise sein Denken vielleicht der Naivität und des Utopismus bezichtigen könnte, so muss man doch anerkennen, dass das theoretische Gerüst, auf dem seine Überlegungen beruhen, zumindest beachtenswert ist.. Versuchen wir also zu verstehen, wovon wir sprechen.. Um den klassischen Fehler einer voreiligen Auffassung zu vermeiden, empfiehlt es sich gleich einmal klarzustellen, dass decroissance nicht die Büchse der Pandora ist und noch weniger eine Rezeptur für die Befreiung und das glückliche Leben aller.. Decroissance ist, sagt Latouche, vor allem ein Slogan , eine Wortbombe , deren Zweck es ist, einen Horizont zu sprengen, der von der Rechten wie von der Linken als unproblematisch angesehen wird: Das Schlagwort hat vor allem den Zweck, die Notwendigkeit zu unterstreichen, das Ziel eines unbegrenzten Wachstums aufzugeben, dessen Motor ganz wesentlich das Profitstreben der Kapitalinhaber ist.. Der Gegenstand der Polemik ist also das kapitalistische Wachstum.. Aber hier kommt auch schon der erste Einwand: Kann es auch ein nichtkapitalistisches Wachstum geben? Oder ist kapitalistisches Wachstum eine Tautologie oder gibt es z.. B ein sozialistisches Wachstum , vielleicht sogar auch ein bisschen ein ökologisches ?.. Nein, in Latouches und jeder an decroissance orientierten Sichtweise ist Wachstum immer und einzig kapitalistisch, genauso wie Entwicklung.. Man hat Wachstum, d.. Akkumulation von Produkten und Wert, nur um die verrückten Erfordernisse des Kapitalismus zu erfüllen.. Alles, was existiert, ist in Ware und Wert zu verwandeln - in einem Wiederholungszwang, der sich in einer Spirale permanenten Wachstums ins Unendliche fortsetzen muss (müsste).. Hätte es ohne Kapitalismus irgendeinen Sinn, eine derart entfesselte Produktion von meist unnützen Dingen aufrechtzuerhalten samt allen ökologischen und sozialen Folgen, die das mit sich bringt? Oder könnte man nicht vernünftigerweise daran denken, mit den Zielen zu produzieren, Bedürfnisse zu befriedigen, die man nicht erst schaffen muss, sowie ein glückliches Leben für die Menschen zu gewährleisten statt den Geldwert der Waren zu realisieren? Hätte es noch Sinn, täglich Millionen Elektrogeräte, Autos und was sonst noch alles zu produzieren, mit dem einzigen - zwanghaften - Ziel, sie zu verkaufen, um Profit zu machen?.. Offenkundig nicht.. Wenn decroissance Wachstum und Entwicklung kritisiert, dann hat sie die Verrücktheit und Unbrauchbarkeit eines Produktionssystems im Auge, das in höchstem Maß Leid und Zerstörung verursacht, und hält nach einem vernünftigeren Ausschau, das auf Mensch und Umwelt achtet.. Das ist in Kürze die Quintessenz des Vorschlags der decroissance, die man im Auge behalten sollte, um ihrem Geist gerecht zu werden.. Eins der verbreitetsten Missverständnisse behauptet, dass von decroissance zu sprechen heute bedeute, die Völker der Dritten Welt, die wir Bewohner des Westens ausbeuten, um unseren wunderbaren Lebensstandard zu garantieren, irreversibel zum äußersten Elend zu verurteilen.. Die decroissance predigt derlei aber mitnichten.. Sie vertritt vielmehr eine kulturelle Abkehr vom Wachstum noch vor der ökonomischen, eine Abkehr, die auch jenen Völkern, die heute der Herrschaft des Westen unterworfen sind, erst einen echten Zugang zu Wohlergehen und Reichtum öffnet.. Ein Westen, der nicht mehr kapitalistisch ist, nicht mehr ökonomisches Wachstum als sein Ziel sieht, das er um jeden Preis und vor allem auf Kosten der sogenannten Drittweltl nder erreichen muss, ließe dem Rest der Welt Platz für eine echte und dauerhafte Zusammenarbeit für ganz andere Ziele als die Anhäufung von Profit.. Entscheidend ist also, vor allem einmal den kulturellen Horizont des Wirtschaftswachstums zu überschreiten.. Decroissance in einer Gesellschaft des Wachstums wäre in der Tat bloß eine ungeheure Katastrophe - so wie sie sich ja ganz real mit der jetzt entstandenen kapitalistischen Krise abzeichnet: eine Arbeitsgesellschaft ohne Arbeit und eine Wachstumsgesellschaft, in der das Wachstum ausbleibt.. Decroissance ist nur im Rahmen eines gesellschaftlichen Umfelds konzipierbar, das schon auf einer anderen Logik basiert.. In diesem Sinn ist decroissance nicht nur unverträglich mit einer nachhaltigen Entwicklung oder dergleichen, sondern stellt sich radikal dagegen.. Ökonomische Entwicklung kann weder nachhaltig noch dauerhaft sein.. Entwicklung ist ein sehr zweifelhafter Begriff, der seinerseits auf noch zweifelhafteren wie Fortschritt oder Modernität beruht - er ist schlicht die andere Seite des Wirtschaftswachstums.. Kein vom Westen kolonisiertes Volk hat je danach verlangt sich zu entwickeln (wohin und warum?), so wenig wie je eines hat wachsen wollen.. Ein Wirtschaften, das sein Gleichgewicht darin findet, dass eine Bevölkerung zufriedenstellend mit Lebensmitteln versorgt wird, muss sich nicht entwickeln.. Diese Notwendigkeit ergibt sich erst, wenn sie als Diktat von einer äußeren Macht auferlegt wird.. Viele fortgeschrittene Zivilisationen (um einmal diesen entschieden unangemessenen Terminus zu verwenden) haben Jahrtausende bestanden, ohne auch nur einen Schritt fortzuschreiten, und sie haben daran nicht besonders gelitten noch sind sie deshalb ausgelöscht worden.. Viele dieser Kulturen hatten die technischen Mittel, um eine industrielle Revolution lange vor England in Gang zu setzen: die griechische z.. B.. oder die altägyptische, aber auch die auf dem amerikanischen Kontinent vor der verheerenden Ankunft des modernen Europäers.. Sie haben sich aber davor gehütet, ein so verrücktes und selbstzerstörerisches System wie das unsrige einzuführen.. Warum? Weil sie inferior oder primitiv waren? Es geht hier nicht darum, die vielen dunklen Flecken und mindestens problematischen Züge dieser Kulturen zu verteidigen, sondern man sollte sich ab und zu gewissen Fragen ernsthaft stellen, ohne die unerträglichen Vereinfachungen und Unterstellungen, die unter dem Diktat der späteren Fortschrittsideologie bis heute einen klareren Blick auf die Vergangenheit verstellen.. Dekolonisierung der Vorstellungswelt.. Um zu unserem Thema zurückzukommen: Ich begnüge mich hier damit, soweit möglich zu klären, was decroissance zum Projekt der Befreiung vom Kapitalismus beitragen kann.. Eine bündige Kritik an Entwicklung , ob einer nachhaltigen oder sonst einer, und an ihren eher unheimlichen Begleitideologien ist in diesem Zusammenhang der Kernpunkt.. Der erste Schritt dazu, so Latouche muss eine Dekolonisierung der Vorstellungswelt sein, ein Überschreiten des Glaubenshorizonts der unbegrenzten Akkumulation.. Ein Weg nicht ohne Probleme, vor allem wenn wir mit Marx anerkennen, dass der Kapitalismus als automatisches Subjekt agiert und nicht Ergebnis von tiefgründiger Reflexion ist.. Transformation und Befreiung allerdings sind ohne bewussten und überlegten Kurswechsel unmöglich.. Aber gerade angesichts der kapitalistischen Krise, in der wir uns befinden und höchstwahrscheinlich lange bleiben werden, von entscheidender Bedeutung.. Es handelt sich mit anderen Worten um die Durchsetzung eines Paradigmenwechsels , der vielleicht von der Krise begünstigt wird.. Das stets gegenwärtige Risiko dabei ist jedoch, dass jede Revolte steckenbleibt, wenn sie das automatische Subjekt nicht ausdrücklich zum Gegenstand der Auseinandersetzung macht und sich auf eine immanente Reform eben dieses Subjekts beschränkt - und so zu einer unverhofften Hilfe für dieses verkommt.. Allerdings enthält gerade Latouches Gedanke, dass decroissance in einer Gesellschaft, die im Horizont des Wachstumsdenkens befangen bleibt nicht mäglich ist, die Antikörper gegen jenes Abdriften.. Es liegt jedoch an uns selbst, die Kritik und die Konfliktaustragung in die richtige Richtung zu lenken.. Sonst geht bloß das klägliche Spiel der Interessenvertretung weiter, statt dass wir das eigene Leben in die eigenen Hände nehmen.. Der anstehende Kurswechsel, meint Latouche, lässt sich nicht mit Wahlen, einer neuen Mehrheit und einer besseren Regierung realisieren.. Es braucht nicht mehr und nicht weniger als eine Kulturrevolution.. Denn bevor an eine Umwälzung der Strukturen zu denken ist, geht es darum, auf einer anderen Ebene zu arbeiten, auf einer mehr menschlichen : Dem Altruismus gegen den Egoismus, der Kooperation gegenüber der Konkurrenz, der Freude an freier Zeit und Spiel gegen die Arbeitsbesessenheit, dem geselligen Umgang über die Konsumwut, der Selbstbestimmung gegen die Fremdbestimmung, der Lust am schönen Werk über die Effizienz der Arbeit die Oberhand verschaffen.. Alles, was hier gefördert werden soll, hat in der Massenkultur einen gewissen Platz, ist unter den Leuten durchaus lebendig, wird aber negiert, behindert und ist vor allem vom erwähnten automatischen Subjekt dienstbar gemacht.. Kritik der Wahrheit.. Zu diesem schwierigen, aber notwendigen Ausweg gehört auch die Suche nach einem anderen Umgang mit der Umwelt und folglich auch eine Kritik der mathematisch-experimentellen Naturwissenschaft, um ihren Einfluss und ihre absolutistischen und universalistischen Anmaßungen in Frage zu stellen (was aber keineswegs heißt, sich in eine Welt des Aberglaubens zu flüchten, der ja in Wirklichkeit bloß die Kehrseite des wissenschaftlichen Absolutismus ist).. Die Natur ist nicht beherrschbar, es geht um eine harmonische Eingliederung in sie.. Die Einstellung eines Räubers ist durch die eines guten Gärtners zu ersetzen, wie Latouche sagt.. Dazu muss man die Anmaßung eines Galilei aufgeben, dass, was nicht mess- und berechenbar, auch nicht real ist, also nicht existiert, keine Wirkung zeitigt, nicht den Rang von Wahrheit hat.. Nur so überschreitet man zugleich den Horizont des Kapitalismus.. Das Ergebnis soll nicht, man muss das wiederholen, ein Abgleiten in einen neuen mittelalterlichen Obskurantismus sein (falls das Mittelalter wirklich so finster war).. Es geht vielmehr darum, die Hypertrophie naturwissenschaftlicher Wahrheit als der heute einzig gültigen, dazu bestimmt über den Wahrheitsgehalt des Existierenden zu befinden, zu redimensionieren.. Über den Mond z.. kann man sagen, er sei der Satellit der Erde.. Er ist aber auch jenes Ding am Himmel, in dem das Kind in Hebels Gedicht Der Sommerabend ein Männchen in Jacke dahingehen sieht, oder jener, der Leopardis Gedicht Alla luna inspiriert hat.. Bloß hat eine poetische Aussage nicht die Bedeutung einer wirklichen, für die Menschen relevanten Wahrheit, sie wird höchstens als eine ästhetische Improvisation angesehen, eine Art rhetorischer Freiheit, die man sich in der Rede nimmt und dabei natürlich die einzige, letzte und definitive Wahrheit der alles beherrschenden naturwissenschaftlichen Aussage nicht anzweifelt.. Es geht darum, auch die Ansprüche zur Geltung zu bringen, die gerade von einer Redeweise wie der poetischen erhoben werden, die sich ausdrücklich nicht auf solide naturwissenschaftliche Grundlagen stützen, die deswegen aber nicht weniger ihre raison d'être, ja geradezu Notwendigkeit für den Menschen haben, die wieder anerkannt und als wirkliche Wahrheit im alltäglichen Leben der Menschen geschätzt werden muss.. Genau das könnte auch für gewisse Züge von Populärkulturen gelten, die im allgemeinen als Ausdruck primitiver und naiver Beziehungen zwischen den Menschen und der Erde abgehandelt werden, sowie für die handwerklichen Fertigkeiten, die ebenso als ineffektiv und insuffizient für die Erfordernisse einer Zivilisation verachtet werden, die auf einer industriellen Kultur mit in alten Zeiten unvorstellbarer Produktivität beruht.. Eine solche Redimensionierung bedeutet jedoch nicht - ich sage es noch einmal -, auf die Naturwissenschaft und ihre Methoden einfach zu verzichten, sondern meint eben Neubemessung, Beschneidung ihrer absolutistischen Anmaßungen und Eingrenzung in den ihr eigenen Bereich sowie Rückbindung an andere, weniger objektivierende Instanzen von Erkenntnis.. Eine Suche nach dem Maß also gegenüber der Hybris der Moderne, dem Unmaß , das dem verrückten prometheischen Ehrgeiz und Machtwillen des modernen Mannes eigen ist.. Die Hybris, das Unmaß des Herrn und Meisters der Natur hat den Platz des Sich-Einfügens in eine Umwelt eingenommen, die man in vernünftiger Weise ausbeutet, wie sich Latouche ausdrückt.. Eine vernünftige Ausbeutung , die voraussetzt, dass man das kapitalistische Paradigma der Ökonomie und Produktivität aufgegeben hat, das Paradigma einer Welt, die sich auf eine Art von Wissenschaft stützt, die nicht zufällig mit ihr entstanden ist.. Ein Ökonomismus, der natürlichen Überfluss mittels künstlicher Schaffung von Mangel und Bedürfnis in Knappheit verwandelt, indem Natur privatisiert und kommodifiziert wird.. Paradoxe Revolution.. Eine echte Revolution also, die sich auf Vertrauen in die Fähigkeiten des Menschen stützt, wenn er sich einmal vom Zugriff des automatischen Subjekts befreit hat, auf den großen Reichtum gesellschaftlichen Erfindergeists, sobald einmal Kreativität und Genie nicht für Ökonomie und Produktivismus verschwendet oder von ihnen gedämpft werden.. Auch die Arbeit bekommt in diesem Kontext eine neue Bedeutung.. Sobald sie einmal nicht mehr von den kapitalistischen Erfordernissen der Akkumulation und Ausbeutung bestimmt ist, verschlingt sie nicht länger das Leben der Menschen.. Sie wird zu einer weder hektischen noch totalitären Betätigung, zu einer, der es um die Herstellung von Gütern geht, die den Menschen nützen und ihr Wohlbefinden fördern, das nunmehr in Begriffen sozialer Beziehungen, des Freiseins und des Glücks statt des Besitzes und der Entfremdung gefasst wird.. Die zügel- und sinnlose Produktion von Waren, die de facto niemand je gewünscht hat (und die, um verkauft zu werden unaufhörliche Werbefeldzüge brauchen, die den Bedarf erst herstellen), die Verwüstung der natürlichen Umwelt, der mörderische Angriff auf Länder und ihre Bewohner, deren einzige Schuld es ist, auf Ressourcen zu sitzen, die für die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Verrücktheit unabkömmlich sind - dies alles soll verschwinden zu Gunsten sinnvoller Herstellung mit völlig anderer Ausrichtung.. Decroissance schließt zugleich quantitative Reduktion und qualitative Transformation der Arbeit ein.. Freilich ist auch dieser Übergang um einiges komplexer, als man sich vorstellen mag.. Es handelt sich nicht einfach darum, die geltende ökonomische Ordnung umzustürzen, das unrechtmäßig Entzogene den Ausgebeuteten zurückzuerstatten und eine den Bedürfnissen angemessene Verteilung der Güter einzuführen.. Es braucht mehr: den Zauber des Lebens, freie Zeit und Spiel und reiche soziale Beziehungen.. Latouche schließt an Hannah Arendt an: Nicht nur die beiden verdrängten Bestandteile der vita activa, die Tätigkeit des Handwerkers und Känstlers und das eigentliche politische Handeln sollen ihr Bürgerrecht wiederfinden, auch die vita contemplativa selbst soll rehabilitiert werden.. Decroissance ist nicht jene rückwärtsgewandte und tendeziell rechte Ideologie, als die sie zuweilen dargestellt wird.. Das Risiko dahin abzudriften, besteht aber zweifellos, wenn sie in verwässerter und verbogener Form zu einem systemimmanenten Ausweg gemacht wird.. Die Menschen müssten bloß ein nüchternes und moralisches Leben in den Tugenden der Sparsamkeit und Genügsamkeit führen, damit der Standort auch in diesen dunklen Krisenzeiten reüssieren könne.. Gegen derlei Verdrehungen ist decroissance , wie Latouche sie beschreibt, sicherlich ein gutes Antidot.. Der Wandel, den sie erfordert, ist in der Tat unvereinbar mit den Erfordernissen kapitalistischer Produktion und Akkumulation.. Ihre realistischen und vernünftigen Vorschläge haben daher paradoxerweise wenig Chancen auf konkrete Realisierung und noch weniger auf Erfolg ohne einen vollständigen Umsturz des Bestehenden und die Schaffung von dessen Voraussetzung, der Änderung der Vorstellungswelt, die allein die Perspektive einer selbstbestimmten und convivialen (Ivan Illich) Gesellschaft hervorbringen kann.. Andererseits schlie t die Kritik der Moderne nicht ihre schlichte Ablehnung ein als vielmehr ihre Überwindung.. Es ist durchaus im Sinne des Emanzipationsvorhabens der Aufklärung und der Errichtung einer selbstbestimmten Gesellschaft, dass wir das Scheitern der Moderne angesichts der herrschenden kapitalistischen Fremdbestimmung verkünden.. Mit einer paradoxen Verwirklichung jener Ideale, die die decroissance in der Tat zu bekämpfen propagiert, vertritt Latouche ein Denken, das m.. E.. verdient, bedacht und anerkannt zu werden.. Die wahrlich finsteren Zeiten, die wir jetzt zu durchqueren haben, verlangen Erklärungen und Auswege, die auf Möglichkeiten verweisen, die vielleicht utopisch und fern erscheinen, aber anziehend und mitreißend sind.. Ob sie verwirklicht werden, können wir nicht sagen.. Eins aber ist sicher: Es wird nicht damit gehen, dass man die Regierenden, die Unternehmer und dergleichen anfleht, jene doch bitte zu realisieren.. Das werden wir eher in erster Person tun und zur Befreiung vom Kapitalismus einen neuen selbstbestimmten Anlauf nehmen müssen, der uns hoffentlich einmal über dieses kriminelle und verrückte System hinausbringt und zu einer neuen Epoche führt, in der - um eine berühmte Metapher von Marx aufzunehmen - der Mensch sich auf die Füße stellt und endlich auf seinen Beinen zu laufen beginnt.. Es geht gewissermaßen darum, eine Wette abzuschließen, auch diese vielleicht so paradox wie jene von Pascal, aber nötig wie noch nie.. Was wir zu verlieren haben, sind heute im Grund mehr denn je unsere Ketten.. Und eine Welt zu gewinnen.. Noten.. 1Serge Latouche, Petit traité de la décroissance sereine, Mille et une nuits 2007.. Serge Latouche, Breve trattato sulla decrescita serena, Bollati Boringhieri 2008.. Serge Latouche, Farewell to Growth, Polity Press 2009.. Eine deutsche Übersetzung ist bis dato noch nicht erschienen.. Nach oben.. Von Adèle Bouvattier, Korrekturen von Anna Lena und Michael.. Ob es um die Bekämpfung der Massenerwerbslosigkeit, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, die Konsolidierung der Staatshaushalte, die Armutsbekämpfung, den sozialen Frieden oder gar den Umweltschutz geht: Wirtschaftswachstum gilt heute für Politiker jeder Couleur und Nationalität - und auch für einen großen Teil der außerparlamentarischen Kräfte in Deutschland - als entscheidende Voraussetzung zur Lösung der drängenden Gegenwarts- und Zukunftsprobleme.. Der Glaube an diese magische Größe hat mittlerweile geradezu religiöse Formen angenommen: Das Wachstum wird von prophetisch auftretenden Auguren erahnt, beschworen und mit den seltsamsten Praktiken, die eher ritueller als wirtschaftspolitischer Natur sind, herbeigebetet, gerade so als handele es sich um das Kommen des Messias selbst, der uns von allen Übeln dieser Welt befreien soll.. Auf dem Altar des ersehnten Aufschwungs werden hart erkämpfte soziale Errungenschaften der letzten 150 Jahre ebenso geopfert wie die Zukunft kommender Generationen, die eine vom ökologischen Kahlschlag verwüste Welt werden bewohnen müssen.. Fabian Scheidler in.. Gibt es ein Leben nach dem Wachstum?.. Attac.. de,.. Debatte um die Wachstumskritik.. Kontext und Ursprünge.. Die Idee der Wachstumsrücknahme hat zwei Ursprünge:.. 1 - Die Erkenntnis, dass wir auf eine ökologische Katastrophe zusteuern.. Die Schäden, die der exzessive Konsum in den reichen Ländern verursacht, sind eigentlich schon da: Klimaveränderung, Erschöpfung der nicht erneuerbaren Rohstoffe, Verschmutzung und Abfälle, Schäden an der Gesundheit.. 2 - Die Einsicht, dass das Gesellschaftsmodell des exzessiven Konsums und der Überproduktion in den Industrieländern in eine Sackgasse führt und dass wir gleichwertigere Beziehungen zu Schwellenländern und zu nicht industrialisierten Ländern aufbauen müssen.. Dies würde einen bewussten Umgang mit verschiedenen Arten der Diskriminierung wie beispielsweise Rassismus oder Sexismus sowie den Abbau von neokolonialistischen Bestrebungen einschließen.. Serge Latouche, Wirtschaftswissenschaftler, beschreibt Zwei Quellen der Wachstumsrücknahme (.. Petit traité de décroissance sereine.. , Mille et une nuits, 2007):.. Die Bewegung für WR vermittelt tatsächlich Ideen von altem Ursprung, die mit der Kritik an der Wirtschaft aus kultureller und ökologischer Sicht verbunden sind.. Ihre theoretische Basis (der Homo oeconomicus) und deren Umsetzung in die Praxis, das heißt die moderne Gesellschaft, wurden bereits von Durkeim, Mauss, Polanyi, Sahlins, E.. Fromm, G.. Bateson et al.. kritisiert.. Diese Kritik wurde von A.. Gorz, F.. Partant, J.. Ellul, B.. Charbonneau, C.. Castoriadis, I.. Illich, J.. Dewey et al.. in den 60er Jahren formuliert:.. - Kritik aus kultureller Sicht: unerwünschte Gesellschaft Erfolglosigkeit der Entwicklung im Süden und der Orientierungsverlust im Norden stellen die Konsumgesellschaft und ihre imaginäre Basis (Fortschritt, Wissenschaft, Technik) in Frage.. Daher rührt die Suche nach einer.. Post-Entwicklung.. - Kritik aus ökologischer Sicht: Umweltkrise und Gesellschaft ohne Nachhaltigkeit.. Die physischen Grenzen des Wachstums werden schon von Malthus (1766-1834) und von Nicolas Léonard Sadi Carnot mit seinem zweiten Gesetz der Thermodynamik (1824) in Betracht bezogen.. Die Ökologie wird als Frage in der Wirtschaft von Sergueï Podolinsky (Sozialismus und Ökologie) und vor allem von Georgescu-Roegen (bioökonomische Folgen des Entropiegesetzes) entwickelt.. Vergleich (von Latouche) zwischen der klassischen Definition von Wirtschaft und der Realität:.. - Die klassische Definition von Wirtschaft analysiert die Ökonomie, indem sie die Mechanik von Newton als Modell nimmt.. Abfälle und Verschmutzung bleiben außerhalb der normalen Produktionsfunktionen; Gegen 1880, wird sogar der Faktor Erde aus dieser Definition gelöscht.. Seither unterliegt die Produktion theoretisch keiner ökologischen Barriere mehr, obwohl die Natur ihre Grundlage ist.. Von daher werden seltene Ressourcen vergeudet, die Solarenergie bleibt weitgehend ungenutzt.. - In der Realität ist der wirtschaftliche Prozess entropisch: Nimmt man eine gegebene Biosphäre und einen linearen Zeitverlauf, dann ist ein unbegrenztes Wachstum in einer begrenzten Welt unmöglich.. Die Wirtschaft muss in der Biosphäre gedacht werden.. (Kenneth Boulding vergleicht in einem Artikel aus dem Jahr 1973 die Wirtschaft der Cowboys, die auf Ausbeutung der Ressourcen basiert, und die räumlich begrenzte Wirtschaft des Kosmonauten.. ).. Dies ist die physische Begründung der Argumentation für eine Wachstumsrücknahme, aber auch die Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten, in denen der Begriff Ökologischer Fußabdruck entwickelt wurde.. Die andere Begründung der Argumentation für Wachstumsrücknahme ist natürlich eine politische.. Paul Ariès (.. Décroissance ou barbarie.. , Golias, 2005) beschreibt vier Hauptkrisen:.. - eine Umweltkrise (Regellosigkeit des Klimas).. - eine Sozialkrise (Steigerung der Ungleichheiten).. - eine Krise der Politik (Abbau der Demokratie).. - eine Krise des Menschen (Verlust des Sinns).. Das System der Entwicklung erschlägt den Menschen genau in dem gleichen Maß, wie er die sozialen Verbindungen niederschlägt und die Natur zerstört.. Die Wachstumsrücknahme wäre dann ein Versuch, eine Lösung für diese vierfache Krise zu finden.. (Freie Übersetzung für unsere Seite).. François Schneider forscht als Wissenschaftler über Ökologie.. Er hat den Rückkopplungseffekt beschrieben: Durch diesen Effekt, wird der Gewinn, den der technische Fortschritt uns theoretisch bringen kann, von einem Wachstum des Konsums aufgelöst.. Er gibt fünf Gründe:.. - Ökologisches Problem.. - Problem der sozialen Gerechtigkeit.. - Demokratisches Problem.. - Problem der Lebensqualität.. - Wissenschaftliches Problem.. In der von der Petra-Kelly-Stiftung organisierten Konferenz,.. Wege aus der Wachstumsfalle!.. (November 2007) stellt er den Kontext vor:.. Von Öko-Leistungsfähigkeit und Wirtschaftswachstum erwarten wir: weniger Arbeitslosigkeit, weniger Verschmutzung, mehr Freizeit, mehr sozialer Austausch, Sicherheit, Gesundheit, Glück.. Nun:.. - Wir prüften das Heilmittel: effiziente Dienstleistungen, saubere Autos, saubere Heizung.. , Autobahnen und Internet, miniaturisierte Elektronik.. - Das BIP pro Kopf (Quelle: Weltbank).. ist in den Entwicklungsländern seit 1960 nicht gestiegen.. ist in den OCDE-Ländern zwischen 1960 und 2003 von ungefähr 7.. 000 US$ (1960) bis 23.. 000 US$ (2003) pro Kopf (in konstanten 2000 US$) gestiegen.. - Die weltweiten Warenexporte sind zwischen 1950 und 2000 insgesamt gestiegen:.. Landwirtschaftliche Produkte um das siebenfache.. Benzin und Bergbauprodukte um das zehnfache.. Fertigprodukte um das fünfzigfache.. - Der Energieverbrauch im Europa der 15 steigt seit 30 Jahren unaufhörlich.. - Die versiegelte Fläche steigt seit 30 Jahren ebenfalls, zum Beispiel in Frankreich: 5,9 bis 7,7 Prozent der Gesamtfläche zwischen 1985 und 2000.. Das heißt:.. Wir konsumieren immer mehr, mehr Flüge, mehr Autos, mehr Energie für Heizung und Klimatisierung in größerem Wohnraum, mehr importierte Produkte, mehr Fläche unter Beton oder Asphalt, mehr Produkte und Dienstleistungen.. Und.. Die Welt wird NICHT weniger verschmutzt, wir sparen keine Zeit, die Arbeitslosigkeit bleibt hoch, die Lebenserwartung hat zwar zugenommen, aber Krebs und Stress nehmen ebenfalls zu, wir sind nicht glücklicher.. Schließlich kann man Valérie Fournier zittieren: ".. Putting the economy back in its place involves the affirmation of values grounded in humanism and the republican ideals of democracy, equality and solidarity.. ".. ("Putting the economy in its place",.. International Journal of Sociology and social policy.. ).. Wir müssen tatsächlich ein anderes Gesellschaftsmodell und eine andere Art zu leben finden.. Wie es Valérie Fournier schreibt: ".. This escape from the economy is at least as much a question of decolonising the imagination as one of enacting new practices, it calls for rethinking the economy (.. ) or rethinking ourselves outside economic relations, for example, by fighting against the reduction of human beings to their economic function (.. )".. Was wäre dann die Wachstumsrücknahme?.. Paul Ariès:.. Es handelt sich nicht um eine Rückkehr zu einem pseudo-verlorenen Paradies, es handelt sich um eine gemeinsame Abzweigung.. Es würde sich also erst um eine physische und wirtschaftliche Schrumpfung aber um ein Wachstum der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit handeln, die zu einer besseren Lebensqualität und einer fairen Reduzierung kollektives Verbrauchs von natürlicher Ressourcen führen würden.. Was die physische und also auch wirtschaftliche Dimension - wir betrachten die Entkoppelung von ökologische und wirtschaftliche Sphären als unmöglich - fasst Nicolas Ridoux zusammen:.. Regelmäßige Verminderung des Verbrauchs von Rohstoffen und Energie, in den Ländern und für deren Bevölkerungen, die mehr als ihren akzeptablen ökologischen Fußabdruck verbrauchen.. Als Erstes müsste das materiell Überflüssige zugunsten eines Wachstums der humanen Beziehungen  ...   "ends-oriented" thinking where the perception of a crisis produces a "political imperative" that pushes aside democratic debate and urges us all to act in a concerted manner.. As Latouche (2006b) notes, faced with serious environmental threats, people who have the most to lose (mainly in the North) might well hand over their freedom to state figures promising to preserve their lifestyles.. But whilst recognising the threat of environmental degradation, proponents of degrowth are not prepared to sacrifice democracy to some "ecological imperative" any more than to economic or political imperatives.. Unlike some radical ecologists and in particular deep ecologists (e.. Naess, 1989; Sessions, 1995), degrowth proponents are as keen to escape from the "force" of nature as they are from the force of capitalism or the market.. Degrowth is not presented as an ecological imperative (although it may be that too), but as an opportunity to initiate debates and reclaim decisions about the organisation of economic and social activities.. Thus Ariès (2005) insists that degrowth is not a "forced option" in the face of catastrophic environmental crisis; he is keen to move away from apocalyptic visions that could legitimise imposed solutions, and insists that degrowth is a choice that defenders would make without the oncoming ecological crisis, "simply to be human".. Degrowth is not defended as a necessity but as a choice, one that has to be made democratically and openly.. Similarly, for Latouche (2006b), whilst degrowth may impose itself through natural limits, it is an opportunity to democratically reclaim and rethink the way we live, or "to make a virtue out of necessity".. The material conditions defined by limited ecological space and its current over-use may create an imperative for radical change in the ways we organise ourselves, but it does not in itself dictate how this should be done.. This emphasis on democratic choice over "imperative" is accompanied by a privileging of human and social values above ecological ones.. Whilst degrowth may have to operate within ecological limits, it is strongly anchored in humanist values; and various proponents are at pain to show that their concerns are primarily with human values and social justice rather than ecological values.. Thus as noted above, Ariès (2005) would stand for degrowth even without the oncoming ecological crisis, "simply to be human"; in a similar vein, the Parti pour la Décroissance defines itself as "humanist" before ecologist.. Similarly, for Latouche (2006a), degrowth is not just about protecting the environment, it is a question of social justice.. More generally, it is argued that the ecological crisis is just one consequence of an ideology of growth that destroys the social fabric (by creating inequalities and poverty) and democracy as well as the environment.. In sum, degrowth is not defended as a necessity but as a political choice: we are not condemned to degrowth, rather it is an open path we can chose and shape.. Thus degrowth is not envisaged in terms of sacrifice, or austerity and scarcity (as it is often accused of), but as an opportunity to reconsider what constitutes the good life.. This emphasis on the good life is signalled by the use of terms such as conviviality (Moins de biens, plus de liens - "Fewer goods, more relationships" being one of the motto of the movement) and well-being (indeed, the sub-title of the Journal de La Décroisssance is La Joie de Vivre).. Proponents insist that degrowth does not require a decrease in quality of life, simply a different conception of quality of life, one that gives more importance to sensorial experiences, relationships, conviviality, silence, beauty than to consumption (Ariès, 2005).. Replacing the consumer by the citizen.. Reclaiming citizenship and privileging this role over economic ones such as that of the consumer has been a strong motif in recent green politics (e.. Dobson, 2003, 2006; Dobson and Bell, 2006; Dobson and Valencia-Saiz, 2005; Doherty and de Geus, 1996; Hayward, 2006; Latta, 2007)[5].. Dobson's (2003) conceptualisation of ecological citizenship is of particular interest here since its political rather than moral emphasis seems well in tune with the degrowth movement.. Dobson's (2003) definition of ecological citizenship is grounded in ecological footprints; ecological citizenship is bound by the obligations arising from limited ecological space and excessive ecological footprint; it is grounded in material relations but translate these material relations into political ones.. Thus, the current vast inequalities in ecological footprints between rich and poor countries define relations of obligation, especially from the rich to bring about a more equitable distribution of ecological space (Dobson, 2003).. For Dobson, grounding ecological citizenship in material relations related to limited ecological space makes it an eminently political concept for it sets the conditions of (in)justice: "Political obligation between citizens is generated, in my conception, by the requirements of justice under conditions of ecological space scarcity" (Dobson, 2006, p.. 448).. Thus ecological citizenship, on this understanding, is not a moral issue, but as Dobson (2003, 2006) is at pain to show, a political one.. The community created by the material relations defined by ecological footprint is a political community, rather than one defined by a "common humanity".. This emphasis on the political nature of citizenship is one shared by the degrowth movement.. Here citizenship is also envisaged in terms of collective, political practice; indeed, it is the collective and political nature of citizenship that opens up escape route from the economy.. Calling upon citizens takes us away from the individual, selfinterested motives of the consumer; it serves to link individual choices and behaviours into collective action, to frame them in a political context, not only "by opening up the possibility of checking self-interest against the common good" (Dobson and Valencia Saiz, 2005, p.. 158), but also by lifting what could amount to no more than isolated individual lifestyle decisions and actions (e.. to recycle, buy green products) into a wider political domain.. This politicising function of citizenship is particularly central of the degrowth movement's proposal for a general consumption strike.. One particular strategy that is put forward as a political weapon for people to reclaim themselves as citizens is the consumption strike (Ariès, 2006).. But this consumption strike is a not envisaged as the isolated acts of individuals, as an exercise in lifestyle whereby individuals boycott a particular product or opt for voluntary simplicity (although these are also deemed to be worthwhile strategies).. Rather, it is proposed as a political act that would be accompanied by collective demands to government and industries (Ariès, 2006).. Citizens could, for example, demand institutional or legal frameworks that privilege human rights (such as a universal right to decent accommodation, to free public transport) above the rights of consumers to choose cheap throw-away products, or of producers to advertise.. So the idea of the consumption strike is not about exercising power as a consumer (i.. e.. a sort of "voting with your trolley or wallet"), but rather about refusing to identify oneself as a consumer.. This consumer strike could be organised in steps so that the future "ex-consumers" learn to use this weapon and to live without consumption; the steps that are suggested include for example, participating in the "buy nothing day" that already takes place in November of each year and organising others, targeting forms of consumption that are deemed particularly damaging (e.. cheap "throw-away" goods manufactured under conditions of slave labour), or inviting people to reflect on how they could consume less (Ariès, 2006).. And as we learn to live outside the economy, or the domain of commodity exchange, the consumption strike could also become an end in itself.. Unlike the worker's strike whose aim is to return to work, the aim of the consumer strike is not to return to consumption, but rather to learn to move away from it.. Thus the general consumption strike could be both a means and an end: a weapon to attack capitalism and growth economics at its core - in its sacralisation of consumption, but at the same time a way of learning to live differently from the homo economicus which we are commonly reduced to.. If the general consumption strike is one mechanism imagined to privilege the citizen over the consumer, another conceptual strategy that has been put forward is to reimagine the market as a space that calls upon us as citizen, that appeals to our sense of civil obligation and participation rather than to our "economic rationality".. Thus, Latouche (2003) proposes to reframe the market in terms of the Agora.. Drawing on studies of markets in Africa as well as on the imagery of the Agora in Ancient Greece, he suggests that recasting the market as the Agora would re-inscribe exchange within the social and the political, and would call upon us as citizens rather than consumers.. "Markets" would no longer be thought of as just places for commodity exchange, but also as having social and political functions.. This is not to say that the market so conceived would have no economic function, but that it would not be reduced to this.. For Latouche, the Agora is first and foremost a place of public life and civil society.. It is a place for encountering the foreign, the other (a school of tolerance); it is also a forum for political life where elected officials and candidates come out to speak, to campaign and debate.. And the Agora is also a place of counter power to the official power (of the Acropolis); for example, in Africa it is a place where women can subvert their subordinate role and affirm themselves as citizens.. In terms of practice, rethinking the market along the line of the Agora means reinscribing it within time and space, embedding it within local contexts so that it has a more immediate reality to participants.. So the market is no longer an abstract, distant, universal, omnipresent and omnipotent "force", but a specific social reality firmly located in time and space.. Indeed, the localisation of exchange, production, finance and politics is seen as "the most important strategic means" of degrowth (Latouche, 2006a).. For proponents of degrowth, this means producing locally most of the products that are to satisfy local population's needs, local financing of organisations through the harnessing of local credit, local exchange schemes, including those relying on local money, and at the political level, the creation of "small republics" whereby all citizens are involved in the public affairs of their area.. In sum, the notions of democracy and citizenship are strong motifs of the degrowth movement, and are both part of its broader intent to "escape from the economy", to redefine economic relations and identities in political terms.. The emphasis on democracy clearly refutes any economic or ecological imperative and firmly places the decisions concerning the organisations of our affairs within our own collective hands, and the foregrounding of the figure of the citizen over that of the consumer paves the way for forms of collective engagement that take us away from the self-interested actions of the homo economicus.. However, this dual emphasis on democracy and citizenship is not without potential tensions, tensions that are also reflected within the broader context of environmental politics and that are discussed in the next section.. Who wants to be a citizen?.. Any talk of democracy or citizenship begs questions about inclusion and exclusion: who will be willing/able to take part in civil society? Will it be, as environmental politics are often represented, the preserve of a small minority? (e.. Latta, 2007; Schosberg, 1999) Or can it be made to involve, and appeal to, a broader audience? As noted earlier, there is a potential tension between environmentalism and democracy (Torgerson, 1999; Latta, 2007).. On this issue, the degrowth movement is clear that it would stand for democracy before ecology, and as I discussed earlier is wary of "ecological imperative" discourse.. By foregrounding choice and democracy in its attempt to politicise the economy, it is careful not to fall into another form of determinism, ecological or otherwise, and is insistent that whilst the material conditions defined by limited ecological space and its unfair distribution create an imperative for radical change, they do not in themselves dictate the ways in which this should be done; indeed, this ecological crisis could be seen as an opportunity to shape our future.. In addition, the foregrounding of citizenship in the degrowth movement as well as in some recent work within environmentalism (e.. Dobson, 2003, 2006; Doherty and de Geus, 1996) calls upon us all to participate in environmental actions.. Environmental degradation is not a problem to be solved exclusively by government policy but through the everyday decisions and actions of all of us (e.. g Berglund and Matti, 2006).. If, following Dobson (2003), we define citizenship in terms of material relations grounded in ecological scarcity, then we are all drawn in as citizens, called to act and participate in the fair distribution of limited natural resources; we are all in relations of obligations, in a position of owing or being owed ecological space (Dobson, 2006).. However this potentially all inclusive definition of (ecological) citizenship leaves two questions open.. The first one concerns the mechanisms through which we are called upon as citizens (how do we get the call?), the second concerns our willingness to answer that call, in other words why should we want to be a citizen?.. Turning to the first point, the degrowth movement may have some interesting contributions to make.. It has proposed or organised the creation of various spaces of civil society, of citizenship, from one day event such as the "Buy Nothing Day", to the more ambitious general consumption strike, to month long events such as the Marches pour la Décroissance, or attempts to re-embed markets within local fabric and politics.. However, if degrowth proponents are keen to open up spaces for the enactment of local democracy, they are equally wary of the danger of leaving political participation to these relatively small and local levels, for, they argue, this could lead to parochialism, and to the confinement of critique and alternatives to a few marginal groups.. Thus, to challenge the supposed neo-liberal consensus around growth, and re-politicise economic debates and practices, there is a need to engage with a wider public.. For degrowth to be inclusive, it cannot be left in the hands of local or direct participation but needs to be articulated at broader levels, it needs to become a mass movement.. This is not to deny the importance of grassroots initiatives, of local politics and "small events"; but for proponents of degrowth, we also need to develop mechanisms that will link up local spaces and actions into a broader political movement, and that will bring debates to a broader audience; an this involves entering parliamentary politics (Ariès, 2007).. It is for this reason that the Parti pour la Décroissance was created, and that proponents of degrowth support representative democracy.. They argue that whilst direct democracy is appropriate at small local level, it cannot be organised beyond small groups of 50 people, thus excluding the majority of citizens (Cheynet, 2007).. For supporters of degrowth, representative democracy is essential to the organisation of inclusive collective action and debate.. And indeed it seems that this strategy has succeeded in bringing the notion of degrowth to public debate, for as noted earlier, it has become a term with which the press and mainstream politicians have had to engage with (although usually not embrace).. The second issue raised by the emphasis on citizenship concerns motivation is; considering the comfort many of us in the North enjoy as consumers, why would we want the burden, obligations, responsibility of citizenship? Indeed, a quick perusal at the reactions of governments or individuals in the face of rapidly escalating environmental degradation does not bring much hope.. Whilst there is a growing number of people and governments who recognise the urgency of ecological threats, they remain unwilling or unable to do anything other than "sustain the unsustainable" to borrow a phrase from Blühdorn (2007); this is, indeed, a response I am commonly faced with when talking to students about the sort of alternative economies we could build in response to environmental and social degradation.. Whilst many of the students seem well aware of the environmental and social wreckage caused by Western style consumption and production, they admit that they remain unwilling to do away with fast food, designer clothing or cheap consumer goods.. So short of the authoritarian responses that would eschew the motivation question and that the degrowth movement is so keen to avoid, what could drive people to abandon the comfort of consumerism and take on the obligation of citizenship? Various suggestions have been offered.. For example, Dobson (2003, 2006) in his discussion of ecological citizenship argues that it is justice that will motivate us to acknowledge, and act upon, our obligations.. He agrees that simply pointing to material asymmetries in the use of ecological resources will not provide sufficient ground for action; there need to be reasons that link the facts of asymmetries to conclusions about how we should act.. For him, this is the role of justice: "Justice is the reason that links the facts (unequal occupation of ecological space) to the normative conclusion (act so as to reduce the occupation of ecological space where appropriate)" (Dobson, 2006, p.. 450).. However, this still leaves open the question of why we should be motivated by justice.. Dobson (2006) deals with this in a footnote, where he claims "I hope I will not be asked to explain why people should feel motivated to do justice, as this is a task that has confounded much more powerful minds than my own" (p.. 451).. Indeed, but then we are back to the beginning.. In a rebuttal of Dobson's thesis, Hayward (2006) tries to eschew the question of motivation by putting forward "resourcefulness" as the main ecological virtue; this he argues "involves the development and exercise of human capacities, and this fulfils part of the substance of a good human life; it also eases the pressure on finite natural phenomena that are needed as resources in (roughly) inverse proportion to resourcefulness" (p.. 442).. For Hayward, the very definition of resourcefulness avoids the problem of motivation behind Dobson's justice; since resourcefulness relies on the development of human capacities, it also defines the good life.. In other words it is what we should all want to develop if we are to become fully human, to realise our potential as human beings.. Thus resourcefulness conveniently aligns ecological concerns and personal interests; as individuals deploy ingenuity to reduce their use of resources, they will also develop themselves or realise their human capacities.. But as Dobson (2006) notes, it is not clear what is ecological about resourcefulness; indeed, humans can, and have, put their ingenuity to work on many projects, from space exploration, to the exploitation of resources, or the design of war machines and nuclear weapons; and the reduction in the use of natural resources has, so far at least, not been at the forefront of these projects.. Both the values of justice and resourcefulness could be read within a degrowth framework; concerns for justice underpin its avowed republican values of democracy, equality and solidarity, and its articulation of democratic choice and citizenship.. A case could also be made for the existence of a parallel between Hayward's resourcefulness and the degrowth movement's emphasis on humanistic value; thus, for example, Ariès' (2005) claim that he would stand for degrowth even without the ecological crisis, but simply to be "human" hints at the development of human capacities beyond that of "consuming".. However, maybe the point is not to find what could motivate us to be "good ecological citizens", as any simple answer to this question is bound to be flawed and could be co-opted into another set of instrumental measures, but rather to create spaces where we can act as citizens rather than as consumers, whatever our motives for doing this might be (social justice, environmental justice, self-development).. In other words, instead of trying to work out our motivations for acting as citizens, we could simply create as many spaces as possible where we would be defined in terms other than economic rationality: not as consumers who want more (for less), who are after value for money, or the latest cheap deal.. Whilst the degrowth movement is no more able to answer the big motivation question as any other environmental writers or theories, it can make a small contribution to environmental politics by opening up such spaces.. As I have suggested earlier, degrowth is not merely about consuming and producing less, it is first and foremost about providing a critique of the economy and its colonising effect, and pointing to escape routes.. Escaping from the economy thus provides an essential starting point for conceptualising forms of social organisation that do not rely on economic vocabulary, for imagining practices such as consumer strikes that break up with economic rationality, for developing spaces such as local markets in which we can experiment non-economic relations and identity.. Thus maybe the main contribution of the degrowth movement to environmental politics and debates is that through its emphasis on "escaping from the economy" it provides both conceptual and practical strategies for challenging the growth economy; and it does this by inviting us to rethink economic practices in terms of democratic choices and acts of citizenship.. This is not to say that these non economic spaces do not exist already; the myth of universal commodification tends to ignore the fact that many of us spend a significant proportion of our time providing for ourselves, or helping others provide for themselves, without relying on the market (e.. Williams, 2004, 2005a, b).. In addition, others have made similar points about the need to escape from "orthodox" economic framing; as was mentioned earlier Gibson-Graham (1996, 2002, 2006) have called for a reconceptualisation of economic relations and identity away from capitalocentric thinking.. However, considering the serious nature of the ecological and social crisis facing us, multiplying the calls to escape from the economy, and finding as many points of exit as possible may be far from a redundant exercise.. Notes.. Growth does not fare much better in terms of social justice.. The global inequality in the use of ecological space has been accompanied by growing inequalities in the distribution of wealth.. Economic growth fuelled by increased consumption does not bring more wealth to the most needy, as the infamous "tricking down effect" would have us believe.. Rather it tends to privilege the richest and those who are already consuming beyond their fair share of the earth resources.. Thus whilst the amount of global wealth has never been so high, 1.. 1 billion people still have no access to drinking water, 1.. 2 billion people live on less than 1 dollar a day and 2.. 8 billion on less than 2 dollars a day; this represents 45 per cent of the world population (UNDP, 2006).. The poorest 20 per cent of the planet accounted for 1.. 1 per cent of world income in 2006 against 2.. 3 per cent in 1970; the richest 20 per cent (mainly living in the North) accounted for 86 per cent of the world income against 70 per cent in 1970.. In this regard, Pumar (2005) offers an interesting account of the way in which the neoliberal understanding of sustainability became institutionalised, and came to efface more radical perspectives.. The book was translated in French as.. Décroissance: Entropie-Ecologie-Economie.. (Georgescu-Roegen, 1979).. This emphasis on critique is also reflected in the.. Parti pour la Décroissance.. 's manifesto and statutes; the party defines itself as a counter-power and its statutes contain a clause stipulating that any member who becomes elected to a position of executive power will have to resign from the party for the duration of his/her mandate.. Although the terms of consumers and citizens are commonly used to index different set of concerns or motives (the pursuit of individual interests and satisfaction versus moral and collective responsibility), the distinction is not always clear cut.. As Shaw (2007) notes, given the impact that consumption patterns have on society and the environment, it has become, for some, a vehicle for practising citizenship and building community..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: 11.. 2012.. Berliner Tagung zur feministischen Ökonomie in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße.. 6.. 2011.. Picnic for Degrowth am 5.. Juni.. 5.. Das böse Wort Verzicht.. , Daniela Becker für klimaretter.. info.. 28.. 3.. Das nukleare Roulette stoppen - Raus aus dem Wachstumswahn!.. , eine Reaktion von Matthias Schmelzer (Attac deutschland) während der AKW von Fukushima immer noch außer Kontrolle ist.. 2.. Solidarität mit der L14.. über die Räumung vom Hausprojekt an der Liebigstraße 14, Berlin.. 29.. bis 31.. 10.. 2010.. Auto.. Mobil.. Krise.. , Kongress der Rosa Luxembourg Stiftung in Stuttgart.. 09.. "Die Wirtschaft muss schrumpfen".. Interview von Alexis Passadakis auf Klimaretter.. Berlin.. Symposion und Buchvorstellung.. zum Thema Postwachstumsgesellschaft, nach der Erscheinung vom Buch von Dr.. Irmi Seidl und Prof.. Dr.. Angelika Zahrnt.. Postwachstumsgesellschaft.. Konzepte für die Zukunft.. 21.. 08.. "Fliegen bedroht das Recht auf Leben".. : Klima-Aktionstag am Flughafen Bremen.. 20.. "Ressourcen gut - aber leider aus: OVERSHOOT DAY 2010".. (Glocalist.. com).. 07.. Niko Paech:.. "Deutschland soll sich deglobalisieren".. von Zhang Danhong und (Redaktion) Klaus Ulrich, dw-world.. de.. 30.. 07.. In Streif.. züge.. , "radikaler Reformismus im Sinne einer schrittweisen Veränderung der grundlegenden Vergesellschaftungsformen".. auf dem Weg zu einer Postwachstumsgesellschaft?.. Krise und staatliche Transformation.. von Joachim Hirsch.. 19.. 06.. The Steady State Economy Conference 2010: Working Towards an Alternative to Economic Growth.. Leeds, UK.. 9-11.. 3rd International Conference on Eco-Efficiency.. Egmond aan Zee, Netherlands.. A propos Picnic for Degrowth:.. Prosperity? The key lies in de-growth.. auf rediff.. com.. 06.. International Picnic for degrowth!.. 04.. 05.. Was ist Vivir Bien?.. Ein KriSU - für eine Kritische und Solidarische Universität - Online-Tool in Development.. 16.. 04.. Private Universität Witten/Herdecke:.. Glaube an das Wirtschaftswachstum als neue Religion.. 03.. Attac:.. Weiter auf die Suche nach Alternativen zum Wachstumswahn.. Webseite der Konferenz von Barcelona.. November 2009.. Aufruf zur Konferenz Economic Degrowth Today Ende März 2010 in Barcelona.. und allen Hausprojekten.. von Adèle Bouvattier, Korrekturen von Kati.. Am 2.. Februar 2011 wurde das 1990 gegründete Wohnprojekt an der Liebigstraße 14 in Berlin Friedrichshain geräumt.. In den Kreisen, in denen man sich mit der Idee einer Wachstumsrücknahme beschäftigt, hätte ich erwartet, irgendwo einige Zeilen darüber zu lesen.. Aber es war bei den Verteidiger_innen eines Übergangs zu einer Postwachstumsgesellschaft aller Arten, also Aktivisten, Unis, NGOs.. kein Wort darüber zu finden.. Dies schien mir äußerst merkwürdig: die theoretische Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens und die Aktion der "Wohnaktivist_innen", die angefangen haben, eine reale Alltagslebensalternative zu entwickeln, sollten doch miteinander verknüpft werden.. Praktisch und lokal gesehen sind Leute wie die Bewohner der L14 diejenigen, die gegen die systematischen und endlosen Mieterhöhungen aktiv sind, unter denen alle Berliner_innen leiden.. Sie bekämpfen damit die realen Auswirkungen akkumulationsfixierter Politik und Spekulation.. Gentrifizierung gehört zur Wachstumslogik.. Lokal sind sie auch diejenigen, die den Kiez leben lassen, während sie gleichzeitig an einer politischen Emanzipation arbeiten: durch die Organisation zahlreicher Kulturfestivals, wo Filme und Dokus geschaut und kommentiert werden, wo Diskussionen über verschiedene Themen geführt werden, wo Ausstellungen, (Soli)Partys stattfinden.. Sie sind diejenigen, die durch gemeinsame Einrichtungen, Nutzen und Teilen Nachhaltigkeit im Haushalt konkret umsetzen.. Auch indem sie Basisdemokratie im Alltag praktizieren, experimentieren sie mit alternativen Modellen gegen das gegenwärtige nicht demokratische und nicht nachhaltige Verhalten - der Firmen, der Bundes- und Landes-Regierungen.. So sind sie auch diejenigen, die die traditionell gewordenen Haushaltsformen dekonstruieren, die durch das Modell der Kernfamilie dimensioniert und strukturiert werden.. Sie schaffen dadurch die innerhalb dieses Rahmens definierten geschlechtsspezifische Rollen ab, um mehr Geschlechtergerechtigkeit in die Praxis umzusetzen - was schöne Konferenzdiskurse nicht unbedingt schaffen.. Auf der Makroebene kann man alles theoretisieren und als Modell darstellen, nur fehlt oft der Realismus dabei.. Umgekehrt versuchen politische Hausprojekte auf der Mikroebene zu arbeiten, bevor Überlegungen zur Verallgemeinerung möglich werden.. Die L14 hat vielleicht weder alle Fragen gestellt noch ein komplettes alternatives mikroökonomisch-ökologisches Modell entwickelt, sie ist aber ein Symbol dafür geworden, wie die Staatsmacht autonome Projekte behandelt.. Während das Thema Wachstum bzw Wachstumskritik in aller Munde ist und die Regierung sich sogar ihre Enquete Kommission "Wohlstand, Wachstum und Lebensqualität" gegönnt hat, sind die Wohnaktivist_innen von Berlin  ...   von der Bewohnern gefordert wurde), aber genausoviele neue Initiativen und Aktionen für eine solidarische und nachhaltige Wachstumsrücknahme initiiert.. Lasst uns alle mitmachen!.. Ankündigung: Postwachstumsgesellschaft - Symposion und Buchvorstellung.. Dienstag, 7.. September 2010.. Veranstalter: Dr.. Angelika Zahrnt sowie das Institut und die Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, VÖW).. Symposion.. Zeit: 13.. 30 - 17.. 00 Uhr.. Ort: Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums, Geschwister-Scholl-Straße 3, 10117 Berlin.. Buchvorstellung.. Zeit: 19:00 - 20:30 Uhr.. Ort: Dussmann das KulturKaufhaus, Friedrichstraße 90, 10117 Berlin.. Seit vielen Jahr(zehnt)en gibt es eine umfangreiche und fundierte Kritik gegenüber der Wachstumsorientierung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.. Im Zuge der Finanz- und Klimakrise bekommt die Debatte neuen Schwung.. Das Buch "Postwachstumsgesellschaft.. Konzepte für die Zukunft" greift dieses hochaktuelle Thema auf und diskutiert, wie zentrale Gesellschafts-, Politik- und Wirtschaftsbereiche (um)gestaltet werden müssen, so dass diese und damit auch Politik und Gesellschaft nicht weiter auf ständiges Wirtschaftswachstum angewiesen sind.. Die Herausgeberinnen Dr.. Angelika Zahrnt laden Sie in Kooperation mit dem Institut und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, VÖW) herzlich ein, am Symposium und der anschließenden Buchvorstellung teilzunehmen.. Programm.. ab 13.. 30 Uhr.. Empfangskaffee.. 14.. Begrüßung und Beginn.. 10-14.. Thematischer Einstieg.. Vorstellung der Thesen.. 30-15.. 35 Uhr.. Weltcafe mit Autor/innen.. Diskussion der Thesen.. 15.. 35-16.. Kaffeepause.. 00-16.. 50 Uhr.. Paneldiskussion.. Herausforderung einer Postwachstumsgesellschaft für Forschung und Praxis.. 50-17.. Ausblick Schlussworte.. 19:00-20:30 Uhr.. "Postwachstumsgesellschaft.. Konzepte für die Zukunft".. - Mit den Herausgeberinnen Dr.. Angelika Zahrnt.. - Vorstellung und Einführung: Prof.. Kurt Biedenkopf.. - Moderation: Thomas Hanke, Handelsblatt.. Konzepte für die Zukunft" erscheint Ende August beim Metropolis-Verlag.. Nähere Informationen hier:.. http://www.. metropolis-verlag.. de/811/book.. do.. Hinweise zur Teilnahme:.. Eine Anmeldung ist für beide Veranstaltungen erforderlich.. Bitte geben Sie an, ob sie das Symposion Postwachstumsgesellschaft, die Buchpräsentation oder beide Veranstaltungen besuchen möchten.. Die Teilnahme am Symposion Postwachstumsgesellschaft ist kostenlos, die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt.. Wir bitten um Anmeldung bis zum 5.. August 2010.. Anmeldung an:.. Fax: 030 / 288 83 78 28.. berlin@neueshandeln.. Bei Fragen rufen Sie gerne an unter Tel.. 030 / 288 83 78-0.. Bitte geben Sie bei der Anmeldung ihren Namen, ihre Organisation, ihre Adresse sowie Telefon-, Fax- und Email-Kontakt an.. Call for the Second International Conference on Degrowth.. Barcelona, Spain, 26-29 March 2010.. ICTA (Universidad Autonoma de Barcelona), and Research Degrowth.. This is a call for a second conference on socially sustainable economic degrowth, linking economic, environmental and social perspectives with emphasis on practical policies concrete proposals.. Thirty years ago, Nicholas Georgescu-Roegen published a book in French (edited by Jacques Grinevald and Ivo Rens) with the title Demain la Décroissance (Degrowth Tomorrow) (1979).. We say, Aujourd hui la Décroissance (Degrowth today).. The economic crisis of 2008-09 brings a new perspective.. Economic degrowth can be good for the environment but it must be socially sustainable.. The 2nd international conference on economic degrowth for ecological sustainability and social equity follows from the first international conference (Paris, April 2008, http://events.. it-sudparis.. eu/degrowthconference/en/), that took place with the support of the European Society for Ecological Economics, Club of Rome (Brussels/Europe), Telecom Sud-Paris and SERI (Sustainable Europe Research Institute) and was attended by 150 participants, involving presentations by some 90 scientists (see the declaration of the conference).. The second international conference on degrowth will develop clear policy proposals and strategies for action on degrowth and define the key open questions and research agenda.. The conference will foster interaction between participants and put emphasis on the development of cooperative research.. Local organizing committee: Joan Martinez-Alier, François Schneider, Mario Giampietro, Giorgos Kallis.. This conference will follow a novel format.. It will include selected keynote speeches and roundtables by distinguished degrowth scholars.. The conference will however mainly be based on paper presentations with posters and working groups.. Call for Abstracts, Posters Papers.. An abstract of 400 words should be sent to the email barcelona2010(at)degrowth.. net by 30 November 2009.. Working groups.. Commissioned steering papers from experts will be discussed in working groups and assembly meetings.. The goal is to come up with concrete proposals for policy and action and with a research agenda for degrowth.. Registration.. Contact: Barcelona2010(at)degrowth.. net..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Einige Grundlagen.. Eine Einführung.. nach Jacques Grinevald und Ivo Rens.. Entstehungsgeschichte.. Warum brauchen wir Wachstumsrücknahme? Gedanken und Ideen als Argumentationsbasis.. "Nachhaltiges Wachstum" oder Alternativen zum Wachstum?.. von Fabian Scheidler.. Umker zu einer Politik der Wachstumsrücknahme.. von Vincent Cheynet.. Über die Werbung, Pfeiler der Wachstumsgesellschaft.. "Warum nennen wir uns Werbezerstörer (Casseurs de pub) "?.. , die Einführung der Webseite von Casseurs de Pub.. Praktisch.. Die.. 10 Ratschläge für ein Leben ohne Wachstumswahn.. von den Casseurs de Pub.. Nicholas Georgescu-Roegen ist Vordenker der Wachstumskritiker und der Décroissance-Bewegung.. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften über Ökonomie und Wachstumsrücknahme.. Nicholas Georgescu-Roegen kam am 4.. Februar 1906 in Constan?a, (Rumänien) zur Welt.. Er studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften in Bukarest und an der Sorbonne in Paris, wo er 1930 promovierte.. Nachdem er zwei Jahre bei Karl Pearson in London Vorlesungen gehört hatte, wurde er Professor am Institut für Statistik der Universität Bukarest und arbeitete in mehreren wichtigen Funktionen für den Staat.. Die Zeit 1934 bis 1936 verbrachte er an der Eliteuniversität Harvard, wo er durch den österreichisch-amerikanischen Ökonom Joseph Schumpeter gefördert wurde.. Angeregt durch die Begegnung mit Schumpeter wandte er sich den Wirtschaftswissenschaften zu.. Nach der Machtübernahme durch den Kommunismus musste er im Februar 1948 mit seiner Frau, ebenfalls Mathematikerin, nach Amerika fliehen.. In den USA schloss er sich mit befreundeten Ökonomen zusammen, die er bereits von früher kannte.. Von 1949 bis 1976 war er Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Vanderbilt Nashville, im US-Bundesstaat Tenessee.. Im Lauf seiner akademischen Karriere wurde er aufgrund seiner hervorragenden Leistungen in die ganze Welt eingeladen.. So hielt er von 1977 bis 1978 Vorlegungen an der Universität Straßburg, Frankreich.. Im Lauf seines Lebens entwickelte er sein kritisches und innovatives Denken immer weiter.. Sein wichtigstes Buch, The Entropy Law and the Economic Process (Harvard University Press 1971) führt die revolutionären, aber unverstandenen Thesen, die zum größten Teil schon in seinem ersten großen Buch, Analytical Economics, angelegt waren, zu einem Abschluss.. Sein drittes Buch, Energy and Economic Myth (1976), das provokativste, wurde kaum rezipiert.. Die internationale akademische Gemeinschaft hat die revolutionären Thesen von Georgescu-Roegen bisher nicht anerkannt.. Jacques Grinevald und Ivo Renz übersetzten die gesammelten Texte aus Demain la décroissance (1979) und der Wiederauflage La décroissance (1995) und machten sie einer größeren Öffentlichkeit zugänglich.. Den verschiedenen ökologischen Bewegungen in Europa dienten sie als Manifest.. Nicholas Georgescu-Roegen starb am 30.. Oktober 1994 in Nashville.. Er hinterlässt ein gewaltiges philosophisches und wissenschaftliches Erbe.. Erst jetzt, an der Grenze zum 21.. Jahrhundert, fängt man an, dessen Bedeutung für eine nachhaltige Ökonomie auf ökologischer Basis zu erkennen.. Der Begriff Wachstumsrücknahme stammt ursprünglich aus Frankreich.. In Frankreich sind auch die Ursprünge der Bewegung entstanden.. Das Wort Wachstumsrücknahme ist die deutsche Übertragung des französischen Wortes décroissance , das sich von croissance (französisch für Wachstum ) ableitet.. Décroissance ist zwar das Gegenstück zu croissance Wachstum , meint aber nicht Rezession, sondern ein kritisches Hinterfragen der gängigen Wachstumsideologie mit all ihren Folgen.. Daraus resultiert konsequenterweise ein sorgsamerer und nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen unserer Erde.. Geprägt wurde dieser Begriff von Jacques Grinevald, ein Anhänger und Freund von Nicholas Georgescu-Roegen, der als Vater und Vordenker der Bioökonomie gilt.. Jacques Grinevald veröffentlichte zusammen mit Ivo Renz 1979 das Essay von Georgescu-Roegen auf französisch:.. Demain la décroissance : entropie-écologie-économie,.. (Lausanne, Verlag Pierre-Marcel Favre).. Der Begriff décroissance Wachstumsrücknahme steht in einer langen Tradition kritischer Theorien: Entfremdung von der Arbeit (Feuerbach, Marx.. ), Kritik an der Konsumgesellschaft (Baudrillard, Lefèbvre, Clouscard, Debord.. ) oder Kritik an der Werbung und den modernen Massenmedien (Postman).. Dazu gehören aber auch gesellschaftliche Bewegungen, die sich kritisch mit den sozioökonomischen Gegebenheiten auseinandersetzen, zum Beispiel Luddismus, Feminismus, die Ökobewegung und Ähnliche.. Die Wachstumsrücknahme hat außerdem Bezüge zu verschiedenen Strömungen in Philosophie, Spiritualität und Politik.. Konzept und Theorie der Wachstumsrücknahme entwickeln sich ständig weiter.. Sie stehen somit in einer lebendigen und permanenten Evolution.. Die Hauptfrage ist jedoch nicht die genaue Bedeutung des Wortes, sondern was wir mit dem Konzept, das dahinter steht, machen und wie wir es in unser Handeln umsetzen.. Zum ersten Mal tauchte der Begriff décroissance in einem Text des Philosophen André Amar auf, der 1976 in der Zeitschrift Les cahiers de la Nef veröffentlicht wurde.. Der Philosoph André Gorz plädiert in dem Buch Ecologie et liberté, Galilée Verlag (dt: Ökologie und Politik) für die Wachstumsrücknahme, nachdem er sich mit den Theorien von Nicholas Georgescu-Roegen auseinandergesetzt hatte:.. Nur ein Ökonom, Nicholas Georgescu-Roegen, hatte soviel gesunden Menschenverstand, um festzustellen, dass der Konsum der Ressourcen selbst wenn er auf stabilem Niveau bleibt diese ganz zwangsläufig verbraucht, bis sie vollständig zur Neige gehen.. Somit lautet das Gebot der Stunde nicht, immer mehr zu konsumieren, sondern immer weniger.. [.. ] Alle Linken, die es ablehnen, sich mit der Frage einer ausgleichenden Gerechtigkeit aus dieser Perspektive heraus auseinanderzusetzen, zeigen, dass der Sozialismus für sie nur die Folge der sozialen Beziehungen, der kapitalistischen Zivilisation, der Lebensart und der bürgerlichen Konsummodelle mit anderen Mitteln ist.. Die Utopie besteht heute nicht darin, den Wohlstand durch Wachstumsrücknahme und den Umsturz der aktuellen Lebensart zu befürworten; die Utopie besteht darin zu denken, dass das Wachstum der Produktion noch mehr Wohlstand bringen kann, und dass sie materiell noch möglich ist.. Da Kritik an den gesellschaftlichen und ökologischen Zuständen immer lauter wird, findet das Konzept der Wachstumsrücknahme in Frankreich und Italien immer mehr Anhänger.. Verschiedene Autoren, zum Beispiel Cheynet, Ariès, Latouche.. in Frankreich oder Bonaiuti, Pallante.. in Italien, setzen sich damit auseinander.. Sie beleuchten es aus unterschiedlicher Sichtweise.. Über Wachstumsrücknahme werden nicht nur theoretische Arbeiten geschrieben, es entwickeln sich auch praktische Initiativen.. Ihnen gemeinsam ist die Suche nach einem anderen Lebens- und Wirtschaftsmodell, also ein vollständiger Paradigmenwechsel.. Das Motto lautet: Sowohl die soziale als auch die ökologische Krise wächst mit dem westlichen Modell der (Wirtschafts-)entwicklung.. Wir wollen da raus!.. Im Jahr 1993 veröffentlicht Jacques Grinevald in der französischen Zeitschrift Silence, die sich mit ökologischen Themen beschäftigt, einen Artikel über Wachstumsrücknahme und ihren Theoretiker Nicholas Georgescu-Roegen.. Der Beitrag findet allerdings so gut wie kein Echo.. Die Gründer der Zeitschrift Casseurs de pub, Bruno Clémentin und Vincent Cheynet, entwerfen in Frankreich das Konzept der Décroissance soutenable zu Deutsch etwa nachhaltige.. Damit wollen sie dem Slogan vom Nachhaltiger Entwicklung oder sustainable development etwas entgegensetzen und gleichzeitig die öffentliche Debatte anstoßen.. Auf dieser Grundlage erstellt Vincent Cheynet 2002 ein Dossier für die Zeitschrift Silence.. Dieses Dossier mit einer Erstauflage von 5000 Exemplaren wird zwei Mal wiederaufgelegt.. Der Präsidentschaftskandidat und Landwirtschaftsexperte Pierre Rabhi stellt das Thema Wachstumsrücknahme bei der französischen Präsidentschaftswahl 2002 in den Mittelpunkt seiner Aktivität.. Ebenfalls im Jahr 2002 findet in Paris eine Konferenz über das Thema Wachstumsrücknahme statt.. Auf dieser Veranstaltung wird der Versuch unternommen, die Ideologie der westlichen Wirtschaftsentwicklung zu entmythisieren.. Dieses Ereignis gilt als Grundstein einer breiteren Wachstumsrücknahmebewegung.. In Frankreich und Belgien werden daraufhin Zeitschriften gegründet, die sich kritisch mit Werbung und Technologie auseinandersetzen.. Sie unterstützen nicht nur die französische Ökobewegung, sondern auch die Anhänger der Wachstumsrücknahme.. Im gleichen Jahr wird das Institut d Etudes Economiques et Sociales pour la Décroissance Soutenable, IEESDS, gegründet.. Dieses Forschungsinstitut beschäftigt sich mit wirtschaftlichen und sozialen Fragen, die im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Wachstumsrücknahme stehen.. Es möchte die Theorien über Wachstumsrücknahme auf eine wissenschaftliche Basis stellen.. Vincent Cheynet, Bruno Clémentin.. (Casseurs de pub).. und Michel Bernard (Silence) veröffentlichen im Verlag Parangon das Buch.. Objectif décroissance.. Es wird 8000 Mal verkauft und muss dreimal wiederaufgelegt werden.. Im September 2003 organisiert das Institut unter dem Motto.. La décroissance soutenable - Die nachhaltige Wachstumsrücknahme.. ein internationales Kolloquium.. Es findet mit 600 Teilnehmern im Rathaus von Lyon statt.. Ab März 2004 wird von der Vereinigung.. Casseurs de Pub.. die Zeitung.. herausgegeben, die 2006 mit einer Auflage 45 000 Exemplaren erscheint.. Der Verkauf steigt seit ihrer Gründung permanent an.. La Décroissance.. wird in Frankreich, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Kanada und Deutschland (Berlin) verkauft.. Patrick Braouezec von der kommunistischen Partei Frankreichs ist der erste Parlamentarier, der während der Sitzung der französischen Nationalversammlung am 25.. Mai 2004 die Notwendigkeit einer nachhaltigen und solidarischen Wachstumsrücknahme propagiert.. Und am 28.. Juli 2004 beginnt der Wissenschaftler und Ökologe François Schneider eine 12 Monate dauernde Reise durch Frankreich, die er zu Fuß mit einer Eselin unternimmt.. Mit dieser Reise will er die Idee der Wachstumsrücknahme seinen Mitbürgern vorstellen.. Ab 2004 werden in mehreren europäischen Ländern Märsche organisiert, zu Fuß, mit Eseln oder Fahrrädern.. Die Teilnehmer wollen sich damit zur Langsamkeit und zur Entschleunigung des gesamten Lebens bekennen.. Parallel dazu werden 2005 in der angelsächsischen Welt die ersten Transition cities gegründet.. Die Bewohner dieser Städte versuchen ein Leben zu führen, als ob es kein Erdöl mehr gäbe.. Ziel ist es, sich ein Leben ohne fossile Brennstoffe vorzustellen und daraus einen Lebensstil zu entwickeln, der diese Vorgabe berücksichtigt.. Ebenfalls im Jahr 2005 wird in Frankreich ein neues Kolloquium zum Thema Wachstumsrücknahme vom IEESDS organisiert.. Federführend sind hierbei Professor Serge Latouche und Bernard Guibert.. Letzterer gehört der Wirtschaftskommission der französischen Grünen an.. Weitere Märsche für Wachstumsrücknahme folgen.. So gehen einen Monat lang über tausend Menschen von Lyon nach Magny-Cours, um gegen den Großen Preis von Frankreich bei der Formel 1 zu demonstrieren.. Als prominente Personen der französischen Wachstumsrücknahmebewegung nehmen Albert Jacquard, José Bové, Paul Ariès und Serge Latouche an der letzten Etappe teil.. In den folgenden Jahren finden weitere Märsche statt, die von lokalen Gruppen organisiert werden.. Im Oktober 2005 300 Personen nehmen an der Tagung mit dem Motto.. Generalstände der nachhaltige Wachstumsrücknahme zur Vorbereitung der Präsidentschaft- und Parlamentswahlen von 2007 in Lyon teil.. Im April 2006 wird die französische Partei für Wachstumsrücknahme (Parti pour la décroissance, PPLD) gegründet.. Drei Monate später bekommt die Bewegung für Wachstumsrücknahme weiteren Auftrieb, denn Yves Cochet, Ex-Minister und grüner Parlamentsabgeordneter, bekennt sich öffentlich zur Wachstumsrücknahme und setzt sich in seiner politischen Arbeit dafür ein.. Im November 2006 wird die erste Ausgabe der Cahiers de l IEESDS veröffentlicht.. Im Jahr 2007 greifen Menschen in Mexiko und Argentinien die Idee der Wachstumsrücknahme auf.. Damit wird sie auch außerhalb Frankreichs und Europas verbreitet.. Hierzu schreibt Miguel Valencia Mulkay, von der.. Red Ecologista Autonoma de la Cuenca de México,.. autonomes ökologisches Netz von Mexico:.. Ein Geschrei klingt nun im Norden, in der Welt der Opulenz vor dem Überfluss von Informationen und Augenfälligkeiten.. Es bestätigt den fortgeschrittenen Umbruch der globalen Ökosysteme und sozialen Netze durch die Globalisierung.. Reiche Industrienationen sind davon ebenso betroffen wie arme Entwicklungsländer.. Die Menschen leiden unter dem steigenden Stress.. Das äußert sich in einer steigenden Selbstmordrate, mehr Nervenzusammenbrüchen, in steigendem Konsum von Drogen, Beruhigungsmitteln und Psychopharmaka; als Folge sind auch mehr Gewalt in den Familien, innerhalb der Gesellschaft, zwischen den gesellschaftlichen Gruppen und zwischen den Nationen zu nennen.. Denn die Menschen nehmen deutlich war, wie die die Welt, die ihnen Halt und Sicherheit gibt, zu Grunde geht: Jeden Tag schreien sie immer lauter: WACHSTUMSRÜCKNAHME! Das ist die einzige Lösung für diese unerträgliche Situation.. Denn alles andere ist ein Wahnsinn, der den drohenden ökonomischen, ökologischen, politischen und menschlichen Kollaps leugnet.. Noch im Jahr 2007 wird in Katalonien die Entesa pel decreixement als soziales Protestnetz gegründet, um die Idee der Wachstumsrücknahme zu verbreiten.. Die Energiekrise bietet die Gelegenheit, die Gesellschaft in Frage zu stellen und an Alternativen zu arbeiten.. Die katalonischen Aktivisten schreiben:.. Weniger zu produzieren und zu konsumieren, den Handel und den Warenverkehr wieder zurück in die Region zu bringen, an der lokalen Selbstverwaltung der Gemeinschaft und seiner Ressourcen teilzunehmen, zu teilen.. in allen Aspekten des Lebens.. Die Krise öffnet einen Weg zur Entmaterialisierung des Glücks und zur Wiederentdeckung eines gemeinsamen, naturnahen Lebens.. Im Jahr 2008 beginnt das Kollektiv Temps de re-voltes einen Fahrradmarsch durch Katalonien.. Die Teilnehmer des Marsches treffen sich mit verschiedenen sozialen Bewegungen unter dem Motto.. konkrete Projekte zur Wachstumsrücknahme und Gegenmacht.. Im April 2009 findet die Conférence de Paris mit dem Titel.. Décroissance économique pour la soutenablilité écologique et l équité sociale.. statt.. (European Society for Ecological Economics).. Nach Cahiers de l'IEESDS n 1,.. Beihheft von der Revue La Décroissance vom 22.. November 2006, und mit der netten Hilfe von Antonio, blog Decrecimiento , Laura Blanco y Sylvain Fischer, von Entesa pel decreixement (Spanien).. Ein Beitrag zum Arbeitspapier für eine Alternative Weltwirtschaftsordnung.. von Fabian Scheidler.. Die Frage, ob weiteres Wirtschaftswachstum mit den Grenzen der Biosphäre und den Grundsätzen der Nachhaltigkeit vereinbar ist, ist solange irreführend, als unter Wachstum eine Steigerung des BIP verstanden wird.. Entscheidend für die Ökologie sind nicht die im BIP ausgewiesenen Geldströme sondern die Menge und Qualität der Ressourcenströme.. Führt man die Wachstumsfrage auf die materielle Basis zurück und betrachtet die Ressourcenströme, so ist die Antwort eindeutig: Die Industrieländer allein beanspruchen schon jetzt die gesamte ökologische Kapazität des Planeten.. Das bedeutet zum einen, daß diese Länder der Erde einen zwei- bis fünfmal größeren ökologischen Fußabdruck zumuten, als ihnen unter den Prämissen der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zustehen würde.. Zum anderen zeigt es, daß eine Imitation des westlichen (ressourcenintensiven) Entwicklungsmodells durch die sogenannten Entwicklungsländer die ökologischen Dimensionen des Planeten (und das heißt auch: die Basis aller ökonomischen Aktivitäten) definitiv sprengen würde.. Notwendig ist also zweierlei: Erstens eine radikale Reduktion des Ressourcenverbrauchs in den Industrieländern.. Zweitens gilt es, in den sogenannten Entwicklungsländern die Chance zu nutzen, direkt auf ressourcenleichte Produktions-, Distributions- und Konsumweisen zu setzen, zu denen die Industrieländer ohnehin finden müssen.. Zu 1) Um unser bisheriges Wachstums- und Entwicklungsmodell (und die dahinter stehenden Kapitalinteressen und asymmetrischen Wirtschaftsbeziehungen) nicht in Frage stellen zu müssen, hat man als Ausweg aus dem Widerspruch zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit den Begriff des nachhaltigen Wachstums geprägt, der bereits vielerorts die nachhaltige Entwicklung ersetzt.. Diesem Begriff liegt die Vorstellung zugrunde, daß eine technische Effizienzsteigerung in der Güterproduktion sowie eine Zunahme des Dienstleistungssektors am BIP den Ressourcenverbrauch und die Senkenbelastung so weit reduzieren könnten, daß genügend ökologischer Spielraum für weiteres Wachstum auch in den Industrieländern geschaffen würde.. In vielen entscheidenden Bereichen z.. im Automobilsektor zeigt sich jedoch, daß die Effizienzgewinne durch das Produktionswachstum national wie weltweit bei weitem überkompensiert werden, die absolute Belastung also steigt.. Auch große Teile des Dienstleistungssektors erweisen sich als weitaus weniger ressourcenleicht , als vielfach angenommen wird.. Die Herstellung eines Computers beispielsweise verschlingt fast 2/3 der Menge an Energie und Materialien, die ein Auto benötigt.. Obwohl Öko-Effizienz und eine Umschichtung zugunsten des Dritten Sektors wichtige Bestandteile einer Nachhaltigkeitsstrategie seien können, reichen sie allein bei weitem nicht aus.. Die Dimensionen der drohenden ökologischen und daraus folgenden sozialen Katastrophen erfordern einen tieferen strukturellen Wandel, sowohl in unserer Lebensweise als auch in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen:.. Ein Wandel unseres Wohlstandsbegriffs und unseres Lebensstils ( Gutes Leben als primäres Ziel und nicht Waren- und Geldakkumulation).. Aufhebung der aus der Kolonialzeit stammenden und unter der Regie von WTO, IWF und Weltbank weitergeführten asymmetrischen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nord und Süd, die eine Extraktion von billigen Ressourcen durch die Industrieländer erlauben (strukturelles Dumping).. Schrumpfung ressourcenintensiver Wirtschaftsbereiche wie etwa der Automobilindustrie.. Abkehr von der Fixierung der Wirtschaftspolitik auf BIP-Wachstum und Definition neuer wirtschaftspolitischer Ziele und der entsprechenden Indikatoren.. Solche Veränderungen erfordern natürlich einen tiefgreifenden Wandel auch in der Beschäftigungspolitik, der Steuerpolitik und den sozialen Sicherungssystemen, deren Finanzierung bislang auf permanentem Wachstum beruht.. Von entscheidender Bedeutung, um den Wandel möglich, akzeptabel und nicht nur sozialverträglich sondern gemeinwohlfördernd zu gestalten, wird es sein, eine gerechtere Verteilung des Volkseinkommens zu erzielen und den Trend zur sozialen Schere umzukehren.. Arbeitszeitverkürzungen sowie die verstärkte Einbeziehung höherer Einkommen und Vermögen in die Finanzierung der sozialen Sicherung sind hier zu nennen.. 2) Der direkte Einstieg von Entwicklungsländern in ressourcenleichte Produktions- und Konsumweisen ist nicht als Entwicklungsbremse zu verstehen, sondern könnte diesen Ländern im Gegenteil mittel- und langfristig wichtige Vorteile gegenüber den heutigen Industrieländern verschaffen, z.. durch größere Unabhängigkeit von Energie- und Rohstoffimporten, geringere Kosten für die Behebung von Umweltschäden und einen Vorsprung im Bereich zukunftsfähiger Energietechniken.. Besonders in der Energiepolitik wäre es für Länder des Südens überaus sinnvoll, beim Aufbau neuer Kapazitäten statt auf fossile Energieträger (wie es derzeit im großen Maßstab in Indien und China geschieht) verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen.. Dieser Text ist die freie Übersetzung des Aufsatzes von Vincent Cheynet Engager une politique de décroissance.. Das französische Original ist auf der Internetseite des Institut d études économiques et sociales pour une décroissance soutenable - IEESDS (www.. decroissance.. org) zu finden.. Warum Wachstumsrücknahme?.. Am 19.. und 20.. Mai 2005 fand die vierte Konferenz der ASPO in Lissabon statt.. Die ASPO, Association for the study of peak oil (Verein zum Studium des Erdölgipfels) hat sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit über den Fördergipfel bei Erdöl zu informieren, der konsequenterweise zu einem Ende des billigen Erdöls führt.. Zwei Tage lang haben 300 Personen aus 40 verschiedenen Ländern - Geologen, ehemalige Arbeiter von Öltankschiffen, Professoren oder Wirtschaftler diskutiert und Vorträgen zugehört, ohne dass die Medien groß davon Notiz nahmen.. Der Zeitpunkt, wann der Fördergipfel genau erreicht sein wird, ist nicht von Bedeutung , erklärte Kjell Aleklett, der Präsident des ASPO: Was zählt, ist der unaufhaltsame und unumkehrbare Niedergang der Produktion, der folgen wird.. Der ehemalige Angestellte eines erdölverarbeitenden Unternehmens hat die Institutionen, die sich um Energiefragen kümmern, nachdrücklich aufgefordert, Alarm zu schlagen, denn sonst stehe uns der Tsunami der Erdölreserven bevor.. Die ASPO wies darauf hin, dass unsere Wirtschaft das billige Erdöl als Basis benötigt.. Nun haben wir die Hälfte der Erdölreserven des Planeten verbraucht.. Sehr bald, das heißt zwischen 2009 und 2015, so die Einschätzung, werden wir den Gipfel erreichen, und dann wird das Angebot die Nachfrage nicht mehr befriedigen können.. Auto, Computer oder Zahnbürste.. Schon heute entsteht eine soziale Krise in mehreren südamerikanischen Ländern, wenn sich der Preis pro Barrel Erdöl verteuert.. Zwar wird immer noch etwas übrig bleiben, doch wir werden im zweiten Alter des Erdöls sein, im Alter des teuren Erdöls.. Im Jahr 1999 kostete der Barrel 10 Dollar, er schwankt im Moment (Januar 2006) zwischen 60 und 70 Dollar und einige Banken sagen einen Preis von 100 Dollar im Dezember [ 1 ] vorher.. ((Hier ist der Dezember 2006 gemeint.. Im Januar 2007 kostete der Barrel Rohöl 72 Dollar, im Verlauf des Jahres 2008 erreichte einen Spitzenwert von 133 Dollar; Quelle: http://www.. spiegel.. de/flash/0,5532,13708,00.. html; Anm.. die Übersetzer)) Die Investitionsbank Ixis-CIB hat am 18.. April 2005 eine Studie veröffentlicht, wonach der Barrel Rohöl im Jahr 2015 380 Dollar kosten könnte.. Alle Länder sind betroffen, Erdölerzeuger ebenso wie Verbraucher, vor allem die Reichsten.. Unsere Nahrung, unser Auto, die Dinge unseres alltäglichen Lebens, unsere Computer, unsere Medikamente, unser Fernsehen oder unsere Zahnbürste, alles ist vom Erdöl abhängig.. Jeden Tag verbraucht die Weltwirtschaft 82 Millionen Barrel und die Ölindustrie fängt schon an unter unserem immensen Energiehunger zu röcheln.. The Party s over - die Party ist vorbei , fasst der amerikanischer Journalist und Umweltschützer Richard Heinberg die Situation zusammen [2].. Teures Erdöl bedeutet eine Veränderung auf allen Ebenen der Gesellschaft.. In der Folge wird sie die Entglobalisierung nach sich ziehen.. Wenn man jetzt nichts unternimmt, wird der Erdölschock zu starken gesellschaftlichen und politischen Unruhen führen.. Diese Risiken wurden während der Diskussionen besonders betont.. Das Ende der Ölreserven , so der Geologe und Gründer der ASPO Colin Campbell ist die bedeutendste Herausforderung, der sich die Menschheit stellen muss.. Sackgasse für die Entwicklung.. Denn der Fördergipfel bedeutet ganz einfach das Ende einer Wirtschaft nach westlichem Modell, das auf Wachstum beruht.. In der Tat hört das wirtschaftliche Wachstum dort auf, wo die physischen Grenzen des Planeten anfangen.. Die modernen Wirtschaftsmodelle, seien es nun liberale oder marxistische, die die ökologische Variable in ihrer Argumentation ausblenden, werden von der Wirklichkeit eingeholt.. Jean Baptiste Say (1767 - 1832), der die Arbeit von Adam Smith popularisiert hat, behauptete: Die Güte sind unerschöpflich, weil wir sie sonst nicht kostenlos erhalten würden.. Und da sie nicht vermehrt und auch nicht erschöpft werden können, sind sie nicht Gegenstand der Wirtschaftswissenschaften.. Nicholas Georgecu-Roegen [ 3 ], der Vordenker der Bioökonomie und der Wachstumsrücknahme, schließt daraus, dass die Wirtschaftswissenschaften nicht genug materialistisch und gleichzeitig zu materialistisch sind.. Nicht genug materialistisch, weil sie die physische Realität nicht berücksichtigen.. Zu materialistisch, weil sie den  ...   unsere Symbole, um uns vom Konsum abhängig zu machen.. Sie manipulieren Werte, die uns erlauben menschlich zu handeln, nur damit wir kaufen.. So reduzieren sie unser Engagement für die Gemeinschaft zu einem Engagement für den Konsum.. Wir sind nicht Bürger, weil wir die Werte der Demokratie achten, sondern weil wir Käufe tätigen.. So bringen sie eine ganze Gesellschaft dazu, sich in den Konsum zu stürzen; eine Gesellschaft, wo der Konsum nicht mehr Mittel ist, sondern ein Zweck an sich.. Eine Gesellschaft, die das Profane heiligt - die Wissenschaft, den Konsum oder das Geld und die das Heilige profanisiert.. Das heißt Werte, wie Freiheit, Gleichheit oder Brüderlichkeit.. Die Werbung macht das alles, damit wir vergessen, dass wir menschliche Wesen sind.. Sie reduziert uns zu kranken und immer gierigeren Konsumenten.. So erstaunt es nicht, dass immer weniger Leute zwischen Mensch und Tier unterscheiden können, zwischen einem Erwachsenen und einem Kind.. Ebenso wenig erstaunt es, dass immer mehr von diesen Leuten denken, es gäbe keinen Unterschied zwischen gut und böse, überkommene Ideen seien für Georges Bush reserviert oder für archaische Religionen.. Vor diesem Überfluss an Symbolen, mit dem uns die Werbeleute überschwemmen, denken viele Leute, dass Symbole letztendlich Werbung sind.. Indem sie Symbole ablehnen, werden sie unfähig über Werte zu sprechen oder ihre innersten Gefühle mitzuteilen.. Genau das macht die Werbung.. Sie nimmt Symbole und zerstört sie.. Sie dreht Wörter um und macht sie kaputt.. Letztlich zerstört sie dadurch den Menschen.. Dass eine Werbetafel eine schöne Landschaft zerstört, sieht man sofort, doch oft ist das, was man nicht sieht, viel schlimmer als das, was uns unmittelbar ins Auge springt.. Damit uns die Werber manipulieren können, sagen sie uns immer wieder, dass wir intelligent genug sind, um nicht von der Werbung beeinflusst zu werden.. Wenn das so ist, wozu ist die Werbung dann gut? Ihr Sinn besteht ja gerade darin, ein Produkt zu loben, unsere Meinung durch das geschickte zur Schaustellen von Werbebotschaften zu beeinflussen.. Dadurch glauben wir, dass wir die Entscheidung haben, ob wir eine bestimmte Marke einer anderen vorzuziehen.. Die Rhetorik der Werber ist dieselbe wie die Rhetorik der Hersteller von Zigaretten, Alkohol oder Waffen - und oft arbeiten ja die Werber gerade für sie.. Die Werber sagen, dass diejenigen, die die Werbung kritisieren, Menschen für dumm halten.. Wenn sie wieder dieses Argument benützen, machen die Werber den Menschen direkt verantwortlich.. Denn wenn sich der Mensch durch seine Freiheit definiert, dann charakterisiert seine Schwäche sein menschliches Wesen.. Wir als Menschen sind also manipulierbar, beeinflussbar, konditionierbar.. Nach der vierundsechzigtausendsten Wiederholung wird alles Realität , sagte der Schriftsteller George Orwell.. Erwachsen werden bedeutet auch, sich seiner Schwäche bewusst sein.. Doch die Werber wollen uns den Glauben schenken, wir seien omnipotent.. Wissen Sie, wovor die Werber am meisten Angst haben? Vor Leuten, die nachdenken.. Keep them simple and stupid ( Halten Sie sie einfältig und dumm ), sagte Bill Benbach, Chef der Werbeagentur DDB.. Die Werber wollen die Menschen im Zustand von kleinen Kindern halten, im Brustalter, das heißt, in einem Alter, wo man sofort alle Triebe befriedigt haben möchte.. Sie wollen Erwachsene, die kleine Kinder geblieben sind und sich gleichzeitig allmächtig fühlen.. Aber sie wollen keine kritischen und verantwortungsbewussten Bürger.. Darum reden sie die ganze Zeit vom Wunsch , aber niemals vom Wille.. Damit wir kaufen, benützen die Werber alle Arten der Propaganda.. Ihre Kommunikation stützt sich auf Slogans, die den Menschen endlos eingehämmert werden, damit sie sich ins Gedächtnis der Menschen einbrennen.. Sie versuchen die Emotionen der Menschen zu berühren, um ein reflexhaftes Verhalten zu provozieren.. Die Techniken, die sie verwenden, um ihre Waren an den Mann oder die Frau zu bringen, sind die gleichen, die auch Diktatoren und Tyrannen benützen.. Als die UdSSR noch existierte, gab es dort Werbung für Waren und Propaganda für die Diktatoren.. Beides wurde von den gleichen Werbern gemacht.. Denn für Geld tun Werber alles: Kinder dick machen ebenso wie sich in den Dienst von Despoten zu stellen.. Der bekannte französische Werbefachmann Jacques Séguéla nahm ebenfalls Aufträge des togolesischen Diktator Gnassingbé Eyadema an, um für ihn zu werben.. Er selbst sagte einmal: Wenn man die Werbung verbieten will, heißt das, dass man die Freiheit zu kommunizieren verbieten will; dann sind wir im Nationalsozialismus.. (2) Denn die Werber sind zu jeder Lüge fähig und besonders dazu, ihre Propaganda als Information zu präsentieren! Wie totalitäre Systeme erträgt die Werbung keine Widerrede.. In Nordkorea machen die Werber Plakate und Filme, die den stalinistischen Diktator Kim Jong-Il glorifizieren, während er sein Volk hungern lässt.. Und ebenso erklären die Werber, dass Werbung Freiheit bedeutet.. Und das Schlimme dabei ist, die Journalisten wiederholen es! Denn die Journalisten werden heute mehrheitlich durch die Werber bezahlt.. Sie finanzieren nämlich den größten Teil der Medien heute, indem sie Platz für Anzeigen kaufen.. Aber das war nicht immer so.. Am Ende des Zweiten Weltkriegs haben die Widerstandskämpfer Gesetze geschaffen, um zu verhindern, dass sich die Geschäftsleute der Medien bemächtigen.. Leider hat sich seither die Situation derart verschlechtert, dass die alten Widerstandskämpfer die aktuelle Situation mit der vor dem Krieg vergleichen!.. Die Werber sind schlau und gewieft, mit ihrem strahlenden Lächeln sprechen sie von Freiheit, um die Menschen besser in der Sklaverei des Konsums zu halten.. Wenn Sie von Ethik reden, dann nur deshalb, um ihr dreckiges Geschäft weiter betreiben zu können.. Zurück zum Anfang.. Warum ist die Werbung eine Maschine, die die Natur zerstört.. Weil sie die Menschen dazu treibt, immer mehr zu konsumieren.. Die Werbung dient dazu, falsche Bedürfnisse zu erfinden, um die ständig wachsende Produktion von Dingen weiter anzutreiben.. Die Erde kann die Bulimie der reichen Länder nicht weiter ertragen.. Die natürlichen Ressourcen werden ausgebeutet, um diese Dinge herzustellen.. Daraus werden wieder Abfälle, und die belasten unsere Umwelt ebenso.. Die Berge an Werbebroschüren verstopfen unsere Briefkästen sind eine unnötige Verschwendung.. Die Werbetafeln in unserer Landschaft verstoßen häufig gegen das Gesetz, denn die Werber praktizieren im großen Maßstab Wirtschaftskriminalität.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die Arbeitsplätze vernichtet.. Die Werbung dient Großunternehmen oder multinationalen Firmen und nicht einer Wirtschaft auf menschlichem Maß, die mehr auf die Umwelt achtet und mehr Menschen ein Auskommen bietet.. McDonald's zum Beispiel macht Werbung im Gegensatz zu den unabhängigen Restaurants in den Stadtvierteln.. Die Verbrauchermarktketten Auchan, WalMart, Leclerc, Carrefour, V-Markt und alle anderen großen machen Werbung.. Die Standbesitzer auf den Wochenmärkten können das nicht.. Die Werbung dient also einer sehr produktiven Wirtschaft, die nur wenigen Menschen Arbeit bietet.. (Man braucht beispielsweise wenig Personal, um ein einen Verbrauchermarkt zu betreiben.. ) Die Werbung hat der Wirtschaft, die zwar weniger produktiv ist, aber mehr Menschen Beschäftigung bietet, den Krieg erklärt.. Die Werbung dient der Junk-Economie ebenso wie dem Junk-Food Die Werbung ist eine Maschinerie, die Arbeitslosigkeit schafft.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die die Demokratie und die Politik zerstört.. Die Werbung kommuniziert einseitig, das heißt, man kann ihr nicht antworten.. Der einzelne hat nicht die Möglichkeit den multinationalen Unternehmen zu widersprechen, die gigantische Summen für Werbung ausgeben.. Die Werbung besetzt jeden Raum: Es wird schwierig auf eine Landschaft zu schauen, die frei von Werbung ist.. Die Werbung besetzt die Zeit.. Sie hämmert ihre Botschaften im Radio ein, sie drängt sich in die Filme im Fernsehen, weil sie sie unterbricht.. Sie penetriert auch Kinofilme, denn die Unternehmen zahlen die Produzenten und Regisseure dafür, dass sie ihre Produkte zeigen.. Die Werbung erträgt keine Widerrede.. Die Werber haben den Begriff Werbefeind erfunden, um diejenigen zu bezeichnen, die sich der Werbung entgegen setzen.. Die Werbung beschreibt ihre Kritiker als Griesgram , lustfeindlich als Geisteskranke.. Die Werbung stempelt ihre Gegner zu psychisch Kranken ab, so wie es totalitäre Regime tun.. Bei einem derartigen Erfolg der Werbung, sind Politiker versucht, die Waffen der Werbung zu benützen.. Doch wenn sie so etwas tun, erniedrigen sie sich auf die Stufe von einfachen Produkten.. Die Werbung ihrerseits unternimmt alle Anstrengungen, um die politischen Werte dazu zu benützen, dass mehr gekauft wird.. Das Ergebnis: Sie macht aus Werten eine Ware.. Und das heißt, die Politik zeigt oft eine Werbeideologie.. Der politische Diskurs wird ein Diskurs der Werbung.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die die Pressefreiheit zerstört.. Heute leben die Presse, das Radio, das Fernsehen von der Werbung, die die multinationalen Unternehmen bezahlen, damit sie dort ihre Produkte zur Schau stellen können.. Die Folge: Journalisten kritisieren nur in Ausnahmefällen die Werbung oder die Logik der multinationalen Unternehmen.. Die Journalisten oder Intellektuellen, die sich dort lang und breit auslassen dürfen, sind diejenigen, die im Sinn dieser Logik arbeiten.. Diejenigen, die sich dem entgegensetzen, kommen in den herkömmlichen Medien nicht zu Wort.. Warum liest man außer in den bekanntesten Zeitungen keine anderen Artikel mehr? Journalisten der vorherrschenden Medien beschreiben diejenigen als Extremisten, die sich der Werbung entgegensetzen.. Somit formt die Werbung Medien zu einem Werbekatalog um, der die freie und unabhängige Presse umbringt.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die Kulturen zerstört.. Die Werbekultur gibt es nicht, die Werbung ist Antikultur.. Die Kultur macht uns zu menschlichen Wesen, sie gibt der Welt Leben und Spiritualität.. Die Werbung reduziert den Menschen zu einer Verdauungsröhre, deren einziger Sinn es ist zu konsumieren.. Die Vielfalt der Kulturen der Welt stört die Werbung in ihrem Wunsch, immer mehr Geld zu verdienen, und das so schnell wie möglich.. Die Werbung will also die Kulturen zerstören, indem sie der ganzen Erde standardisierte Produkte und Lebensweisen aufzwingt.. Jeder auf unserem Planten muss das Gleiche und davon möglichst viel konsumieren.. Die Werbung erträgt keine Völker, die aus der Vielfalt ihrer Kultur Reichtum schöpfen wollen.. Die Werbung will keine universelle, sondern eine uniforme Welt schaffen, und zwar indem sie auf trügerische Weise die Unterschiedlichkeit glorifiziert, während sie doch von Gleichmacherei träumt.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die die Gesellschaft zerstört.. Die Werbung bringt keine Werte voran, die das menschliche Wesen fördern, sondern Antiwerte, die es zerstören.. Sie sagt uns, wir sollen alles konsumieren und auf der Stelle all unseren Trieben und Gelüsten nachgeben.. Somit erstaunt es nicht, dass es bei derartigen Botschaften in sozialen Problembezirken zum Knall kommt.. Je niedriger wir auf der sozialen Leiter stehen, desto stärker bekommen wir die sozialen Konsequenzen der Werbelügen zu spüren.. Solange Geld und Konsum die einzigen Werte darstellen, die die Menschen verbinden, wird das Zusammenleben schwierig wird, sei es in der Ehe, der Familie, der Schule, der Arbeit, in unseren Städten, in unserem Land.. Auch das erstaunt nicht weiter.. Es ist sicher, dass eine Gesellschaft mit den Werten der Werbung nicht sehr weit kommen kann!.. Die Werbung ist eine Maschinerie, die die menschliche Persönlichkeit zerstört.. Die Werbung will keine Menschen oder Bürger, sie will Konsumenten.. Sie reduziert jeden von uns auf einen einzigen Zweck: Konsum.. Die Werbung drängt uns zu der irrigen Annahme, dass der einzige Lebenssinn im Konsum liegt.. Die Werbung macht uns zuerst unglücklich, um uns dann etwas zum Kaufen zu bieten, das uns tröstet.. So arbeitet die Werbung.. Manchmal sagt sie uns ganz klar, häufiger jedoch leise und verstohlen, dass diejenigen, die nicht mit der Logik der Werbung konform gehen, Idioten sind, traurige Menschen, die das Leben nicht lieben, altmodische Typen, beschränkte Dummköpfe, unangepasste Menschen.. Um nicht derart lustfeindlich auszusehen, haben wir also Angst, schlecht über die Werbung zu sprechen.. So tötet die Werbung unseren kritischen Geist und unsere Fähigkeit Nein zu sagen.. Heute kehren einige Werbeleute dieser Branche den Rücken, weil sie sich bewusst sind, welchen Schaden sie bei den Menschen anrichtet.. Sie sagen, dass sie nicht ihr ganzes Leben lang solche Halunken sein wollen.. Viele Menschen sind jetzt der Ansicht, dass die Werbung etwas Amüsantes ohne weitere Konsequenzen ist.. Im Gegenteil, sie führt Katastrophen herbei.. Leider können sich genau diese Menschen nicht vorstellen, ohne Werbung zu leben, und das ist der größte Erfolg der Werbung.. Was wir brauchen, ist etwas zu essen, ein Dach über dem Kopf, Freunde, Familie, doch wir können sehr gut ohne Werbung auskommen.. Es liegt sogar in unserem ureigensten Interesse, sie möglichst schnell abzuschaffen, wenn wir unsere Erde nicht vollends zerstören wollen.. Politikerinnen und Politiker, Vereine, Intellektuelle, Bürger kämpfen schon seit langem, um den Einfluss der Werbung in unserer Gesellschaft zurückzudrängen.. Diesen Leuten sollte man sich anschließen.. Auch wir sind in den Widerstand gegen eine Konsumgesellschaft eingetreten, indem wir die freiwillige Einfachheit praktizieren, indem wir unsere Persönlichkeit und unser inneres Leben kultivieren, indem wir uns in der Politik für das Allgemeinwohl einsetzen.. So bremsen wir diese Maschinerie, die uns zerstört.. Von Casseurs de Pub, französischer anti-Werbung Verein.. (Der Text ist eine Übersetzung aus dem Französischen.. Teilweise wurde ergänzt - kursiv - und auf deutsche Verhältnisse angepasst.. Um dich in deinem Leben aktiv gegen den Wachstumswahn zu stellen, musst du dir zunächst bewusst machen, wie du konditioniert wirst.. Das Fernsehen ist der größte Motor dieser Konditionierung.. Also heißt es, das Fernsehen loszuwerden.. So wie die Konsumgesellschaft den Menschen auf seine ökonomische Dimension reduziert - er ist lediglich Verbraucher - reduziert das Fernsehen die Information auf seine Oberflächlichkeit, das heißt das Bild.. Das Fernsehen fördert Passivität und Hörigkeit, das Fernsehen bildet die Persönlichkeit zurück.. Dieses Medium verlangt von Natur aus Schnelligkeit, es erträgt weder Diskurse noch tiefer gehendes Reflektieren.. Fernsehgeräte verschmutzen die Umwelt durch ihre Produktion, durch ihren Betrieb und am Schluss durch ihre Entsorgung als Elektroschrott.. Hierin gleicht das Fernsehen im Übrigen dem Auto.. Statt fernzusehen, wollen wir lieber ein echtes Leben, das heißt, Kreativität, Musik machen, Theater spielen oder Theaterstücke anschauen.. Um uns zu informieren, haben wir die Wahl: Radio (ohne Werbung), Bücher (ohne Werbung), Theater, Kino (ohne Werbung), Vorträge usw.. Das Auto ist viel mehr als ein Gegenstand, es ist das Symbol der Konsumgesellschaft.. Zwar verfügen nur etwa 20 Prozent der reichsten Einwohner unseres Planeten über ein Auto, doch trägt es maßgeblich zum ökologischen Selbstmord auf unserer Erde bei, durch die Verschwendung von Rohstoffen, durch die verschiedensten Arten der Umweltweltverschmutzung, durch die Beschleunigung des Treibhauseffekts.. Das Auto provoziert Kriege um Erdöl.. Der Irakkonflikt ist dafür das aktuellste Beispiel.. Das Auto zieht als Konsequenz auch einen Krieg innerhalb der Gesellschaft nach sich: Auf den Straßen Frankreichs stirbt ein Mensch pro Stunde.. Das Auto ist eine der ökologischen und gesellschaftlichen Geiseln unserer Zeit.. Wir stellen uns gegen die Hypermobilität.. Wir wollen einen Arbeitsplatz in Wohnortnähe, zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren, den Zug oder die öffentlichen Nahverkehrsmittel benützen.. Wenn du dich weigerst, das Flugzeug zu nehmen, heißt das, dass du mit der herrschenden Ideologie brichst.. Diese Ideologie versucht dir einzureden, dass dieses Verkehrsmittel zu den unveräußerlichen Menschenrechten gehört.. Nichts desto trotz sind weniger als zehn Prozent der Menschen jemals geflogen.. Und weniger als ein Prozent benutzen es jedes Jahr.. Dieses Prozent ist die herrschende Klasse, das sind die Reichen der reichen Länder.. Und die haben die Medien in ihrer Hand.. Sie legen die sozialen Normen fest.. Auf die transportierte Person bezogen ist das Flugzeug das Verkehrsmittel, das am meisten die Umwelt am meisten verschmutzt.. Durch seine extreme Geschwindigkeit verändert es künstlich die Wahrnehmung von großen Entfernungen.. Wir wollen lieber in der Nähe, aber dafür qualitativ besser verreisen - zu Fuß, mit einer Kutsche, auf dem Fahrrad oder mit dem Zug, dem Segelboot oder mit allen anderen Fahrzeugen ohne Motor.. Das gewärtige Wirtschaftssystem erzeugt Bedürfnisse, die später zu Abhängigkeiten werden.. Was künstlich ist, wird natürlich.. Wie viele Objekte der Konsumgesellschaft ist das Handy ein falsches Bedürfnis, das durch die Werbung künstlich geschaffen wurde.. Mit Ihrem Handy sind Sie stets erreichbar.. Aber die Werbung verschweigt die Abhängigkeit, die das Handy erzeugt.. Durch das Handy wird man nicht erreichbar, sondern verfügbar.. Verfügbarkeit ist eine Eigenschaft von Sklaven.. Handybesitzer müssen immer bereit sein, ihre Pläne kurzfristig zu ändern.. Sie leben stets quasi auf Abruf.. Darin liegt die Versklavung durch die mobile Kommunikation.. Und letztendlich dient das Handy auch der Kontrolle.. Nicht umsonst haben Kinder bis in die Neunziger Jahre mehr Freiheit für eigene Entscheidungen genossen als heute, wo sie am elektronischen Gängelband der Eltern hängen.. Das Handy ist letztendlich genauso überflüssig wie andere Objekte der Konsumgesellschaft, beispielsweise der Mikrowellenherd, das elektrische Küchenmesser, das Navigationsgerät und vieles mehr.. Statt Mobiltelefon wollen wir lieber ein Festnetztelefon, die herkömmliche Post, das persönliche Gespräch, aber vor allem wollen wir aus uns selbst heraus existieren, anstatt die innere Leere mit Dingen anzufüllen.. Die großen Verbrauchermärkte sind untrennbar mit dem Auto verbunden.. Sie entmenschlichen die Arbeit, sie verschmutzen und entstellen die Randlagen der Städte, sie lassen die Innenstädte veröden, sie fördern die Intensivlandwirtschaft, sie bündeln das Kapital usw.. Die Liste der negativen Auswirkungen wäre zu lang, um sie hier einzeln aufzuzählen.. Was wir stattdessen lieber wollen: zunächst einmal weniger konsumieren, die Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten, kleine Geschäfte in Wohnortnähe, Märkte, Erzeugergenossenschaften, Handwerker.. Dadurch verbrauchen wir insgesamt weniger und wir können auf Fabrikprodukte verzichten.. Oder noch besser: werde Vegetarier.. Die Bedingungen, unter denen Masttiere gehalten werden, offenbaren die ganze Barbarei unserer technisierten, wissenschaftsgläubigen Zivilisation.. Die Ernährung mit Fleisch ist darüber hinaus auch aus ökologischer Sicht sehr problematisch.. Es ist besser Getreide direkt zu essen, als die landwirtschaftliche Fläche zum Futteranbau für Schlachttiere zu nutzen.. Eine vegetarische oder fleischarme Ernährung führt darüber hinaus auch zu einem gesünderen Lebensstil.. Wenn man eine Banane aus der Karibik kauft, dann konsumiert man gleichzeitig den Treibstoff, der für den Weg in unsere reichen Länder n tig ist.. Vor Ort herstellen und konsumieren ist eine Bedingung, um in die Wachstumsrücknahme einzutreten, nicht im egoistischem Sinn, sondern damit jedes Volk seine Fähigkeit zur Selbstversorgung wiederentdeckt.. Ein afrikanischer Landwirt, der beispielsweise Kakaobohnen anbaut, um irgendwelche korrupte Diktatoren zu bereichern, lässt auf seinen Feldern keine Nahrungsmittel f r seine Landsleute wachsen.. 8 - Bring dich in die Politik ein.. Die Konsumgesellschaft lässt uns die Wahl zwischen.. Pepsi-Cola.. und.. Coca-Cola.. oder zwischen.. Jakobs.. Kaffee und Kaffee aus fairem Handel von.. Gepa.. Sie lässt uns die Wahl des Verbrauchers.. Im Markt gibt es kein rechts, keine Mitte und kein links: Für ihn gibt es nur Diktatur des Geldes mit dem Ziel, widerstreitende Debatten oder den Wettstreit der Ideen zu unterbinden.. Die Wirklichkeit ist die Wirtschaft: Der Menschen muss sich ihr unterwerfen.. Dieser Totalitarismus wird paradoxerweise im Namen der Konsumfreiheit durchgesetzt.. Den Status als Verbraucher bewertet man höher als den des Menschen.. Wir wollen uns lieber in die Politik einbringen, und zwar als Individuum, in Vereinen, in Parteien, um gegen die Herrschaft der Unternehmen anzugehen.. Die Demokratie fordert einen permanenten Kampf.. Sie stirbt, wenn die Bürgern sie aufgegeben.. Es ist an der Zeit, ihr die Ideen der Wachstumsrücknahme einzuhauchen.. Die Konsumgesellschaft braucht gehorsame und unterwürfige Konsumenten, die keine vollwertigen Menschen mehr sein möchten.. Solche Menschen können sich nur durch die Abstumpfung, zum Beispiel vor dem Fernseher, durch so genannte Hobbys oder die Einnahme von Neuroleptika (.. Fluctin, Prozac.. und Ähnliches.. ) am Leben halten.. Die Wachstumsrücknahme hat im Gegensatz dazu die Entfaltung der Gesellschaft und des Menschen als Vorbedingung: Das heißt, dass die Entwicklung des inneren Lebens die eigene Persönlichkeit bereichert.. Statt dem Drang nach immer mehr Dingen nachzugeben, verbessere lieber die Beziehung zu dir selbst und zu anderen.. Denke daran, die Dinge besitzen ihre Besitzer.. Versuche in Frieden und Harmonie mit deiner Umgebung und der Natur zu leben; den eigenen gewaltsamen Impulsen nicht nachzugeben, darin liegt die wahre Kraft.. Ideen sind dafür da, dass sie gelebt werden.. Wenn wir nicht fähig sind, sie in die Tat umzusetzen, besteht ihre einzige Aufgabe darin, unser Ego zu erschüttern.. Wir müssen alle Kompromisse machen, aber wir versuchen, ein Leben zu führen, das mehr in Übereinstimmung mit den unseren Vorstellungen steht.. Das ist das Zeichen für die Glaubwürdigkeit unseres Diskurses.. Wenn wir uns verändern, verändert sich die Welt.. Diese Liste ist gewiss nicht vollständig.. Es liegt an euch, sie zu ergänzen und zu erweitern.. Aber wenn wir nicht versuchen, unser Leben mit unseren Ideen in Einklang zu bringen, können wir am Ende nur noch mit Krokodilstränen die Folgen unseres Lebensstils bedauern.. Es gibt gewiss nicht einen reinen Lebensstil auf dieser Erde.. Wir leben alle mit Kompromissen, und das ist gut so..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Vorwort des Living Planet Report (LPR) 2008.. von James P.. Leape (WWF International).. Klimawandel:.. Deutsche Medien betreiben Desinformation.. von Stefan Rahmstorf, Frankfurter Allgemeine Archiv.. Das saubere Auto, ein Ding der Unmöglichkeit.. Vorwort des Living Planet Report (LPR) 2008:.. Der gegenwärtige Abschwung der Weltwirtschaft erinnert uns nachdrücklich daran, welche Konsequenzen es hat, dass wir über unsere Verhältnisse leben.. Doch die Gefahr einer wirtschaftlichen Rezession verblasst im Vergleich zu der drohenden Kreditkrise in ökologischer Hinsicht.. Ob wir am Waldrand oder mitten in einer Stadt leben: Unsere Lebensgrundlage und sogar unser Leben hängt von der Versorgung durch die Ökosysteme der Erde ab.. Der Living Planet Report 2008 stellt fest, dass wir die Ressourcen für diese Versorgung viel zu schnell aufbrauchen schneller, als sie erneuert werden können.. Genau wie unbedachte Ausgaben zur Rezession führen, so führt unbedachter Konsum zur Erschöpfung des natürlichen Kapitals der Erde und letztendlich zur Gefährdung unseres zukünftigen Wohlstands.. Der Living Planet Index zeigt, dass wir allein in den letzten 35 Jahren fast ein Drittel des ökologischen Kapitals der Erde verloren haben.. Doch unsere Ansprüche steigen weiter, angetrieben vom unbegrenzten Wachstum der menschlichen Bevölkerung und des individuellen Konsums.. Unser Fußabdruck übersteigt die Fähigkeit der Erde zur Regeneration nun um rund 30 Prozent.. Wenn unsere Ansprüche an den Planeten weiter mit der gleichen Geschwindigkeit zunehmen, werden wir in den 2030er Jahren den Gegenwert von zwei Planeten brauchen, um unseren Lebensstil aufrechtzuerhalten.. Der Bericht befasst sich in diesem Jahr erstmals mit den Auswirkungen unseres Konsums auf die Wasservorräte unserer Erde und mit unserer Verwundbarkeit durch Wassermangel in vielen Gebieten.. Diese Entwicklungen haben konkrete Folgen, die wir in diesem Jahr den täglichen Schlagzeilen entnehmen konnten.. Die globalen Preise für zahlreiche pflanzliche Agrarerzeugnisse erreichten 2008 Rekordhöhen, was größtenteils aus der verstärkten Nachfrage nach Nahrungs- und Futtermitteln sowie Biokraftstoffen und in manchen Gebieten aus versiegenden Wasserquellen resultierte.. Zum ersten Mal seit Menschengedenken war in diesem Sommer die arktische Eiskappe von offenem Wasser umgeben sie verschwand buchstäblich unter dem Einfluss unseres Kohlendioxid-Fußabdrucks.. Die ökologische Kreditkrise ist eine globale Herausforderung.. Im Living Planet Report 2008 erfahren wir, dass mehr als drei Viertel der Menschheit in Ländern leben, die ökologische Schuldner sind der nationale Konsum übersteigt die Biokapazität ihres Landes.. Die meisten von uns nutzen also für ihren gegenwärtigen Lebensstil und für wirtschaftliches Wachstum das ökologische Kapital anderer Teile der Welt.. Die gute Nachricht ist, dass wir die ökologische Kreditkrise umdrehen können es ist nicht zu spät, um den Beginn einer unabänderlichen ökologischen Rezession zu verhindern.. Dieser Bericht identifiziert die wichtigsten Gebiete, auf denen wir unseren Lebensstil und unsere Wirtschaftssysteme verändern müssen, um einen Weg der Nachhaltigkeit einzuschlagen.. Die Größe der Herausforderung wirkt zeitweise erdrückend, weshalb wir das Konzept der Maßnahmenpakete für Nachhaltigkeit ( Sustainability wedges ) eingeführt haben, um die Überschreitung ökologischer Grenzen zu verdeutlichen, die in verschiedenen Bereichen und als Folge diverser Ursachen auftritt.. Diese Analyse ermöglicht es, die unterschiedlichen Faktoren aufzuschlüsseln und jeweils passende Lösungen vorzuschlagen.. Die größte Herausforderung besteht darin, 2050 die vorausgesagte erhöhte Nachfrage nach Energie zu erfüllen und gleichzeitig den weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu senken.. Wie sie angegangen werden kann, erklärt das WWF Climate Solutions Model.. Dieses Modell betont, dass sofortige Maßnahmen unverzichtbar sind, um dem gefährlichen Klimawandel Einhalt zu gebieten.. Wenn wir tätig werden, um unseren Fußabdruck also unseren Einfluss auf die Ressourcen unserer Erde zu verkleinern, müssen wir auch den Umgang mit den Ökosystemen, die diese Ressourcen bereitstellen, optimieren.. Um Erfolge zu erzielen, müssen wir dabei die von der Natur vorgegebenen Bedingungen und Maßstäbe berücksichtigen.. Das bedeutet, dass in jedem Bereich (wie der Landwirtschaft oder der Fischerei) Entscheidungen mit Blick auf weitreichende ökologische Konsequenzen gefällt werden müssen.. Es heißt auch, dass wir über Eigentumsund politische Grenzen hinweg Wege finden müssen, um für das Ökosystem als Ganzes zu sorgen.. Fast vierzig Jahre ist es her, dass die Apollo-8-Astronauten den berühmten Erdaufgang fotografiert haben und damit das erste Bild der Erde lieferten.. Während der zwei folgenden Generationen hat sich die Welt von einem ökologischen Guthaben zu einem ökologischen Defizit bewegt.. Die menschliche Spezies verfügt über bemerkenswerten Einfallsreichtum und Problemlösungsfähigkeit.. Der gleiche Geist, der sie zum Mond gebracht hat, muss nun genutzt werden, um zukünftige Generationen vor lähmenden ökologischen Schulden zu bewahren.. James P.. Leape, Generaldirektor WWF International.. Das saubere Auto ein Ding der Unmöglichkeit.. Der vorliegende Text ist die freie Übersetzung des Aufsatzes von Vincent Cheynet L impossible voiture propre.. Das französische Original ist auf der Internetseite des IEESDS, Institut d études économiques et sociales pour une décroissance soutenable zu finden.. Da dieser Text aus Frankreich stammt, bezieht er sich in weiten Teilen auf die Situation in Frankreich, insbesondere die statistischen Zahlen geben die Verhältnisse in Frankreich wieder.. Die Situation Deutschland ist aufgrund der ähnlichen Lebensverhältnisse beider Länder vergleichbar.. Wo es möglich war, wurden die entsprechenden statistischen Angaben aus Deutschland ergänzt.. Zum Auto haben die Franzosen gleiche Einstellung wie zum Wachstum: Alles ist gut, solange man es nicht in Frage stellen muss.. Daher bemühen sich die großen Konzerne und die Massenmedien, die im Dienst dieser Konzerne stehen, das Auto als grün , sauber oder nachhaltig darzustellen.. Mit dem Wachstum ist es ebenso.. Das Ziel ist klar: Wir sollen bloß nicht an die grausame Realität denken: Als raum-zeitliches Gesamtphänomen ist eine Zivilisation, die des Autos in dem Mittelpunkt stellt, unhaltbar.. Nicholas Georgescu-Roegen behauptet: Jedes Mal, wenn wir ein Auto herstellen, bezahlen wir im Gegenzug mit der Zerstörung der Lebensgrundlagen kommender Generationen.. Auch wenn es das saubere Auto nicht gibt, es existieren bereits solche, die weniger schmutzig sind.. Es ist äußerst einfach, sie sofort und in großen Stückzahlen herzustellen.. Es genügt, den Hubraum des Autos zu beschränken.. Eine eindeutige politische Maßnahme, doch unsere Gesellschaft weigert sich dies durchzusetzen.. Stattdessen begeistern sich die Journalisten der herrschenden Medien für Autos mit Vierradantrieb.. Sportwagen mit einem Hybridmotor werden sauber genannt.. Den Hubraum eines Autos zu beschränken soll aber nicht bedeuten, die Zivilisation des Autos zu verlängern.. Das Ziel sollte wirklich darin bestehen, sich von diesem Gegenstand und vom Zivilisationsmodell, das damit verbunden ist, zu befreien.. Auf die Frage Was ist ein sauberes Auto? , behauptet Jean-Marc Jancovici mit gutem Recht, dass nicht mehr als 50 Millionen Wagen auf der Erde sauber genannt werden können.. Nämlich nur unsere Krankenwagen und Feuerwehrautos.. Noch bevor ein Auto seinen ersten Kilometer fährt, verschmutzt es die Umwelt: Jedes neue Auto benötigt für seinen Bau 300 000  ...   Vor 200 Jahren war Holz so gefragt, dass Frankreich praktisch keinen Wald mehr hatte.. Holz war eine wertvolle Ressource, die unsere Vorfahren für das Errichten von Gebäuden, das Heizen oder das Kochen von Lebensmitteln vorsahen.. Holz war lebensnotwendig und deswegen war es undenkbar, Holz für überflüssige Sachen zu benutzen.. Genau das aber ist es, was die Anhänger von Biokraftstoffen in großem Umfang vorschlagen.. Essen oder fahren.. Wenn die Erdölförderung zurückgeht, und das wird sehr bald der Fall sein, verringern sich auch die Erträge in der Landwirtschaft, weil Düngemittel dann sehr teuer werden.. Denn Düngemittel werden aus Syntheseprodukten auf Erdölbasis hergestellt.. In Frankreich müssen dann beispielsweise 60 Millionen Menschen ohne Kunstdünger ernährt werden, in Deutschland sind es 82 Millionen.. Wir brauchen den Ausstieg aus der Intensivlandwirtschaft, die mit Monokulturen und unter hohem Einsatz von Kunstdünger Spitzenerträge erwirtschaftet.. Wir müssen die bäuerliche Landwirtschaft neu erfinden, denn sie benötigt nur wenig Energie.. Um den gesamten Treibstoff, der gegenwärtig in Frankreich fürs Autofahren verwendet wird, durch Pflanzenöl zu ersetzen, bräuchte man dreimal die gesamte kultivierbare Ackerfläche von Frankreich! Die Bio-Kraftstoffe werden in Monokulturen angebaut, unter intensivem Einsatz von Düngemitteln und Energie, bisweilen sogar mit genetisch veränderten Organismen.. Das steht in krassem Gegensatz zu einer nachhaltig biologischen Landwirtschaft.. Was wollen wir lieber: Nahrung für alle oder Sprit für ein Drittel (!) aller Autos und LKWs?.. In Zukunft kann man Bio-Kraftstoffe nur für Anwendungen erster Dringlichkeit verwenden, wie Krankenwagen oder für mühsame Arbeiten, die viel Energie, erfordern, beispielsweise in der Landwirtschaft.. Dafür scheint Sonnenblumenöl am stimmigsten: Es braucht wenig Chemie.. Mit der Veresterung von Pflanzenöl und Ethanol ist das anders: Für ihre Herstellung benötigt man chemische Reaktionen auf der Basis von.. Erdöl.. Aber sogar im Fall von Pflanzenöl ist die energetische Rentabilität fraglich.. Die Herstellung von einem Liter Bio-Kraftstoff benötigt bis zu 0,9 Liter Erdöl.. In diesem Fall ist es lohnender, Erdöl direkt zu verwenden.. Die Umweltverschmutzung halbiert sich.. Nach einer in der wissenschaftlichen Zeitschrift Critical Reviews in Plant Science veröffentlichten Studie, erfordert die Produktion von Ethanol den Verbrauch von sechs Energieeinheiten, um eine Einheit Ethanol zu produzieren.. Die Bio-Kraftstoffe werden sich auf jeden Fall, wenn noch verfügbare landwirtschaftliche Flächen bleiben werden, in Konkurrenz mit Zugtieren befinden.. Traktoren oder Arbeitspferde möge der Bessere und Dauerhafteste gewinnen!.. Sich von der verdorbenen Wahrnehmung der Wissenschaft befreien.. Die schlimmste ökologische Katastrophe auf dem Gebiet Energie wäre die Entdeckung einer kostenlosen und unendlichen Energiequelle, selbst wenn sie nicht umweltschädlich wäre.. Tatsächlich treibt jede Energieproduktion den Verbrauch von anderen Rohstoffen unvermeidlich an.. Je weniger Energie wir produzieren, egal aus welcher Quelle, desto weniger verschmutzen wir unseren Planeten und desto weniger Bodenschätze verbrauchen wir.. Die perverse Wirkung des ökologischen Autos.. Das ökologische Auto , das nur drei Liter alle 100 Km verbraucht, macht das Auto fahren billiger und attraktiver.. Die Anzahl der Autos auf den Straßen und die Anzahl gefahrener Kilometer nehmen dementsprechend zu.. Es handelt sich um dieselbe abartige Wirkung wie für die neuen Fahrzeuge: der/die Autofahrer(in) benutzt lieber ein Auto in gutem Zustand, vor allem wenn es mit einem ökologischen Label markiert ist.. Seine Fortbewegung ist damit nicht wirklich ökologisch (ökologisch wäre: zu Fuß gehen, Rad fahren, öffentliche Verkehrsmittel benutzen.. Und selbst wenn die neuen Fahrzeuge weniger CO2 ausstoßen, sind diese Gewinne durch den serienmäßigen Einbau von hochtoxischen Komponenten und großen Energiefressern wie beispielsweise einer Klimaanlage oft aufgehoben.. Das Auto: vor allem eine Zivilisation.. Die Luftverschmutzung, die Ausbeutung der nichterneuerbaren Ressourcen und die Abfälle bilden nur einen Teil der Umweltbeeinträchtigungen des sauberen Autos.. Der Lärm, die Millionen Toter und Verwundeter, deren körperliche und psychische Schäden, die Unsicherheit, der Stress, der Hass, das Inbeschlagnahme des Raumes, die Bodenversiegelung und die Entmenschlichung unserer Umgebung bleiben.. Selbst wenn ein Motor mit Biomöhren-Saft funktionieren würde, bliebe das Auto die grundlegende Quelle ökologischer und sozialer Umweltbeeinträchtigungen in unserer Zivilisationen.. Die Luftverschmutzung macht es nur umso deutlicher.. Es ist wichtig zu verstehen: Der Kauf eines Auto beschränkt sich nicht auf die Inbesitznahme des Fahrzeuges, sondern auch auf die Inbesitznahme der ganzen Welt, die mit dem Fahrzeug verbunden ist, nämlich den Autobahnen, Umgehungsstraßen, Tankstellen, Tankschiffen, die den Kraftstoff transportieren, Verbrauchermärkte (wohin man mit dem Wagen fährt), den Fabriken (um die zitierten Autos und Umgebungen zu produzieren).. Die Zivilisation des Autos umfasst eine Lebensweise, die als Ursprung des größten Teiles der ökologischen Krise gilt.. Ein Auto mit kleinerem Hubraum zu benutzen, ist selbstverständlich besser als ein Auto mit Vierradantrieb, aber in einem Fall wie im anderen handelt es sich immer um vier Räder auf einer Kiste, die sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt und eine dadurch eine Umgebung schafft, die in einem Fall wie im anderen dieselbe ist.. Wir müssen uns nur daran erinnern, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung kein Auto benutzt und dass sich das Auto in Europa erst seit 40 Jahren verbreitet hat.. Der Autofahrer ist sowohl in der Zeit als auch im Raum ein Außenseiter.. Die zwanghafte Suche nach einer technischen Lösung für die vom Auto verursachten Umweltbeeinträchtigungen ist für die herrschende Ideologie symptomatisch.. Die Wissenschaftsgläubigen wünschen, dass wir unseren Traum von einer Welt ohne Autos beerdigen, weil dies einfach nicht realistisch sei.. Eine wirklich rationale Betrachtungsweise dringt genau auf das Gegenteil und wir wissen, dass die einzig glaubwürdigen Antworten auf die ökologische Krise kultureller, philosophischer und politischer Art sind.. Obwohl sie wichtig sind, bleiben technische Antworten sekundär.. Das Problem besteht nicht darin, saubere Autos herzustellen.. Es geht viel mehr darum, mit der Produktion von Autos aufzuhören.. Der Diskurs, mit dem Verteidiger eines ökologischen Autos argumentieren, stimmt mit dem Diskurs der Befürworter einer dauerhaften Entwicklung oder eines nachhaltigen Wachstums überein.. Er besteht darin, ein System mit einem grünen Anstrich zu versehen, das sich auf zwei irrationelle Glaubensgrundsätze stützt: Die Ressourcen unseres Planeten sind unbegrenzt.. und Die Biosphäre kann unsere Expansion unbeschränkt ertragen.. Diese Haltung ist kulturell kontraproduktiv, weil sie ein System unterstützt, das letztendlich auf die Zerstörung unseres Planeten ausgerichtet ist.. Ebenso wie das saubere Auto , das der französischen Elektrizitätsversorger EDF anpreist, wird hat diese Haltung eine negative Ökobilanz.. 1 T E Bulletin - N 89 - Juni 2000.. 2.. L auto ou la ville.. Das Auto oder die Stadt.. ) - n 2 - April 1996.. 3 ADEME Agence de l'environnement et de la maîtrise de l'énergie: (Agentur für Umweltfragen und Energiemanagement.. Weitere Lektüreempfehlung (allerdings auf Französisch):.. Vincent Cheynet:.. Automobile et décroissance.. Jean-Marc Jancovici:.. Que pouvons-nous espérer des biocarburants ?..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern haben Menschen kritische Beiträge über die herrschende Wachstumsdoktrin veröffentlicht.. Bei ATTAC beispielsweise setzt man sich intensiv damit auseinander.. Gibt es ein Leben nach dem Wachstum?.. Matthias Schmelzer zur Wachtumskritik.. bei Diskurskombinat.. Ecommony: Strukturelle Gemeinschaftlichkeit statt Negatives Wachstum.. von Friederike Habermann auf dem Blog der Tagung der Gender AG von Attac am 03.. November 2012:.. SCHNEEWITTCHEN RECHNET AB.. Feministische Ökonomie für anderes Leben, Arbeiten und Produzieren.. Wachstumsfetischismus (Teil I).. von Jürgen Grahl.. Wachstumsfetischismus (Teil II).. Kaufen für die Müllhalde.. , eine Dokumentation über Wachstum und geplannte Obsoleszenz auf Arte.. von Fabian Scheidler (Beitrag für das Buch Perspektiven! , Hamburg 2004).. Ob es um die Bekämpfung der Massenerwerbslosigkeit, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, die Konsolidierung der Staatshaushalte, die Armutsbekämpfung, den sozialen Frieden oder gar den Umweltschutz geht: Wirtschaftswachstum gilt heute für Politiker jeder Couleur und Nationalität und auch für einen großen Teil der außerparlamentarischen Kräfte in Deutschland als entscheidende Voraussetzung zur Lösung der drängenden Gegenwarts- und Zukunftsprobleme.. Dabei wird niemals die nüchterne Frage gestellt, was eigentlich tatsächlich wächst, wenn davon die Rede ist, daß die Wirtschaft wächst.. Stillschweigend wird angenommen, daß das Bruttoinlandsprodukt (BIP), mit dem die Wirtschaftsleistung gemessen wird, gleichbedeutend mit allgemeinem Wohlstand sei.. Indes mißt das BIP durchaus nicht einen wie auch immer zu definierenden realen Wohlstand sondern lediglich Geldströme.. Wodurch diese Geldströme zustande kommen ob durch allgemein nützliche oder schädliche Aktivitäten ist daraus ebensowenig zu erkennen wie Ursprung und Ziel dieser Geldströme.. So schlägt etwa die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, von denen jeder Wohlstand letztlich abhängt, stets positiv im BIP zu Buche, ob es sich dabei um das Leerfischen von Fischgründen, die Abholzung von Wäldern, die Degradation von Böden durch intensive Landwirtschaft, die Versiegelung von Flächen oder die Überhitzung der Erdatmosphäre handelt.. In all diesen Fällen wird lebenswichtiges Naturkapital zerstört teils unwiderruflich und doch steigt dabei das BIP und mit ihm die Illusion, wir hätten an Wohlstand gewonnen.. Das BIP und der ihm zugrundeliegende monetäre Wirtschaftsbegriff sind aber nicht nur gegenüber den Realitäten der Biosphäre in gefährlicher Weise blind sondern auch gegenüber den sozialen Lebensgrundlagen.. So finden alle nicht in Geldwerten bezahlten Tätigkeiten, auf denen die Gesellschaft beruht, wie etwa die Kindererziehung, die Haushaltsarbeit sowie die gesamte Subsistenzwirtschaft, von der heute noch ein Drittel der Menschheit lebt, keinerlei Eingang in das BIP.. So kann es geschehen, daß eine Gesellschaft bei anhaltendem Wachstum zugleich immer ärmer an realem volkswirtschaftlichen Vermögen und Lebensqualität wird.. Alternative Wohlstandsindizes¹, die nicht nur die Geldströme, sondern auch Faktoren wie Ressourcenbestand, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit etc.. einbeziehen, deuten darauf hin, daß in den Industriestaaten seit Ende der siebziger Jahre die durchschnittliche Lebensqualität bei anhaltendem Wachstum sinkt, wogegen sie in der Aufbauphase der Nachkriegszeit parallel zum BIP anstieg.. Und das Gegenteil ist längst der Fall, zumal wenn man die Perspektive über die nationale Ökonomie hinaus ausdehnt und bedenkt, daß auch die realen Wohlstandszuwächse des Nordens oft genug auf Kosten anderer Erdteile erwirtschaftet wurden und werden.. Dieses System von strukturellem Dumping wird heute vor allem durch die Bretton-Woods-Institutionen (WTO, IWF, Weltbank) fortgeschrieben im Namen eines Wachstums, das vor allem den Kapitalinteressen des Nordens dient.. Was also Not tut im Sinne der Gerechtigkeit sowohl zwischen Nord und Süd als auch zwischen den heutigen und künftigen Generationen ist eine Abkehr vom Dogma des BIPWachstums, dessen soziale und ökologische Schäden in vielen Bereichen längst den Nutzen überwiegen.. Die vielfach zitierten Konzepte vom qualitativen oder gar nachhaltigen Wachstum bieten dazu jedoch keine ernsthafte Hilfe.. Diesen Konzepten liegt die Vorstellung zugrunde, daß eine technische Effizienzsteigerung in der Güterproduktion sowie eine Zunahme des Dienstleistungssektors am BIP den Ressourcenverbrauch so weit reduzieren könnten, daß genügend ökologischer Spielraum für weiteres BIP-Wachstum auch in den Industrieländern geschaffen würde.. Die Tatsache aber, daß die Industrieländer mit 20% der Weltbevölkerung schon heute die gesamte biologisch produktive Fläche der Erde beanspruchen², bedeutet, daß der Norden, um auf ein gerechtes und wirklich nachhaltiges Niveau zu kommen, bereits bei konstantem BIP ( Nullwachstum ) seinen Ressourcenverbrauch um den Faktor 5, also um 80% senken müsste.. Bei einer von unseren weisen Wirtschaftslenkern ersehnten Wachstumsrate von 3%, durch die sich das BIP in knapp 50 Jahren vervierfachen würde, müsste der Ressourcenverbrauch für jeden erwirtschafteten Euro bereits um den Faktor 20 (= 95%) gesenkt werden ein Szenario, das selbst eingefleischte Technikoptimisten für unmöglich halten³.. Nun will es einem nüchternen (und vielleicht etwas naiven) Beobachter, der nicht vom allgemeinen Wachstumsglauben angesteckt ist, auch durchaus nicht einleuchten, warum in einer Gesellschaft, in der so viele Güter und (bezahlte) Dienstleistungen wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit produziert werden und die geradezu in der Masse des Produzierten erstickt, immer noch mehr produziert werden muß.. Ließe sich nicht, wie es auch schon John Stewart Mill 1848 zu denken wagte, auf dem erreichten Niveau Halt machen und die künftige Energie darauf verwenden, das Notwendige mit weniger Aufwand an Ressourcen herzustellen und gerechter zu verteilen? Oder anders gefragt: Wer in den Industrieländern braucht heute eigentlich noch Wirtschaftswachstum und wozu?.. Die Arbeitslosen, in deren Namen das Wachstum beschworen wird, sind es sicherlich nicht.. Während in der Zeit von 1991 bis 2003 das BIP in der Bundesrepublik real (inflationsbereinigt) um gut 16% gewachsen ist, hat die Arbeitslosigkeit zugleich um 56% zugenommen.. Um wen geht es also dann? Zum einen natürlich um Unternehmer und andere Kapitalbesitzer, deren Gewinnaussichten von den Wachstumsraten abhängig sind.. Je mehr eine Gesellschaft von den Interessen der Kapitalakkumulation dominiert wird, desto süchtiger ist sie nach Wachstum.. Zum anderen geht es aber auch um den Staat und die sozialen Sicherungssysteme.. Obwohl man meinen sollte, daß bei konstantem BIP auch die Steuereinnahmen des Staates konstant blieben, erleben wir, daß Finanzminister Schweißausbrüche bekommen, wenn die Wachstumsraten unter 2% liegen.. Das hat zum einen damit zu tun, daß sich der Staat durch großzügige Steuerleichterungen für Unternehmen und Spitzenverdiener ständig seiner eigenen Einkommensbasis beraubt und diese durch Wachstum zu kompensieren versucht.. Zum anderen belastet die hohe Arbeitslosigkeit die Staatskasse und die sozialen Sicherungssysteme.. Die Arbeitslosigkeit aber ist keineswegs das Ergebnis zu geringen Wachstums, wie es die herrschende Lehre verkündet, sondern vor allem das logische Produkt gestiegener Arbeitsproduktivität, die nicht in entsprechendem Maße in Arbeitszeitverkürzung umgesetzt wurde.. Die Frage nach Alternativen zur Wachstumsideologie führt also direkt zu Verteilungsfragen und verschärft diese erheblich.. Während die Interessengegensätze von Arbeit und Kapital in den 50er bis 90er Jahren durch eine ständige Vergrößerung des gesamten Kuchens teilweise entschärft wurden und während sich viele Neokeynesianer eine Fortschreibung dieses Modells wünschen , stößt eine Perspektive jenseits des Wachstums mit wesentlich größerer Härte auf die Notwendigkeit, den Reichtum zu lindern 4, also der Akkumulation von privatem Vermögen und Kapital entgegenzuwirken.. Von entscheidender Bedeutung, um eine Abkehr vom Wachstum in den Industrieländern möglich, akzeptabel und nicht nur sozialverträglich sondern gemeinwohlfördernd zu gestalten, wird es daher sein, den Trend zur sozialen Schere umzukehren.. Arbeitszeitverkürzungen sowie die verstärkte Einbeziehung höherer Einkommen und Vermögen in die Finanzierung der öffentlichen Haushalte und der sozialen Sicherung sind hier zu nennen.. Darüber hinaus kann die Verlagerung der Steuerlast vom Faktor Arbeit zu den Faktoren Energie und Kapital ein geeignetes Instrument zu einer ökologisch und sozial sinnvollen Beschäftigungspolitik sein (weniger produzieren, mehr reparieren).. Und nicht zuletzt wäre auch die Einführung alternativer Wohlstandsindikatoren (Ökosozialprodukt, ISEW o.. dergl.. ) in die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ein wichtiger Schritt, um den Kompaß, der uns zur Zeit in die Irre leitet, zu korrigieren.. All diese Konzepte setzen jedoch zugleich den entschiedenen Kampf gegen die Logik der Standortkonkurrenz voraus, die alle gesellschaftlichen Alternativen aushebelt.. Nur wenn die auf EU- und WTO-Ebene fortschreitende Liberalisierung gestoppt werden kann, ist eine zukunftsfähige und menschenwürdige Wirtschaft jenseits des Wachstums vorstellbar.. Fabian Scheidler ist Mitglied von Attac Berlin und Dramaturg am GRIPS Theater.. 1 So z.. der Index of Sustainable Economic Welfare (ISEW) oder der Genuine Progress Indicator (GPI).. 2 WWF: Living Planet Report 2002 3 Diese Rechnung läßt sich beliebig fortsetzen: In knapp 100 Jahren hätte sich das deutsche BIP versechzehnfacht und damit das Niveau des gesamten heutigen Weltsozialprodukts erreicht.. Der Ressourcenverbrauch müßte dann um den Faktor 80 (= 98,75%) sinken.. Es ist offensichtlich, daß die Idee endlos fortgesetzen Wachstums nur in die Absurdität führen kann.. 4 Wolfgang Sachs: Jo burg Memo.. Wachstumsfetischismus.. Von Jürgen Grahl, www.. attac-netzwerk.. Wachstumsdebatte.. Kollektive Depression (nicht nur) in Deutschland: Wir wachsen nicht schnell genug! Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft werden nervös wie ein Pilot, dessen Flugzeug zu langsam geworden ist und kurz vor dem Strömungsabriss steht.. Die Experten überbieten sich in guten Ratschlägen, was zu tun sei, um den festgefahrenen Wirtschaftstanker wieder flott zu bekommen - und auch 30 Jahre nach der Veröffentlichung des Club-of-Rome-Berichts "Grenzen des Wachstums" erkennt kaum jemand, wie schief und irreführend die soeben benutzten Bilder in Wirklichkeit sind.. Anlass genug, uns einmal mehr mit dem Wachstumsdogma kritisch zu beschäftigen.. Dabei möchte ich mit der zentralen Frage beginnen, was uns derzeit dazu verdammt, weiter und weiter zu wachsen, und wie wir daran etwas ändern können, um dann im zweiten Teil noch einmal in Erinnerung zu rufen, wie unnatürlich und absurd die Vorstellung permanenten exponentiellen Wachstums ist.. Zum Wachstum verdammt?.. Bei fast jeder politischen Diskussionsrunde im Fernsehen bekommen wir es gebetsmühlenartig zu hören: "Wir brauchen mehr Wachstum, mehr Wachstum, mehr Wachstum.. " Industrie und Gewerkschaften, Marktradikale wie Anhänger eines starken, aktiven Staates, in einem sind sie sich alle einig: darin, dass sie Wirtschaftswachstum nach wie vor unverdrossen als Voraussetzung, Garant und geradezu Synonym für mehr Wohlstand und Beschäftigung ansehen.. Besonders augenfällig wird dies im Stabilitätsgesetz von 1967, welches ein "stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum" gar als Ziel (nicht etwa nur als Mittel) der Wirtschaftspolitik nennt.. Vor der Bundestagswahl 2002 konnte der Unions-Kanzlerkandidat unwidersprochen einen erheblichen Teil seines Wahlkampfarsenals daraus speisen, dass wir beim Wachstum "Tabellenletzter in Europa" sind, und dem - gleichermaßen im Wachstumsdogma verfangenen - alten und neuen Bundeskanzler fiel dazu nichts Besseres ein, als uns darauf zu vertrösten, dass die Zeiten wieder besser, sprich die Wachstumsraten wieder höher würden, anstatt wenigstens damit zu kontern, wie unsinnig eine solche Sortierung anhand der Wachstumsraten ist.. George W.. Bush verstieg sich (bei der Vorstellung seines "Alternativplans" zum Kyoto-Protokoll) gar zu der Aussage:.. "Dieses Vorgehen beruht auf der Idee des gesunden [!] Menschenverstandes, dass dauerhaftes Wirtschaftswachstum der Schlüssel zum Fortschritt in Umweltfragen ist [.. ].. ".. (Frankfurter Rundschau, 5.. 02).. Manche dieser Beschwörungen baldigen Wachstums erwecken den Eindruck, ein Verdurstender spreche vom heiß ersehnten Regen.. Mitunter mutet dies geradezu wie eine Art Wachstumsfetischismus an.. Zurecht fühlt sich Franz Alt dabei.. "an das ideologische Palaver der DDR-Ökonomen, etwa ab Mitte der 70er Jahre".. erinnert ([1], S.. 26).. Dass es jedoch seit Jahrzehnten nicht gelingt, der Arbeitslosigkeit Herr zu werden, obwohl die Wirtschaft doch ständig gewachsen ist, in der Bundesrepublik in den letzten dreißig Jahren um real ca.. 70%, erklären uns die Experten damit, die Wachstumsraten seien eben immer noch nicht hoch genug.. Es fehlt nicht nur an Einsicht in die Fragwürdigkeit immerwährenden Wachstums, sondern vor allem an Fantasie, sich vorzustellen, wie man auch ohne Wachstum Probleme wie Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung oder Krise der sozialen Sicherungssysteme in den Griff bekommen könnte - und zwar ohne sozialen Kahlschlag.. Mit solcher Kritik alleine würden wir es uns freilich zu einfach machen; wie ich im Folgenden näher erläutern will, ist unser Wirtschaftssystem in seiner derzeitigen Form in der Tat auf permanentes Wachstum angewiesen.. Die Konsequenz daraus darf allerdings nicht sein, die Anstrengungen darauf zu richten, wie die benötigten Wachstumsraten noch ein Weilchen aufrechterhalten (oder vielmehr: wieder erreicht) werden können, sondern zu überlegen, wie sich das System so modifizieren lässt, dass es ohne Wachstum funktioniert.. Beginnen wir damit, dass wir das Idealbild des "Aufschwungs" kritisch hinterfragen.. Jener so positiv besetzte Begriff trägt erheblich dazu bei, die Wachstumsproblematik zu bemänteln; denn wer kann sich schon ernsthaft gegen Aufschwung aussprechen, dagegen, dass es den Menschen besser geht, die Arbeitslosen wieder in Lohn und Brot kommen, die Gesellschaft aus hrer kollektiven Depression herausfindet? Auch die Theorie der Konjunkturzyklen, aus der der Begriff des Aufschwungs letztlich stammt, klingt auf den ersten Blick plausibel: Die Wirtschaftsleistung ist konjunkturellen Schwankungen unterworfen, gute Zeiten wechseln sich mit schlechten Zeiten ab, und Wachstum ist die Kraft, die uns aus den schlechten in die guten Zeiten führt.. Dagegen wäre im Prinzip auch nichts zu sagen, wenn nicht die Grenze zwischen "guten" und "schlechten" Zeiten völlig falsch gezogen würde: Die konjunkturellen Schwankungen sollen nicht etwa ein Pendeln um die Nulllinie bedeuten, wie es der gesunde Menschenverstand wohl erwarten würde, sondern um einen gewissen Durchschnittswert von etwa 3%, ein Oszillieren um einen von den Ökonomen gerne so genannten "Wachstumspfad"; als Abschwung gilt nicht etwa nur ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung ("Minuswachstum"), sondern bereits ein zu geringes Wachstum (z.. 0,8%), ein Zurückbleiben hinter jenem postulierten Durchschnittswert.. Eine echte Schrumpfung, eine Rezession hingegen gilt schon als Wirtschaftskrise, als mittlere Katastrophe.. An dem offensichtlichen Widerspruch, Zeiten, in denen es nur relativ gemächlich aufwärts geht mit der Wirtschaftsleistung, als Abschwungphasen zu bezeichnen, scheint sich niemand zu stören; bezeichnend dafür ist, dass rückläufiges Wachstum und wirklicher Rückgang der Wirtschaftsleistung nicht selten schlicht miteinander verwechselt werden.. Wie rechtfertigt sich dieser angeblich erstrebenswerte "Wachstumspfad" von etwa 3%? Das ist keine Ökonomenwillkür, sondern ein empirischer Wert dafür, wie viel Wachstum die Volkswirtschaft benötigt, um die Arbeitslosigkeit abzubauen.. Dies geschieht nämlich erst oberhalb der sog.. Beschäftigungsschwelle, welche erfahrungsgemäß bei etwa 2,5 bis 3% jährlichen Wachstums liegt; sind die Wachstumsraten niedriger, steigt die Arbeitslosigkeit, womit sich indirekt - aufgrund der dadurch bedingten Einnahmeausfälle - auch die Krise der Sozialversicherungssysteme und die prekäre Lage der Staatsfinanzen weiter zuspitzt.. Auch hier sollte der gesunde Menschenverstand eigentlich die Stirn runzeln und sich fragen: Wie kann das sein, dass trotz immer noch positiven, wenn auch schwachen Wachstums die Arbeitslosigkeit zunimmt? Die Erklärung ist denkbar einfach: Im Zuge der Automatisierung und Rationalisierung werden fortlaufend Arbeitskräfte "freigesetzt" (wie die massenhafte Vertreibung von Menschen in die soziale Ungewissheit der Arbeitslosigkeit oftmals so euphemistisch umschrieben wird).. Diese können nur dann an anderer Stelle unterkommen, wenn die Volkswirtschaft insgesamt schnell genug expandiert.. Daher werden in der Tat 2,5% bis 3% Wachstum benötigt, um die Arbeitslosigkeit wenigstens konstant zu halten - und noch mehr, um sie allmählich abzubauen.. Die entscheidende Triebfeder für Automatisierung und Rationalisierung und damit für Massenentlassungen bei fast allen großen Firmen ist die eklatante Schieflage zwischen den Produktionsfaktoren Arbeit und Energie, die wir bereits in früheren Artikeln ausführlich diskutiert haben (siehe [6], [7], [10], [11]): Nach Studien von R.. Kümmel, W.. Eichhorn, J.. Henn und D.. Lindenberger ([12], vgl.. auch [4], [13] und [2]) liegt die Produktionsmächtigkeit (Produktionselastizität) der Energie - ein Maß für die Leistungsfähigkeit der Energie, für ihren "Beitrag" zur Gesamtwertschöpfung - in Deutschland bei etwa 44%, der Anteil der Energiekosten an den Produktionskosten hingegen bei lediglich knapp 5%; umgekehrt weist der Faktor Arbeit nur noch eine Produktionsmächtigkeit von etwa 9% auf, macht aber ca.. 65% der Produktionskosten aus.. Stark vereinfacht ausgedrückt: Energie ist etwa fünfzehn mal billiger als menschliche Arbeit und trotzdem fünfmal "produktiver".. Dieses extreme Gefälle treibt einen gigantischen Substitutionsprozess von der Arbeit hin zur Energie an, genauer: von teuren und relativ produktionsschwachen Kombinationen von Arbeit und Kapital hin zu billigen und produktionsmächtigen Energie-/ Kapitalkombinationen; hierdurch kommt es zu der angesprochenen permanenten "Freisetzung" von Arbeitskräften, welche durch Wachstum kompensiert werden muss.. Wollen wir diesen gefährlichen Treibsatz aus Rationalisierungsdruck und Wachstumszwang entschärfen, so müssen wir die Schieflage zwischen Energie und Arbeit geraderücken, indem wir durch eine Umschichtung der Lohnnebenkosten und der direkten Steuern von der Arbeit hin zur Energie die Faktorkosten wieder in ungefähren Einklang mit den Produktionsmächtigkeiten bringen.. Genau dies leistet die ökologische Steuerreform.. Wer das genannte Ungleichgewicht beseitigen will, muss allerdings auch erkennen, dass es nicht ausreicht, die ökologische Steuerreform nur bis zur dritten, vierten oder fünften Stufe zu treiben; vielmehr ist es notwendig, über mehrere Jahrzehnte hinweg die Steuer- und Abgabenlast zu einem großen Teil von der Arbeit hin zur Energie zu verlagern.. Hier soll kurz auf den Einwand eingegangen werden, es sei fortschrittsfeindlich, Arbeiter wieder mit Tätigkeiten zu betrauen, die durch Maschinen viel müheloser geleistet werden können.. Dies wäre in der Tat geradezu menschenverachtend und ist keinesfalls das Ziel der ökologischen Steuerreform.. Was dann strebt sie an? Zum einen geht es um einen effizienteren Einsatz der Energie.. Zum anderen gibt es viele Tätigkeitsbereiche, in denen menschliche Arbeitskraft jeder Maschine überlegen ist, etwa im medizinischen oder karitativen Pflegedienst, bei technischen Instandsetzungsarbeiten oder in der Bildung und Erziehung.. Unter der heutigen steuerlichen Belastung menschlicher Arbeitskraft sind solche personalintensiven Tätigkeitsbereiche kaum noch finanzierbar.. Die Folge ist eine beklagenswerte, auf "Personalknappheit" beruhende "Entmenschlichung" des öffentlichen Lebens: überarbeitete Krankenschwestern und Ärzte, frustrierte Lehrer vor viel zu großen Schulklassen, fehlendes Instandsetzungspersonal, unbesetzte Post- und Bankschalter, fehlende Sorgfalt bei der Erstellung von Computersoftware, mangelnde Erprobung neuer Geräte; eine ständige Gehetztheit bei denjenigen, die noch Arbeit haben, und Verzweiflung und Perspektivlosigkeit bei den Arbeitslosen.. Insgesamt ein gewaltiger Verlust an Lebensqualität! Und diese Entwicklung geht zur Zeit immer weiter in die falsche Richtung.. (Ausführlicher ist diese Thematik in [6] diskutiert.. Die obigen Überlegungen zeigen auch, dass das eigentliche Problem gar nicht einmal so sehr die bereits bestehende Arbeitslosigkeit ist (ohne diese etwa verharmlosen zu wollen), sondern die uns möglicherweise noch Bevorstehende: Ohne entschlossenes Gegensteuern laufen wir Gefahr, uns in Richtung der bereits von Hans-Peter Martin und Harald Schumann in der "Globalisierungsfalle" an die Wand gemalten 20:80-Gesellschaft zu bewegen, in der nur noch 20% Arbeit finden, 80% aber schlichtweg nicht mehr gebraucht werden.. Die sozialen Konsequenzen einer solchen Entwicklung bedürfen sicherlich keiner besonderen Ausschmückung.. Man muss denjenigen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, deren Denken und Handeln darum kreist, wie wir wieder "ordentliches" Wachstum bekommen, also tatsächlich konzedieren, dass sie aus der Perspektive des gegenwärtigen Systems durchaus zweckrational handeln.. (Das tut übrigens ein Heroinsüchtiger auch, dessen Denken darum kreist, wenigstens noch für die nächsten Tage den benötigten Stoff aufzutreiben.. ) Ein nicht hinnehmbares Versäumnis ist es jedoch, dass von den Experten buchstäblich nichts zu der Frage zu hören ist, wie wir uns aus dem Wachstumszwang befreien können: Die herrschenden  ...   exponentiellen Wachstums sorgt dafür, dass auch vermeintlich beruhigend große Entfernungen zu den Wachstumsgrenzen rasch dahinschmelzen.. Dieses Phänomen äußert sich z.. darin, dass sich die Reichweiten der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas bei weiter wachsendem Verbrauch rapide verkürzen: Die heute gesicherten Erdölvorräte reichen bei heutigem Verbrauch bekanntlich noch etwas mehr als 40 Jahre.. Nehmen wir nun ganz großzügig an, die tatsächlichen Reserven seien fünfmal so groß, würden also bei konstantem Verbrauch etwa bis ins Jahr 2200 reichen.. Dann verkürzt bereits ein fast vernachlässigbar erscheinendes Verbrauchswachstum von jährlich 1% diesen Zeitraum auf gerade noch 110 Jahre, also fast um die Hälfte.. Und bei 2,5% jährlichen Wachstums würde der letzte Tropfen Öl trotz solch immenser Neufunde schon im Jahre 2075 fließen.. Dies mag verdeutlichen, dass die Problematik exponentiellen Wachstums nicht erst dann von einer abstrakten, in ferner Zukunft liegenden Gefahr zu einer realen Bedrohung wird, wenn die Wachstumsgrenzen für jedermann sichtbar werden; kritisch kann es schon dann werden, wenn sie langsam, von vielen noch fast unbemerkt am Horizont auftauchen.. In diesem Zusammenhang gilt es freilich auch, einem Missverständnis vorzubeugen: Dass das Erreichen der "Grenzen des Wachstums" insbesondere vom Club of Rome AUCH mit der Ressourcenproblematik begründet wurde, hat einer gewissen begrifflichen Unschärfe in der breiten Öffentlichkeit Vorschub geleistet, insofern als Wachstumsproblematik und Endlichkeit der fossilen Ressourcen miteinander assoziiert oder sogar identifiziert wurden.. Dies ist in zweierlei Hinsicht irreführend: Zum einen wäre selbst bei "Nullwachstum" unser jetziges Energiesystem aufgrund der Begrenztheit der fossilen Ressourcen (und mehr noch aufgrund des anthropogenen Treibhauseffekts) in absehbarer Zeit nicht mehr aufrechterhaltbar; Wachstum verkürzt die Reichweiten lediglich noch weiter.. Das Erfordernis der kompletten und zügigen Umstellung auf die Erneuerbaren besteht insofern unabhängig von der Wachstumsproblematik.. Zum anderen dürften wir uns aber auch nach dieser Umstellung kein weiteres exponentielles Wachstum unseres Energieumsatzes mehr leisten, nicht nur weil wir irgendwann auch an die Grenzen der Potentiale der Erneuerbaren kämen.. Letztlich ist es ohnehin irrelevant, welche der zahlreichen denkbaren Grenzen dem Wachstum zuerst einen Riegel vorschieben wird.. Entscheidend ist die Einsicht, dass ein Wirtschaftssystem, das sich auf permanentes exponentielles Wachstum gründet, nicht langfristig überlebensfähig sein kann.. Verschiedene Arten von Wachstum.. Woran liegt es, dass die Dynamik exponentiellen Wachstums so wenigen bewusst ist? Mitunter drängt sich der Verdacht auf, dass es oftmals schlichtweg mit linearem Wachstum verwechselt wird.. Der Unterschied ist folgender: Bei linearem Wachstum nimmt eine Größe innerhalb eines festen Zeitspanne stets um den gleichen absoluten BETRAG zu, bei exponentiellem hingegen stets um den gleichen FAKTOR; bei letzterem bleibt also nicht die absolute, sondern die relative Zunahme über die Zeit hin gleich.. Um dies aufrechterhalten zu können, müssen dabei die absoluten Zuwächse immer weiter ansteigen (Sie wachsen selbst exponentiell!); denn die Ausgangsbasis von 100% wird ja von Jahr zu Jahr größer.. Dieser Verwechslung wird dadurch Vorschub geleistet, dass sich "anfänglich" lineares und exponentielles Wachstum in der Tat kaum unterscheiden; auch der Zinseszinseffekt ist in den "ersten" Jahren ja fast zu vernachlässigen, während er mit fortschreitender Zeitdauer - genauer gesagt bei höheren Kapitalbeträgen - immer mehr zum alles dominierenden, ja überrollenden und niederwalzenden Effekt wird.. Um des Unterschieds gewahr zu werden, ist es vielleicht hilfreich, sich bewusst zu machen, dass bei "lediglich" linearem Wachstum die jährlichen Wachstumsraten gegen Null streben! (Der Anteil der Zunahme am bereits erreichten Niveau wird ja immer kleiner.. ) Und dies, obwohl auch lineares Wachstum niemals zum Stillstand kommt, alle Grenzen überschreitet, wenngleich weitaus weniger rasant als exponentielles Wachstum.. Oft wird das Wachstumsdogma damit begründet, Wachstum sei natürlich, Stillstand hingegen bedeute Rückschritt.. In der Tat: Wachstum ist natürlich.. Begrenztes Wachstum - nicht aber unbeschränktes oder gar exponentielles Wachstum.. Natürliche Wachstumsvorgänge sind im Gegenteil dadurch gekennzeichnet, dass sie anfangs relativ schnell ablaufen, sich dann aber immer weiter abflachen und sich schließlich asymptotisch einem gewissen Sättigungswert annähern - ganz anders als das lineare und erst recht als das exponentielle Wachstum, welches umso rasanter verläuft, je höher das bereits erreichte Niveau ist.. Ein gutes Beispiel sind sportliche Spitzenleistungen, bei denen es von Jahr zu Jahr schwerer wird, neue Rekorde aufzustellen; kaum jemand verfiele auf den Gedanken, der Weltrekord im 10.. 000-Meter-Lauf oder im Weit- oder Hochsprung ließe sich jedes Jahr um 3% oder auch nur um 1% verbessern.. Die zunehmende Abflachung einer solchen sog.. logistischen, "natürlichen" Wachstumskurve kann man auch als ein behutsames Anschmiegen an die Grenzen ansehen - anstelle eines gewaltsamen Durchbrechens wie beim exponentiellen Wachstum.. In der Natur findet sich exponentielles Wachstum typischerweise beim Wachstum von Bakterienkulturen oder von Tumoren, bei entarteten bzw.. krankhaften Prozessen also, die schließlich durch die Zerstörung ihrer eigenen Lebensgrundlage zum Stillstand kommen und somit an ihrer eigenen Dynamik scheitern.. Bereits lineares Wachstum muss als langfristig unnatürlich gelten, denn es ist in einer begrenzten Welt nicht dauerhaft durchzuhalten; dabei mutet es im Vergleich mit exponentiellem Wachstum beinahe harmlos und gemächlich an!.. Eigentlich müsste der gesunde Menschenverstand einen solchen natürlichen, sich abflachenden Wachstumsverlauf auch für Volkswirtschaften nahe legen.. Denken wir an die Entwicklung der deutschen Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg: Wäre es nicht zu erwarten, dass die Wirtschaft in den Zeiten des Wiederaufbaus relativ schnell wächst und danach aufgrund von Sättigungseffekten zunehmend langsamer? Das so oft geforderte Mindestwachstum von 3% pro Jahr kommt heute aufgrund des mittlerweile erreichten höheren Ausgangsniveaus einer absoluten Zunahme um mehr als 17% des Niveaus von 1950 gleich und stellt damit selbst alles in den Wirtschaftswunderjahren Erlebte noch in den Schatten.. Dieser sog.. Basiseffekt, die Zunahme des Ausgangsniveaus, auf das sich die 3% beziehen, wird in der öffentlichen Diskussion in aller Regel überhaupt nicht berücksichtigt.. Nur ein Beispiel von vielen für die in diesem Zusammenhang übliche fragwürdige Argumentation: Wie Thomas Straubhaar, Chef des Hamburger Weltwirtschaftsarchivs HWWA ausgerechnet hat, "wuchs die deutsche Wirtschaft von 1950 bis 1973 mit einer Jahresrate von durchschnittlich real 5,7%.. Zwischen 1973 und 1998 waren es nur noch 1,8%.. Seither ist das ,Modell Deutschland' Schlusslicht in der EU.. " (FondsMagazin 2 / 02, S.. 10) Stellen wir dem einmal die lineare Betrachtungsweise gegenüber, auch wenn sie zunächst völlig heterodox wirken mag: Wie man leicht nachrechnet, bedeuten die jährlichen 5,7% zwischen 1950 und 1973, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Zeitraum Jahr für Jahr um durchschnittlich 11,2% des Niveaus von 1950 (nicht des jeweiligen Vorjahresniveaus wie bei der exponentiellen Sichtweise!) zugelegt hat.. Aber auch die vermeintlich so kläglichen 1,8% zwischen 1973 und 1998 entsprechen immer noch einer durchschnittlichen jährlichen Zunahme um 8,0% des 1950er Niveaus.. Es kann also allenfalls von einer leichten Wachstumsabschwächung die Rede sein, und die dürfte angesichts des immensen Wohlstandszuwachses in diesen fünfzig Jahren wohl mehr als angebracht sein.. Ich bin mir bewusst, dass die meisten Wirtschaftswissenschaftler eine solche lineare Betrachtungsweise wohl als zu primitiv ablehnen würden.. Aber nicht immer ist das mathematisch anspruchsvollere Konzept auch das die Wirklichkeit besser modellierende.. Erscheint es nicht angemessener, den Zuwachs ins Verhältnis zum Niveau eines festen Basisjahres zu setzen und nicht ins Verhältnis zum jeweiligen Vorjahresniveau? Die Gewohnheit, Wohlstandsgewinne relativ zum bereits Erreichten zu messen, spiegelt natürlich die (als Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen oder 1.. Gossensches Gesetz bekannte) Erfahrungstatsache wider, wonach der subjektiv empfundene Nutzen eines Gutes mit jeder zusätzlich konsumierten Einheit kleiner wird (so wie, um ein banales Beispiel zu geben, der zusätzliche Nutzen eines Zweitfernsehers hinter dem des ersten TV-Geräts fast zwangsläufig zurückbleiben muss).. Aber das kann schwerlich eine Rechtfertigung sein für eine Betrachtungsweise, die verschleiert, wie rasant die Kurve der realen Güterströme beim exponentiellen Wachstum ansteigt, mag auch der subjektiv empfundene Nutzen vielleicht nur ungefähr linear anwachsen.. Die Antwort auf das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen kann ja auch nicht darin bestehen, statt eines einzigen Zweitfernsehers auch noch einen dritten und vierten zu kaufen, damit diese dann zusammen vielleicht gerade den Nutzen des ersten erreichen, sondern muss vielmehr in der Einsicht liegen, dass von einem gewissen Niveau an ein weiteres rein quantitatives Wachstum schlichtweg nicht mehr sinnvoll ist.. (Spätestens der fünfte oder sechste Fernseher im gleichen Haushalt wird wohl hauptsächlich nur noch als platzverbrauchend empfunden werden.. Der Einwand, der hier eingenommene "lineare" Standpunkt sei unzulässig, da man angesichts der Inflation absolute Größen von 1950 nicht einfach mit heutigen absoluten Größen vergleichen dürfe, verfängt nicht: Die Inflation ist aus den genannten Wachstumsraten bereits herausgerechnet! Damit sind wir an einem wichtigen Punkt: Die Wachstumsraten, die man üblicherweise in der öffentlichen Diskussion zu hören bekommt, auch die vielbeschworenen "mindestens 3%" beziehen sich stets auf das reale, d.. inflationsbereinigte Wachstum des BIP! Wachstum wird also nicht etwa als Inflationsausgleich postuliert, sondern als echter Zuwachs!.. Auch gegen die heute so beliebten Vergleiche zwischen den Wachstumsraten der einzelnen Länder in Europa ist einzuwenden, dass sie die unterschiedlichen Ausgangsniveaus völlig außer Acht lassen; derselbe absolute Pro-Kopf-Zuwachs des BIP wird in Portugal oder Griechenland eine wesentlich höhere Wachstumsrate induzieren als in Deutschland oder Frankreich.. Allenfalls könnte man noch die absoluten Zuwächse (pro Kopf der Bevölkerung) miteinander vergleichen.. In letzter Konsequenz mutet die Forderung nach exponentiellem Wachstum schon fast wie eine Bestrafung für früher erzielte (Wachstums-)Erfolge an; denn je höher das bereits erreichte Niveau ist, um so höher muss die absolute Zunahme ausfallen, um die angepeilte relative Zunahme (z.. 3%) erreichen zu können.. Wer der deutschen Wirtschaft vorwirft, sie sei "Schlusslicht" oder "Tabellenletzter" in Europa, lässt ihre früheren Erfolge außer acht, die ein Erreichen höherer Wachstumsraten heute so schwer machen.. Der Vorwurf ist etwa ebenso unsinnig, als würde man einem professionellen Hochspringer vorhalten, dass er sich zuletzt pro Jahr nur noch um 1 cm gesteigert habe, während jeder Anfänger spielend eine Verbesserung von 3 cm jährlich schaffen würde.. Damit sind wir bei einem viel prinzipielleren Einwand: Warum bemessen wir unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eigentlich so sehr nach dem WACHSTUM (egal ob absolut oder relativ) und nicht nach der HÖHE des Erreichten? Über solcher Wachstumsfixiertheit droht der Blick dafür verloren zu gehen, welch hohen Wohlstand wir bereits genießen dürfen.. Dies wird besonders deutlich anhand verräterischer Metaphern wie der vom Wirtschaftstanker, der endlich wieder Fahrt aufnehmen müsse - als ob die Wirtschaft in Zeiten des "Nullwachstums" träge vor Anker liegen und nichts mehr produzieren würde.. Treffender wäre es doch, davon zu sprechen, der Wirtschaftstanker müsse noch schneller werden als bisher - aber solche Formulierungen, deren innere Widersprüchlichkeit allzu evident ist, benutzt natürlich kein Mensch.. (Übrigens ließe sich dieses Bild noch ausbauen: Beziehen wir die sich am Horizont bereits abzeichnenden Wachstumsgrenzen mit ein, so drängt sich für unsere gegenwärtige Lage die Assoziation eines Schiffes auf, das ungebremst und mit voller Kraft auf ein Felsenriff zuläuft - und dabei sogar noch beschleunigen will.. Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass selbst die Höhe des BIP - wie bereits angedeutet - ein denkbar schlechter Gradmesser für das "wahre" Wohlstandsniveau ist, u.. weil sowohl "echte" Wohlstandszuwächse als auch Zerstörungen gleichermaßen zu seiner Steigerung beitragen, weil Wohlstand nicht nur von der Menge, sondern auch von der Lebensdauer des Produzierten abhängt und weil die Höhe des BIP noch nichts über dessen Verteilung aussagt - ganz abgesehen davon, dass materieller Lebensstandard nicht unbedingt mit Lebensqualität gleichzusetzen ist.. Immaterielles oder qualitatives Wachstum - ein Ausweg?.. Manche Politiker und Wirtschaftswissenschaftler, die die ökologische Problematik des Wachstumsparadigmas erkannt haben, versuchen sich dem Dilemma dadurch zu entziehen, dass sie argumentieren, Wirtschaftswachstum müsse nicht automatisch auch materielles Wachstum bedeuten.. Sie bieten uns im Wesentlichen zwei Auswege an: die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch durch eine Steigerung der Energieeffizienz und immaterielles Wachstum, etwa im Bereich der Informationstechnologien.. Beides ist jedenfalls aus der langfristigen Perspektive kurzschlüssig: Ein unbegrenztes Wachstum der Energieeffizienz ist nicht möglich; dadurch sind der Entkoppelung von Wachstum (im herkömmlichen Sinn primär materiellen Wachstums) und Energieverbrauch Grenzen gesetzt - wenngleich dieses Konzept in den nächsten Jahrzehnten durchaus wertvoll sein kann, um die Problematik zu entschärfen und Zeit für eine langfristig tragfähige Lösung zu gewinnen.. Und wie steht es mit immateriellem Wachstum? Stellen wir uns den Extrem- (und vermeintlichen Ideal-)fall vor, dass Wachstum zukünftig ausschließlich auf einer Zunahme der der Menschheit zugänglichen Information beruhe.. Das würde zwar ohne Zweifel deutlich länger gutgehen als unsere derzeitige akut selbstzerstörerische Form des Wirtschaftens, ein Modell für die Zukunft kann aber nicht einmal das sein, jedenfalls nicht, solange wir nicht vom Paradigma exponentiellen Wachstums abrücken: Derzeit verdoppelt sich das Wissen der Menschheit etwa alle 15 Jahre.. (Dass ein erheblicher Teil dieser Informationszunahme ungesehen und ungenutzt in irgendwelchen heutzutage meist elektronischen Archiven schlummert und daher vielleicht treffender als "Exformation" (Al Gore in [9], S.. 200) bezeichnet werden sollte, soll hier außer Acht bleiben.. ) Extrapolieren wir diese Entwicklung in die Zukunft, so wäre in etwa drei- bis viertausend Jahren eine Informationsfülle erreicht, deren Bit-Anzahl größer wäre als die Zahl der Atome im Universum - womit wir sicherlich an eine Grenze gestoßen sind, sofern wir in grober Näherung davon ausgehen, dass jedes Bit an Information zumindest noch eines einzigen Atoms zur Speicherung bedarf.. Dieses Gedankenexperiment zeigt, dass nicht einmal der Information langfristig ein exponentielles Wachstum zugestanden werden darf!.. Wenn aber weder Materie- und Energie- noch Informationsdurchsatz unserer Volkswirtschaft unbeschränkt wachsen dürfen (schon gar nicht exponentiell), worin soll "reales", nicht-inflationäres Wachstum dann noch bestehen? "In einer Qualitätssteigerung des Produzierten", könnte man antworten, womit das Konzept des "qualitativen Wachstums" die Bühne betritt.. So schreiben etwa Oskar Lafontaine und Christa Müller ([14], S.. 160 f.. ):.. "Auch langfristig kommt es durch den Konsum höherwertiger, haltbarer Erzeugnisse nicht zu Wachstumseinbußen.. Sind die Produkte langlebiger, dauerhafter und besser, vermindert sich die Nachfrage zwar quantitativ im Sinne von Stückzahlen, aber nicht wertmäßig.. Vielmehr werden die Verbraucher dazu übergehen, zwar immer weniger, aber zunehmend hochwertige, teure Produkte zu kaufen.. Ein solches "Wachstumsmodell" käme dem ökologisch Gebotenen noch am nächsten; wenn "Wachstum" darin bestünde, dass die Lebensdauer der Produkte zunimmt, so wäre dagegen nichts einzuwenden.. Unbeschränktes, gar exponentielles Wachstum ist aber auch damit nicht möglich; dies würde darauf hinauslaufen, dass die Lebensdauer der Produkte exponentiell wächst, was offensichtlich absurd ist.. Unhaltbar ist somit auch die Prognose, es käme dabei "auch langfristig.. nicht zu Wachstumseinbußen"; vermutlich werden hier Wachstum des BIP und Höhe des BIP miteinander verwechselt.. Überdies stellt sich die Frage, warum man qualitative Verbesserung ausgerechnet in das begriffliche Korsett des aus der Sphäre des Quantitativen stammenden Terminus "Wachstum" zwängen soll, statt schlicht von "Entwicklung" oder "Fortschritt" zu reden (wenngleich auch diese Begriffe ob ihrer Unverbindlichkeit nicht ganz unproblematisch sind).. Solche in sich paradoxen Ansätze wie der vom "qualitativen Wachstum" wirken oftmals eher als Versuch, das wohlvertraute Paradigma exponentiellen Wachstums doch noch zu retten.. Bereits 1981 warnte E.. Eppler in diesem Zusammenhang:.. "Entweder man will auswählen - selektieren -, was wachsen soll, oder man will es nicht.. Die Vorstellung, man könne 4 oder 5 Prozent Wachstum anstreben, 'aber natürlich qualitatives', beruht im besten Fall auf Selbsttäuschung.. ([5], S.. 47) Vielleicht schwebt manchen, die solche alternativen Formen des Wachstums propagieren, ja wirklich eine nichtexponentielle und qualitative Form vor.. Dann sollten sie aber besser einen anderen Begriff verwenden, um gar nicht erst den Eindruck aufkommen zu lassen, es könnte nach eventuellen leichten Verfeinerungen des Grundmusters mit dem Wachstum doch wieder weitergehen wie bisher.. Mit all dem soll nicht gesagt werden, dass nicht auch noch in weiter Zukunft Fortschritt und Verbesserung der Lebensqualität ihren Platz haben werden, ob in technologischer, kultureller, medizinischer oder sonstiger Hinsicht: So bieten gerade die Informations- und Nanostrukturtechnologien Möglichkeiten für Innovationen, die nicht zwangsläufig höheren Ressourcenverbrauch bedeuten.. Jedoch ist die Annahme illusorisch, diese Entwicklungen könnten auf einer exponentiellen Wachstumskurve vorangetrieben werden; vielmehr werden sie der "natürlichen" logistischen Kurve folgen, bei der die Wachstumsraten allmählich gegen Null streben.. Dies werden wir auch als ganz normal und in keiner Weise bedrohlich empfinden können, sobald wir erst einmal den maßgeblich von der Schieflage zwischen Arbeit und Energie herrührenden Wachstumszwang überwunden haben.. Selbst in "grünen" Kreisen hat man sich teilweise nicht recht aus den Fängen des Wachstumsdogmas befreien können, redet erschreckend häufig davon, mit ökologischen Innovationen Wachstum anzukurbeln.. Um es klar zu sagen: Die Beschäftigungswirkung des ökologischen Umbaus sollte nicht darauf reduziert werden, neue Wachstumsfelder zu eröffnen, um so Arbeitsplätze zu schaffen; grundlegender ist es, durch die Beseitigung der Schieflage zwischen Energie und Arbeit Wachstum fürderhin überflüssig zu machen.. Dies steht nicht im Widerspruch dazu, dass die Ökologisierung unseres Wirtschaftens, sei es die Umstellung auf regenerative Energien oder der von der ökologischen Steuerreform angestoßene Strukturwandel von energie- hin zu arbeitsintensiven Branchen, Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen und somit einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der derzeitigen Arbeitsmarktkrise leisten kann.. Wir müssen uns aber dessen bewusst werden, dass es vor allem gilt, die Ursache für künftige Arbeitslosigkeit zu beseitigen, gewissermaßen, um das obige Bild aufzugreifen, das Loch im Fass abzudichten; dann wird das Wiederauffüllen des Fasses um so leichter fallen.. Literatur:.. [1] Alt, Franz: Das ökologische Wirtschaftswunder; Aufbau-Verlag, Berlin 1997.. [2] Ayres, Robert; Warr, Benjamin: Accounting for growth: the role of physical work; in: Reappraising Production Theory, Workshop of the Max Planck Institute for Research into Economic Systems, Jena 2001.. [3] Creutz, Helmut: Das Geldsyndrom; Econ, München 2001.. [4] Eichhorn, Wolfgang; Kümmel, Reiner; Lindenberger, Dietmar: Energie, Innovation und Wirtschaftswachstum; in: Zeitschrift für Energiewirtschaft 25 (2001), S.. 273 - 282.. [5] Eppler, Erhard: Wege aus der Gefahr; Rowohlt, Reinbek 1981.. [6] Fabeck, Wolf von: Zurück in die Steinzeit! Sollen wir künftig wieder alles von Hand machen? in: Solarbrief 3/00 (2000), S.. 18-20 oder im Internet unter http://www.. sfv.. de/lokal/mails/rundmail/p0007111.. htm.. [7] Fabeck, Wolf von: Energiesteuer statt Lohnsteuer.. Steuerkampf statt Arbeitskampf; in: Solarbrief 3/00 (2000), S.. 20.. [8] Fromm, Erich: Wege aus einer kranken Gesellschaft; dtv, München 1955.. [9] Gore, Al: Wege zum Gleichgewicht; Fischer, Frankfurt a.. M.. 1994.. [10] Grahl, Jürgen: Die ökologischen Strukturfehler unseres Wirtschaftssystems; in: Solarbrief 1/01 (2001), S.. 24-27 oder im Internet unter http://www.. de/lokal/mails/wvf/struktur.. [11] Grahl, Jürgen: Das Zusammenspiel von Energiepreisen und Arbeitslosigkeit; in: Solarbrief 3/00 (2000), S.. 15-18 oder im Internet unter http://www.. de/lokal/mails/rundmail/p0007110.. [12] Henn, Julian; Kümmel, Reiner; Lindenberger, Dietmar: Capital, labor, energy and creativity: modeling innovation diffusion; in: Structural Change and Economic Dynamics, 13 (4) 2002, 415-433.. [13] Kümmel, Reiner: Energie und Kreativität; Teubner, Leipzig 1998.. [14] Lafontaine, Oskar; Müller, Christa: Keine Angst vor der Globalisierung; Dietz, Bonn 1998..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Wachstumsrücknahme und Süd.. Über andere Arten, die Welt und das Leben zu denken.. Das Buen Vivir - Eine Alternative auch für Europa?.. Das neue Webangebot der Attac-AG Lateinamerika zum Konzept des "Buen Vivir".. Auf der Suche nach dem Bruttonationalglück.. von Elian Ehrenreich, Spiegel Online, 25.. Januar 2010.. Besser gut leben als besser leben.. von Sebastian Schoepp, Süddeutsche Zeitung, 11.. Die Herausforderung der Wachstumsrücknahme für den Süden.. von Serge Latouche.. Über die Plüderung der Länder des Südens.. Wer die Armut beenden will, muss nicht mehr geben, sondern weniger nehmen.. von Vandana Shiva.. Ausbeutung der Länder des Südens.. von Nicholas Ridoux.. Nicolas Ridoux, in "La décroissance pour tous", S.. 13 bis 15.. Der gegenwärtige Lebensstandard der Länder des Nordens ist nur durch die Plünderung der Länder des Südens möglich.. Diese Ausbeutung, dieser zeitgenössische Kolonialismus, ist außerhalb von Spezialisten- oder Aktivistenkreisen wenig bekannt, kann aber durch zahlreiche Beispiele belegt werden.. An dieser Stelle werden drei Beispiele für diese Ausbeutung genannt, die uns helfen werden, die Mechanismen zu verstehen, auf die sich die Herstellung von Alltagsgegenständen stützt.. a) Coltan (Colombo-Tantale Columbit Tantalit) ist ein für die Herstellung von Handys notwendiges Erz, das zu 80% von der Republik Kongo geliefert wird.. Ein Bericht der Vereinten Nationen zeigt, dass die ruandische Armee durch die Plünderung des Kongos 250 Millionen Dollar innerhalb von weniger als 18 Monaten gewonnen haben.. Das gleiche gilt für die Streitkräfte von Uganda und Burundi.. Die Erzbestellungen der Länder des Nordens tragen zum lokalen Bürgerkrieg bei.. Außerdem sind alle Coltan-Minenarbeiter ehemalige Bauern und man kann befürchten, dass die agrarische Fertigkeit und Wissen verloren gehen, und dass sich die Frage der Wiedereingliederung und des Überlebens im Alltag diesen Leuten schmerzhaft stellt, wenn dieses westliche finanzielle Manna aufhören würde.. Schließlich bleibt diese wahnsinnige Ausbeutung des Kongos auch nicht ohne Konsequenzen für das Leben der Gorillas der Region, was aber angesichts der vorher beschriebenen Grauen wie eine Kleinigkeit erscheint.. Schlussfolgerung: unsere Handykäufe finanzieren den Krieg im Süden.. b) Erdöl: ohne die eindeutigen und tragischen Beispiele des Kriegs im Irak zu wiederholen, die sich in unseren Medien ausbreiten, hier was man im Elf-Prozess hören konnte: "Elf wurde gegründet, um auf Umwegen, mithilfe des Erdöls, Algerien und die Negerkönige unter französischen Einfluss zu halten.. Bei den Algeriern ging die Strategie nicht auf.. Mit den Negerkö:nigen geht es weiter.. ", erklärte der Ex-Präsident von Elf im Gerichtshof (Juni 2003).. In "Billets d'Afrique" geht Odile Tobner [Präsidentin des französischen Vereins Survie] noch weiter: "Die Affäre Elf, die in der afrikanischen Geschichte als eine Art abgebrochenes Watergate in Erinnerung bleiben wird, war tatsächlich das Symptom einer Krankheit, die das Herz Afrikas berührte.. &U berall, wo es nach Erdöl riecht, findet immer ein Krieg statt, ein blutiger Krieg oder ein versteckter Krieg des Elends.. Vom Sudan, zum Tschad, Kongo, bis nach Angola, durch Algerien und Nigeria, die Konflikte, hinter der Maske des "Ethnizismus" und der Religion, haben kein anderes Ziel als die Kontrolle der Erdölstandorte.. " Schlussfolgerung: das Volltanken finanziert den Krieg im Süden.. c) Atomkraft: in Frankreich haben wir mit der Atomkraft eine sogenannte Energieunabhängigkeit gewählt.. Unabhängigkeit zwar vom Erdöl, aber wer weiß, dass 100% des Urans, das wir in unseren Atomkraftwerken benutzen, importiert wurde? Es handelt sich also um eine sehr relative Unabhängigkeit, die in Wirklichkeit auf dem Abbau von Erzen im Süden basiert ist.. Diese Beispiele illustrieren gut die Art, in der die Wirtschaften des Nordens von der Ausbeutung der  ...   diese Analysen auch für die alternativen Initiativen im Norden, wie die Tauschringe, REPAS (französische Réseaux d'Echange de Pratiques Alternatives et Solidaires, Netz von alternativen und solidarischen Praktiken), Banque del tempo (italienische Dienst-/Hilfenaustausch unter Personen), Kooperativen, etc.. , aber nicht für eine Gesellschaftsalternative im Einzelnen.. Wegen der Umweltkrise und der Globalisierung hat der unerwartete und sehr relative Erfolg dieser lang ignorierten Kritik dazu geführt, die Folgen für die Wirtschaft und Gesellschaft des Nordens näher zu untersuchen.. Die Farce der nachhaltigen Entwicklung trifft den Norden genauso wie den Süden, die Gefahren des Wachstums sind von nun an global.. So ist die Idee der Wachstumsrücknahme geboren.. Für Afrika ist die Verminderung des Fußabdrucks (und auch des BIP) nicht nötig, und auch nicht wünschenswert.. Aber man darf daraus nicht schließen, dass man dort eine Gesellschaft des Wachstums aufbauen muss.. Die Wachstumsrücknahme betrifft die Gesellschaften des Südens insoweit, als dass sie dabei sind, Wirtschaften aufzubauen, die nach Wachstum streben.. Es sollte vermieden werden, dass sie sich in diese Sackgasse begeben, (in die sie dieses Abenteuer führt).. Weit davon entfernt, die informelle Wirtschaft undifferenziert zu loben, denken wir, dass die Gesellschaften des Südens, wenn es nicht schon zu spät ist, sich von den Hindernissen, die auf ihrem Weg liegen, freimachen könnten, um anders Erfüllung zu finden.. Zunächst einmal ist klar, dass die Wachstumsrücknahme im Norden eine Bedingung für das Aufkeimen jeglicher Form von Alternative im Süden ist.. So lange wie Äthiopien und Somalia verurteilt sein werden, in der stärksten Hungersnot, Nahrungsmittel für unsere Haustiere zu exportieren, so lange wir unser Schlachtvieh mit Sojafutterkuchen füttern, die durch Brandrodungen der Amazonaswälder erzeugt werden, werden wir alle Versuche einer richtige Autonomie im Süd ersticken.. Die Wachstumsrücknahme auf der Südhalbkugel zu wagen, bedeutet, zu versuchen, den positiven Kreislauf der acht R 1 in Gang zu setzen.. Der die Wachstumsrücknahme einleitende Kreislauf könnte sich gleichzeitig mit anderen alternativen und komplementären R s organisieren - wie Brechen (Rompre), wiederanknüpfen (Renouer), wiederfinden (Retrouver), wiedereinleiten (Réintroduire), wiedererlangen (Récupérer), u.. Brechen mit der wirtschaftlichen und kulturellen Abhängigkeit mit dem Norden.. Wiederanknüpfen an eine Geschichte, die durch Kolonisierung, Entwicklung und Globalisierung abgebrochen wurde.. Eine eigene kulturelle Identität wieder finden und sich aneignen.. Die vergessenen oder aufgegebenen spezifischen Produkte und die antiwirtschaftlichen Werte, die mit der Vergangenheit dieser Länder verbunden sind, wiedereinführen.. Die traditionelle Fertigkeiten und Fähigkeiten wiedererlangen.. Im Februar 2007, im Emmaüs Zentrum von Tohue, in der Nähe von Cotonou, organisierte die italienische NGO Chiama l'Africa mit einigen beninischen Intellektuellen eine Debatte über das Thema Armut und Wachstumsrücknahme.. Bei diesem Treffen um Albert Tévoédjré konnte eine Bilanz über das afrikanische Paradox in Bezug auf diese Frage gezogen werden.. Wer erinnert sich noch an Albert Tévoédjré? 1978, veröffentlichte er, auf Ivan Illichs Anraten, La pauvreté, richesse des peuples, (Armut, der Reichtum der Völker).. Es war ein erfolgreiches Buch, ein Vorläufer der Ideen der Wachstumsrücknahme.. Darin kritisierte er die Sinnlosigkeit der kulturellen und industriellen Nachahmung, lobte die in der afrikanischen Tradition verankerte Mäßigkeit, prangerte die Maßlosigkeit der Wachstumsgesellschaft, mit ihrer absichtlichen Bildung falscher Bedürfnisse, ihrer durch die Dominierung der Geldbeziehungen und Umweltzerstörungen geschafften Enthumanisierung, an.. Er schlug schließlich eine Rückkehr zur dörflichen Selbstproduktion vor.. Mit 85 Jahren, total fit, hat der Mann keine seiner Ideen geleugnet, aber diese interessieren in Afrika niemanden mehr.. 1- réévaluer, re-conceptualiser, restructurer, redistribuer, re-localiser, réduire, réutiliser, recycler : neubewerten , wieder konzeptualisieren, umstrukturieren, umverteilen, wieder lokalisieren, reduzieren, wieder verwenden, wieder verwerten.. Zit.. Op.. S.. 56..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Wachstumsrücknahme und Arbeit.. 21 Hours.. von der New Economics Foundation.. Sie leben es!..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Über die Geschlechterproblematik.. Veränderung üben.. Was die Debatte um Postwachstum von feministischen Projekten lernen kann.. , ein Artikel von Andrea Vetter und Adèle Bouvattier, in der.. Contraste.. , überregionale Monatszeitung für Selbstorganisation, von April 2011.. Degrowth and Feminism, analyses, reflexions and proposals.. , ein Beitrag von Ester Conesa Carpintero, Carmen Gallego Martos und Al Cano Santana für die zweite "Degrowth" Konferenz (Barcelona, 26-29.. 2010).. Momentan auf Englisch.. Einiges über.. Ökofeminismus.. in.. Mathilde.. , Frauenzeitung für Darmstadt und Region, März/April 1999.. Sortir du patriarcat, clé taboue de l'entrée en décroissance.. Cahiers de Zadig.. , Berlin.. Eine Analyse von Adèle Bouvattier - momentan auf Französisch.. Andrea Vetter und Adèle Bouvattier.. Dieser Text wurde in der Zeitschrift.. von April 2011 veröffentlicht.. Mehr unter www.. contraste.. org.. Wie müsste eine Postwachstumsgesellschaft aussehen, die gleiche Chancen für alle Geschlechter weltweit bietet? Wachstumskritik ist nicht notwendigerweise emanzipatorisch: sie ist durchaus vereinbar mit konservativer Kritik an Konsum, der Forderung nach einem Zurück zu traditionellen Rollenbildern oder einer feudalen Ökokratie.. Deshalb ist es notwendig, Wachstumskritik auch als Herrschaftskritik in einem breiten Sinne zu denken.. Unter einem feministischen Gesichtspunkt rücken insbesondere die Aspekte der Teilhabe und der Arbeit in den Mittelpunkt.. Abschied vom homo oeconomicus.. Feministische WissenschaftlerInnen halten es seit Jahrzehnten für zentral, Wirtschaft als eingebettet in die Dimensionen Geschlecht und Ökologie zu denken.. Dieses Wissen bietet insbesondere vor dem Hintergrund der neu entfachten Debatte um Postwachstum entscheidende Anregungen.. Eine der ersten Kritiken am Bruttoinlandsprodukt (BIP) - dem zentralen Messinstrument von Wirtschaftswachstum - als Wohlstandsindikator kam von feministischen Ökonominnen, die bemängelten, dass die (unbezahlte) Erziehungs- und Hausarbeit von Frauen im BIP unsichtbar gemacht wird.. Große Teile feministischer Kritik gehen aber darüber hinaus: Sie machen deutlich, dass die Orientierung am "homo oeconomicus" als unabhängigem rational denkenden Menschen stets implizit den "weißen" heterosexuellen gesunden Mann zum Vorbild hat.. In einem solchen Denken geraten notwendigerweise die sozialen und ökologischen Voraussetzungen - die kostenlose Bereitstellung von Sorgearbeit durch Frauen und Rohstoffen durch die Natur - und Folgen des Wirtschaftens aus dem Blick.. Anders arbeiten.. Konkrete Vorschläge zu einer geschlechtergerechteren Gesellschaft jenseits des Wachstums beziehen sich vor allem auf den Bereich der Arbeit.. Eine radikale Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit - beispielsweise auf 20 Stunden pro Woche für alle - wie sie Frigga Haug fordert, ist unverzichtbare Bedingung für eine solche Gesellschaft.. Daneben betonen Wissenschaftlerinnen wie Gisela Notz aber auch, dass die Qualität der insgesamt geleisteten Arbeit - ob bezahlt oder nicht - stärker in den Fokus rücken muss.. Arbeit ist in diesem Sinne kein Selbstzweck, sondern muss sich am gesellschaftlich Notwendigen orientieren; das bedeutet weniger rohstoff- und abfallintensive Produktion und mehr kulturelle und soziale Tätigkeiten.. Weitere Überlegungen feministischer Autorinnen wie Maria Mies, Uta von Winterfeld oder Friederike Habermann beziehen sich auf die Ausweitung und Erhaltung von Subsistenzwirtschaft, das Recht auf Suffizienz oder den Ausbau von Gemeingütern.. Unabhängig von ihren Differenzen betonen alle diese Vorschläge die Notwendigkeit einer prozesshaften Veränderung des Bestehenden: weil die existierenden Normen und Beschränkungen einer Gesellschaft das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen mitbestimmen, muss ein Wandel der Strukturen notwendig in Wechselwirkung mit persönlichen Veränderung stehen.. Der Aufbau alternativer Strukturen im Kleinen - seine Nahrungsmittel über eine Food-Coop zu beziehen, Kleidung mit FreundInnen zu tauschen statt neu zu kaufen, die Mitfahrgelegenheit zu nutzen statt zu fliegen und die anfallende Hausarbeit gerecht zu teilen, sind in diesem Sinne nicht die Schlüssel zu einer solidarischen Postwachstumsgesellschaft - aber sie sind ein Anfang, um die notwendige geistige Freiheit zu üben, die für den Weg dorthin immer wieder von Nöten sein wird.. Degrowth and feminism.. (Analyses, reflections, and proposals from feminism to the working groups of the second conference of economic degrowth for the ecological sustainability and the social equity).. Ester Conesa Carpintero, Carmen Gallego Martos, Al Cano Santana.. We are aware of the fact that the growth economy has not taken into account the depletion of resources, and that we have been made to believe in a false progress without limits that has given "symbolic" stability to the capitalist system, which we could not question until recently.. However, not only environmentalism and degrowth have been criticizing this false believe in a system without limits, which in both cases is mainly based on the exploitation and consumption without consideration of resources, but also feminism.. Within feminist thinking a critical analysis has been developed, exposing other unfair processes on which the system has been based and made "symbolically" stable.. We are referring to the uncritical absorption of patriarchy, gender role stereotypes and the sexual division of labor, which is closely related to contemporary forms of social structuring, such as the nuclear family, that give rise to specific problems that women continue to suffer to a greater extent.. These unequal gendered forms of organization have not only served as another unsustainable way of maintaining capitalism, but neither have they been taken into account or been critically analyzed by other alternative or anti-capitalistic social and economic models.. In many cases they are still not being considered.. As the feminist Gayle Rubin already said in a famous article in 1975, "The economic and political analyses are not complete if they do not take into account women, marriage and sexuality"(1).. Economy and work-sharing.. According to Marx's analysis of the surplus-value it is understood as the capitalist's benefit of the labor power of the worker, calculating the difference between the worker's salary and the benefits obtained by the finished product.. However, as some important marxists and socialists figures had noted by the beginning of the twentieth century(2), and the second wave of feminism well developed during the 70's(3), critics to capitalism often forgot about all the labor power performed during and previous to the process of this worker.. The worker just not appears as if by magic, but in order to be able to go to work and perform the work, this person has had to be fed (purchasing and cooking food), living under hygienic conditions (cleaning of the house) and wear properly clean clothes (do the laundry, etc.. Until recently and even today, it has been the women who have been carrying out this work that has never been considered as such without which the capitalistic system would not be possible.. This kind of work, named as "sustainability processes of life", have never been assessed but, paradoxically, are extremely necessary for the functioning of daily life.. Within these "sustainability processes of life", the whole spectrum of "reproductive work" and "care" is included: the cleaning of the house and family, the caring of persons dependent on others (children, elderly and people with limited mobility), and we could even include all those situations of everyday care, such as the dedication of time for our loved ones, friends, family, etc.. Regardless of the gradual access for women to culture, to the university and to working life, no changes have been made to this reality.. Not only do women work outside the home nowadays, but they still continue doing the work at home.. Women perform those invisible tasks, inventing an endless amount of strategies at the expense of their quality of life.. The uneven availability of time to devote to paid work in relation to men, is one of the factors (along with sexism that still exists in our cultures) explaining the phenomenon of "female job insecurity"(4).. Women often perform less considered jobs, far away from the positions of power, legitimacy and decision-making; jobs with lower salary (sometimes even though men perform exactly the same kind of work), and jobs where they are expected to be more flexible and available regarding working hours and tasks.. This situation has a direct impact on women's lack of economic independence and autonomy, and is exacerbated in situations of limited access to education and in the increasingly common situations of single-parent households (single or separated mothers which have the full and sole responsibility of their children).. The fact that it is still the women who are in charge of the reproductive work and caring, give rise to a wide range of jobs that fall within the so-called "feminine circle"(5).. If a woman is not able to do the work, her grandmother, aunts or sisters are ready to fill in where she fails.. Furthermore, in the case of a good economic situation the work is being outsourced, which is no better than the internal situation: the mercantilization of domestic work and child/elderly care that give rise to new jobs (the nanny, the cleaning lady, etc.. ) that are not only performed within the feminine circles, but remain precarious (poorly paid, lacking contracts and even without right to social security).. Moreover, these jobs are mainly assumed by immigrant women who in turn leave their own families behind in order to take care of families in the Western countries.. All this is done in order to send a salary to a country of origin which once again find itself in a precarious situation due to the exploitation and domination of the Western countries.. Furthermore it is also important to take into consideration the situation of the people who do not have family or relatives to rely on, or the economic possibility which would allow them to pay for the tasks that they cannot take care of themselves.. Thus, it is this vicious circle that must be broken and it is only possible through structural changes.. What the politicians call "reconciliation of work and family life" is not possible, nor can all these unpaid jobs be remunerated, because first of all it wouldn't add up, (in Spain this would mean 9.. 5 million full-time jobs only counting childcare(6)), and secondly in an egalitarian, degrowth society we have to think about what kind of mercantilized jobs we really want to keep, which we can do without, and which need to be abolished.. Reusing empty houses and cohabiting and private property.. So what structure and economic organization that is not based on gender or class (poverty/wealth) inequalities, can properly integrate a sustainable ecological system, taking into account resources as well as sustainability of life.. For us it is evident that this unstable system in crisis (however symbolically stable and balanced in our imaginary) has a lot to do with the system of family structure.. It is the nuclear family that generates these inequalities, due to its representation of the two stereotypes - that of the "father" and that of the "mother" - isolated and in charge of different tasks.. We are talking about a double isolation; each one determined by its traditional role of the binomial man (alone and breadwinner) / woman (alone and in charge of the family care, domestic work and increasingly often she also has to have a paid job), and at the same time, as they are taking part of a small isolated nuclear family, they are isolated from the possibility to share resources and the responsibility of the children and elderly in a more collective manner.. We stress the fact that the nuclear family is one of the most important strategies of capitalism for the promotion of private property, individualism and the gendered division of labor(7), at the same time as it serves as the main promoter of consumerism (the family, the mortgage, the car, the children, the fences, etc.. Other types of organizational models, for example a community-based or co-habitation model or any other family model where there may exist more than two mothers or fathers, could generate an equal and egalitarian distribution of visible and invisible tasks without even thinking about who is doing what.. This would help to phase out traditional gender roles (in fact this is already being practiced in communities of young people, but even though these younger generations are less culturally conditioned by patriarchy, it turns out to be very difficult to get rid of these inculcated roles)(8).. Furthermore it would favor a redefinition of private property and the needs for a sustainable life would be completely covered.. In the same way that a fairer distribution of resources, where the example of a washing machine for various households is much more sustainable than a washing machine for each and every one, a restructure of the family groups and a redefinition of the emotional bonds would make possible a better management of peoples' resources and time.. Education.. All of this leads us to the role of education.. The education and culture that we have received has disintegrated people into extreme opposites.. A person who is treated with care and sensitivity (girls) at a young age does not grow up at the same way or become like a person who is treated as a strong and resistant person (boys).. We know that there are many exceptions and great diversity, but in most cases this is how it works.. It is clear that sensitivity is not intrinsic or natural for women, nor is strength intrinsic or natural for men.. For a life of degrowth, where collective self-management is fundamental, it is important not to reproduce and repeat these roles.. Furthermore it is important that people become strong, independent, empowered and able to perform various tasks including for example to cut firewood, managing an orchard for self-consumption, cleaning, and repair items and structures that are necessary for life.. We need a redefined education where the importance lies in knowing how to do the necessary things in life, not the superfluous ones, to motivate active roles of people without gendered division, both in daily activity as well as in political activity, (real involvement in a real democracy) in order to create citizens who are responsible, active and critical of their environment.. Demography and Degrowth; Education.. When we talk about education we also talk about the right and access to information and the development of a critical capacity necessary for decision-making.. In a degrowth society concerned about the current demographic situation it is important to take measures to ensure a good education and sexual and reproductive health systems where empowered women have the possibility to decide how many children they want to bring to the world.. These systems must provide, first of all, a good sexual education, followed by free access to contraceptives, and finally, the right to freely decide about motherhood through the access to free and legal abortion.. We have highlighted before, how the particular situation of women can worsen and become more precarious due to lack of access to these basic rights, not to mention the generalized "feminization of poverty" that the planet is suffering, and even more so the women from countries which have been exploited by the Western world, due to lack of these good sexual and reproductive health systems, as well as the women's cultural ties to the "life sustainability work".. Thus, as responses to this current situation of crisis we find it necessary to change family structures, a review of the education and a new type of work-share.. Work-sharing.. Regarding work, as we said before we may need to reconsider if we really want that all the housework, child care, elderly care etc.. should continue being unpaid or not, or rather, be divided equally between all people.. With a reduction of the work week to three days it might be possible to have that necessary time needed for a sustainable life, rather than continuing the mercantilization of housework and child/elderly care, where people organized collectively can take care of their loved ones in their surroundings, however not forgetting about the spare-time that is so necessary in order to obtain a desirable quality of life.. And of course we should separate the necessary work from the unnecessary, while the money and resources dedicated for absurd armaments and infrastructure should be dedicated to sustainable life solutions.. The big question is also: to what extent do we want a state and is that the best way to manage our resources such as taxes, especially considering the abuse of political power (mostly by men) and the fact that there is no real democracy? Don't we believe that more local and collective groups are better systems for resource management?.. Human nature and degrowth.. Finally we review the role of the major disciplines, especially science and medicine, in respect of how human nature is explained.. We know that these disciplines are not neutral and that they rather serve the economic benefits than the people.. Furthermore, both science and medicine have uncritically accepted many of the patriarchal bases of gender inequality (among others) and above all they have tried to give them a scientific explanation.. Thus, it is necessary to bear all of this in mind when we take on the task to reconsider the definitions of human nature, in order not to commit the same old mistakes over again.. A critical degrowth stance to science and medicine should aim at a technologically ethical research and development, as well as a review of the medical and scientific practices that are intervening on human nature in less desirable ways, as they often represent a misuse and administration of these resources of knowledge and techniques.. One example is the hyper-medication before and during delivery (the innumerable tests during pregnancy, the planned cesareans and the subsequent problems due to the use of unhealthy techniques that are used for the convenience of the doctor, such as cuts or episiotomy), we are talking about psychological and/or medical interventions (as in the case of transsexuals and intersexual people), we are talking about the medicalization of the problems that we know that most of the times are due to the system and not the people (as for example the enormous subscription of antidepressant pills)(9).. Furthermore it is also necessary to focus on prevention (reduce or eliminate pollution, the chemical products in food and cleaning material, the endless amount of working hours and alienating work, etc.. In short, we have to question the role of science and medicine in imposing the culturally binomials man/nature, man/woman, or the absurd relationship man-culture/woman-nature, and to get rid of them completely.. Gayle Rubin, "The Traffic in Women: Notes on the 'Political Economy' of Sex" in Toward an Anthropology of Women, ed.. Rayna Reiter (Monthly Review Press, 1975).. Reprinted in Feminism and History, ed.. Joan Wallach Scott (Oxford University Press, 1996): 105-151.. During the first period of the Rusian Revolution, critiques to family structure and oppressed position of women were well developed and several actions were done in order to modify it, and to emancipate women toward a real equity among human beings.. See for example:.. - August Bebel (1879), Woman and Socialism disposable on line at http://www.. marxists.. org/archive/bebel/1879/woman-socialism/index.. htm.. - Clara Zetkin, Lenin on the Women's Question disposable on line at http://www.. org/archive/zetkin/1920/lenin/zetkin1.. - Leon Trostky (1925), "To Build Socialism Means To Emancipate Women and Protect Mothers", at Woman and the Family, Pathfinder Press, New York, 1973, selected works.. Rubin (1975), op.. cit.. The group "Precarias a la deriva" (among others, but an example of what is being done in Spain) they have been working on the important task of analyzing this phenomenon for a long time.. A great part of their work is available on-line: http://www.. sindominio.. net/karakola/antigua_casa/precarias.. Amaia Pérez-Orozco, lecture on Degrowth and Feminism, December of 2009 at the "Patio Maravillas", Madrid.. Summary of the lecture on-line (in Spanish): http://decrecimientomadrid.. blogspot.. Amaia Pérez-Orozco, op.. See Cano, Al.. (2008) La liberación de subjetividades y de relaciones entre sujetos a través de mecanismos tecnológicos, culturales y organizativos at http://es.. blogxpopuli.. org/wiki/LSRS.. The authors discuss their own experiences: the men are still the ones carrying out more handy chores at home, and the women the ones that take care of the cleaning, despite the ongoing struggle to get rid of these roles.. At Wikipedia you find an interesting project, in which the authors are involved, that aims to look deeper into the social need for democratic participation of scientific technological development from a gender perspective.. We refer to the wikiproject "Science, Technology and Gender," found at: http://es.. wikipedia.. org/wiki/Wikiproyecto:Ciencia,_Tecnología_y_Género , where we invite you to participate (in Spanish).. Sortir du patriarcat, clé taboue de l'entré en décroissance.. En pleine catastrophe de Fukushima, difficile de ne pas ajouter en préalable à ce travail quelques mots pour y souligner l'urgence de remettre en question le système dominant, de façon radicale, de façon totale.. La menace nucléaire n'est qu'une illustration sordide de l'absurdité d'une culture de la cupidité transformée en machine infernale engouffrant nature, bêtes et gens, et dont il est aujourd'hui difficile de savoir si elle peut encore être arrêtée.. Pourrons nous déconstruire le monstre que nous avons engendré ?.. J'ai tenté d'ébaucher ici quelques pistes.. Adèle Bouvattier.. , Cahiers de Zadig.. Petite réflexion préalable.. Le questionnement égalitariste / féministe de la décroissance peut découler de deux démarches.. La première est une démarche éthique, basée sur la nécessité philosophique du développement d'une analyse féministe de société quel que soit le projet abordé, et considérant que notre projet d'intérêt est le projet décroissanciste.. La seconde est une démarche pratique, née de la lecture de ses auteurs et du constat de la profonde lacune qu'ils ont laissé se creuser dans le champ de la production de pensée contemporaine décroissanciste, en négligeant intégralement, que ce soit sciemment ou non, l'analyse des genres et des structures du patriarcat dans leurs travaux.. C'est la seconde qui m'a amenée à la première, en éclairant d'un jour nouveau le paysage de la réflexion sur / de la lutte pour la décroissance.. La décroissance en bref.. "Celui qui croit que la croissance peut être infinie dans un monde fini est soit un fou, soit un économiste.. " (Kenneth Boulding).. "Il n'est pas de croissance infinie possible sur une planète finie.. ".. "20 % de la population planétaire consomment 80 % des ressources naturelles".. "Il faudrait 6 planètes terres pour que tous les humains puissent vivre comme un américain moyen".. Autant de slogans bien connus d'un mouvement né dans les années 2000, puisant ses racines dans la vague de contestation de l'idéologie dominante croissanciste dont beaucoup situent l'origine en 1972, avec la parution du fameux premier rapport du Club de Rome, The Limits to Growth (Les limites de la croissance) et les écrits de Nicholas Georgescu Roegen, considéré comme ayant fondé et développé la toute nouvelle bio-économie et ayant osé formuler alors que ".. Chaque fois que nous produisons une voiture, nous le faisons au prix d'une baisse du nombre de vies à venir.. En réalité, des réseaux de recherche (de femmes) spécialisés en économie écologique et féministe, réseaux économiques solidaires et économies de subsistance.. travaillent déjà à la même époque, notamment en Allemagne (Adelheid Biesecker, Frigga Haug, Uta von Winterfeld, et plus récemment Friederike Habermann.. ) à l'analyse et au développement d'alternatives au productivisme qui ravage les sociétés et les écosystèmes, et pointe du doigt, à l'instar des mouvements anarchistes écologistes, les origines sociales - et politiques - de la situation catastrophique qui s'étend déjà.. Le choc de 1973 met au jour l'imminence d'un pic du pétrole remettant radicalement en question les modes de vie et de production des trente glorieuses dans les pays industrialisés, basés sur l'hyper-consommation d'une énergie bon marché dont le monde découvre soudain le caractère épuisable.. C'est aujourd'hui l'axe central de réflexion et d'action de nombre de mouvements décroissancistes tels que celui des.. Transition Town.. né au milieu des années 2000 au Royaume Uni.. Décroissance !.. C'est ainsi le constat que le capitalisme a engendré un mode de vie.. non soutenable.. : surpollution, épuisement des ressources, réchauffement climatique.. et.. non souhaitable.. : racisme et exploitation du nord par le sud, impérialisme et guerres des ressources, exploitation des travailleurs (les femmes ne sont pas évoquées) partout, rythmes et vies dépourvus de sens et crise sociale.. la dimension économique-écologique et la dimension politique-philosophique se suffisant déjà chacune à elle-même.. Comme l'a formulé Valérie Fournier il s'agit de (re)mettre l'économie à sa place (".. "), à savoir enchâssée dans les autres sphères de la vie quotidienne, et ce au fil d'un processus d'inversement de la dynamique de ces dernières décennies où la sphère économique a englouti jusqu'à l'imaginaire des individus et noie lentement la capacité à concevoir le monde, loin du consumérisme, de la cupidité, de la compétition.. de façon poétique.. Cet appel à déconstruire la société de consommation se retrouve chez les activistes anti-pub et les défenseurs du bien vivre et de la simplicité volontaire, pendants européens du.. buen vivir.. latino-américain - avec encore un slogan :.. moins de biens, plus de liens.. Introduction.. La seconde conférence internationale sur la décroissance a eu lieu à Barcelone au mois de mars 2010.. Elle s'est soldée le dernier jour par une photographie, en pleine double page dans la presse quotidienne, de quatre organisateurs et intervenants masculins de la conférence, avec pour sous-titre ".. Les leaders de la décroissance.. Pour une conférence organisée et à la logistique assurée au moins pour moitié par des femmes, et sans compter, de façon plus large, la population largement féminine des militants pour la décroissance (j'étais moi-même volontaire), quel bel exemple de négationnisme tout masculin ! Et comble pour un mouvement se réclamant de l'anti-hiérarchisme, autrement dit de l'absence de "leader".. On admettra que ces messieurs n'aient pas choisi le commentaire de l'illustration, mais pas un n'a pensé, au moment du cliché, à demander au photographe de bien vouloir attendre que l'on regroupât la partie féminine de l'équipe.. Et tout inadmissible que ce fût, j'éprouvai pourtant alors, réflexe très féminin, des scrupules à en faire la remarque aux organisateurs.. Mais c'est la non-publication d'un courrier un peu provocateur et surtout ouvertement égalitariste - je n'utilise que rarement le terme "féministe" seul -, envoyé à l'été 2010 au journal.. , qui m'a décidée à tremper ma plume dans l'encre militante.. Pas de réponse, le silence du journal m'a un peu déçue, mais au vu de ce que je vais développer plus bas, ne m'a pas surprise outre mesure.. Mes interrogations sur le rapport du mouvement français pour la décroissance à la question patriarcale sont simplement restées sans réponse de la part des intéressés, et mon sentiment que ce n'est pas par hasard a cru d'autant.. J'ai pris conscience de m'atteler à l'analyse d'un tabou d'envergure : la question du patriarcat dans le mouvement français pour la décroissance.. J'ai découvert il y a peu l'écoféministe allemande Claudia von Werlhof.. Mutter Los.. en est l'ouvrage majeur ; c'est un manifeste essentialiste, ce en quoi je tiens à me distancier très clairement de sa position, mais il propose une analyse historique et contextuelle pertinente, et met bien en évidence deux choses :.. - bien que ce ne soit pas son propos initial, premièrement qu'il pourrait suffire de sortir du patriarcat pour entrer naturellement en décroissance ;.. - deuxièmement ce pourquoi la démarche essentialiste est un contresens profond en matière de féminisme comme dans une perspective égalitariste plus large.. Par son caractère égalitariste c'est une approche émancipatrice, donc basée sur la revendication des droits fondamentaux de tous les individus et sur des valeurs de solidarité et de non discrimination sur des critères prédéfinis par nature.. Pré-définition que défend au contraire l'essentialisme, ouvrant ainsi la porte aux analyses discriminatoires qui s'opposent précisément à tout égalitarisme de principe.. On retrouve justement cette tendance chez certains auteurs décroissancistes, hostiles à la réflexion sur le genre.. Approche paradoxale donc chez Werlhof, cette dernière érigeant en ligne de combat une attitude fondant le mal patriarcal et non le solutionnant.. Sa revendication essentialiste ne fait que creuser le fossé des constructions genrées et aggraver le potentiel d'inversement perpétuel de la balance patriarcat/matriarcat comme lutte cyclique entre deux groupes distincts par nature et antagonistes.. Justement : la lecture d'un ouvrage tel que.. souligne l'importance cruciale de défaire les genres socialement construits.. Pour, d'une part, libérer la femme - en tant que genre - de l'image dégradante et de la soumission qui lui sont seules offertes dans cette société, et extraire l'homme - toujours en tant que genre - de la position de dominateur-oppresseur qu'il occupe.. D'autre part, ou parallèlement, afin de défaire le clivage entre ces deux groupes distincts et leurs exigences sociales rigides, auxquels, il est important de le rappeler, ne saurait s'identifier toute une partie de la population, homosexuelle, transsexuelle, transgenre.. ou tout simplement d'une autre sensibilité.. aujourd'hui stigmatisée et rejetée par le modèle dominant d'un genre comme de l'autre(1).. Parmi les écoféministes socialistes, qui se sont distinguées de la position essentialiste à laquelle elles s'opposent même, Dagmar Vinz(2) décrypte ainsi l'américaine Plumwood(3) : ".. Aussi bien les hommes que les femmes vivent des déformations par des modes de pensées dualistes stéréotypants.. ) les deux sexes/genres devraient s'engager pour une nouvelle définition de la masculinité et de la féminité, qui remette en question les conceptions dualistes de l'individu et de la nature et installe une relation non hiérarchique entre eux.. En fait tout ce que les mouvements se réclamant d'une alternative, à commencer par le mouvement décroissanciste, dénoncent comme destructeur, des sociétés, des individus et de la nature, peut se résumer - et de cela Werlhof propose une courte analyse claire et juste, que partagent les écoféministes socialistes - à l'histoire du patriarcat depuis la Grèce ancienne et l'apparition du concept de démocratie - patriarcale - repris par les lumières et toutes les déclarations auto-proclamées "universelles" des droits de.. l'homme.. Le mouvement pour la décroissance me semble, en l'absence de cette analyse, et même dans sa reproduction des constructions que j'évoque plus haut, avoir atteint une limite problématique.. Parmi les conditions et enjeux d'une sortie de la société et de l'imaginaire croissancistes, la question de la sortie du patriarcat, et donc toute la problématique du genre et de l'image et de la condition de la femme dans nos sociétés, semble en effet rester au sein du mouvement un tabou.. Tabou qui, en se heurtant aux prétentions démocrates et solidaires voire égalitaristes des militants décroissancistes, dépouille à mes yeux leur discours de cohérence, et condamne ainsi leur lutte pour une autre société.. Par ailleurs, au delà des insuffisances de la pensée développée, le mouvement pour la décroissance se heurte également à une limite d'une autre nature.. Celle-ci tient au fait d'avoir voulu se développer comme mouvement spécifique autour d'une Décroissance présentée en concept quasi religieux, alors qu'il s'agit d'une perspective avant tout physique-écologique(4), puis économique et politique.. Cette perspective doit certes s'accompagner de l'indispensable décolonisation de l'imaginaire(5) longuement développée par les auteur(_e)s décroissancistes, et qui déborde largement du cadre de l'analyse économique et écologique.. Mais elle ne doit en aucun cas se changer en synonyme ou nom évocateur d'un groupe idéologique fermé défendant une pensée commune, d'ailleurs si difficilement définie par ses intellectuels.. À la source de ce phénomène de repli sont hélas identifiables des comportements relevant au moins pour partie des mêmes attitudes et constructions de genres que j'ai évoquées plus haut, et qui fondent les comportements compétitifs dans la société même que remet en question l'idée de décroissance.. L'isolement qui en découle fait par ailleurs le jeu des croissancistes et autres anti-décroissance plus ou moins virulents, et entre autres des médias français, pour qui l'occasion est trop belle de mettre le doigt sur le manque de rigueur analytique et idéologique des arguments développés.. L'occidentalisation du monde que dénoncent Latouche(6) et bien d'autres ne saurait être comprise sans passer par le spectre de l'analyse d'une.. patriarcalisation du monde.. , à l'instar de l'analyse écoféministe socialiste.. Sans cela toute dénonciation est vaine, comme traiter une symptomatique ne guérit pas la maladie à l'origine des symptômes.. La dé-construction des catégories de genre serait donc un préalable nécessaire à toute lutte, y compris décroissanciste ; cependant comme on trouve à la clef de mes interrogations et de mon exaspération relatives au mouvement son caractère désespérément sexiste, par ses "leaders" - et l'existence même de "leaders" -, par la tournure que prennent ses publications, ses conférences.. la question se pose de l'opportunité d'une lutte décroissanciste pour développer une analyse égalitariste/féministe et un projet d'alternative véritable de société.. Une occasion à saisir ?.. Tout chez les pro-décroissance répète une énième fois les schémas d'une société que le mouvement prétend pourtant rejeter, et alors même, à l'instar de Serge Latouche, qu'il appelle à cette décolonisation de l'imaginaire qu'il ne parvient pas à provoquer.. Plus qu'une question de chronologie, faire de la dé-construction des genres en vue d'abolir les relations de domination entre les individus un préalable à toute autre lutte relève en réalité de l'éthique : de la nécessité philosophique de ne pas tolérer plus longtemps l'état de hiérarchie sexiste entre les individus, tout comme l'abolition de l'esclavage puis de l'inégalité constitutionnelle entre Noirs et Blancs est devenu un impératif catégorique.. Faute d'avoir eu à temps cette démarche, l'émergence en Europe du mouvement pour la décroissance offre le contexte d'une réaction pragmatique à une situation lacunaire.. 1- Très concrètement : la mise en difficulté d'un mouvement par les comportements genrés.. 1- Pour commencer, un bref rappel de théorie féministe sur le lien entre genre - image de la femme, violence et injustice sociale à son égard ; image de l'homme et système compétitif - et modèle croissanciste.. -.. Genre féminin et infantilisation de l'individu femme.. La symbolique, verbale comme visuelle, est et a toujours été le meilleur vecteur de messages dans l'inconscient collectif.. Depuis l'instauration du patriarcat et du sexisme  ...   la construction sociale des genres que j'ai esquissée plus haut : dans un monde où la domination patriarcale est l'idéal premier, citons le carriérisme, la recherche d'augmentation de salaire par les heures supplémentaires ou la promotion, les mécanismes de concurrence au sein même des équipes et entre les entreprises.. je ne reviendrai pas sur le traitement réservé aux femmes dans le monde du travail.. Leur intérêt réside de tous points de vue dans la rupture de la logique travailliste qui régit aujourd'hui nos sociétés.. S'il n'y a pas eu de travail de dé-construction des genres socialement élaborés, bien que sa nécessité philosophique précède toute lutte décroissanciste, il me semble donc aujourd'hui que cette lutte est un terrain privilégié pour s'efforcer de mener ce travail de dé-construction indispensable pour la transition vers un autre modèle de société.. Nécessité éthique et pratique se sont rejointes, et il convient simplement de ne pas se tromper d'objectif : la lutte décroissanciste est une lutte égalitariste, poursuivant une exigence de justice et de solidarité entre.. tous.. les individus, au nord en abolissant l'exploitation inter-classes et inter-sexes et le productivisme servant la logique d'accumulation, et entre le nord et le sud en abolissant l'exploitation et la destruction des populations et des ressources du second par le premier dans la même logique déjà citée.. Le mal qui nous ronge est le capitalisme, sa clé de voûte est la croissance, servie par l'accumulation.. Son essence est la compétition entre les individus.. C'est en en détruisant l'essence que nous parviendrons à réaliser la décroissance.. Note.. Je ne peux pas ne pas évoquer ici la nature purement productrice de nos sociétés, où toute l'économie s'est lentement articulée autour de la production de valeur ajoutée.. C'est la nature même du mécanisme d'accumulation ; et c'est ce que remet partiellement en question la diminution du temps de travail pour tous, mais je souhaite souligner qu'une transition réussie vers l'après-croissance implique à mes yeux bien plus, à savoir l'abandon quasi complet des tâches de production - qui sont à l'origine des problèmes écologique et climatique aussi bien que social - pour ne plus se concentrer que sur les tâches de reproduction, seules tâches réellement indispensables â l'existence humaine.. Lire par exemple â ce propos Uta von Winterfeld sur la notion de suffisance.. - au Sud.. Là est plus en question la répartition des tâches en nature qu'en temps, et je m'interdis, d'une position d'Occidentale, c'est à dire appartenant de fait à la société des nantis, de tenir un quelconque propos normatif sur cette situation.. Mais la logique de croissance peut pour le moins être dénoncée dans les conséquences très concrètes qu'elle a sur la vie des femmes de nombre de pays du Sud - mettant en relief deux choses :.. - la responsabilité du Nord dans une lutte pour la décroissance (.. au Nord).. - pour une moitié de la population, l'accentuation d'une situation déjà critique par une répartition sexuée des taches.. Dagmar Vinz(15) :.. "Le problème environnemental n'est pas asexué".. , l'inégalité sexiste de la répartition des tâches charge les femmes du sud du poids de la dégradation écologique.. Je cite plutôt :.. "En particulier la situation des femmes pauvres dans les pays du Sud montre que les problèmes écologiques, en raison de la division sexuelle spécifique du travail signifie avant tout pour les femmes une augmentation de la charge de travail et rend plus difficile d'assurer la subsistance (Davidson/Danckelman 1990 ; Rodda 1991) : lors du tarissement ou de la pollution des sources d'eau, ce sont dans le contexte de la division sexuelle spécifique du travail les femmes, qui doivent effectuer de plus longs trajets.. Quand la forêt vierge vient à être défrichée, les femmes sont en cela concernées, qu'elles doivent à présent investir plus de temps dans le ramassage de bois à brûler.. Si la qualité de l'eau disponible est insuffisante, il est ainsi défini comme devoir de société des femmes d'assurer le soin des malades.. Pour exemple en Inde, Vathsala Aithal a montré (1995) que l'investissement en travail et en temps des femmes pauvres pour aller chercher de l'eau dans les régions rurales augmente d'année en année.. ) La demande alourdie de temps et de travail dans les régions asséchées n'influence pas seulement négativement la gestion du travail et du temps des femmes, mais dégrade également l'alimentation et la santé de leurs familles.. Selon Aithal les réseaux sociaux sur lesquels les femmes peuvent s'appuyer en temps de crise sont qui plus est détruits par les programmes de déplacement lors de la construction de barrages et d'installations hydro-électriques.. Le savoir traditionnel des femmes, ayant transmis de génération en génération leurs connaissances en matière de technologies de conservation des l'eau et de méthodes d'épuration de l'eau, est dévalorisé et se perd.. Lorsque les femmes peuvent de moins en moins bien remplir leur mission de garantie de la subsistance (Grundsicherung), leur statut et leur influence dans la société s'effondre de nouveau.. C'est un cercle vicieux, que cherchent à rompre par leur engagement dans les processus de gouvernance globale les réseaux internationaux de femmes comme l'influent "Women, Environment and Development Organisation" (WEDO) ou le groupement international de femmes originaires du sud "Development Alternatives with Women for a New Era" (DAWN).. 2- L'élaboration d'une lutte émancipatrice dans le cadre même de la lutte/du mouvement décroissanciste.. La contestation décroissanciste semble être une opportunité pour écrire un nouveau modèle de société.. Peut-elle, en soulevant les vraies questions, être une aide à la nécessaire prise de conscience des femmes de leur situation d'oppression ? La lutte pour la décroissance peut-elle se faire le biais de la décolonisation d'un imaginaire collectif intégralement "patriarcalisé" ?.. Émancipation signifie nécessaire politisation des femmes, ou du principe de solidarité pour construire un nouveau projet contre celui d'individualisme des ".. alpha-Mädchen.. Dans ce contexte, la lutte pour une émancipation féminine se présente comme un processus délicat en plusieurs étapes, de la prise de conscience féminine à la dé-construction du clivage entre rôles sociaux masculins productifs et féminins reproductifs sus-cités.. De nombreuses formes d'action peuvent y contribuer, s'articulant autour de plusieurs axes majeurs.. Je vais tenter d'en présenter quelques-uns.. - La réduction du temps de travail pour tous, comme je l'ai développé plus haut, en est un.. - L'éducation doit être au centre du projet décroissanciste.. Elle est en effet à la fois le cadre et le vecteur de la reproduction des constructions et des comportements genrés dans notre société.. Je ne referais pas ici la démonstration que nombre de qualités socialement définies comme féminines ou masculines n'ont rien d'inné mais sont le produit de l'imprégnation sociale et éducative.. Il est fondamental d'interrompre la reproduction de ces rôles dans l'élaboration d'un projet de société post-croissanciste.. La dé-construction complète de comportements aussi profondément enracinés dans la société nécessitera plusieurs générations de prise de conscience, d'assimilation et de mise en pratique, processus parallèle avec l'apprentissage de l'émancipation et du regard critique indispensable au rejet de cette société.. Il y a à cette autonomie recherchée deux dimensions :.. 1) une dimension politique, la libération du joug autoritaire patriarcal-capitaliste et de l'exploitation.. 2) une dimension pratique, la capacité individuelle d'autogestion dans une vie quotidienne nécessitant l'apprentissage ou le ré-apprentissage de nombre de compétences de base dont la vie moderne nous a incapacités.. Cela vaut en premier lieu pour les tâches domestiques de la responsabilité desquelles se sont traditionnellement débarrassés les hommes (torcher les enfants/nettoyer les toilettes), et pour les tâches dont les femmes ont été traditionnellement écartées (couper du bois, électricité/électronique) au prétexte de caractéristiques de genre.. artificiellement construites (aptitude physique et inaptitude émotionnelle conjuguées) c'est à dire pour une potentielle redistribution compléte non genrée des tâches quotidiennes dans une perspective d'égalitarisme et de responsabilisation au sein de la collectivité.. - Les modes de vie collectifs, en s'opposant au modèle traditionnel de la famille nucléaire, s'opposent :.. 1) à sa nature de composante majeure de la stratégie capitaliste de promotion de la propriété privée, du consumérisme et de l'individualisme.. Elle est l'unité structurelle de base de la société du rêve américain : la maison, la voiture, les équipements électroménagers etc.. , autrement dit de la société de consommation, d'inégalités et de destruction de l'environnement que nous voulons voire disparaître.. La mise en commun des équipements ménagers est par exemple une des réalisations indispensables sur le chemin d'un mode de vie soutenable, qui entre en contradiction avec ce modèle.. Les modes d'actions tels que l'occupation de logements vides sont un moyen de revendiquer une redéfinition de la propriété privée rendant impossible une gestion concertée, solidaire et juste des ressources, en mettant en exergue la nécessité de modes de vie plus soutenables.. Proprété privée à l'échelle de la famille nucléaire et modes de vie écologiquement soutenables semblent incompatibles.. 2) à son caractère générateur d'inégalités.. Caractère dû à une construction basée sur les deux stéréotypes du "père" et de la "mère", isolés et comme on l'a vu des femmes et des hommes de façon globale, en charge de tâches différentes au sein du foyer.. Il s'agit donc d'une construction basée sur la double isolation, chaque membre du couple étant déterminé par sa traditionnelle bivalence : homme seul et assurant le gagne pain versus femme seule et ayant en charge les tâches et soins domestiques, souvent alourdis comme on l'a vu d'un travail rémunéré.. Le tout, isolément de toute possibilité de partager/mettre en commun ressources et responsabilités.. Ainsi la redéfinition de "l'unité familiale de base" rendrait-elle possible une répartition collective des tâches quotidiennes plus juste et plus solidaire, permettant une gestion plus efficiente et plus optimale du temps et des ressources de chacun.. C'est déjà le cas dans nombre de projets d'habitation collective à caractère politique, comme il en existe à par exemple à Berlin.. Ces collectifs d'habitation déconstruisent les formes devenues traditionnelles de foyer calqués en dimensions comme en structure sur le modèle de la famille nucléaire.. dans le cas de foyer le plus étendu (les foyers à occupant unique gagnant du terrain ces dernières décennies(16).. En cela les habitant_es de ces projets déconstruisent les rôles sexuellement définis et permettent le rétablissement de plus d'égalité entre les sexes au sein du foyer ; par ailleurs par la mise en commun d'installations et le partage, elles/ils appliquent de façon concrète la fameuse soutenabilité prônée dans tous les discours du "développement durable".. Enfin par la pratique de la démocratie de base au quotidien, ce sont encore elles et eux qui expérimentent des modéles alternatifs de vie et d'entreprise contre les comportements anti-démocratiques et anti-écologiques - des firmes, des gouvernements locaux et nationaux.. Il est à noter qu'une telle reconstruction aurait pour conséquence un bouleversement, dans le cas de la plupart des formes d'habitat urbain, des structures architecturales que nous connaissons.. Dick Urban Vestbro(17) a par exemple développé des modèles de mise en commun d'un pourcentage de l'espace privé pour l'ensemble de la communauté qui ont mis en évidence à la fois le bénéfice pratique et social d'une telle mise en commun et la difficulté de sa réalisation dans les immeubles modernes.. - Une question centrale du mouvement décroissanciste est celle de l'(a ré-)élaboration de formes locales et conviviales - au sens défini par Ivan Illich(18) - de production, qu'il s'agisse de production artisanale ou de production alimentaire, en sécession avec les modèles industriels de production et de distribution qui ont au 20e siècle achevé de détruire l'agriculture paysanne et le petit commerce.. Mon but n'est pas une critique réactionnaire et nostalgique de la modernité, mais de chercher des alternatives au constat de la destruction des milieux de vie, des moyens de subsistance et des tissus sociaux associés ; enfin dans c'est la recherche d'égalité entre les sexes.. C'est aussi dans ce sens que l'autosuffisance alimentaire locale est un but à poursuivre.. Des écoféministes comme l'allemande Maria Mies(19) ont montré dans quelle mesure une autre conception du "bien vivre" que celle du capitalisme et de son mode de fonctionnement, basé sur l'entretien du manque, peut en ressortir, et comment à travers cela les relations entre sexes/genres peuvent se trouver modifiées.. Ainsi deux critères centraux de l'économie de subsistance telle que la décrit Mies sont le caractère collectif de la production alimentaire, et celui de bien commun de la terre.. Les antagonismes politiques et de domination patriarcale/inter-genres et de la nature seraient d'après Mies annulés par le travail collectif et l'absence de monnaie.. De nombreux projets concrets comme les.. AMAP.. Associations pour le Maintien d'une Agriculture Paysanne.. ) ou.. CSA.. Community Supported Agriculture.. ), les.. Food-Coops.. , les jardins urbains.. ont par ailleurs déjà pris cette direction.. Reste à y réaliser la connexion avec la problématique égalitariste (féministe), encore souvent manquante.. Un outil de la lutte pour l'émancipation reste encore et toujours la non-mixité.. Qu'ils s'agisse de mouvements pour la libération des Noirs ou de mouvements de femmes, dans tout processus de lutte contre une persécution en réalité, la non-mixité s'est toujours avérée un outil puissant de libération, d'émancipation et de renforcement.. Empowerment.. " par la non mixité, c'est ce qu'ont choisi par exemple les habitantes - femmes, transsexuels et tout individu se considérant, toujours en termes de genre, comme de socialisation féminine - d'un des projets d'habitation collective bien connus de Berlin, voisin du L14.. Si les projets d'habitation présentent par nature un potentiel décroissanciste - partage des équipements et des ressources, potentielle autogestion énergétique et alimentaire - ils peuvent se faire également, par le biais de la non-mixité, le lieu de libération de femmes que la force de l'oppression dans la société actuelle a rendu incapables de revendiquer l'égalité en dehors d'un cadre protégé.. C'est le sens de la non-mixité : la création d'un cadre privilégié et protégé pour l'élaboration ou la ré-élaboration d'une confiance en soi faisant défaut à bon nombre de femmes socialisées, et par ailleurs permettant d'élaborer des stratégies de lutte collective - ce que n'autorise pas la mixité, qui isole plus couramment les individus de genre féminin qu'elle ne les réunit.. Ainsi également dans le cadre d'une lutte décroissanciste, la non-mixité permet d'élaborer une démarche double, une expérimentation décroissanciste associée à un "empowerment" des femmes pour aboutir à la simple capacité de revendiquer "au dehors" la dé-construction des modèles de domination patriarcale.. 3 La mise en évidence de la mauvaise foi éternelle des pouvoirs publics.. et l'impossibilité d'un projet réformiste.. Le 2 février 2011, le projet d'habitation berlinois et ancien squatt de la Liebigstraße 14 a été évacué, dans un contexte de solidarité populaire, d'émeutes à l'échelle nationale, et à la condition d'un déploiement de forces policières encore plus sur-dimensionné qu'à l'accoutumée.. Dans les cercles où l'on se préoccupe de décroissance, ou pour le moins de "critique de la croissance" comme on dit plus souvent en allemand, dans les milieux donc où l'on étudie les scénarios possibles d'une transition vers une société post-croissanciste, c'est resté le silence ; les ponts n'ont pas encore été jetés vers le monde des occupants de tels projets d'habitation (Hausprojekte).. Pourtant, comme on l'a vu, leurs activistes vivent et défendent une alternative réelle de vie quotidienne et de fonctionnement politique, dont la recherche théorique pourrait s'enrichir considérablement.. Ainsi, en plus de développer les alternatives évoquées plus haut, d'un point de vue local et pratique les activistes des projets d'habitation sont ceux qui luttent de façon directe contre la hausse systématique des loyers, dont souffrent particulièrement les habitants de Berlin ces dernières années.. En effet, les projets d'habitation, en défendant des loyers bas négociés à une époque et dans des circonstances où ils n'avaient rien de comparable avec ceux d'aujourd'hui, combattent par là les politiques d'accumulation et de spéculation systématique sur les biens immobiliers observable dans les grandes métropoles qui poussent dans toujours plus de précarité les classes moyennes et inférieures de la population, le plus souvent finalement obligées de déserter leur quartier d'origine.. À Berlin, après l'"assainissement" de Mitte et Prenzlauerberg, c'est peu à peu le cas de tous les quartiers centraux.. À Paris l'occupation des quartiers centraux par les couches populaires est déjà de l'histoire ancienne.. La gentrification relève de la logique de croissance.. Localement ce sont ces même activistes qui font vivre le quartier, et par là offrent le cadre d'un possible travail d'émancipation politique par la reconstitution de l'agora disparue : en organisant de nombreux et variés festivals culturels, où films et documentaires sont visionnés mais aussi et surtout commentés et discutés, où des discussions et débats sur des thèmes variés sont menés, où des expositions sont présentées, des fêtes et concerts organisés.. Ils sont, comme par exemple dans le cas du Liebig 14 et contrairement à ce qu'a souvent communiqué une partie de la presse locale(20), appréciés de leur voisinage.. À l'échelle macro on peut tout théoriser et modéliser; mais le réalisme manque.. À l'inverse, au projet normatif les projets d'habitation opposent des réalisation concrètes à l'échelle micro-économique/sociale, avant de réfléchir à une quelconque généralisation possible.. Le L14 n'a pas posé toutes les questions ni développé de modèle économique-écologique alternatif complet, mais il s'est fait, un moment, symbole de la façon dont les pouvoirs publiques traitent les projets autonomes.. Alors que le thème de la croissance, ou plus précisément de la remise en question des actuels modèles de croissance, se répand et que le gouvernement allemand, après le gouvernement français avec sa commission Stiglitz-Fitoussi-Sen, s'est offert à son tour une commission d'enquête.. "Bien-être, croissance et qualité de vie".. (21), les activistes des projets d'habitation de Berlin et d'ailleurs esquissent une alternative de société au delà de l'obsession destructive de la croissance.. Une sorte de laboratoire social contre la folie de la croissance qui détruit tout - ici il ne faut pas seulement penser croissance du PIB, mais idéologie et logique de croissance.. La recherche du profit et l'accumulation ont aujourd'hui été intégrés par tou_tes.. Qui ne tente pas de revendre une chose plus chère qu'elle/il l'a achetée ? L'avidité commence dans les petits faits du quotidien, dans l'ultra-individualisme et dans l'isolation de chacun, la spéculation sur les biens immobiliers et la hausse des loyer n'en est qu'une poursuite.. C'est contre cela que luttent les habitants de projets comme le L14, avant d'être indignement (et dans le cas du L14 comme dans de nombreux cas, illégalement) évacués de leur propre maison.. Mais il en est toujours ainsi : avant d'être reconnus et commémorés, les visionnaires sont persécutés et leur oeuvre détruite.. La lutte des pouvoirs publics contre le mouvement des "maisons", précurseur en matière d'expériences d'habitation et de communauté par l'élaboration de formes alternatives de vie, met en évidence que le chemin vers une société de l'"après" est une guerre.. Encore aujourd'hui, les défenseurs de l'utopie sont brutalisés par les forces de police avant d'être emmenés en détention et poursuivis par la "justice".. Peut-être parce qu'ils sont trop peu nombreux ; peut-être parce que même si nous étions beaucoup plus nombreux, de beaux discours décroissancistes ne suffiraient pas à convaincre les élites dirigeantes, qui n'y ont aucun intérêt.. Une telle démonstration de force comme celle du 2 février dernier met en évidence que ce n'est pas dans une démocratie que nous vivons, et que s'engager pour une société de l'après-croissance requiert plus que l'organisation de congrès ou de conférences.. L'apport théorique est essentiel, mais la généralisation de la pratique l'est tout autant, et fait aujourd'hui défaut.. En cela le projet décroissanciste - même pacifiste - est un projet révolutionnaire.. C'est dans une perspective égalitariste (féministe) que j'aborde cette problématique : le défi à relever par les femmes dans le cadre d'une lutte décroissanciste est double, et soumis à une double répression, tout comme la discrimination des femmes dans la société actuelle, comme je l'ai montré, est double.. Difficulté du combat pour une société, réprimé comme on sait.. Difficulté du combat féministe, menacé au sein même du mouvement pour une décroissance par les attitudes et propos que j'ai montré dans les parties précédentes.. Rien de nouveau sous le soleil : Olympe de Gouges(22), parmi tant d'autres, a offert par sa mort tragique un éclairage puissant sur les contradictions profondes des auto-proclamés idéaux des lumières que j'évoquais en première partie.. Son plaidoyer contient les raisons de sa décapitation : une liberté excessive et l'art de formuler une vérité qui, pour le moins en matière de domination patriarcale et d'impossibilité de dénoncer le tabou, n'a pas pris une ride.. "Robespierre m'a toujours paru un ambitieux, sans génie, sans âme.. Je l'ai vu toujours prêt à sacrifier la nation entière pour parvenir à la dictature ; je n'ai pu supporter cette ambition folle et sanguinaire, et je l'ai poursuivi comme j'ai poursuivi les tyrans.. La haine de ce lâche ennemi s'est cachée longtemps sous la cendre, et depuis, lui et ses adhérents attendaient avec avidité le moment favorable de me sacrifier à sa vengeance.. Les Français, sans doute, n'ont pas oublié ce que j'ai fait de grand et d'utile pour la patrie ; j'ai vu depuis longtemps le péril imminent qui la menace, et j'ai voulu par un nouvel effort la servir.. Le projet des trois urnes développé dans un placard, m'a paru le seul moyen de la sauver, et ce projet est le prétexte de ma détention.. Les lois républicaines nous promettaient qu'aucune autorité illégale ne frapperait les citoyens ; cependant un acte arbitraire, tel que les inquisiteurs, même de l'ancien régime, auraient rougi d'exercer sur les productions de l'esprit humain, vient de me ravir ma liberté, au milieu d'un peuple libre.. À l'article 7 de la Constitution, la liberté des opinions et de la presse n'est-elle pas consacrée comme le plus précieux patrimoine de l'homme ? Ces droits, ce patrimoine, la Constitution m me, ne seraient-ils que des phrases vagues, et ne présenteraient-ils que des sens illusoires ? hélas ! j'en fais la triste expérience ; républicains, écoutez-moi jusqu'au bout, avec attention.. Depuis un mois, je suis aux fers ; j'étais déjà jugée, avant d'être envoyée au Tribunal révolutionnaire par le sanhédrin de Robespierre, qui avait décidé que dans huit jours je serais guillotinée.. Mon innocence, mon énergie, et l'atrocité de ma détention ont fait faire sans doute à ce conciliabule de sang, de nouvelles réflexions ; il a senti qu'il nâ était pas aisé d'inculper un être tel que moi, et qu'il lui serait difficile de se laver d'un semblable attentat ; il a trouvé plus naturel de me faire passer pour folle.. (23).. "Je lègue mon coeur à la patrie, ma probité aux hommes (ils en ont besoin).. Mon âme aux femmes, je ne leur fais pas un don indifférent ; mon génie créateur aux auteurs dramatiques, ils ne leur sera pas inutile, surtout ma logique théâtrale au fameux Chesnier ; mon désintéressement aux ambitieux, ma philosophie aux persécutés, mon esprit aux fanatiques (.. (24).. Conclusion - Ouverture sur la perspective d'une utopie post-croissanciste.. Sans développer beaucoup plus longuement, je tiens simplement ici à évoquer la communauté des luttes égalitaristes féministe et anti-raciste face à l'idéologie capitaliste-croissanciste.. C'est la convergence de ces luttes qui permettra l'élaboration d'une démocratie réelle.. Sexisme et racisme sont en effet les piliers du système croissanciste : le sexisme, comme nous l'avons développé dans ce travail, en est le prétexte idéologique.. Le racisme, à titre absolument complémentaire bien que j'ai choisi ici de ne traiter que la problématique du sexisme, en est le fondement politico-économique, en ce qu'il est la justification de l'exploitation des pays du Sud, dans le cadre de la colonisation autrefois, de l'exploitation néo-colonialiste et de l'ultra-libéralisme mondialisé aujourd'hui.. Il a par ce biais assuré aux pays riches la poursuite de leurs niveaux de vie et de croissance.. Enfin, bien qu'en quelques mots rapides et bien que cela semble peut-être une évidence au vu de la nature profondément anticapitaliste de mon propos, je tiens à rappeler la nécessaire communauté de ces luttes avec celles, toujours vivantes bien que le paysage social se soit considérablement transformé depuis leur théorisation, des classes sociales antagonistes.. Il convient pour finir d'évoquer la complémentarité ; de ces combats, au delà de l'idéologie faussement restrictive de la décroissance, dans les propositions des modèles anti-autoritaires/libertaires.. Le propos décroissanciste est en effet à replacer dans le contexte plus large des luttes anti-autoritaires/libertaires, des projets localistes/de communalisme écologique et d'autogestion.. Bien que nombre de leurs auteurs soient cités par les auteurs décroissancistes, le lien étroit des idées décroissancistes à la tradition anarchiste semble constituer un tabou.. Pourtant si l'impératif de décroissance est devenu une urgence relative à l'état de catastrophe planétaire de notre époque contemporaine, les projets d'alternatives développés par "la Décroissance" n'ont pas inventé grand chose.. Par ailleurs l'analyse que j'ai menée tend à montrer plusieurs choses :.. - elle remet en question le système actuel en faveur des propositions libertaires.. - elle confirme la position décroissanciste initiale radicalement en faveur d'un système de démocratie directe participative.. - elle met en exergue l'incapacité de la démocratie représentative à porter un projet d'avenir : aussi vite qu'un enjeu de représentation entre en ligne de compte les comportements décrits en première partie s'exacerbent, deviennent incontrôlables et enclenchent le cercle vicieux que nous connaissons pour l'observer au quotidien.. - elle montre par l même l'absurdité de l'existence d'un appareil de pouvoir tel qu'un parti pour représenter un mouvement dont l'avenir se situe au delà de la logique de parti, et dont les perspectives proposées relèvent du municipalisme libertaire.. Les aspirations décroissancistes - du moins au sens où je les conçois - de démocratie directe et d'internationalisme libertaire et solidaire sont ainsi doublement à placer dans la droite ligne de la tradition anarchiste : par ce qu'elles y tendent naturellement par leur propos, et parce que le mouvement y trouverait les outils pour surmonter ses difficultés et la cohérence qui lui fait défaut.. La dissolution de ce tabou et l'identification du mouvement pour la décroissance à ses racines idéologiques, plutôt mal assumées, et par là même à des perspectives d'avenir nouvelles, permettrait de sortir l'idée de décroissance de cet enfermement de la première génération du mouvement qui veut en avoir fait une absurde chasse gardée, imprégnée de machisme et qui prive cette perspective de sa dimension réelle : une passerelle vers une société de l'après croissance.. (1) Je n'évoque pas ici le cas de la reproduction des constructions évoquées par une partie de ces populations - il ne modifie pas mon propos, et nécessiterait de longs développements qui ne relèvent pas du présent thème.. (2) Dagmar Vinz, ".. Nachhaltigkeit und Gender - Umweltpolitik aus der Perspektive der Geschlechterforschung.. ", p 8.. (3) Cf Val Plumwood, ".. Feminism and Ecofeminism: Beyond the Dualistic Assumptions of Women, Men and Nature.. " in.. The Ecologist.. Vol.. 22, No 1, p.. 8-13, 1992 et.. Feminism and the Mastery of Nature.. London/New York, 1993.. (4) Cf Nicholas Georgescu-Roegen, La décroissance - Entropie, écologie, économie.. (5) Cf Serge Latouche,.. Décoloniser l'imaginaire.. (6) Cf Serge Latouche,.. (7) Poussée par exemple à son paroxysme dans la poésie de l'extase du XIIIe au XVIe siècles, cf par exemple chez Marguerite de Navarre (1492-1549).. (8) Cf par ex.. Claudia von Werlhof :.. (Même si encore une fois je tiens à souligner que je tiens pour juste l'analyse de Werlhof mais me distancie parfaitement des conclusions qu'elle en tire et de la démarche qui en découle) ou Christa Wichterich, par exemple dans ".. Der neoliberale Feminismus ordnet sich den Gesetzen der globalen Märkte unter Paradoxie der Integration.. ",.. Taz.. du 23.. 9.. 2007.. (9) www.. partipourladecroissance.. (10) Des auteurs comme Murray Boockchin sont ainsi régulièrement cités par les décroissancistes, dont Serge Latouche, sans jamais faire mention de leur caractère de penseur de référence du mouvement anarchiste.. (11) http://www.. degrowth.. eu.. (12) Cf Serge Latouche,.. , Mille et une nuits, p.. 56 et suivantes.. (13) Reinhard Miegel, conservateur allemand fondateur du.. Denkwerk Zunkunft.. (Thinktank pour le futur).. Clôture par Herfried Münkler de la seconde conférence de la fondation le 15 janvier 2011 :.. "Qui sont les ennemis ? (.. ) Prenons la famille.. ) Ainsi l'échange de prestations sans les convertir d'une façon quelconque en argent, enfin donc en équivalent, le don d'attention, d'émotivité ou ce genre de choses, plus sans attente d'en recevoir en retour une rémunération quelconque, pas vrai ? Quand on considère ça dans un sens emphatique alors il faut dire qu'à partir d'un point historique donné, avec de bonnes raisons mais des effet fonctionnels catastrophiques, le mouvement des femmes a posé un problème, car il a thématisé que le travail domestique devait être désormais comptabilisé en argent.. Ça se peut bien, que ça se soit voulu polémique, pour pour ainsi dire rendre visible les prestations cachées au sein de la famille.. Mais tel que c'est maintenant, ce genre de conceptions commencent à osciller et à se déplacer, et ainsi un processus a été en quelque sorte déclenché par, disons, en quelque sorte nos amis, qui a après ça eu en douce des répercussions exactement contraires.. Il faut aussi méditer là-dessus.. " (Traduction privée pour l'article).. (14) En ce qui concerne le temps partiel (subi) cf pour la France le site officiel de l'Observatoire des Inégalités :.. www.. inegalites.. fr.. Les 5,5% d'actifs employés à temps partiel et souhaitant travailler d'avantage sont pour 75% d'entre eux des femmes; 9% des femmes salariées sont en situation de temps partiel subi, contre 2,5% des hommes.. Cf également le rapport du Conseil Economique et Social.. Les femmes face au travail à temps partiel.. , (Communication du Conseil économique et social présentée par Mme Geneviève Bel au nom de la délégation aux droits des Femmes et à l'égalité des chances entre hommes et femmes ).. Pour l'Allemagne cf le.. Gender Datenreport.. produit par le Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, (Ministère de la famille, des seniors, des femmes et de la jeunesse).. 43% des femmes actives en république fédérale allemande occupent un emploi partiel de moins de 31 heures par semaine contre 7% des hommes, 29% de moins de 20h contre 5% des hommes.. Le temps partiel chez les femmes est quasiment deux fois supérieur en Allemagne de l'Ouest avec près des la moitié des actives, contre un peu plus d'un quart en Allemagne de l'Est.. Il est intéressant de noter que la différenciation entre les sexes ces 15 dernières années a tendu à se réduire légèrement en France alors qu'elle s'est sensiblement aggravée en Allemagne.. Enfin dans les deux pays la population la plus touchée est celle des actives étrangères / issues de l'immigration, témoignant une fois encore de la double discrimination toujours en cours.. (15) Dagmar Vinz, article cité, p.. 4 : ".. Das Umweltproblem ist nicht geschlecht neutral.. " (Traduction de l'auteure pour l'article).. (16) Entre 1968 et 1999 le nombre de ménages en France est passé de près de 16 à près de 24 millions, dont de près de 6.. 5 à 12,5 millions d'hommes seuls et de près de 14 à 18,5 millions de femmes seules.. Source : INSEE.. (17) Voir son intervention à la conférence de Barcelone :.. Dick Urban Vestbro: Saving by Sharing - Collective Housing for Sustainable Lifestyles.. (18) Cf Ivan Illich,.. La convivialité.. , Seuil, Paris, 1973.. (19) Même si nous nous distancions par ailleurs des prises de position également essentialistes de l'auteure.. (20) Cf.. Bild.. BZ.. et leur dénigrement systématique des habitants de Hausprojekte.. (21) http://www.. bundestag.. de/bundestag/ausschuesse17/gremien/enquete/wachstum/index.. jsp.. (22) 1748-1793 (23) Olivier Blanc,.. Marie-Olympe de GOUGES, une humaniste de la fin du XVIIIe siècle.. , éditions René Viénet.. (24).. Opus cité.. Bibliographie.. Ariès, Paul,.. La décroissance, un projet politique.. Azam, Geneviève,.. Le temps du monde fini.. Blanc, Olivier,.. Marie-Olympe de Gouges, une humaniste de la fin du XVIIIe siècle.. , éd.. René Viénet.. Biehl, Janet,.. Der soziale Ökofeminismus und andere Aufsätze.. Conesa Carpintero, Ester, Gallego Martos, Carmen y Santana, Al Cano,.. Degrowth and feminismus, Analyses, reflections, and proposals from feminism to the working groups of the second conference of economic degrowth for the ecological sustainability and the social equity.. Conseil Economique et Social de la République Française, Avis et Rapports.. Mandature 2004-2009, Séance du Bureau du 26 février 2008 :.. Delphy, Christine,.. L'ennemi principal 1 - Economie politique du patriarcat.. L'ennemi principal 2 - Penser le genre.. Descarries, Francine,.. "Le patriarcat : système distinct et instrumental de la reconduction de la division sexuelle du travail".. , Labrys études féministes numéro 4 août/ décembre 2003.. Deutsche Jugendinstitut e.. V, in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt unter der Leitung von Waltraud Cornelißen :.. Gender-Datenreport - 1.. Datenreport zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik Deutschland.. , München, November 2005.. Fassung.. ISBN: 3-938968-05-2.. Engels, Friedrich,.. L'origine de la famille, de la propriété privée et de l'Etat.. Gevaert, Pierre,.. Illich, Yvan,.. Latouche, Serge,.. La Planète des Naufragés.. Maruani, Margaret.. "Hommes et femmes au travail", Ceras Projet.. ceras-projet.. Femmes, genre et sociétés.. , La Découverte.. Trumann, Andrea,.. Feministische Theorie Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus.. Vetter, Andrea und Bouvattier, Adèle,.. Prozesse anstoßen - Feministische Perspektiven auf die Debatte um Postwachstum.. Vinz, Dagmar,.. « Nachhaltigkeit und Gender - Umweltpolitik aus der Perspektive der Geschlechterforschung ».. (Attac Deutschland).. Werlhof, Claudia von,.. Mutter Los - Frauen im Patriarcat zwisschen Angleichung und Dissidenz.. Wichterich, Christa,.. Femme global (Publication Attac Allemagne).. "Der neoliberale Feminismus ordnet sich den Gesetzen der globalen Märkte unter Paradoxie der Integration", Taz.. 23.. insee.. Etudes de la population.. net.. Généalogie des mouvements politiques de la décroissance en France..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Was die Kunst angeht.. Veränderung ist eine Kunst.. : Manifest der Arbeitsgruppe 'Kunst' bei der Vorbereitung des Attac-Kongress "Jenseits des Wachstums".. Kunst ist subversion.. von Jean-Claude Besson-Girard.. Art in the future.. von Clive Hambidge (Momentan auf Englisch).. Unser aktuelles Wirtschaftssystem forciert kulturelle Praktiken und Werteorientierungen, die Menschen krank machen, ihre Lebensgrundlage zerstören und das Ökosystem des Planeten bedrohen.. Gleichzeitig lebt unser derzeitiges Wirtschaftsystem von eben diesen kulturellen Praktiken und Wertorientierungen, die es (mit)produziert.. Der Wandel hin zu einer Postwachstumsgesellschaft geht also einher mit einem grundlegenden Wandel unserer kulturellen Wertvorstellungen und Handlungsmuster.. Künstlerische Artikulationsformen, die potentiell allen Menschen offen stehen und nicht beschränkt sind auf die Arbeit von professionellen KünstlerInnen, können diesen Wandel auf unterschiedlichen Ebenen produktiv begleiten und fördern.. -Künstlerische Artikulationen brechen eingefahrene kulturelle Wahrnehmungsgewohnheiten auf, machen Ungesehenes sichtbar und eröffnen neue Perspektiven auf scheinbar Bekanntes.. Sie schaffen so Möglichkeitsräume, Neues und Anderes zu denken und zu fühlen, arbeiten mit an der Kreation neuer kultureller Sinnangebote und eröffnen Menschen die Möglichkeit, sich von dominanten Wahrnehmungs- und Kommunikationsmustern zu befreien.. -Eine zentrale Frage bei der Entwicklung neuer kultureller Praktiken und Wertorientierungen ist die nach dem guten Leben.. Künstlerische Artikulationsformen stellen einen Weg dar, sich entsprechend der eigenen Bedürfnisse zu entwickeln.. Wir verstehen sie als Teil einer gesellschaftlichen Utopie, in der Menschen sich als Artikulierende, Handelnde und Gestaltende und nicht als Objekte der Artikulationen und Handlungen einer kleinen Elite erleben.. Künstlerischer Ausdruck kann in diesem Sinne ein emanzipatorischer Weg zu mehr Selbstbestimmung und zu mehr Lebensqualität über materielle Bedürfnisbefriedigung hinaus sein.. -Der Wandel eigener kultureller Wertvorstellungen und Handlungsmuster ist kein ausschließlich rationaler Prozess.. Unsere Lebens- und Denkweisen sind im Laufe einer langen Sozialisationsgeschichte Teil unserer Körper geworden.. Das ist ein wichtiger Grund, warum wir zwar häufig viele Dinge wissen, aber deshalb noch nicht danach handeln.. Soll es zu grundlegenden Veränderungen unseres Wertesystems kommen, dann muss dieser Wandel von Lernprozessen begleitet werden, in denen der Umgang mit unseren Gefühlen und unserem Körper eine zentrale Rolle spielt.. Indem er über das rationale Erfassen hinaus auch eine emotionale Verbindung zu den zu behandelnden Themen herstellt, fördert künstlerischer Ausdruck solche Lernprozesse.. All das führt uns zu der Auffassung, das künstlerische Artikulationsformen bei einem Kongress, der die Frage stellt, wie wir in Zukunft leben wollen, mehr sein müssen als ein exotisches Konsumgut für den ermüdeten Geist am Ende des Tages.. Die Entscheidung, alternativen Kommunikationsformen auf dem Kongress "Jenseits des Wachstums?!" mehr Raum zu geben, als das sonst bei einem politisch-wissenschaftlichen Kongress dieses Formats üblich ist, wertet diese auf, zeigt praktisch, was mit dem Wort "Wertewandel" gemeint sein könnte und macht das Thema des Kongresses erlebbar.. Sie ist ein Schritt in Richtung einer neuen Kommunikationskultur, einer Kultur, welcher ein ganzheitlicheres Bild vom Menschen zugrunde liegt, einer Kultur, die unterschiedliche Formen von Wissensproduktion gleichberechtigt nebeneinander bestehen lässt und in einen Dialog bringt.. Ein ganzheitlicheres Menschenbild ist, in Abkehr von immer noch dominanten Diskursen vom homo oeconomicus, zugleich eine notwendige Voraussetzung für neue und inspirierende Antworten auf die Frage, welche Werte es sein könnten, nach denen wir in Zukunft unser Leben ausrichten.. Kunst ist Subversion.. Jean-Claude Besson-Girard.. , Kunstmaler, Autor von.. Decrescendo cantabile, Petit manuel pour une décroissance harmonique.. (Parangon Verlag), Direktor von.. ENTROPIA.. (Revue d'étude théorique et politique de la décroissance, http://www.. entropia-la-revue.. Die Idee einer Wachstumsrücknahme stellt unseren Glauben radikal in Frage; sie bedeutet ein nicht weniger radikales Umstoßen von dem, was wir unter Kultur verstehen.. Es existiert keine menschliche Natur, die von der Kultur, die die Menschheit in der Gesellschaft formt, unabhängig sei.. Die Fähigkeit zu symbolisieren ist das Herz einer jeden Kultur.. Die kulturelle Vielfalt ist das Symbolische Pendant der biologischen Vielfalt; aber um den Wert der Kultur zu verstehen, sollte ihr Sinn selbstverständlich nicht auf die Produktion und den Konsum von kulturellen Gütern reduziert werden, wie uns der Produktivismus konditioniert zu denken.. Die Kultur ist ein komplexes Ensemble, das Wissen, Glaube, Moral und Gewohnheiten einer Gesellschaft einschließt; die Kunst ist ihr riskantester Teil.. Es handelt sich also nicht darum, die Kunst eine Subversion werden zu lassen sondern darum, anzuerkennen, dass die Kunst Subversion ist.. Sie ist kein dekorativer Zusatz für irgendeine Lebensverschönerung.. Sie ist die Spur, das Ergebnis der vollkommenen Hingabe derjenigen, die damit dem Ruf der Kunst wie einer Notwendigkeit folgen, manchmal bis zur Lebensgefahr.. Was kann im Angesicht eines Systems, das den_die Künstler_in in uns ausschaltet, getan werden? Ich kann hier nur ein paar Wege schildern und ein paar Haltungen vorschlagen, die eine Entkonditionierung bezüglich des gewohnheitsmäßigen Diskurses über Kunst und Kultur erlauben.. So verstehe ich nicht gut, was eine humanistische Kunst außerhalb des Sinnes, den sie sich in Europa seit der Renaissance angeeignet hat, bedeuten könnte.. Sie hat in anderen Kulturen und Epochen keine signifikante Wirkung.. Sie erlaubt uns nicht, die Geburt der Kunst und ebenso wenig die chinesische Malerei, zu erfassen.. Jedoch scheint es mir, dass das Eigene der Kunst aller Epochen und Kulturen ist, dass sie Zeuge einer Beziehung zu dem Heiligen ist und dass diese Beziehung das Vorrecht der menschlichen Spezies ist, welche Bewusstsein über ihre Endlichkeit erlangt und sich mit einer besonderen Intensität bei den Dichtern manifestiert.. Es drängt, das von der Romantik geerbte Bild des Künstlers, das in außerhalb des oder sogar höher als das gemeinsame Schicksal stellte.. Dieser missbräuchliche Anspruch hat nach und nach die Kluft und das Unverständnis zwischen Künstler_in und Gesellschaft geschaffen.. Wenn wir heute verloren sind, ist das grundsätzlich, weil wir der poetischen Dimension unserer Existenzen den Rücken zugekehrt haben.. Diese Dimension ist diejenige unserer sinnlichen Beziehungen zum Ganzen des Realen, welches der Grundstoff aller menschlichen Kreation ist.. Wir müssen die Kreuzung wiederfinden, an der wir den falschen Weg einschlugen.. Dieser Weg führte uns, wie wir jetzt wissen, in die Sackgasse der Wahrnehmung und der Empfindsamkeit, die uns betäubt und wie von unserem essentiellen Teil amputiert lässt.. Es ist zu behaupten, dass die Kunst und die Kultur weder auf Nutzen ausgerichtet sind,  ...   surface of a degraded planet by 2030 and their immiseration a most terrible reality.. By 2040, models show "over shoot" and collapse thus "Population finally declines because of food shortages and negative health effects from pollution"(12).. To "positively abstract" then is now an urgent requirement for all if we are to avoid a projected dystopia and eventual extinction of most life on this glorious planet.. There are an "awful lot of us in an awful lot of trouble.. Such boundless extension of self, analogous to the economics of expansion, crushing the planet, as the mind of man precipitates pollution from within to without, impoverished, he gorges, feasting to satisfy a hunger which knows no limits as the ogre of opportunism separates brother from sister, father from son, nation from nation" and eventually life from humanity(13).. Or has science found a way back to a Hindu supra-physical future in the String Theory and a state to which collective humanity could evoke? Brian Green asserts "With the discovery of super string theory, musical metaphors take on a startling reality, for the theory suggests that the microscopic landscape is suffused with tiny strings whose vibrational patterns orchestrate the evolution of the cosmos"(14).. Perhaps we will find even the hearts of the oligarchs, politicians and corporate raiders a string upon which degrowth melodies can be played.. Put more poetically, "Saraswati" the Hindu deity "is the sound-vibrations of the gurgling waters, beating out the rhythms of our subtle and gross feelings; dancing around the emotions of love and sorrow; captured in the expressions of prose and poetry.. unparalleled she flows as nectar in our inner being and also as the river across terrestrial hills and plains.. Light has taken shape as water.. "(15) And in "the swing of a pendulum, the notes on a guitar string, waves on the ocean, signals from a radio tower, beats of a heart"(16) Schneider quoting others thinks rightly "participative processes" are "required to deal with the central question of needs motivating actions where degrowth develop a context of possible cooperation"(17).. For "When vibrations in two or more systems coincide, they begin to resonate in a way that allows energy to be exchanged between them"(18) perhaps it will be love, or if things go terribly wrong one standing tree "in an arid land would carry in its seed the potency from whose roots all forests of the earth might spring"(19).. Ephesians, 4:26.. Mondrian's Natural Reality and Abstract Reality essay, originally published as "de nieuwe beelding in de schilderkunst" in De Stijl (Amsterdam, 1919) quoted in Herschel B.. Chipp, Theories of Modern Art, University of California Press, Berkeley, p321.. Michael Roberts ed, The Faber Book of Modern Verse, T.. Eliot, Little Gidding, Faber and Faber, 1973, p 110.. Graham Peebles, contemporary artist and Founder, The Create Trust, www.. thecreatetrust.. Jung quoted in James H.. Austin, Zen and the Brain, Towards an Understanding of Meditation and Consciousness, MIT, Cambridge Massachusetts, 1999.. "To round itself out, life calls not for perfection but for completeness; and for this the "thorn in the flesh" is needed, the suffering of defects without which there is no progress and no ascent" as stated by Jung in Psychology and Alchemy, Routeldge, 1993.. Jung in Psychology and Alchemy, Routeldge, 1993.. Herschell B.. Chipp, Theories of Modern Art, University of California Press, Berkeley, 1969, p458.. Collateral damage: military euphemism meaning civilian casualties or damage to property, etc.. that was not a military target.. Now for the real meaning of collateral: descending from the same ancestor through a different line.. Definition found in Chambers Dictionary p323.. 1987 World Commission on Environment and Development's statement quoted in Donella Meadows et al, A Synopsis Limits to Growth The 30 Year Update, Earthscan (United Kingdom and Commonwealth), 2004, p2.. T.. Eliot, Little Gidding quoted in Michael Roberts ed, The Faber Book of Modern Verse, T.. Eliot, Little Gidding, Faber and Faber, 1973, p 114.. in 1650 it was 240 years.. Donella Meadows et al, A Synopsis Limits to Growth The 30 Year Update, Earthscan (United Kingdom and Commonwealth), 2004, pp9-10.. Graham Peebles contemporary artist and Founder, The Create Trust, www.. org.. Brian R.. Green, The Elegant Universe, Random House, 1999, p135.. As advocated by Fritjof Capra the problems facing us all "are systemic.. which means.. they are closely interconnected and interdependent.. They cannot be understood within [a] fragmented methodology.. A resolution can be found only if the web is itself changed.. invol[ing] profound transformation s of our social institutions, values and ideas" quoted in Capra's The Turning Point, science, society and the rising culture, Fontana Publishing, 1982, p6.. "However valuable, the preponderance of the Scientific Revolution and associated social models, having assigned machine like mechanistic functionality to universe and humans aiming to verify, quantify and measure all outcome, has only managed to account for an incomplete and therefore partial understanding of the world and humans, one based on control" quote by Soraya Boyd Founder and CEO Facilitate Global, www.. facilitateglobal.. R.. D.. Laing presciently remarked "Out go sight, sound, taste, touch and smell and along with them has since gone aesthetics and ethical sensibility, values, quality, form; all feelings, motives, intentions, soul, consciousness, spirit.. Experience as such is cast out of the realm of scientific discourse" quoted in Fritjof Capra, The Turning Point, science, society and the rising culture, Fontana Publishing , 1982, p40.. Swami Nirmalananda, Hindu Gods and Goddesses, Linobyte Calcutta, 1998, p32.. John E.. Nelson, Healing The Split, 1994, State University Press, Albany, p157.. 17.. Francois Schneider, Macroscopic rebound effect as argument for economic degrowth, Degrowth Paris, April 2008 paper, p11 www.. net, http://eevents.. eu/degrowthconference/themes/1First%20panels/Backgrounds/Schneider%20F%20Degrowth%20april2008%20paper.. pdf.. Also see Rosenberg 2001, Wallenborn 2008 in Schneider's 2008 Paris paper.. 18.. Oskar Kokoschka, On The Nature of Visions, 1912, quoted in Herschel B.. Chipp, Theories of Modern Art, University of California Press, Berkeley, 1969, p172..

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  • Title: Wachstumsrücknahme
    Descriptive info: Auf dem Weg zur Wachstumsrücknahme.. Einige konkretere Experimente, Erfahrungen.. oder noch Projekte.. in der Stadt.. Die Prinzessinnengärten in Berlin Kreuzberg.. : der Moritzplatz, "wo Brache war soll Garten werden!".. Eine Initiative von.. Nomadisch Grün.. "Transition Town: Testfall Totnes".. über die erste Transition Town Initiative, in Totnes, Südengland..  ...   die Wirtschaft umorganisieren müssen".. von Herman Knoflacher bei Deutschlandradio Kultur, über eine Welt ohne Privatautos.. zwischen Stadt und Land: das besetzte Haus.. Can Masdeu.. , eine autonome und ökologische Oase im Norden von Barcelona.. auf dem Land.. "Lokomotive Karlshof, die soziale Kettenreaktion".. von Gabriele Goettle,.. vom 21..

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  • Archived pages: 15